Skip to main content

Full text of "Die chronischen Krankheiten : ihre eigenthümliche Natur und homöopathische Heilung"

See other formats


<^.T,iy 



Die 

chronischen Krankheiten, 

ihre eigenthümliche Natur 



und 



homöopathische Heilung; 



von 



Dr. Samuel Hahnemann. 



Dritter Theil. 

Antipsorische Arzneien. 



Dresden und Leipzig, 

in der Arnoldischen Buchhandlun 

1828. 



6 7" 1'7 



Antipsorische Arzneien. 



Zweite Abtheilung. 



Inhalt. 



Petroleum, Oleum petrae, Bergöl, Sleinöl. 
Phosphorus , Phosphor. 
Sepiae succus , Sepie- Saft. 
Silicea terra, Kieselerde. 
Zincum, Zink. 



Digitized by the Internet Archive 

in 2010 with funding from 

Open Knowledge Commons and Harvard Medical School 



http://www.archive.org/details/di6chronischenkr00hahn3 



Petroleum, Oleum petrae, Bergöl, 
Steinöl. 

J_>lieses an Geruch, Geschmack und arzneilicher 
Wirkung äufserst kräftige Erzeugnifs des Innern der 
Erde mufs zum Arznei -Gebrauche sehr dünnflüssig 
und hellgelb von Farbe seyn. Bei dieser Dünnflüs- 
sigkeit ist es nicht wohl möglich, dafs es mit fetten 
Gewächsölen verfälscht seyn könnte. Um sich aber 
dennoch hievon gänzlich zu überzeugen, habe ich 
in dem Buche: Kennzeichen der Güte und 
"Verfälschung der Arzneien (Dresden 1787. 
S. 221.) die Prüfung durch zugemischte starke 
Schwefelsäure angegeben, welche das Bergöl unbe- 
rührt läfst und blofs die etwa beigemischten fremden 
Oele in eine Art Schwefel umwandelt. Doch kann 
man auch, und zwar auf eine einfachere Weise, nur 
auf ein Stück weifses Schreibpapier einen Tropfen 
Bergöl tröpfeln, welches, an die freie Luft oder auf 
eine recht warme Stelle gelegt, bald verfliegt und 
das Papier ohne einen durchsichtigen oder durch- 
scheinenden Fleck zurückläfst, wenn kein fettes Oel 
beigemischt war. Oeftcrer mag ein Zusatz eines 
flüchtigen, vegetabihschen, z. B. des Terbenthinöls, 
zur Verfälschung statt gefunden haben. Um hievor 
sicher zu seyn, thut man auf jeden Fall wohl, das 



6 Petroleum. 

Bergöl, vor seiner arzneilichen Anwendung, mit 
doppelt so viel YV^eingeist zu mischen, es etliche 
Mal umzuschülteln und durch Fliefspapier wieder zu 
scheiden, was vorher mit Weingeist befeuchtet wor- 
den. Das reine Bergöl bleibt so im Filtrum zurück, 
(wird in Fläschgen, deren Stöpsel und Mündung man 
mit Siegellack umschmilzt, aufbewahret), und der 
durchgetröpfelte Weingeist enthält das flüchtige Ge- 
wächsöl, wenn dergleichen im Bergöle vorhanden 
gewesen. 

Auf die gemeinsame Art, wie ich vorhin in der 
Anleitung zur Bereitung der antipsorischen Arz- 
neien gelehrt habe, wird auch vom Bergöle, doch 
statt eines Granes, nur ein Tropfen, erst durch Rei- 
ben mit Milchzucker bis zur Million potenzirt, dann 
aber, nach der Auflösung eines Grans des letztern 
Pulvers in gewässertem Weingeiste und zweimali- 
gem Schütteln derselben, auch mit zweimaligem 
Schütteln jeder weitern hundertfachen Verdünnung, 
bis zur Sextillion- (vi) Potenzirung gebracht, in 
welcher es zu antipsorischem Zwecke angewendet 
wird, zu 1, 2 damit befeuchteten Streukügelchen auf 
die Gabe. Es wirkt in dieser Gabe, wenn es ho- 
möopathisch richtig den Krankhelts- Symptomen an- 
passend gewählt war, wohlthätig auf 40 und mehre 
Tage hin und erweiset sich als eine wichtige anti- 
psorische Arznei, zeichnete sich auch an Hülfskraft 
in entwickelter Psora, das Ist, in den unvenerischen, 
chronischen Krankheiten, aus, wo besonders folgende 
Krankhelts - Zustände hervorragten : 

Schwindel; Befangenheit des Kopfs; Mangel 
an Gedächtnifs; drückend stechender Kopfschmerz; 



Petroleum. 7 

Klopfen im Hinterkopfe; Ausfallen der Kopfhaare; 
Ausschlag auf dem Kopfe und im Nacken; Grinder 
auf dem Haarkopfe; Flechten im Nacken; Gilbe des 
Gesichts; Flor vor den Augen; Langsichtigkeit — 
kann feine Schrift ohne Brille nicht lesen; Ohrklin- 
gen; YV^ubhern in den Ohren; Sausen und Brau- 
sen vor den Ohren; Taubhörigkeit ^); Trockenheit 
und lästige Trockenheits- Empfindung des inncrn 
Ohres; Nasen- Trockenheit und lästige Trockenheits 
Empfindung in der Nase; Nasen -Verstopfung; ge- 
schwollene Unterkiefer -Drüsen; vveifs belegte Zunge; 
lautes Aufstofsen (Aufrüipsen) ; VV^ürm erb es ei- 
gen; Brecherlichkeit; Appetitlosigkeit; Ekel vor 
Fleisch; Heifshunger; Wüstheit im ünterleibe; Leib- 
schneiden; harter Stuhl; öftere Stühle des Tags; 
(Durchfall); unwillkürHches Harnsiekern; Verenge- 
rung der Harnröhre; Brennen in der Harnröhre; 
Jucken und Nässen des Hodensacks; häufige 
Pollutionen; Heiserkeit; Schnupfen; Husten, Abends 
nach Niederlegen; trockner Nacht- Husten; Stechen 
in der Brustseite; Flechte auf der Brust; Kreuz- 
schmerz, der das Stehen nicht erlaubt; Rücken- 
weh; im W^inter rissige Haut der Hände und Fin- 
ger voll blutiger Schrunden; gichtisch steife Finger- 
Gelenke; Reifsen in den Händen; braune Flecke an 
der Handwurzel; Flechte am Knie; Knacken und 
Steifheit der Gelenke; Eingeschlafenheit der 
Glieder; Abneigung vor freier Luft; Wildfleisch 
in den Geschwüren; Blut- Wallungen; lebhafte. 



1) Vorzüglich nach vorgängigeiii Gehrauche von Sal 
peter- Säure. 



8 Petroleum. 

Träume; Früh-Ünausgeschlafenheit; Abend -"Wecli- 
selfieber: Frost, dann Gesichts -Hitze bei kalten Fü- 
fsen; Nacht- Scbweifse; aufgeregtes Gemüth, Schim- 
pfen; Aengstlichkeit. 

Riechen an ein Hanfsamen grofses Streukügel- 
chen, mit hochpotenzirter Krähenaugen -Tinktur be- 
feuchtet, hat sich als das hülfreichste Antidot des 
Bergöls erwiesen. 

Oefters Schwindel, beim Gehen. 

Vom Bücken wird sie gleich schwindlicht und 
übel. 

Schwindel beim Aufstehen vom Stuhle und 
beim Bücken. 

Schwindel wie im Hinterkopfe, vorzüglich wenn 
sie die Augen in die Höhe richtet, dann ist's, 
als sollte sie vorwärts hinschiefsen. 
5. Schwindel und üebelkeit, vorzüglich wenn sie mit 
dem Kopfe tief liegt, Abends im Bette, (n. 
30 St.) 

Arger Schwindel, der ihn nöthigt, sich vorzu- 
bücken, mit Gesichts -Blässe und üebelkeit, 
mehr im Stehen, als Sitzen, welches im Lie- 
gen verging; dabei langsamer Puls, Aufsto- 
fsen und Gähnen, Mangel an Appetit und 
einiges Drücken im Bauche. 

Liegend bekommt sie Hitze im Gesichte und, 
wenn sie aufsteht, Schwindel, (n. 48 St.) 

Früh, Schwere des Kopfs und wie Voll- 
heit und Hitze darin, besonders beim Bük- 
ken und bei Näh -Arbeit. 

Düsterheit im Kopfe und Üebelbehagen, (n. 20 
Stunden.) 



Petroleum. 9 

10. Düseligkeit, gleich vom Mittags -Essen an. (n. 
9 Tagen.) 

.Sehr vergefslich und zum Denken un- 
aufgelegt. 

.Eingenommenheits -Kopfschmerz. 

'Der Kopf ist täglich wie eingenommen, oft wie 
Anspannung der harten Hirnhaut. 

• Kopfschmerz wie Zerren und Spannen der (har- 

ten) Hirnhaut. 
15. Spannung im Kopfe. 

Anwandlung von Kopfschmerz, alle Morgen. 

Früh, beim Aufstehen, Anwandlang von Kopf- 
schmerz, mehre Tage. 

Kopfschmerz gleich früh, bis nach dem Früh- 
stück. 

.Von früh an, dumpfe Kopfschmerzen, mit Zie- 
hen nach der Stirne his Abend — zugleich 
arger Frost bis Mittag, (n. 24 St.) 
20. Kopfschmerz, Abends, nach Gehen im Freien. 

Kopfschmerz rechter Seite: sie konnte die Au- 
gen nicht aufthun, den Kopf nicht aufrecht 
halten; sie mufste liegen. 

Pressen und Drücken im Kopfe, (n. 24 St.) 

Beim Bücken, heftiger Druck im Kopfe. 

Früh, ein starker Druck auf dem Scheitel, mit 
Düseligkeit. 
25. Druck im Kopfe, in den Zähnen und den Ober- 
kiefer-Höhlen. 

• Drücken im Hinterhaupte. 

Pressen am Kopfe, mit einer Art von Weich- 
lichkeit, (n. 2 Tagen.) 
-Drücken in der Stirne, mit einzelnen Stichen 
über dem Auge. (n. 26 Tagen.) 



10 Petroleum. 

Drückendes Ziehen in der rechten Schläfe, auch 
während des Schlummers fühlhar. (n. eini- 
gen St.) 
30. Drücken, und Drücken mit Stechen im Hinter- 
haupte, früh. 

•Stechender und zugleich drückender Kopfschmerz, 
mit Uehelkeit. 

Im linken Hinterhaupte, ein Stechen, Nachmit- 
tags. 

Beim Gehen und Bücken, ungeheure stechende 
Rucke im Kopfe ^ sie mufste immer nach ei- 
nigen Schritten wieder still stehen. 

Ahends, dumpfe, zuckende Stiche auf dem Schei- 
tel, in den Kopf hinein (n. 8 St.) und hald 
drauf ein anhakender Druck daselhst. 
35. Früh, heim Erwachen, eine stechende Empfin- 
dung in der Stirne, die sich bald über den 
Hintertheil des Kopfs verbreitete. 

Viel Hitze und Stechen im Kopfe, (n. 4 Tgn.) 

•W^ie Blut -Drang nach dem Kopfe bei jeder 
jählingen Bewegung, was ihm einen Stich 
durchs Gehirn gab. 

Klopfende Stiche in der einen Kopfseite, über 

dem Auge. 
'Pochen im Kopfe. 
40. Es klopft ihr im Hinterkopfe den ganzen Tag. 

Liegend auf dem Hinterkopfe, fühlt er ein Pul- 
siren darin. 
* Starker Schmerz im Kopfe, besonders der Stirne, 
wogend nach den Pulsschlägen, als ob der 
Kopf bersten wollte — bei Bewegung, besser. 

Kneipende Kopfschmerzen, (n. 2 Tagen.) 



Petroleum. 11 

Kneipen im Hinterkopfe, (n. 5 Tagen.) 
45. Kneipendes Ziehen nach der linken Schläfe her- 
auf, (n. 11 Tagen.) 

Ziehendes Kopfweh; vorher Zieh -Schmerz im 
rechten Arme. (n. einigen St.) 

Ziehender Kopfschmerz in der Slirne, mit Sti- 
chen über den Augen, (n. 25 Tagen.) 

Ein flüchtiges, klammartiges Ziehen in den 
Schläfen, (n. 10 St.) 

Kopfschmerz ziehend und zusammenschnürend. 
50. Zusammenziehender und schnürender Kopf- 
schmerz. 

Klammartiger Kopfschmerz in der linken Schläfe, 
(n. 3 Tagen.) 

Klammartiges, sehr empfindliches Ziehen und 
Druck in der linken Schläfe, (n. 4 Tagen.) 

Kopfweh : der Kopf ist wie zusammengeschraubt. 

Widriges Gefühl im Kopfe, als wäre drin alles 
lebendig und drehete und wirbelte drin, mit 
üeberdrufs der Arbeit. 
55. Bohren im Kopfe. 

Der äufsere Kopf ist wie taub anzufühlen (wie 
von Holz.) (n. 3 Tagen.) 

Aeufserlich ist der Kopf, auf beiden Seiten, wie 
unterköthig schmerzend beim Anfühlen, (n. 
5 Tagen.) 

Schmerz auf der linken Kopfseite, wie unter- 
schworen. 

Schmerz auf der Kopfhaut, wie zerschlagen. 
60. Einzelne, weiche Geschwülste auf dem Haar- 
kopfe, welche bei Beriibrung ungeheuer 
schmerzen, (n. 20 Tagen.) 



12 Petroleum. 

Ausschlags -Blüthen auf dem Kopfe. 

.Viel Jucken auf dem Haarkopfe, (n. 10 St.) 

Jucken auf dem Haarkopfe, nach dem Kratzen 
schmerzt's wie wund. (n. 7 Tagen.) 

Starkes Ausfallen der Kopfhaare. 
65. Starker Schweifs am Kopfe, Ahends, nach dem 
Niederlegen. 

Hitz- Empfindung im Gesichte, (n. 3 Tagen.) 

Hitze im Kopfe und im Gesichte, (n. 5, 
6 Tagen.) 

Grofse, anhaltende Gesichts -Blässe. 

Gesichts-Hitze, Backen -Röthe, 
70. Den ganzen Tag viel Hitze im Gesichte, beson- 
ders nach Tische, (n. 4 Tagen.) 

Hitze im Gesichte und in den Augen (sogleich.) 
* Jucken hie und da im Gesichte *}. 

Ausschlags -Blüthcn im Gesichte. 

Ausschlags -Blüthen um die Augen. 
75. In den Augenbrauen Stechen und Pucken. 

Ausschlags -Blüthen auf den Augenlidern, 

Die untern Augenlider jucken und sind zu trok- 
ken. (n. 12 Tagen.) 

Jucken in den Augen, mit Stechen. 

Jucken, Stechen und Brennen im Auge. 
80. Stiche in den Augen und Thränen derselben. 

Stiche vom äufsern Augenwinkel nach dem in- 
nern zu. 

Stechen in den Augen und wenn er etwas drauf 
drückt. 

Bei Anstrengung der Augen zum Lesen ent- 
steht ein schneidender Schmerz darin. 

1) Vom Dunste. 



Petroleum. 13 

•Die Angen thränen in freier, nicht kalter Luft. 
85. Die Augen thränen öfters, auch im Zimmer, (n. 
16 Tagen.) 

Es dringt viel Wasser aus dem innern und 
äufsern Augenwinkel. 

Beifsen in den Augen. 

Es beifst in den Augen, wie vom Rauche. 

Klopfender Schmerz im rechten Auge. 
90. Brennen in den Augen, (n. 5 Tagen.) 

Drücken in den Augen, Abends. 

Viel Drücken in den Augen, besonders 
Abends, bei Lichte. 

Starkes Drücken im Auge, wie von einem Sand- 
korne. 

Schmerzhafte Empfindlichkeit der Augen gegen 
Tageslicht j sie mufs die Augen verdeckt 
halten. 
95. Entzündungs- Geschwulst im rechten innern Au- 
genwinkel, wie bei Entstehung einer Thrä- 
nen -Fistel, ein Taubenei grofs; die rechte 
Seite der Nase war dabei mehre Tage trocken. 

Schwäche der Augen. 

Er kann früh die Augenlider nicht öffnen und 
es ist ihm das Gesicht so trübe und florig. 

Sehr trübe Augen, (n. 22 Tagen.) 

Die Augen sind oft sehr verdunkelt und zuwei- 
len sieht sie einige Gegenstände doppelt, 
(n. 14 Tagen.) 
100. Seine Sehkraft ist bleich, die Augen wie florig. 
(n. 5, 6 Tagen.) 

•Vor den Augen schweben schwarze Flecke, 
welche das Lesen verhindern. 

Es schwebt ihr zuweilen etwas vor den Augen, 



14 Petroleum. 

es fippert ihr vor den Angen; wenn sie aber 
genau auf den Gegenstand sieht, so sieht 
sie hell und klar. 

Flimmern und schwarze Figuren vor den Au- 
gen, (n. 18 Tagen.) 

Abends, Fippern vor den Augen, (n. 10 Tagen.) 
105. 'Feuerfunken vor den Augen. 

Grofse Erweiterung der Pupillen viele Tage 
lang; das linke Auge kann in der gewöhn- 
lichen (kurzen) Entfernung die Buchstaben 
nicht erkennen — in gröfserer Entfernung 
werden sie deutlicher, aber verkleint. 

(Langsichtiger.) 

Doppel -Sehen mit beiden Augen. 

Die Augen waren oft, als ob sie sich verdre- 
hen wollten. 
110. Ausschlags -Blüthe am rechten Ohre, welche 
noch denselben Abend aufging, (n. 5 Tgn.) 
• Es wird roth, roh und wund hinter den 
Ohren und es feuchtet da. (n. 48 St.) 

Schmerz des äufsern Ohres ^). 

Ein zuckender Schmerz im linken Ohre. (n. 13 
Tagen.) 

Am rechten Ohre, schmerzliches Ziehen und 
Zucken, (n. 5 Tagen.) 
115. Klammartiges Ziehen im rechten Ohre. (n. 7 
Tagen.) 

Klamm -Schmerz im rechten Ohre. (n. 16 Tgn.) 

Reifsen im reT:hten Ohre. 

Drücken in den Ohren, mit Hitze, (n. 5 Tgn.) 

1 ) Vom Dunste. 



Petroleum. 15 

Schneiden im linken Ohre. 
120. Jucken im linken Ohre; es kam Blnt und Eiter 
herans. (n. 48 St.) 

Ohren -Schmerz und Ohren -Brausen. 

Knacken im Ohre von Zeit zu Zeit. (n. 28 Tgn.) 

Singen in den Ohren. 

\Yindsausen vor dem Ohre, was ihr das 
Gehör vermindert. 
125. Abends, Sausen vor dem linken Ohre, wie 
Wasserrauschen, zuweilen knackt es drin, 
3 Abende, (n. 29 Tagen.) 

Glucksen in den Ohren. 

»Beim Aufstofsen trat ihm etwas vor das Ohr, 
dafs er nicht gleich hören konnte. 

Vermindertes Gehör, (n. 15 Tagen.) 

(Es zog ihm schmerzhaft vom rechten Auge bis 
ins rechte Ohr und dann war gleich das Ge- 
hör in diesem Ohre weg. (n. 38 Tagen.) 
130. Erst Kitzel und Stechen im Ohre, drauf Steif- 
heit im Kiefer -Gelenke vor dem Ohre, als 
wollte das Gelenk bei Bewegung knacken 
und knarren. 

Ziehen und Spannen am Kinnbacken unterm 
Ohre. 

Das rechte Kiefer- Gelenk verrenkt sich leicht, 
früh im Bette, unter grofsen Schmerzen. 

Nasen -Bluten, (n. einigen St.) 
»Er schnaubt früh blutigen Schleim aus. 
135. Ein Blüthchen in der Nase. 

•Stocken des Schleims in der Nase; mit Gewalt 
mufs er ihn ausschnauben in kleinen Klümp- 
chen. 



16 Petroleum. 

*Eia Brennen auf und neben der Nase. (n. eini- 
gen St.) 

Quer über der Nasenwurzel, von einer Augen- 
braue zur andern, ein spannender Schmerz 
und bei Berührung, ein Geschwür- Schmerz 
an der Nasenwurzel. 

An der Nase, ein Eiter-Bläschen, (n. 7, 
8 Tagen.) 
140. Unten, inwendig an der Nasen - Scheidewand, 
ein Eiterbläschen, mit Röthe drum herum. 

üeber der Oberlippe, eine schorfige Blüthe, für 
sich stechenden Schmerzes, beim Betasten, 
nicht. 

Ausschlag an den Lippen. 

Ausschlags -Blüthe im Mundwinkel, stechenden 
Schmerzes. 

Geschwulst an beiden Unterkiefern, schmerzend 
beim Bücken und drauf Drücken. 
145. Dicker geschwollener Backen mit Zahnschmer- 
zen, wovor sie die Nacht nicht liegen kann 
— sie mufs im Bette aufsitzen. 

Zahnschmerz, Stechen wie mit Messern in bei- 
den Kiefern, die Nacht am heftigsten; sie 
konnte vor Schmerz nicht im Bette bleiben. 

(Zahnschmerz schneidend und zugleich zusam- 
menziehend.) 

Ein Stich im (hohlen) Vorderzahne. 

Das Zahnfleisch ist geschwollen und bei 
Berührung stechend schmerzend. 
150. Das Zahnfleisch zwischen den vordersten, un- 
tern Zähnen ist wie entzündet und schmerzt 
stechend und brennend. 

Eine 



Petroleum. 17 

Eine Blase am Zalinfleisclie. 
Im Zabnfleische über dem hoblen Zabne ent- 
steht ein Eiter -Bläseben, wie eine Zabn-Fistel, 
Zabnfleiscb beim Kauen wund scbmerzend. 
Bei wund scbmerzendem Zabnfleiscbe, Reifsen 
im boblen Zabne von Abend bis Mitternacbt. 
155. Ziebende Zabnscbmerzen. 

Zieb-Scbmerz mit Kälte -Empfindung in den 

obern Vorderzäbnen. (n. 10 Tagen.) 
Zabnscbmerz; Drücken in den recbten Back- 

zäbnen. 
.Schmerz in den Zähnen, wenn freie Luft 
hinein geht. 
Beide Spitzzähne sind wie zu lang, früh. 
160. Alle untern Zähne, tbeils auch die obern, sind 
wie höher, und thun weh, wie unterschworen. 
Die Zähne sind auf beiden Seiten wie taub und 

thun weh beim Aufbeifsen. (n. 17 Tagen.) 
•Am innern Backen entstehen Geschwüre. 
Belegte Zunge, (n. 4 Tagen.) 
(Die Zunge ist mit gllblichen Flecken besetzt.) 
165. "Weifse Zunge. 

Uebler Mund- Geruch, den Andre spüren, 
üebler Mund-Geruch; der Speichel roch 

übel. 
Mund- Gestank zuweilen wie Knoblauch, zuwei- 
len faulig. 
Raubheit im Schlünde beim Schlingen. 
170. Kratzen und Scharren im Halse. 

Der innere Hals ist wie verscbwollen. 
(Halsweh: stechender Schmerz, blofs beim 
Schlingen.) 
III. 2 



18 • Petroleum. 

WQiidheits- Schmerz im Halse und wie ver- 
schworen. 
•Beim Schlucken dringt etwas von dem zu Ver- 
schluckenden hinten herauf Lis in die hin- 
tern Nasen- Oeffnungen (Choanen). 
. 175. Beim Schlucken, heftiges Kitzeln im Halse his 
ins Ohr. 

Halsweh: Geschwulst im Halse, mit Trocken- 
heit im Munde. 

Trockenheit im Munde, früh. 

Trockenheit im Munde und Halse so stark, dafs 
sie den Athem versetzt, früh. 

Grofse Trockenheit im Halse, die ihr viel Ha- 
sten verursacht. 
180. Trockenheit im Halse, mit Aufstofsen und 
Kraftlosigkeit, (n. 11 Tagen.) 

Viel Durst, den ganzen Tag. 

• Verschleimt im Halse. 

• Er mufs früh ununterbrochen Schleim ausrahk- 

sen (unter Kopfschmerz.) 

• Starke Verschleimung in Mund und Nase. 
185. Schleimiger Geschmack im Munde, bei 

weifser Zunge. 

Schleimig im Munde und kein Appetit zum Es- 
sen und Trinken. 

Säuerlich - schleimiger Geschmack im Munde. 

Saurer Geschmack im Munde. 

Nach dem Frühstücke, Aufschwulken sauern 
Wassers bis in den Mund. 
190. Früh bitter -saurer Geschmack im Munde. 

Nach dem Frühstücke, Bitterkeit im Munde, 
Kratzen im Halse und Aufstofsen. 



Petroleum* 19 

Geschmack im Munde, wie von verdorbnem Ma- 
gen, mit Schwere des Kopfs* 

Lätschigkeit und ein Speichel im Munde, wie 
von verdorbnem Magen, (n. einigen St.) 

Früh, Aufstofsen, wie faules Ei. (n. 24 St.) 
•195. Es stufst ihm auch nach einer leichten Mahl- 
zeit kratzig aus dem Magen auf. (n. 4 Tgn.) 
«Früh, Soodbrennen. 

Gegen Abend, Soodbrennen und Auf- 
stofsen. 

Aufstofsen nach dem Essen, den ganzen Nach- 
mittag. 

Den ganzen Tag, Aufstofsen, doch ohne Nach- 
geschmack. 
200. Abends, zweimal starkes Schlucksen und dann 
viel Niefsen. (n. 36 St.) 

Starkes Schlucksen, wohl täglich dreimal, mehre 
Tage nach einander, (n. 22 Tagen.) 

Aufstofsen mit üebelkeit. (n. 24 St.) 

Früh, üebelkeit, wobei ihm das Wasser im 

Munde zusammenlief, (n. 12 Tagen.) *■' 
*AugenbKckliche üebelkeiten, früh oder Abends, 
ohne Ursache, wobei es ihr auch zum Er* 
brechen hebt. 
205. Beim Spazierengehen ward's ihr jähling übel; 
es lief ihr das W^asser im Munde zusam- 
men, sie bekam schnell Hitze im Gesichte 
und es ward ihr schwindlicht — ein Anfall 
von einer Viertelstunde Dauer, (nach 14 
Tagen.) 

Gleich früh, beim Erwachen, bis zum Früh- 
stück, üebelkeit, eine Stande lang« 

2^ 



20 Petroleum. 

Alle Morgen, gleicli nach dem Erwachen, Uehel- 
keil; sie kann nicht frühstücken. 

Weichlichkelts- Gefühl im Magen, (n. 24 St.) 

Uebel und wabblich, den ganzen Tag. 
(n. 6, 10 Tagen.) 
210. üebelkeiten den ganzen Tag, mehre Tage nach 
einander — ganz ohne Appetit, mit säuerli- 
chem Geschmacke im Munde und weifstrock- 
ner Zunge. 

Heftige üebelkeit, mit kaltem Schweifse und 
einigen Stichen in der rechten Bauchseite, 
(n. 7 Tagen.) 

Das (gewohnte) Tabakrauchen benebelt, (n. 3 
Stunden. ) 

Viel Durst auf Bier, eine ganze "Woche lang. 

Heifshunger öfters, dafs ihr ganz übel davon 
wird und sie auch Nachts davon erwacht. 
215. Grofse Leerheits- Empfindung im Magen, wie 
nach langem Hunger. 

Der Magen ist immer verdorben, sie mag essen 
was sie will und so wenig sie will; sie konnte 
gar nichts vertragen, (n. 21 Tagen.) 

Schlaffheit des Magens, (n. 48 St.) 

Klemmen in der Herzgrube, (n. 2 Tagen.) 

Magen - Raffen, wie von Verkältung, mit Aengst- 
lichkeit, eine viertel Stunde lang, Abends. 
220. Sie erwacht sehr früh über Magen - Raffen, wie 
von Verkältung, eine Viertelstunde lang. 

Schneiden um den Magen, mit Trieb zum Stuhl- 
gange, (n. 4 Tagen.) 

Arger Schmerz in der Herzgrube, als wollte da 
etwas abreifsen. (n. 6 Tagen.) 



Petroleum. 21 

Zwei Morgen nach einander, nüchtern, Drücken 
in der Herzgrube, mit üehelkeit. 

Leibweh, Nachmittags, dann Durchfall und Ma- 
gen-Drücken, (n. 13 Tagen.) 
225. Bei leerem Magen, Magen -Drücken, was durch, 
Essen vergeht. 

Mattigkeit vor dem Essen; nach dem Essen, 
besser. 

Nach dem Abend -Essen, Unbehaglichkeit. 

Nach dem Essen, viel Lätschigkeit und Unruhe* 
(n. einigen St.) 

Jedesmal nach dem Essen, starkes Zusammen- 
laufen des Speichels im Munde; er mufs viel 
ausspucken, 
230. Nach wenigem Essen, wie benebelt, du- 
selig und schwindlicht im Kopfe, (n. 
5 Tagen.) 

Wenig Wein bei Tische genossen steigt ihm 
in den Kopf und macht ihn befangen. 

Nach dem Essen, Hitz- Gefühl und Schweifs, 
am meisten am Kopfe, (n. 4 Tagen.) 

Nach dem Essen, Andrang des Blutes nach 
dem Kopfe, (n. 30 St.) 

Nach dem Essen steigt ihr an der linken Kopf- 
Seite eine Hitze auf, kurze Zeit, doch hält 
die Backen -Röthe langer an. (n. 8 Tagen.) 
235. Gleich nach dem Essen, früh und Mittags, 
ein sehr schmerzhafter, klammartiger Brust- 
Krampf, welcher den Athem versetzt; sie 
mufste sich bücken, um Luft zu schöpfen, 
und wenn sie sich aufrichtete, versetzte ihr 
der Krampf wiederum den Odem. 



22 Petroleum. 

Nachmittags, Yollheit nach sehr mäfsiger Mahl- 
zelt, mit Druck in der Herzgrube, (nach 3 
Tagen.) 

Nachmittags, Aufgetriehenheit des Magens. 

Magen und Bauch oft schmerzhaft, bald als 
wenn sie zusammengezogen, bald als wenn 
sie ausgedehnt würden. 

Druck unter den linken kurzen Ribben. (n. 12 
Tagen.) 
240. Druck in der Leber- Gegend, 

Drücken im ünterleibe. 

Drücken im rechten Bauchringe, (n. etlichen St.) 

jEr erwacht um Mitternacht von Drücken und 
Kneipen im ünterleibe, als wenn er sich yer^ 
kältet hätte, (n. 5 Tagen.) 

Kneipen im Bauche, mehre Abende, (n. 48 St.) 
245, Kneipen im Unterleibe, alle 10 Minuten; sie 
mufs sich jedesmal zusammenkrümmen, (n» 
13 Tagen.) 

Kneipen im Bauche und Durchfall, den ganzen 
Tag. (n. 24 St.) 

Er erwacht früh um 4 Uhr über heftigem Leib- 
schneiden im Oberbauche, mit Uebelkeit und 
Laxiren. (n. 48 St.) 

Abends, noch ganz spät, Leibschneiden, dafs 
sie sich zusammenkrümmen mufste. 

Schneiden im ünterleibe, wie von Verkältung 
und Durchfall drauf, mit Pressen, (nach 36 
Stunden.) 
250. Schneiden im ünterleibe (sogleich) und 
nach 72 Stunden, früh, beim Erwachen, wieder 
Leibschneiden und so mehnual diesen Tag, 



Petroleum. 2*^ 

Ziehendes Schneiden im Bauche (mit Aufsto- 
fsen und Blähungs- Abgang.) (n. 30 St.) 

Zwei Tage lang, viel Schneiden im ünterleibe 
und erst Koth- Abgang, dann Stühle blutigen 
Schleims, mit wenig Kothe. (n. 24 St.) 

Arges Leibschneiden, zwei Tage lang, mit Grei- 
fen im Bauche — dann viel Aufstofsen, Er- 
brechen klaren Wassers, mit Durchfall und 
Kopfweh, (n. einigen St.) 

Ein Raffen in beiden Seiten des Unterleibes 
heran, mit grofser Schläfrigkeit und Schwere 
in den Beinen, (n. 8 St.) 
255. Einige Stiche in der rechten Bauch- Seite, mit 
CJebelkeit. 

Spannung und Krämpfe im ünterleibe. (n. 3 Tgn.) 

Der Unterleib sehr aufgetrieben von we- 
nigem Trinken, (n. 4 Tagen.) 

Aufgetriebenheit des Unterleibes, besonders nach 
Tische, mit Drücken unter der Herzgrube. 

Abends, bei Schlafengehen, sehr aufgetriebner 
Unterleib, (n. 54 St.) 
260. Aufblähung des Bauchs, zwei Tage lang, 
(n. 3 Tagen.) 

\on Blähungen aufgetriebner Unterleib, 
l Anhäufung von Blähungen und Bewegung der- 
selben im Unterleibe (sogleich ^). 

Eine Art knebelnder Eingeschlafenheit der Mus- 
keln des Unterbauchs bis zu den Oberschen- 
keln beim Sitzen; sie muiste aufstehen und 
herumgehen, (n. 21 Tagen.) 

1) Yoiu Dunste 



24 Petroleum. 

Em selir unangenehmes, inneres Jucken im Un- 
terleibe j äufseres Reiben half nichts dafür. 
265. Am ünterleibe, eine Ausschlags -Blüthe, welche 
hei Berührung brennend schmerzt. 

Abends, Knurren im Bauche. 
^Abgang sehr vieler, ungemein stinkender Blä- 
hungen, viele Tage lang. 

Abends, Gefühl wie von Durchfall im Bauche, 
ohne Stuhl. 

Neigung zu Durchfall und zwei weiche Stühle, 
(n. 24 St.) 
270. Durchfall mit Leibschneiden. 

TVässeriger Stuhl, mit Leibweh, sechs Tage 
lang. (n. 6 Tagen.) 

Auf zweimaligen Durchfall -Stuhl, ungeheure Er- 
mattung. 

Nach einem zweiten, guten Stuhlgange, Wabb- 
lichkeit und Gefühl von Schwäche, (n. 24 
Stunden.) 

Schleim beim Stuhlgange. 
275. Starker Schleim -Durchfall, (n. einigen St.) 

Durchfall vielen blutigen Schleims, (n. 4 Tgn.) 

Oeftere Stühle aus lauter blutigem Schleime be- 
stehend, unter grofser Mattigkeit, (n. 24 St.) 

Stuhl weich, und doch mit Zwang. 

Der weiche ^) Stuhl geht schwer ab, als wenn 
der Darmkanal unthätig wäre. 
280. Stuhlgang erfolgt nur mit vieler Anstrengung, 



1) Der Stuhl wird in der Nachwirkung (Gegenwir- 
kung des Organisms) wenigstens nach 28 Tagen härter, wo 
nicht etwas eher. 



Petroleum. 25 

gleich als habe der Mastdarm nicht Kraft, 
ihn fort zu. drücken. 

Oefteres Drängen zum Stuhle, wo jedesmal et- 
was TVeniges durchfälilger Stuhl erfolgt mit 
vielem Pressen, als sollte noch viel Stuhl- 
gang kommen, (n. 24 St.) 

Zwei Tage kein Stuhl, aber viel Drang dazu; 
es erfolgte nichts , weil der Mastdarm nicht 
Kraft genug zu haben schien, den Koth fort 
zu treiben, (n. 4, 5 Tagen.) 

Stuhl schwer abgehend, mit YV^undhelts-Schmerz 
im After. 

.Mit dem Stuhle gehen Askariden ab. 
285. Drücken am After, (n. 6 Tagen.) 

Druck -Schmerz im Mastdarme, zwei Tage vor 
Ausbruch des Monatlichen, der sie nöthigte, 
sich vorwärts zu biegen; beim gerade Rich- 
ten des Körpers stach's im Mastdarme und 
' beim Gehen vermehrten sich die Stiche. 

Jucken am After, bei Schlafengehen. 

(Mastdarm -Fistel.) 

Brennender Schmerz in der Gegend des Afters. 
290. Stechen und Brennen im Mastdarme und After, 
(n. 18 Tagen.) 

In beiden Schöfsen, Klamm-Schmerz, wie Druck, 
beim Gehen und Liegen, am meisten aber 
beim Sitzen. 

Schmerz im Schoofse, als wollte sich da ein 
Leistenbruch herausdrängen, bei jedem Hu- 
stenstofse. 

Sehr oftes Harnen und sehr wenig auf 
einmal, (n. 4, 7 Tagen.) 



26 Petroleum. 

Häufiges ünniren. (n. 10 Tagen.) 
295. Doppelt öfteres Harnen und weit mehr Urins, 
als er getrunken hatte, (n. 24, 25, 26 Tgn.) 

Unwillkürliches Harnen. 

Harn mit weifsem Bodensatze, (n. 9 Tagen.) 

Urin ganz dunkelgelb, mit vielem, rothem Satze, 
(n. 3, 4 Tagen.) 

Urin hlntroth und trübe. 
300. Der Urin setzt nach einigem Stehen dunkel- 
braune Wolken ab. 

Der Urin hat einen sehr ammoniakalischen Ge- 
ruch. 

Brauner Urin von sehr stinkendem, säuerlichem 
Gerüche. 

Drücken auf die Blase; es drängte ihn wohl 
zehn Mal zum Harnen, den Nachmittag, und 
es dauerte jedesmal lange, ehe etwas Urin 
' kam. (n. 9 Tagen.) 

Harn -Brennen. 
305, Brennen im Blasenhalse, beim Harnlassen. 

Schneiden im Blasenhalse (\Yasser- Schneiden) 
beim Anfange und zu Ende des Harnens. 
(n, 18 Tagen.) 

Heftiges Zusammenziehen in der Gegend der 
/ Harnblase, zu beiden Seiten des Schamber- 
ges, vorzüglich beim Harnen — während 
welchen Krampfs der Urin beim Harnen still 
stand. 

Ein Stich in der männlichen Ruthe, beim Harnen. 

Reifsen in der Eichel (sogleich.) 
310. Ein glatter, rother Fleck auf der Eichel, ohne 
Empfindung, (n. 12 Tagen.) 



Petroleum. 27 

In StecKen übergehendes Jucken der Eichel. 

Röthllcher Ausschlag der Eichel, mit Jucken. 

Schleim- Ansflnfs aus der Harnröhre. 

Brenn-Schmerz in der Harnröhre, gegen 
Abend. 
315. Zucken in der Harnröhre, wie beim Samen- 
Ergufs. 

Klamm - Schmerz im linken Hoden (Samen- 
strange?), wobei sich der Hodensack zusam- 
menzog. 

Juckendes Zerren im rechten Theile des Ho- 
densacks, anhaltend, (n. einigen St,) 

Jucken und Nassen des Hodensacks. 

Röthe und feuchtende \Yundheit an der einen 
Seite des Hodensacks. 
320. Mehre Erektionen, ohne geile Gedanken, (n. 21 
Tagen.) 

Steifheit der Ruthe in der JNacht, ohne wohl- 
liistige Phantasie. 

~ Weniger Neigung zum ßeischlafe, und weniger 
Anregung dazu in der Phantasie, (die ersten 
Tage.) 

Steifheit der Ruthe, jeden Morgen, beim Er- 
wachen, (die ersten 18 Tage.) 

(Stellt auf ein Paar Monate Erektion und Po- 
tenz her,) 
325. Bei verliebter Tändelei, Abgang des Samens, 
(n. 11 Tagen.) 

Beim Beischlaf, später Abgang des Samens, 
(n, 2J. Tagen.) 

Früh, nach dem Erwachen im Bette, heftiger 
Reiz im Innern der Zcugimgs- Organe zur 



28 Petroleum» 

Ausleerung des Samens, ohne Blähungs-Be- 
schwerde, (n. 4 Tagen.) 
Zwei Pollutionen, (die erste Nacht.) 
Pollution und ängstliche Hitze darauf, früh. (n. 
48 St.) 

330. Wundheit neben den weiblichen Schamtheilen, 

Es drängt zum Harnen, und beim ürinlassen 
jückt's in der weiblichen Harnröhre. 

Brennen in den Geburtstheilen, mit etwas Blut- 
Abgang, (n. einigen St.) 

Die lange Zeit ausgebliebene Monatreinigung 
erscheint etwas, (n. 6 Tagen.) 

Regel, zu früh. (n. 4 Tagen.) 

335. Das Monatliche kommt einige Tage zu früh. 

(n. 8 Tagen.) 
Die Monatzeit erscheint 5 Tage zu früh. (n. 2 

Tagen.) 
Die Monatzeit kommt 6 Tage zu früh. 
Die Monatzeit wird um 10 Tage, bis Vollmond, 

verspätigt. (n. 24 Tagen.) 
Beim Monatlichen macht das abfliefsende Blut 

Jucken an den Geburtstheilen. 

340. Beim Monatlichen, Singen und Brausen in den 
Ohren. 

Beim Monatlichen, schmerzliches Reifsen im 
Oberschenkel. 

Beim Monatlichen, Stellen an den Unterschen- 
keln, welche bei Berührung schmerzen. 

Beim Monatlichen, sehr matt im Körper und 
wie zerschlagen. 

Matterscheide-Flufs, wie Eiweifs. 



Petroleutn. 29 

345. "W^eifsfliifs (n. einigen St.) und täglich in grö- 
fserer Menge, mehre Tage. 

Niefsen täglich und sehr oft. 

Viel Niefsen unter Schläfrigkeit, gegen Ahend. 

Unter Niefsen, schnupfig im Halse, was zum 

Husten kitzelt. 
In den hintern Nasen Öffnungen, Gefühl, als seien 

sie verstopft. 

350. Stock- Schnupfen und geschwürige Nasenlöcher, 
(n. 5 Tagen.) 

Starker Schnupfen, (n. 13 Tagen.) 

Heiserkeit, Nachmittags. 

Mehrtägige, starke Heiserkeit, (n. 29 Tagen.) 

Husten, von Trockenheit im Halse ver- 
ursacht, (n. 10 Tagen.) 

355. Husten mit Kratzen im Halse, (n. 4 Tagen.) 
Husten von Kratzen im Halse erregt, (n. 10 

Tagen.) 
Nachts, Husten. 

Husten jedesmal von Tahaks -Rauche. 
Trockner Schurr- Husten, welcher den Athem 

benimmt; sie kann nicht aufhusten. 

360. Husten tief aus der Brust, (n. 3 Tagen.) 

Starker Husten und viel Auswurf, acht Tage 
lang. (n. 23 Tagen.) 

Schnärcheln in der Luftröhre, heim Athmen, 
Abends, im Bette. 

Abends, im Bette, vor dem Einschlafen, Rö- 
cheln in der Luftröhre und trockner Hasten. 

Engbrüstigkeit und Dämpfigkeit, wie von Zu- 



30 Petroleum. 

sammenschnürung der Luftröhre, mit Kitzel 
zu trocknen! Husten. 
365. Engbrüstig, Abends, einige Stunden lang. 

Nachts, Beklemmung auf der Brust und 
unruhiger Schlaf. 

Brust -Beklemmung und Schweräthmigkeit, mehr 
im Sitzen, als beim Gehen. 

Der Athem ist schwer, vorzüglich beim Trep- 
pen-Steigen, beim anfangenden Gehen und 
beim starken Sprechen. 

Kurzer Odem. (n. 18 Tagen.) 
370. Die Brust ist sehr empfindlich gegen kalte Luft, 
und ist sie derselben ausgesetzt gewesen, so 
wird sie Tags drauf sehr beengt auf der 
Brust. 

Engheit und Drücken auf der Brust, Nachmit- 
tags, (n. 19 Tagen.) 

Früh, Drücken auf dem Brustbeine. 

Ein Drücken oben auf dem Brustbeine, was 
durch Aufstofsen verging. Nachts. 

Ein zusammenhaltendes Drücken auf der Brust 
— ein Drücken von vorne. 
375. Empfindlich drückend ziehender Schmerz an den 
linken kurzen Ribben, auf der linken Brust 
und im rechten Hypochonder, (n. 30 St.) 

Drücken und Wühlen in der Brust. 

Stechen in der Brust. 

Heftige Seiten - Stiche. 

Ein heftiger Stich ans Herz, der ihm den Athem 
benahm. 
380. Beim Husten, Stechen auf der Brust und zu- 
sammenziehender Kopfschmerz. 



Petroleum. 31 

Zuweilen Herzklopfen auf Augenblicke. 

An der Brust, unterm Arme, arger Schmerz, 
mehr Reifsen, als Stechen; es hielt ihn die 
ganze Nacht vom Schlafe ab. 

Schmerz im Steifsbeine beim Sitzen. 

Beim Aufstehen vom Sitze, starker, bald vor- 
über gehender Schmerz im Kreuze, (n. 14 
Tagen.) 
385. Abends, eine grofse Müdigkeit und Steifheit im 
Kreuze und Steifsbeine. 

Schwäche im Kreuze, nach Gehen im Freien, 
(n. 8 Tagen.) 

Früh, im Bette, Verrenkungs-Schmerz im Kreuze, 
aucb beim Sitzen, früh. 

Bei manchen Bewegungen, schmerzhafte Rucke 
im Kreuze, 

Verrenkungs- Schmerz im Rücken und in den 
Schulterblättern His in die Brust, täglich zwei, 
drei Mal, wodurch das Athmen verhindert 
wird. (n. 7 Tagen.) 
390. Wie verrenkt und beklemmt zwischen den Schul- 
terblättern bis vor in die Brust. 

Starrheit im Rücken. 

Klamm im Rücken und die Ribben vor; dabei 
Perl -Schweifs im Gesichte und auf den Ar- 
men, drei Viertelstunden lang — drauf star- 
ker Schleim- Durchfall, (n. einigen St.) 

Im Rumpfe, oft ein gähnendes Ziehen. 

Ziehen und Steifheit im Rücken (so- 
gleich.) 
395. Ziehen im Rücken, was durch zurück Beugen 
vergeht. 



32 Petroleum. 

Arger Rückenschmerz ; er kann sich nicht rühren. 
Rückenreifsen zwischen den Schulterhlattern, 

dafs sie sich nicht rühren kann. (n. 7 Tgn.) 
(Vom Fahren in hequemem Waagen schmerzt 

das Rückgrat, wie von Erschütter ang.) 
Ein schmerzhafter Ruck im Rücken bei jedem 

Schlingen, auch bei unvollkommnem Aufsto- 

fsen — zuweilen auch ohne Schlingen, in 

der Ruhe; wenn's so einen Ruck gethan hat, 

beklemmt's ihm den Athem. 
400. Drücken auf den Schultern und im Rücken. 

(n. 8 Tagen.) 
Drücken im Rücken und schwer müde drin, früh. 

(n. 11 Tagen.) 
Schwere im Rücken. 
Am Rücken und an der Brust, Schweifs, in der 

Ruhe, am Tage. 
Die Haut der linken I^icken- Seite ist schmerz- 
haft, wie mit einedi wollenen Tuche wund 

gerieben. 
405. Die rechte Hals -Seite ist wie steif. 

Geschwulst der Unterkiefer-Drüsen. 
Schwere im Nacken. 
Schmerz im Nacken. 
Auf der Achsel, Ziehen und Spannen. 
410. In der rechten Schulter, ein öfteres Zucken. 

(n. 8 St.) 
Schmerz im Achsel -Gelenke beim Aufheben des 

Arms. 
Verrenkungs - Schmerz im Achsel -Gelenke beim 

Aufheben des Arms. 
In der Achselgrube, eine Beule, welche mehr 

rei- 



Petroleum. .33 

reifsenden als stechenden Schmerz verursacht 
und in Eiterung überzugehen droht. 

Ziehender Schmerz in der linken Schulter bis 
zum Ellbogen. 
415. Ziehender Schmerz im rechten Arme; dann zie- 
hender Kopfschmerz. 

Reifsen im rechten Oberarme. 

Ein scharfes Drucken auf dem rechten Ober- 
arme, der wie ein zuckender Schmerz an- 
fängt, (n. 16 Tagen.) 

Stiche rauf und runter im ganzen rechten Arme, 
über den Ellbogen weg, besonders beim Bie- 
gen des Arms; doch auch in der Ruhe. 

Hie und da in den Muskeln der Arme, ein 
schnell vorüber gehender, klammartiger Druck, 
(n. einigen St.) 
420. Am rechten Arme, gelbe Flecke, (n. 6 Tagen.) 

Entzündung der Haut am Arme, mit Brenn- 
Schmerz — eine Art Rothlauf. 

Arme und Hände schlafen sehr leicht ein, wenn 
er sich Nachts drauf legt. 

Eingeschlafenheit des linken Arms, mehre Tage. 

Früh, im Bette, streckt sich der Arm; er mufs 
ihn unwillkürlich ausdehnen. 
425. Ein inneres Zittern im Arme. 

Eine grofse Schwäche in den Armen. 

Jucken in der Ellbogen -Beuge, (n. 12 Tagen.) 

Lähmung um das Ellbogen- Gelenk, zwei Tage 
lang. 

Ein Blutschwär (^furunculus) auf dem linken 
Vorderarme , beim Befühlen , stechenden 
Schmerzes. 
III. 3 



34 Petroleum. 

430. Jucken in der Hand -Fläche, (n. 16 Tagen.) 

Früh, beim Erwachen, Brennen in den Hän- 
den, (n. 6 Tagen.) 

Brennen in dem Handteller, (n. 12 St.) 

Erst Hitze in den Händen, dann Schweifs der 
Handteller. 

Viel Hände - Schweifs. 
435. Die Haut der Hände springt auf und bekommt 
Risse und Schrunden, (n. 13 Tagen.) 

Sie friert immerwährend an den Händen — sie 
mufs sie verdecken und einwickeln. 

Abends, Erstarren erst nur in einem Finger, 
dann in den übrigen, und immer weiter her- 
auf, bis durch den ganzen Arm, mit einer 
Anwandlung von Ohnmacht — was jedoch 
beides durch schnelles hinaus Gehen in die 
freie Luft sich gab; blofs anhaltendes Herz- 
klopfen blieb zurück und Schwere im Arme, 
(n. 19 Tagen.) 

Schmerzhaftes Ziehen in der Hand und dem 
rechten Zeigefinger, (n. 3 Tagen.) 

Ziehen in den Fingern, auf Augenblicke. 
440. Ziehen in den Fingerspitzen. 

Verrenkungs- Schmerz im hintern Daumen -Ge- 
lenke. 

Flüchtige Stiche im rechten Daumen -Ballen, 
(n. 6 Tagen.) 

Im vordersten Gelenke des Zeigefingers, Schmerz 
wie von einem Splitter im Knochen j äufser- 
lick juckte es. 

Brenn- Schmerz in der Warze am Finger, als 
wollte sie schwären, Abends, im Bette. 



Petroleum. 35 

445. Picken in der Warze am Finger, Abends, im 
Bette; beim Anfüblen schmerzt sie wie wund. 

Jucken auf den Finger -Gelenken. 

Die Fingernägel schmerzen, beim Angreifen, wie 
zerschlagen. 

Die Fingerspitzen werden rauh, rissig, 
aufgesprungen, mit stechenden und 
schneidenden Schmerzen. (nach 8 
Tagen.) 

Flüchtig ziehender Schmerz im linken Hüft-Ge- 
lenke. (n. 7 Tagen.) 
450. Verrenkungs- Schmerz in der Hüfte, neben dem 
Kreuzbeine, bei Bewegung. 

Schmerz, bei Bewegung, im linken Oberschen- 
kel; sie konnte vor Schmerz nicht vom Sitze 
aufstehen, (n. 8 Tagen.) 

Oben, innen am Oberschenkel, Röthe und feuch- 
tende Wundheit, (n. 12 Tagen.) 

In dem "Winkel zwischen dem Oberschenkel 
und Hodensack, kleine, juckende Blüthen. 

Arges Stechen in einer vieljährig unschmerzhaf- 
ten, weichen Beule oben, am Innern des 
rechten Oberschenkels, (n. 16 Tagen.) 
455. Jucken an einer rothen (Flechten-) Stelle oben, 
innen am Oberschenkel. 

Am Oberschenkel, ein grofser Blutschwär, (n. 
25 Tagen.) 

Ueber dem Kniee, eine entzündete, grofse Aus- 
schlags -Blüthe. (n. 6 Tagen.) 

Unruhe in den Beinen; er mufs sie immer hin 
und her bewegen. 

Klamm in den Oberschenkeln, den ganzen Tag. 

3* 



36 Petroleum. 

460. Ini linken Oberschenkel, flüchtig^ zuckender 
Schmerz, (n. 16 Tagen.) 

Beim Gehen sind vorzüglich die Oberschenkel 
steif und schwerfällig. 

Schwere der Beine. 

Schmerz und Steifheit in den Beinen, (nach 5 
Tagen.) 

Abends, im linken Kniee, eine Art reifsender 
Schmerz, dafs sie es nicht ausstrecken konnte, 
(n. 9 Tagen.) 
465, Steifheit der Kniee und Unterschenkel. 

Steifheit in der Kniekehle und dem Unterschen- 
kel, (n. 9 Tagen.) 

Die Kniekehlen strammen und schmerzen bren- 
nend. 

Steifheit in den Knieen und Fufsgelenken. 

Die Unterschenkel und besonders das Unter- 
fufs -Gelenk sind wie eingeschnürt, als wenn 
ein eisernes Band drum läge. 
470. Beim ersten Schritte, nach Sitzen, Spannen im 
Kniee. 

Spannen im Fufse, beim Gehen, (n. 7 Tagen.) 

Krampfiger Schmerz im Knie -Gelenke. 

Immerwährendes, lähmiges, stichlichtes Einge- 
schlafenheits - Gefühl von über dem Kniee an 
bis in den Unterfufs, im Gehen und im 
Sitzen. 

Stiche in den Knieen. 
475. Abends, im rechten Knie -Gelenke, ein Ste- 
chen, wie Verrenkungs- Schmerz, beim Ge- 
hen und Liegen, aber nicht im Sitzen. 

(Zerschlagenheits- Schmerz in den Knieen und 
Schienbeinen.) 



Petroleum. 37 

Schwäche im rechten Kniee heim Gehen — was 
sich heim fortgesetzten Gehen verliert. 

In den ersten IMinuten früh, nach Aufstehen 
aus dem Bette, eine schmerzhafte Schwäche 
in den Knieen. (n. 21 Tagen.) 

Knacken im Kniee, als wenn ein Knorpel üher- 
spränge und Schmerz drin, beim Bewegen 
desselhen. 
480. Zerrender Schmerz mit Kitzel vermischt in bei- 
den Knie -Gelenken. 

Zieh -Schmerz im linken Beine. 

Reifsen, Stechen und Drücken an der schad- 
haften (ehemals geschwärigen) Stelle am Un- 
terschenkel. 

Ziehen im Fufse, auf Augenblicke, im Gehen. 

Arges Ziehen und Zucken in den Füfsen. (n. 
9 Tagen.) 
485. Zucken des rechten Unterschenkels vom Kniee 
an, schmerzhaft und blofs im Gehen. 

Klamm in den Oberschenkeln, VTadcn 
und Unterfüfsen, den ganzen Tag. 

Starker Klamm in den Unterschenkeln (sogleich.) 

Krampfhaftes Ziehen im rechten Schienbeine, 
(n. 2 Tagen.) 

Am linken Kniee, ein grofser, rother Fleck, 
welcher nachgehends drückend schmerzt, (n. 
9 Tagen.) 
490. Oft ein kalter Fleck am Kniee, von wo aus 
sich ein kalter Strom durchs ganze Bein ver- 
breitet. 

Ausschlags -Knoten an beiden "Waden, welche 
sehr jucken. 

Nachts, Kälte -Gefühl im rechten Beine. 



38 Petroleum. 

Geschwulst des ünterfufses, mehre Tage lang. 
Knacken im Gelenke (bei Bewegung) des ün- 
terfufses. 
495. Steifheit des ünterfufses und bei Bewegung 
desselben, Klamm in der Fufssohle. 

Klamm in der Fufssohle, Nachts, (n. 8, 
11 Tagen.) 

Die Zehen werden Abends vom Klamm einwärts 
gezogen. 

Drückender Schmerz und Schwäche unter dem 
äufsern Fufsknöchel. 

Im Ballen des grofsen Zehes, ein Drücken, als 
wenn er erfroren wäre, oder als wenn ein 
eisernes Band drum läge. (n. (j Tagen.) 
500. Im Ballen des rechten grofsen Zehes, ein rei' 
fsendes Ziehen, (n. 2 Tagen.) 

Drücken in der rechten Ferse. 

Beifsen in der Ferse, früh, beim Erwachen. 

Blasen an der Ferse. 

Verrenkungs -Schmerz in den hintersten Gelen- 
ken der Zehen, beim Auftreten. 
505. Schweifs der Fufssohlen. 

Der vordere Theil der Fufssohle ist zwei Abende 
nach einander, eine Stunde lang geschwol- 
len und heifs, mit Brenn -Schmerze. 

Brennendes Jucken am äufsern Fufsknöchel. 

Brennender Schmerz in den Hünerau- 

Stiche, wie Splitter in der Ferse, 
510. Stiche in den Hüneraugen. 

Juckende Stiche über den ganzen Körper,, mit 
grofser Aengstlichkeit, Abends, 7 ühr. 



Petroleum. 39 

Im Geschwüre, Stechen. 

Jucken früh, noch halb im Schlafe, am ganzen 
Körper, (n. 3 Tagen.) 

Jucken, mit Frostschaader. 
515. Süchtige Haut: seihst kleine Verletzan- 
gen kommen zum Schwären und das 
Schwären greift um sich. 

Es ist ihr alles zu hart, heim Sitzen und Liegen. 

Schmerzhafte Empfindlichkeit der Haut 
des ganzen Körpers: jede Bekleidung 
schmerzt ihr auf der Haut. 

Bei heran nahendem Gewitter, wie Ohnmacht. 

Leichte Verkältungj es wird ihr davon wie 
ohnmächtig. 
520. (Von Erkältung: Kopfschmerz, thränende Au- 
gen, Entzündung des Halses, Husten und 
Schnupfen, (n. 2 Tagen.) 

Sie scheuet sich in die freie Luft zu gehen. 

Abends, heim Spazieren, (im Juli) fiel ihm die 
Luft sehr auf — er fror. • 

Nach einem kleinen Spaziergange im Freien, 
eine Art Nerven -Schwäche im ganzen Körper. 

Ein kleiner Aerger schadet sehr: der Mund- 
Geschmack wird bitter, der Appetit ist ver- 
loren, ein kleiner Spaziergang greift sie an, 
sie mufs mehrmal laxiren, bei Schlafengehen 
ist das Blat noch sehr in ^Vallung, dabei 
Aufstofsen und üebelkeit, unruhiger Schlaf; 
früh drauf, ein Beben und Zittern dnrch 
den ganzen Körper, Durchfall und ein inne- 
rer Jammer, dafs ihr die Thränen immer in 
den Augen standen, (n, 9 Tagen.) 



40 Petroleum. 

525. Fliegende Hitze über den ganzen Körper, (n. 
5 Tagen.) 

Des Tags, sechs, acht Mal fliegende Hitze, dafs 
sie gleich über und über schwitzte, (n. 13 
Tagen.) 

Brennen über den ganzen Körper, heim Spa- 
zierengehen. 

Er geräth sehr leicht in Schweifs. 

Bei geringer Bewegung, starker Blatlauf. (n. 2, 
3 Tagen.) 
530. Abends, heftige Blutwallung und Bitterge- 
schmack. 

Starker Puls, besonders beim Gehen und Trep- 
pen-Steigen, (n. 2, 3 Tagen.) 

Starker Puls im Gehen, mit Gesichts -Blässe 
und erschwerter Sprache, (n. 9 Tagen.) 

Nach Fahren, Aussteigen aus dem Wagen und 
auf und ab Gehen im Freien, jählinge hef- 
tige üebelkeit und solche Schwäche, dafs sie 
zusammensank, mit Reiz zum Stuhle, |ganz 
kaltem Schweifse am Kopfe, am Halse und 
der Brust, bei völliger Gesichts -Blässe und 
blauen Rändern um die Augen — nach dem 
Stuhlgange entstand heftiger Frost und Abends 
darauf etwas Hitze, (n. 50 St.) 

Im Mittags- und Nacht- Schlafe, Zuckungen. 
535. Zucken in den Gliedern am Tage. (n. 7 Tgn.) 

Verrenkungs-Schmerz in Arm, Brust und 
Rücken, Vormittags, (n. 18 Tagen.) 

Früh, nach dem Aufstehen, Arme nnd Beine 
steif und ungelenkig. 

Eine bebend spannende Empfindung durch den 



IPelroleum. 41 

ganzen Körper, mit Bänglichkeit und ün- 
malh. 

Knarren dw Gelenke. 
540. Schwäche in- den Gelenken, (n. 15 Tagen.) 
. Zcrschlagenheit der Glieder, Ahends; er weifs 
nicht, wo er sie hinlegen soll. (n. 13 Tgn.) 

Gicht -Schmerz im Hüft-, Knie- und in den 
Fufs- Gelenken, Nachts. 

Lähmiges, drückendes Ziehen im linken Schien- 
beine und dem linken Unterarme auf der 
Streckseite, (n. 24 St.) 

Ziehender Druck hie und da auf den Knochen, 
was auch beim Gehen im Freien sich nicht 
mindert, (n. 3 Tagen.) 
545. Zuckendes scharf Drücken an diesen und jenen 
Thcilen. (n. 16 Tagen.) 

Klammartiges Ziehen und Druck in den Glie- 
dern, (n. 5 Tagen.) 

Brennen im Halse, im Magen und in der rech- 
ten Bauch -Seite. 

Arme und Beine schlafen leicht ein. 

Schwere in den Füfsen und dem ganzen 
Körper. 
550. Schwere in allen Gliedern und Trägheit. 

Grofse Schwere der Beine; sie schwankte hin 
und her im Gehen. 

Mattigkeit im Körper und Schwere in den Bei- 
nen, (n, 3 Tagen.) 

Allgemeines unleidliches Krankheits- Gefühl, als 
stünde ihm eine grofse Krankheit bevor, mit 
zitterigem "Wesen und grofser Mattigkeit. 
(n. 3 Tagen.) 



42 Petroleum. 

Grofse Mattigkeit, ohne äufsere Ur- 
sache, (n. 15 Tagen.) 
555. So ermattet, dafs die Glieder vor Müdigkeit 
schmerzten. 

Nach einem Spaziergange, grofse Mattigkeit, 
(n. 11 Tagen.) 

Kraftlosigkeit, (n. 7 Tagen.) 

Jählinge, fast augenblicklich eintretende Kraft- 
losigkeit, wie zur Ohnmacht, mit Blässe des 
Ges-ichts, auch wohl üehelkeit von einer vier- 
tel Stunde Dauer — eben so plötzlich ver- 
schwindet sie. (n. 4, 5 Tagen.) 

Früh, im Bette, sehr müde, Glieder wie zer- 
schlagen, (n. 11 Tagen.) 
560. Vorzüglich Müdigkeit und Zerschlagenheit der 
Glieder, wenn sie Abends im Bette lag. 

Früh, beim Aufstehen, sehr matt; sie mufs sich 
eine halbe Stunde lang setzen, um sich zu 
erholen. 

Früh, Abspannung im ganzen Körper; er konnte 
nur mit Anstrengung im Zimmer umher ge- 
hen, und mufste sich wieder legen, (n. 4 
Tagen. ) 

Arge Schläfrigkeit und Müdigkeit in allen Glie- 
dern. 

So schwach, dafs sie im Sitzen einschläft. 
565. Tages- Schläfrigkeit. (n. 17 Tagen.) 

Abend - Schläfrigkeit beim still Sitzen, mehre 
Abende, (n. 36 St.) 

Abends, im Bette, kann er lange Zeit nicht 
einschlafen und wirft sich die ganze Nacht 
hin und her. 



Petroleum. 43 

Er wirft sich die Nacht im Bette umher und 

schläft nur zu viertel Standen. 
Nachts, Schwere der Beine und Müdigkeit im 

Rücken, (n. 5 Tagen.) 
570. Nachts wird's ihr unter dem Deckbette gleich 

unerträglich heifs; sie mufs sich von Zeit zu 

Zeit entblüfsen. 
Aengstliche Hitze, die Nacht, (mit Jucken), 

dafs er aufser sich ist vor Verzweiflung und 

er sich nicht zu lassen weifs. 
Nachts, schwärmerisches Galmen (Schlummern.) 
Kein Schlaf, hlofs Phantasien über einen und 

denselben unangenehmen Gegenstand, mit 

Nachtschweifs. 
Verworrene Träume, Nachts, und öfteres Auf- 
wachen. 
575. Lebhafte, erinnerliche Träume, (n. 2 Tagen.) 
Schlaf unruhig und ängstliche Träume. 

(n. 10 Tagen.) 
Sehr lebhafte, grausige Träume, alle Nächte. 
Alle Nächte, fürchterliche Träume von 

Räubern. 
Jede Nacht, fürchterliche Träume; jeder Traum 

geht die ganze Nacht fort und früh ist sie 

matt. 
580. Aufschrecken, die Nacht, von fürchterlichen 

Träumen. 
Abends, Aufschrecken im Schlafe, so dafs die 

Glieder zitterten. 
Sie erschrak im Schlafe, bekam Herzklopfen, 

sie zitterte, erbrach sich und hatte einen 

starken Durchfall -Stuhl. 



44 Petroleum. 

Nachts, ärgerliche Träume. 

Schnieben früh im Schlafe. 
585. Abends, im Bette, kann sie sich nicht erwär- 
men und drauf Nachtschweifs. 

Abends, Frostigkeit, und dann fliegende Hitze 
im Gesichte. 

Alle Abende, Schüttelfrost. 

Ungeheurer Frost von früh bis Mittag und zu- 
gleich dumpfer Kopfschmerz, mit Ziehen nach 
der Stirne, den ganzen Tag. (n. 24 St.) 

Vormittags, 10 Uhr, starker Frost, mit Kälte 
der Hände und des Gesichts, ohne Durst, 
eine halbe Stunde lang; dann, Nachmittags, 
Hitze im Gesichte, besonders in den Augen, 
mit Durst, eine Stunde lang. 
590. Arger, innerlicher Schüttelfrost, Abends um 
10 Uhr, ^ Stunde lang — mehre Abende. 

Frost durch den ganzen Körper; er mufs sich 
legen, (n. 72 St.) 

Alle Nachmittage, um 3, 4 Uhr, zwei Stunden 
lang Frost, mit kalten Händen und Trocken- 
heit im Munde. 

Abends, 6 Uhr, Fieber: Kälte ^ Stunde lang, 
mit blauen Nägeln, (n. 7 Tagen.) 

Gänzliche Abspannung und ein schmerzliches 
Gefühl im ganzen Körper, mit Frost und 
Fieber, (n. 2 Tagen.) 
595. Kalte, feuchte Hände, bei Kopf- Hitze. 

Schüttelfrost, Abends, 7 Uhr, eine Stunde lang; 
dann Schweifs im Gesichte und am ganzen 
Körper, die Beine ausgenommen, welche da- 
bei ganz kalt waren, (n. 6 Tagen.) 



Petroleum. 45 

Vor Mitternacht, Hitze, mit Brenn- Schmerz im 
Munde; nach Mitternacht, Frost, (nach 4 
Tagen.) 

Frost und Hitze zugleich, beides innerHch, Abends, 
nm 10 Uhr, zugleich mit weinerlicher Laune 

— der Frost ähnelt einem Schüttelfroste. 
Sie erwacht früh, mit Hitze am ganzen Körper. 

600. Abends, von 5 bis 6 Uhr, Hitze, mehre Abende. 

(n. 9 Tagen.) 
Hitz-Gefühl am ganzen Körper, 36 Stunden lang. 
Fliegende Hitze im Gesichte, brennend heifse 

Hände und dürre Zunge, mit bewegtem Athem 

— alle Abende, von 5 bis 6 Uhr. 
Starker Nacht -Schweifs, (n. 6 Tagen.) 
Sehr starker Nacht- Schweifs, (n. Q4 St.) 

605. unter dem Geräusche vieler Menschen wird es 
ihm ängstlich. 

Angegriffen, schreckhaft, weinerHch über Klei- 
nigkeiten. 

Grofse Schreckhaftigkeit; heftige Erschüt- 
terung von Schreck über Kleinigkeiten. 

Niedergeschlagen, (n. 12 Tagen.) 

Früh, niedergeschlagen, still, mit Trübsichtig- 
keit. (n. 22, 23 Tagen.) 
610. Unruhe; er wufste sich nicht zu lassen. 

Grufste Unentschlossenheit. 

Er kann von dem, wovon er spricht, nicht gut 
los kommen. 

Keine Lust zu arbeiten, kein Wohlgefallen an 
sonst geliebten Gegenständen — daher un- 
erträgliche Langweile. 

Im Freien gehend, hypochondrisch, unaufmerk- 



46 Petroleum. 

sam für geistige Unterhaltung oder andre 
Zerstreuung. 
615. Sehr reizbar; es wirkt alles sehr widrig und 
düster auf ihn; er konnte sich über Man- 
ches, was ihm sonst geringfügig war, nicht 
beruhigen; auch mit dem besten Willen 
konnte er sich nicht erheitern. 

Träge und verdricfsHch. (n. 16 Tagen.) 

Aergert sich über alles, auch über die ge- 
ringste Kleinigkeit und will nicht antworten. 

Früh, beim Aufwachen, mifsmüthig, zornig. 

Sehr verdriefslich und. zornig; er fahrt 
leicht auf. 
620. Heftig, reizbar, über Kleinigkeiten aufbrausend. 

Zänkisch ärgerliche Weinerlichkeit. (n. einigen 
Stunden.) 

Zänkisch und hitzig. 

Wüthend boshaft und ärgerlich. 



47 



Phosphorus, Phosphor. 

• 

vJben in der Anleitung zur Bereitung der 
antipsorischen Arzneien habe ich die Caute- 
len angegeben, welche bei der Vereinigung des Phos- 
phors mit Milchzucker bis zur hundertfachen Ver- 
dünnung zu beobachten sind; ein Gran von dieser 
wird dann ferner mit 100 Granen frischem Milch- 
zucker bis zu 10000 und von dieser Mischung ein 
Gran zuletzt noch durch gleiches Reiben mit noch- 
maligen 100 Granen frischen Milchzuckers bis zur 
millionfachen Pulver -Verdünnung (T) potenzirt, auf 
die Weise, wie mit den andern trocknen, antipso- 
rischen Arzneisubstanzen, nach obiger Anleitung 
geschieht. Aus letzterm Pulver -Präparate wird dann 
erst die Auflösung in gewässertem Weingeiste ver- 
fertigt und aus dieser dann die weitern, potenzirten 
Verdünnungen bereitet, wie ebenfalls oben gelehrt 
worden, mittels noch 26 Gläsern, bis zu x. 

Aufser dieser Bereitung, welche den Vorzug der 
Gleichförmigkeit in ihrer Verfertigung mit der der 
übrigen (trocknen) antipsorischen Arzneien hat, kann 
man sich auch der folgenden Bereitung bedienen. 

Man thut einen Gran Phosphor, in kleine Stück- 
chen geschnitten, in ein Gläschen, worin 200 Tropfen 



48 Phosphorus. 

rectificirter Schwefel- Aether befindlich sind, und läfst 
es wohl verstopft an einem kühlen Orte stehen, bis 
der Phosphor aufgelöset ist. Nan schüttelt man 
diese Auflösung mit zwei Arm -Schlägen und läfst 
dann zwei Tropfen davon (welche beide zusammen 
-j-^^ Gran enthalten) in ein, mit 100 Tropfen Wein- 
geist etwas über die Hälfte angefülltes Gläschen fal- 
len, stopft dieses zu, schüttelt es mit zwei Arm- 
Schlägen, damit es loooo Verdünnung werde, und 
läfst von dieser Flüssigkeit einen Tropfen in ein 
Glas mit 100 Tropfen Weingeist fallen, was, mit 
zwei Arm- Schlägen geschüttelt, zur potenzirten, mil- 
lionfachen Verdünnung (f) wird. Und so fährt man 
fort, durch noch 27 andre, 100 Tropfen Weingeist 
enthaltende Gläser die potenzirten Verdünnungen bis 
zu Dccillion (x) zu bringen. 

Ich fand die Decillion- Verdünnung als die brauch- 
barste, womit 1,2, oder höchstens 3 der kleinsten 
Streukügelchen befeuchtet und in ein kleines Mllch- 
zuckerpulver geschoben, die Gabe (x, X oder x) bil- 
den, grofs genug zu jedem antipsorischen Zwecke, 
wozu diese Arznei nach den von ihr erfahrnen Sym- 
ptomen gegen die Gruppe der vorzüglichsten Krank- 
heits- Symptome gehalten homöopathisch hülfreich 
seyn kann. Eine solche Gabe wirkt, wo die Arznei 
passend war, wenigstens 40 Tage ^). 

Diese 

1) Wie gänzlich die Arznei- Substanzen durch die von 
der Homöopathie zuerst eingeführte Potenzirung durch Rei- 
ben und Schüttehi aus ihrer chemischen Sphäre entfernt 
werden, sieht man z. B. aus der verwundernswürdigen 
Thatsache, dafs ein solches, ein, zwei, drei mit dieser so 



Phosphorus. 49 

Diese Arznei gehört zu den vorzüglichem, an- 
tipsorischen Mitteln, wenn sie nur nach strenger ho- 
möopathischer ^Vahl angewendet wird. 

Doch wird sie in Fällen chronischer (unvene- 
rischer) Krankheiten, wo sich Mangel an Geschlechts- 
triebe und Schwäche der Zeugungs-Theile kenntlich 
macht, oder die weibliche Periode allzu zeitig zurück- 
zukehren pflegt, selten angemessen gefunden werden 
und eben so wenig überhaupt bei allzu grofser 
Schwäche und Armuth an Lebenskräften. Sollte sie 
in letzterm Falle doch übrigens homöopathisch pas- 
sen, so mufs gleichwohl bei ihrer Anwendung, um 
die Kräfte möglichst aufrecht zu erhalten, die Einflö- 
fsung der Lebens-Kraft von einem Gesunden (Mes- 
merism) mit zu Hülfe genommen werden, indem von 
Zeit zu Zeit eine gutmeinende, kräftige, gesunde Per- 
son mit ihren Händen die Hände des schwachen 
Kranken, mit auf ihn gerichtetem, mitleidigem und 
möglichst wohlwollendem Gemüthe, ein paar Minu- 
ten lang hält, oder sie auf den geschwächtesten, lei- 
dendsten Theil des Körpers auflegt — unter Entfer- 
nung alles, die Aufmerksamkeit des Kräfte -Mitlhei- 
lers und des Kranken störenden Geräusches umher 



potenzirten Phosphor -Arznei (Deciilion- Verdünnung) be- 
feuchtete, feinste Streukügelchen enthaltendes Milchzucker- 
Pulver, wenn es auch Jahr und Tag aufgehoben wird, 
doch seine Arznei-Kraft unvermindert behalten hat und 
am Kranken ausübt, mit dynamischer Phosphor -Wirkung, 
und nicht zu Phosphor- Saure geworden ist, welche ganz 
andre, arzneiliche Wirkungen auf das menschliche Befinden 
äufsert; m. s. den fünften Theil der reinen Arznei- 
mittellehre. 

in. 4 



50 Phosphorus. 

oder des Zudrängens Andrer. Bei langwierig wei- 
chem oder dünnem Stuhlgänge ist diese Arznei am 
passendsten. 

"Werden diese Erinnerungen beobachtet, so wird 
man diese Arznei sehr wohlthätig finden, vorzüglich 
in Fällen, wo einige der folgenden, chronischen 
Krankheits- Zustände beschwerlich sind: Schwindel 
verschiedner Art; Betäubungs- Kopfschmerz; Blut- 
Drang nach dem Kopfe; Früh -Kopfweh; Stechen 
äufserlich an der Kopf-Seite; Ausfallen der Kopf- 
Haare; schweres Oeffnen der Augenlider; Brennen 
und Schrunden im äufsern Augenwinkel; Augen- 
Thränen im Winde; thränende, Nachts zuschwärende 
Augen; Augen -Entzündung, Hitze drin und Drücken, 
wie von einem Sandkorne; Kurzsichtigkeit; Trüb- 
sichtigkeit ; schwarze, vor demGesichte schwe- 
bende Flecke; schwarzer Schein vor dem Ge- 
sichte; Tages -Blindheit, wo alles wie eine graue 
Decke erscheint; Dunkelheit der Augen bei Ker- 
zen-Lichte; schmutzige Gesichts -Farbe; im Ohre, 
Klopfen, Pochen; Ohr- Sausen; Schwerhörig- 
keit für die Menschen -Sprache; Blut-Schnauben; 
Nasen-Bluten; lästige Trockenheit der Nase; 
steter Schleim- Ausflufs aus der Nase; übler Geruch 
aus der Nase; dicker Hals; weifse Zunge; Wund- 
heit im innern Munde; Schleim im Munde; schlei- 
miger Geschmack im Munde; käsiger Geschmack im 
Munde; Schleim-Rah ksen, früh, aus dem Ra- 
chen; Trockenheit im Halse bei Tag und 
Nacht; Aufstofsen; krampfhaftes Aufstofsen; sau- 
res Aufstofsen; hungerige Früh- üebelkeit; Lechzen 
nach etwas Erquickendem; Hunger nach dem Es- 



Phosphorus. 51 

sen; Uebelkeit nach dem Essen; Weichlichkeit Im 
ünterlelbe nach dem Frühstück; Hitze und Bangig- 
keit nach dem Essen; nach dem Essen, Brennen in 
den Händen; nach dem Essen, Trägheit und Schläf- 
rigkeit; eine Art Verengerung des ohern Magenmun- 
des — die kaum genossene Speise kommt wieder in 
den Mund herauf; die Herzgrube ist beim Anfühlen 
schmerzhaft; Wühlen in der Herzgrube; Vollheit im 
Magen; Aufblähung nach dem Mittags -Essen; Kol- 
lern im Bauche; Knurren im Bauche; Qual 
von Blähungen;Blähung s- V ersetzung; Leib- 
weh früh im Bette; Reifsen im Unterleibe mit vie- 
lem Stuhl -Drange; chronische Dünn- und Weich- 
leiblgkeit; Blut-Abgang beim Stuhlgange; 
Mastdarm- und After- Aderknoten ; Schleim- 
Flufs aus dem stets geöffneten After; Spannen in 
der Harnröhre; Schrunden in der Harnröhre beim 
üriniren; Harn -Brennen; brennartiges Zucken in 
der Harnröhre, aufser dem Uriniren; allzu starke 
Abend -Erektionen; unablässiger Drang zum Bei- 
schlafe; kraftloses und allzu schnelles Erglefsen des 
Samens im Beischlafe; allzu häufige Pollutio- 
nen; Stiche in der Mutterscheide bis in 
die Bährmutter; beim Monatlichen, Gähren; — 
Stockschnupfen; schweres Athmen; Kitzel auf 
der Brust; Kitzel -Husten; Rauhheit der Kehle; 
Schleim- Auswurf aus der Kehle; Husten mit Roh- 
heit und Heiserkeit auf der Brust; Nacht- 
Husten mit Stichen In der Kehle; Stiche in der lin- 
ken Brust- Seite, wo es auch bei Berührung sticht; 
chronische Stiche in der Seite; Wund-Brenn- 
Schmerz in der Brust; Schmerz unter der linken 

4* 



52 Phosphorus. 

Brust beim drauf Liegen; Herz -Klopfen im Sitzen; 
Genick- Steifigkeit; reifsendes Stechen in den Armen 
und Schulterblättern; Zittern der Hände; Knochen- 
Geschwulst am Schienbeine; Rucke in den Füfsen 
bei Tage und Nachts vor dem Einschlafen; Taub- 
heit der Finger- und Zehen -Spitzen; gelbe Flecke 
am ünterleibe und auf der Brust; braune Flecke am 
Körper; fliegende Hitze; spätes Einschlafen; 
Früh-Schweifs; Schreckhaftigkeit; ünheiterkeit ; 
Furchtsamkeit; Bänglichkeit beim allein Seyn; Reiz- 
barkeit und Aengstlichkeit; Aergerlichkeit; Reizbar- 
keit und Aergerlichkeit; Scheu vor der Arbeit. 

Die allzu heftige Wirkung läfst sich am ge- 
wöhnlichsten durch Riechen an Kampher mindern, 
zuweilen von Wein, in andern Fällen von etwas 
Kaffee - Trank. Doch giebt es entgegengesetzte Fälle, 
wo Riechen an ein mit Krähenaugen -Tinktur (x) 
befeuchtetes Kügelchen zur Hemmung der Zufälle 
erforderlich ist. Strenge, homöopathische \Tahl der 
Phosphor -Arznei, um sie nur in den geeignetsten 
Fällen anzuwenden und in der gemessensten Ver- 
dünnung und Gabe macht die Antidote überflüssig. 

Die mit [Stf.] bezeichneten Symptome sind von 
Herrn Dr. Stapf, und die mit [Gfs.] von Herrn 
Dr. Grofs. 

Schwindel, früh, beim Aufstehen aus dem Bette. 
Früh, ein immer steigender Schwindel, wie ein 
schweres Niederdrücken vorne im Kopfe, wo- 
bei es ihr übel, wie ohnmächtig und, beim 
Bücken, schwarz vor den Augen ward — mit 
vielem Niefsen, bis Abend; in der freien 
Luft ward es gemindert, (n. 7 Tagen.) 



Phosphorus. 53 

Abends, beim Liegen im Bette, ward es ibr dre- 
hend im Kopfe; sie konnte nicht liegen, son- 
dern mnfste sich aufrichten — dann erfolg- 
ten vier Durchfall - Stühle mit argem Schüt- 
telfroste und hierauf starke Hitze und Schweifs 
über und über. 

Anfall: es war ihm, als wenn es ihn herum dre- 
hete und er fand sich in einer Stellung, mit 
ausgespreizten Armen, als hätte er wollen 
nach etwas greifen , um sich anzuhalten. 
5. Abends, ein kurzer, aber heftiger Schwindel, zehn 
Sekunden lang. 

Abends, beim Gehen, starker Schwindel; es ging 
alles mit ihr herum; bei Stehen liefs es nach 
und kam beim Gehen wieder. 

Mittags, so heftiger Schwindel, dafs er vom 
Stuhle fallen wollte. 

Schwindel beim Aufstehen vom Mittags -Essen, 
(n. 9 Tagen.) 

Schwindel -Anfall, alle Tage nach Tische, wo 
er nicht weifs, ob er recht bei sich sei. 
10. Schwindel mchrmal des Tags ; sie taumelte beim 
Gehen, wie trunken, an die Leute an. 

(Schwindel beim Schliefsen der Augen; es war, 
als drehe sie sich immer rund herum.) 

Schwindel beim Bücken, mit Frostigkeit und 
Uebelkeiten, von Zeit zu Zeit. 

Eine Art Schwindel: wenn sie sich einmal her- 
umdrehete, so wufste sie nicht, wo sie war, 
und wenn sie sich gebückt hatte, mufste sie 
erst eine Weile stehen und sich besinnen, 
wo sie war, Vormittags. 



54 Phosphorus. 

Der Kopf ist schwindlicht, schwer und schmer- 
zend, wie wenn er die Nacht zu tief mit dem 
Kopfe gelegen hätte. 
15. Schwindel mit Kopfschmerz und viel Speichel- 
Zuflufs; sie mufste viel ausspucken — drei 
Tage lang. 

Kopfschmerz, im Liegen mit üebelkeit und, als 
er verging, eine Art Schwindel. 

Er kann sich, früh heim Aufstehen, gar nicht 
besinnen; der Kopf ist schwindlicht und 
schwer und schmerzt, wie wenn er die Nacht 
zu tief mit dem Kopfe gelegen hatte. 

Vergefslich und duselig. 

Dummlichkeit und Yergefslichkeit, so dafs er 
ganz etwas Anderes thut, als er will. 
20. Der Kopf ist ihr trübe und eingenommen, (n. 4 
Tagen.) 

Acht Morgen nach einander, Kopf- 
schmerz wie Düseligkeit. (n. 13 Tagen.) 

Früh, nach dem Erwachen, so duselig, dafs sie 
aus dem Bette geführt werden mufste. 

Duselig, Abends im Bette. 

Düsehg im Kopfe, wenn sie sich bewegte. 
25. Arger Kopfschmerz mit Düseligkeit und mit Schau- 
der und Frost, ohne Durst, abwechselnder 
Hitze im Kopfe und üebelbehagen des gan- 
zen Körpers, (n. 36 St.) 

Wie dumm und verduzt, viele Tage lang. 

Wenn sie die Nacht aufwacht, ist sie wie be- 
täubt. 

Delirirende Phantasieen im Schlummer und im 
Wachenj als sei sie auf einer entfernten In- 



Phosphorus. 55 

sei, habe grofse Geschäfte, sei eine vor- 
nehme Dame, u. s. w. 

Ein Zuströmen von Gedanken, die es ihr schwer 
wird, zu ordnen. 
30. Langsamer Ideen -Gang, Gedanken-Leere. [Stf.] 

Schwäche im Kopfe: wenn er worüber nach- 
denkt, thut ihm der Kopf weh. 

Grofse Schwäche im Kopfe, so dafs sie kelneii 
Ton auf dem Claviere vertragen konnte. 

Eine Art Schwäche im Kopfe: von Lachen, von 
stark Auftreten, oder beim Ausdehnen der 
Glieder, ein Klopfen und Schlagen im Ge- 
hirne, besonders stark nach längerm Sitzen. 

Von Bücken (im Garten) entsteht heftiger Kopf- 
schmerz, (n. 11 Tagen.) 
35. Bei der geringsten Aergernifs schmerzt ihm der 
Kopf. [Stf.] 

Früh, Kopfweh, wenn er anfangt zu gehen, und 
hei andern kleinen Bewegungen erneuert. 

Der Kopf ist ihr sehr schwer, (n. 18 Tagen.) 

Der Kopf ist ihm, früh, wüste, schwer und 
kraftlos. 

"Wüstheit im Kopfe, wie bei bevorstehendem 
Schnupfen. 
40. Kopf, wie voll und wüste. 

Sumsen im Kopfe, (n. 2 St.) 

Arges Brausen im ganzen Kopfe, meist im 
Sitzen. 

Alle Morgen, Kopfweh, beim Erwachen, theils 
wie wüste, theils drückend, theils (beim Auf- 
stehen) einige Rucke im Kopfe, theils auch 
reifsend, bei Bewegung verschlimmert. 



56 Phosphorus. 

(Zusammenschnürender Kopfschmerz, einen Tag 
um den andern.) 
45. Kopfschmerz, über den Augen (mehr äufserlich) 
wie Herauspressen, als sollte die Stirne her- 
ausfallen, (n. 24 St.) 

Alle Morgen weckt sie ein Kopfschmerz, über 
den Augen, in der Stirne, der jedoch, nach 
dem Aufstehen aus dem Bette, allmälig ver- 
geht, 21 Tage nach einander. 

Kopfschmerz, welcher gleich anfängt nach dem 
Niederlegen ins Bett, zwei Abende nach ein- 
ander. 

Zwei Tage nach einander, Kopfschmerz, von 
früh bis in die Nacht, oben auf dem Kopfe 
wie ein V/ühlen und in der Stirne, ein 
Drücken über (Ten Augen, (n. 4 Tagen.) 

Kopfschmerz: Drücken in der Stirne, Abends. 
50. Drückender Kopfschmerz in der Stirne, 
bis in die Augen, als sollten sie heraus- 
geprefst werden, (n. 5, 13 Tagen.) 

Drückender und kneipender Kopfschmerz. 

Kopfschmerz: Nachmittags bis Abends, beim 
Einschlafen schmerzt das Gehirn wie zer- 
trümmert oder zerschlagen, was im Schlafe 
vergeht. 

Hie und da drückendes Kopfweh, was in einen 
Schmerz ausartet, als wenn das Gehirn auf 
seiner Oberfläche zertrümmert und zerschla- 
gen wäre. 

Ein Drücken, welches im Kopfe hin und her 
fährt. 
55. Einseitiger, drückender Kopfschmerz, welcher 



Phosphorus. 57 

beim Gehen im Freien verschwindet (so- 
gleich. ) 

Ein aaf der Oberfläche des Gehirns, im Schei- 
tel, hie nnd da drückendes Kopfweh. 

Kopfweh: ein Drücken abwechselnd in den 
Schläfen und im Oberkopfe, nebst einer Em- 
pfindung von Yollheit im Gehirne, doch nicht 
wie von Blut- Anhäufung, (n. 2 St.) 

Vollheit im Gehirne, nicht als wäre es mit Blut 
angefüllt, und ohne das Denken zu hindern. 

Andrang des Blutes nach dem Kopfe. [Kort um, 
in Hufel. Journ. XU. S. 43.] 
60. Andrang des Blutes nach dem Kopfe, welcher 
nicht auszuhalten war. [Gh. Eh. Weigel, 
Diss. inaug. de phosphori usu medico, Jen. 
1798.] 

Ein drückend ziehender Schmerz in beiden 
Schläfen, (n. 32 St.) [Stf.] 

Ein krampfhaftes Ziehen unter dem Scheitel, 
mit Stichen in den Schläfen. 

Erst Stechen und Drücken im Hinterkopfe, dann 
arges Pochen in der Stirne. 

Kopfschmerz: Abends, Stiche in der rechten 
Schläfe, (n. etlichen St.) 
65. Abends, einzelne Stiche im Kopfe, (n. 5 St.) 

Den ganzen Kopf einnehmender Schmerz, mit 
Stichen in den Schläfen, Abends. 

Kopfschmerz: besonders Abends, Stiche an ein- 
zelnen Stellen des Kopfs. 

Stechen in der rechten Kopf- Seite, mehre Tage, 
(n. 13 Tagen.) 

Stiche im Hinterkopfe. 



58 Phosphorus. 

70. Im "Wirbel des Kopfs, mehre Nadelstiche. 

Kopfschmerz: oft zu halben Stunden, Pochen 
in den Schläfen. 

Er erwacht früh mit Pulsiren im Kopfe. 

Beim Liegen, Pochen im Kopfe. 

Oben in und auf dem Kopfe, Schmerz wie Po- 
chen, vorzüglich beim Kauen fühlbar, auch 
beim Befühlen schmerzhaft. 
75, Der Kopf ist ihm schwer* er sieht wie durch 
einen Flor. 

Kopfschmerzen, Nachts, nach abendlicher üebel' 
keit. 

Kopfschmerz: Brennen in der Stirne. 

Brennschmerz äufserlich am Kopfe; er war heifs 
anzufühlen, ohne dafs der übrige Körper 
wärmer als gewöhnlich war; dabei war er 
appetitlos und mufste sich niederlegen, (n. 
9 Tagen.) 

Die linke Kopfseite ist kalt, mit Schmerz tief 
im Ohre. 
80. Leichtes Verkälten am Kopfe. 

Es ist als wenn ihm das Gehirn erstarrte, wenn 
er sich in freier Luft aufhält, (n. 2 Tagen.) 

Glänzende, doch nicht entzündete, schmerzlose 
Geschwulst an der Stirne, mit den heftigsten 
Kopfschmerzen über den Augen, (n. 48 St.) 

Druck an einzelnen Stellen am Kopfe, als wä- 
ren Knoten unter der Haut. 

Jucken auf dem Haarkopfe, im Gesichte und 
am Halse. 
85. Arges Jucken auf dem Haarkopfe. 

Viele Schuppen auf dem Haarkopfe, welche zu- 
weilen jucken, (n. 8 Tagen.) 



Phosphorus. 59 

Juckende Bückelchen auf dem Haarkopfe, welche 
wie kleine Blutscliwäre bei Berührung schmer- 
zen. 

Juckende Bückelchen auf dem Haarkopfe. 

(Der Kopf- Ausschlag feuchtet, schründet und 
heifst, hei wenigem Jucken.) 
90. Die Kopfhaare fallen häufig aus. (in den 
ersten Tagen.) 

Ein Fleck am Haarkopfe üher dem Ohre wird 
kahl. (n. 12 Tagen.) 

Empfindung, als wenn die Haut an der Stirne 
zu enge wäre, mit Aengstlichkeit, viele Tage 
lang. (n. 3 St.) 

Spannen der Haut im ganzen Gesichte. 

Weh in den Gesichts -Knochen. 
95. Ausschlags -Blüthen im Gesichte. 

Einzelne, rothe Blüthchen im Gesichte. 

Fein grieseliger Ausschlag an der Stirne und 
am Kinne. 

Gedunsen im Gesichte. 

Mittags, jähling auffallende Blasse im Gesichte, 

bei Frostigkeit, Bauchweh und Kopfschmer» 

zen. (n. 12 Tagen.) 

100. Aufserordentliche Gesichts-Blässe. [Brera, Ri- 

flessioni med, praiiche suU uso interno del 

fosforo nell emiplegia, Pavia 1795.] 

Blasse, kranke Gesichts -Farbe, (n. 8 Tagen.) 

Auffallend verändertes Gesicht, eingefallen, erd- 
fahl; dabei tief liegende, hohle Augen mit 
blauen Rändern einige Stunden lang. (n. 6, 
7 St.) [Stf.] 

Schweifs im Gesichte, bei Kälte desselben und 
üebelkeit, Vormittags. 



60 Phosphorus. 

Gegen Abend, grofse Gesichts -Hitze, (nach 14 
Tagen.) 
105. Nach Waschen, arge Hitze im Gesichte, mit 
rothen Flecken. 

Wärme überläuft den obern Theil des Gesichts, 
mit erhöheter Gesichts -Röthe, unter einer 
augenblicklichen ümnebelung der Augen, (n. 
1 St.) [Stf.] 

Alle Abende, glühende Hitze auf dem einen 
oder dem andern Backen, zwei Stunden lang, 
ohne Durst, (auch ohne Frost oder Hitze 
des übrigen Körpers und ohne Aengstlichkeit.) 

Ausschlags -Blüthen auf beiden Backen. 

Stich im linken Backen. 
110. Zuckungen in den Backen -Muskeln. 

Er ist Tim die Augen geschwollen und aufge- 
dunsen. 

Breite, blaue Ränder um die Augen. 

Kitzel der Bein -Haut um die Augen. 

Oefters am Tage, Jucken in den Augenli- 
dern. 
115. Wühlender Schmerz in den Augen. 

(Stechen. hinter den Augen.) 

(Eine Beule am Bande der Augenhöhle.) 

Stumpf drückender Schmerz in der Augenhöhle. 

Das linke Augenlid ist geschwollen und der 
Knochen der Augenhöhle schmerzt beim An- 
rühren, (n. 19 Tagen.) 
120. Die Augenlid -Bänder schmerzen. 

In den Augen Zieh -Schmerz. 

Druck in den obern Augenlidern. 

Drücken in den Augen. 



Phosphorus. 61 

Drücken und Stechen in den Augen; sie sind 
trübe und blöde. 
125. Drücken in den Augen, mit Trübheit. 

Die Augäpfel schmerzen wie gedrückt — Sehen 
vermehrt den Schmerz. 

Die Augen thränen ihr früh bei der Arbeit und 
dünken ihr trübe, (n. 11 Tagen.) 

Die Auge nthränen leicht in freier Luft* 

Die Augen thränen, [Stf.] 
130. Arges Thränen des Auges, selbst die Nacht. 

Beim Lesen, Trockenheit und Beifsen der Au- 
gen, (n. 5 Tagen.) 

Augenschmerz beim Lesen am Tages -Lichte, 
und Abends beim Kerzen -Lichte. 

Im rechten äufsern Augenwinkel, eine Empfin- 
dung, als wäre etwas Scharfes, Salziges, Bei- 
fsiges darin, ohne merkbare Röthe. [Stf.] 

Drücken und Brenn -Schmerz in den Augen, 
zwei Tage lang. (n. 48 St.) 
135. Brennen am Augapfel, 4 Minute lang. 

Erhitzte Augen und Brennen darin, öfters des 
Tags, zu 4, 5 Minuten lang. 

Augen -Entzündung, (n. 27 Tagen.) 

Augen-Entzündung, Brennen und Jucken 
in den Augen, (n. einigen St.) 

Die innern Augen - "Winkel sind früh zuge- 
schworen. 
140. Das rechte Auge, zwei Tage lang geschwollen^ 
roth, entzündet und zugeschworen, voll Brenn- 
Schmerz. 

Das Auge ist ganz roth und entzündet, mit 
Jucken und drückendem Schmerze. 



62 Phosphorus. 

Die Augen sind früh zugeschworen, mit Bren- 
nen und Stechen darin, nebst einer Trüb- 
heit wie Flor vor den Augen. 

Die Augen sind früh zugeschworen und auch 
am Tage eitern und thränen sie. (nach 24 
Tagen.) 

Das rechte obere Augenlid ist geschwollen, mit 
drückendem Schmerze und Jucken, 
145. Röthe des Augen -^^"eifses. 

Das Augen -Weifs wird gelb. [Weickard bei 
Bouttaz, über den Phosphor als Arznei, 
Gütt. 1800. S. 33.] 

Er sieht, Abends, um das Kerzen -Licht einen 
grünen Schein. 

Die Angen sind schwach, matt und schläfrig. 

Die Augen sind am schwächsten früh, beim Er- 
wachen, was sich beim Aufstehen etwas bes- 
sert. ( n. 5 Tagen.) 
150. Neigung, nur mit Einem Auge zu sehen. 

Sie mufs die Dinge nahe halten, wenn sie et- 
was deutlich sehen will; in der Entfernung 
sieht sie Alles wie im Rauche oder wie durch 
Flor; doch kann sie auch beim nahe Halten 
das deutlich Sehen nicht lange aushalten; 
besser kann sie sehen, wenn sie die Pupil- 
len, durch Beschattung der Augen mit drü- 
ber gehaltener Hand, erweitert. 

Früh, beim Erwachen, zittern die Gegenstände 
vor dem Gesichte; sie schienen nur unge- 
wisse Umrisse zu haben. 

Sausen im Kopfe und Flimmern vor den Augen. 

\Yie schwarzer Flor vor dem rechten Auge. 



Phosphorus. 63 

155. Er Sieht Alles wie durch einen Flor und das 
Bewufstseyn geht elnigermafsen dabei ver- 
loren. 
Vor den Augen vorüber ziehende, schwarze 

Punkte. 
Es schweben grofse, schwarze Flecke vor den 

Augen, nach dem Essen. 
Bläschen- Ausschlag hinter den Ohren. 
Bläschen brennenden Schmerzes in der Ohr- 
Muschel. 
160. Dumpf ziehender Schmerz am Ohrläppchen. 
Die Ohrdrüse macht lästiges Spannen, vorzüg- 
lich beim Bücken und schmerzt beim Be- 
fühlen. 
In der Ohrdrüse, zuweilen ein Brennen. 
Drücken in beiden Ohren. 

Trockenheits- Empfindung im Ohre, mit und 
ohne Sausen. 
165. Ohr-Zwang. 

(Stechen im Ohre.) 
StarkesJückenimOhre. 
Pulsiren im Ohre, nach schnellem Gehen. 
Lauten und Klingen im linken Ohre. 
170. Beim stark Sprechen dröhnte es so sehr im 
Kopfe, dafs er sich nicht getraute, laut zu 
sprechen. 
Ihre und fremde Worte schallen ihr so stark 

in die Ohren, wie ein Echo. [Gfs.] 
Sumsen in den Ohren, als wäre ein Flor 

drüber gezogen. 
Starkes Sausen vor den Ohren, (n. 23 Tagen.) 
Es setzt sich zuweilen Etwas vor das rechte Ohr. 



64 Phosphorus. 

175. Es schiefst ihr plötzlich ins linke Ohr, und 
dann brauset es drin; dann bald Schwerhö- 
rigkeit, bald fliefst eine gelbe Feuchtigkeit 
heraus, mehre Wochen lang; nach äufsern 
Druck aufs Ohr hört sie auf Augenblicke 
besser. ( n. 28 Tagen.) [Gfs.] 

Geschwulst des Backens und des Zahnfleisches 
ohne Schmerz. 

Nach einer nächtlichen, erhitzenden Bewegung, 
früh, viel Sommersprossen auf der Naise. (n. 
12 Tagen.) 

(Nasen- Jucken.) 

Geschwulst der Nase, die beim Berühren schmerzt. 
180. Der eine Nasenflügel ist dunkelroth und schmerzt, 
beim Befühlen, schründend. 

Trockenheits - Gefühl in der Nase. [Stf.] 

Beim Kopfschmerze ist ihr Geruch vorzüglich 
sehr fein. (n. 14 Tagen.) 

Es geht viel Schleim aus der Nase, ohne 
Schnupfen. 

Grüngelber Ausflufs aus der Nase. 
185. Geschwürige Nasenlöcher — böse Nase. 

Blutige Streifen im Nasen -Schleime. 

Einige Blutstropfen kommen aus der Nase. 

Nasenbluten, (sogleich, n. 17 Tagen.) 

Starkes Nasenbluten, Abends, (n. 7 Tagen.) 
190. Oefteres und starkes Nasenbluten. 

Blaulichte Lippen. [Brera; a. a. O.] 

Alle Morgen, geschwollene Oberlippe. 

Eine Flechte über der Oberlippe. 

Geschwüriger Mundwinkel (Käke.) (nach 13 
Tagen.) 

195. 



Phosphorus. 65 

195. Eine FlecKte im linken Mund- Winkel, (mit 
Schneiden und Stechen darin, (n. 24 St.) 

Ausschlags -Blüthe am rechten Mund- Winkel. 

Es setzt sich ein kleines Geschwür an das Zahn- 
fleisch und die Oherlippe geschwillt, (n. 17 
Tagen.) 

Die Unterlippe ist in ihrer Mitte stark 
aufgesprungen. 

Brenn -Schmerz am Rothen der Unterlippe und 
am Innern der Unterlippe weifse Blasen, 
hrennenden Schmerzes, (n. II Tagen.) 
200. Schmerzhaftes Geschwür an der innern 
Fläche der Unterlippe. 

Es kam ihm Blut in den Mund. (n. 21 St.) 
[Stf.] 

Bluten des Zahnfleisches bei der geringsten Be- 
rührung. 

Das Zahn fl eis eil blutet leicht und klafft 
ab von den Zahnen. 

Starke Zahnfleisch- Geschwulst. 
205. Ueber dem bösen Zahne, Geschwulst am Zahn- 
fleische. 

Das Zahnfleisch schmerzt wie wund. 

S ch merz ha fteEmpfindlichkeit des Zahn- 
fleisch es, wovor er nicht essen konnte, 
und zwei kleine Geschwüre dran. 

Ein Geschwür am Zahnfleische, nach Zahn- 
schmerz, (n. 12 Tagen.) 

Am Zahnfleische juckt und puckt es. 
210. Zahnfleisch -Entzündung, (n. 43 Tagen.) 

Plötzliches Bluten der obern Backzahne, ohne 
Veranlassung. 
III. 5 



ßö Phosphorus. 

Beim GeheD in freier Luft, Zalinschiiierz* 
An der mindesten freien Lnft, Zahnschmerz, 
Klopfen, Zucken und zuweilen Stechen — • 
im Zimmer aher und bei zugebundenem Bak- 
ken, keine Schmerzen. 
Zahnschmerz (Reifsen?) in den obern Schnei- 
dezähnen, durch Athmcn kalter Luft, von 
warmem Essen und von Berührung erregt. 
215. Die Zähne werden so locker, dafs sie nicht 
kauen kann. 
Stumpfheit der Zahne, (n. iS Tagen.) 
Alle untere Vorderzähhe sind so locker, dafs 

man sie heraus nehmen kann. 
Es wird ein Zahn hohl. (n. 10 Tagen.) 
Zahnschmerz in einem anbrüchigen Zahne durch 
Bcltwärme erregt und vermehrt, (n. 22 Tgn.) 
220. Zahnschmerz, blofs die Nacht im Bette; beim 
Aufstehen vergeht er. 
Abends, im Bette, heftige Zahnschmerzen, drei 

Abende nach einander. 
(Zahnschmerz mit geschwollenem Backen.) 
Zahnschmerz, wie Druck auf die linken obern 
und untern Zähne, von hinten nach vorne 
zu. (n. 8 Tagen.) 
Ziehender Zahnschmerz, bei kalten Händen und 
Füfsen. (n. 18 Tagen.) 
225. Zieh -Schmerz in den vordem Schneidezähnen. 
Heftiges Ziehen in der Kinnlade. 
Zucken im Unterkiefer, fast wie Zahnschmerz. 

(n. etlichen St.) 
Verschliefsung der Kinnbacken; sie konnte die 
Zähne nicht von einander bringen. 



Phosphorus. 67 

Ein sclimerztaftei' Knoten an der Inseite des 

Backens. 
230. Schmerz am Zungen -Bandchen und am Gau^ 

men, wodurch Essen und Sprechen gehin* 

dert wird. 
Eine schmerzhafte Stelle am Gaumen. 
Unausstehlicher Kitzel um den Gaumen. 
Brennen oben am Gaumen. 
Blasen am Gaumen, welche aufgingen und ei- 
terten. 
235i Am Gaumen, Empfindung, als wolle sich die 

Haut ablösen; sie ward runzlig und etwas 

scJimerzhaft* 
Empfindung, als wenn hinten der Hals roh und 

wund wäre, wie er denn auch dunkelroth an* 

zusehen ist. 
Es kommt Blut in den Mund. [Stf.] 
Ein stechendes Kneipen äufserllch am Halse^ 

beim Gehen in freief Luft* 
Am Halse, unter dem Kinne, ein Haselnüfs 

grofscr, harter Knäutel, welcher beiiti Befüh* 

len schmerzt. [Gfs.] 
240. Zuckungen in den Halsmuskeln* 
Stickender Druck im HalsgrübcheUi 
Früh, Druck im Halse. 
Halsweh, als wäre das Zäpfchen gefallen (ge* 

schwollen und verlängert.) 
Die Mandeln sind stark geschwollen. 
245. Die linke Mandel ist stark geschwollen und 

hindert am Schlingen und an Bewegung des 

Kopfs, (n. 10 St.) 
Druck oben im Halse nach dem Magen herunter, 

5* 



68 Phosphorus. 

Drücken im Halse, wie ein Halsweh. 

Kratzen im Halse, Nachmittags und Abends. 

Ein rauhes, kratziges Wiesen im Halse, (nach 
34 St.) [Stf.] 
250. Scharrig im Halse. 

Sie spuckt, Abends, Speichel aus, der wie fau- 
les A^asser schmeckt. 

Grauer, salzig schmeckender Auswurf wird durch 
einiges Aufrahksen aus dem Halse herausge- 
bracht. 

Im Munde Gefühl, als liefe eine Menge Spei- 
chel darin zusammen, mit einem salzig -süfs- 
lichten (säuerlichen) Geschmacke, (nach 4 
Stunden.) [Stf.] 

Früh, beim Aufstehen, garstiger, klebriger Ge- 
schmack im Munde, (n. 4 Tagen.) 
255. Empfindung im Halse, wie Süfsigkeit, welche 
Zusammenflüfs des Speichels im Munde be- 
wirkt, (n. IJ St.) 

Sehr saurer Geschmack im Munde; sie mufs 
viel spucken, (n. 19 Tagen.) 

Viel wässeriger Speichel im Munde. [Stf.] 

Sehr viel Speichel fliefst im Munde zusammen. 

Der Speichel ist wie ein dicker Seifen -Schaum 
im Munde, jedoch ohne falschen Geschmack 
und ohne Trockenheit im Munde, (nach 33 
Stunden.) [Stf.] 
260. Beständige Abwechselung von Feuchtigkeit und 
Trockenheit im Munde, (n. 35 St.) [Stf.] 

Trockenheit im Munde, bei sehr kalten 
Füfsen. 

Ungeheures Trockenheits - Gefühl im Munde, 



Phosphoinis. 69 

klebrig, mit heftigem Dnrste, und ob er gleich 
viel Wasser trinkt, wird doch das Klebrige 
nicht vermindert, (n. 38 St.) [Stf.] 

Trockenheit im Schlünde und Rachen. 

Wurm er-B es eigen. 
265. Sood- Brennen, früh und Nachmittags. 

Sood- Brennen, (die ersten Tage.) 

Sood -Brennen, zwei Nachmittage nach einander. 

Brennen im Schlünde und im Magen. [Con- 
radi, in Hufel. Journ. VI. S. 402.] 

Oefteres Schlucksen des Tags, auch vor der 
Mahlzeit, (n. 15 Tagen.) 
270. Oefteres Aufstofsen; der Magen ist wie von 
Luft ausgedehnt. [Alph. le Boy, bei Bout- 
taz, a. a. O. S. 67.] 

Stetes Aufstofsen, und dabei Gähren im Bauche, 
(n. 24 St.) 

Beim Aufstofsen, ein Schmerz unter dem Schwerd- 
knorpel (am obern Magenmunde) als wollte 
da etwas abreifsen. 

Viel unvollkommnes Aufstofsen — es versagte 
ihr, und diefs machte ihr Drücken auf der 
Brust, (n. 11 Tagen.) 

Vergebliche Neigung zum Aufstofsen; Aufsto- 
fsen versagte ihr, und diefs machte ihr Leib- 
kneipen, (n. 10 Tagen.) 
275. Oft, leeres Aufstofsen, besonders nach der 
Mahlzeit. 

Oefters, leeres Aufstofsen. 

Leeres Aufstofsen. (n. 3 St.) [Stf.] 

Ifst er etwas, so stöfst's ihm auf, anfänglich 
nur leer, nachgchends auch nach dem Ge- 



70 Phosphorus, 

schmacke des Genossenen, als wenn 
keine Verdauung vor sich ginge. 
Heftiges Aufstofsen und davon Brustsclimerz. 
(n. etlichen St.) 
230, Saures Aufstofsen, Abends, 

Aufstofsen zum Theil nach den Speir 

sen, zum Theil sauer. 
Saures Aufstofsen nach jedem Essen, 
Es säuert Alles, auch das Unschuldigste, hei ihm, 
Saurer Geschmack im Munde, (n. 8 Tagen.) 
285, Nach Milch-Trinken, gleich saurer Ge» 
ßchmack im Munde. 
Nach Essen, Säure, 
Nach jedem Essen, vermehrte Säure, 

und pulsirender Kopfschmerz in der Stirne, 
Früh, sehr hittrer Geschmack im Munde, (den 

ersten Tag,) 
Bittergeschmack im Munde, den ganzen 
Tag. 
290, Belegte Zunge, wie Pelz, 

Unreine Zunge. [Kor tum, a. a. O.] 
Brod schmeckte nicht, schmeckte wie Teig, 
Mlfsgeschmack des Brodes, besonders früh. 
Keine Efslust und kein Hunger, (n. 3 Tagen.) 
295, Mangel an Efslust und kein Hunger; Essen ist 
ihm ganz gleichgültig und er würde nicht 
essen, wcnn's die Zeit nicht mit sich brächte; 
heim Essen hat er keinen Wohlgeschmack, 
eben so wenig als am Trinken; alle Genüsse 
haben zwar keinen fremden, oder übeln, aber 
einen nur allzu geringen Geschmack — die 
Speisen schmecken fast alle überein und haben 



Phosphorus. 71 

kaum den vierten Theil ihres wahren Ge- 
schmacks — geistige Getränke schmecken 
wässerig und zum Tahakrauchen fehlt die 
gewohnte Neigung. 

Leichte Sättigung mit Tabak^ er kann nur we- 
nig rauchen, ob er ihm gleich nicht übel 
schmeckt. 

Kein Appetit, kein Durst. 

Heftiger Appetit, wie Heifshunger. [Bouttaz, 
a. a. O. S. 99. 100.] 

Heifshunger, die Nacht, den kein Essen stillt, 
dann INlatllgkelt mit Hitze und Schweifs, 
worauf Frost, mit äufserer Kälte und Zähn- 
klappen folgt. 

300. Appetitlosigkeit, 

Durst, Mittags, vor dem Essen. 

(Viel V^^asser- Durst.) 

Den ganzen Tag kein Hnnger — - wenn sie aber 

ifst, ifst sie mit Appetit. 
Immerwährende üebelkelt, (n. 11 Tagen.) 

305. Uehelkeit mit grofsem Durste. 

üebelkelt mit grofsem Durste und Appetitlosig- 
keit; sie mufste sich legen. 

üebelkelt gegen Mittag und Nachmittags; nach 
etwas Trinken giebt es sich. 

üebelkelten, die durch Wassertrinken verschwin-' 
den. [Bouttaz, a. a. O. S. 99. 100.] 

Abends spät, Üebelkelt bis zur Ohnmacht und 
Erbrechen. 

310. Brecherllche Üebelkelt, bis zur Ohnmacht, theils 
Vormittags, thclls Abends. 



72 Phosphorus. 

üebclkcit, früh von 8 bis 9 Uhr, bis zur Ohn- 
macht. 

Uobelkelt, Abends im Bette, die ihr die Sprache 
matt macht. 

Unter üebelkelt bis zum Erbrechen und un- 
ter Anwandlungen von Ohnmacht, dumpfer 
Schmerz, wie Druck, unter der Herzgrube, 
so dafs sie selbst die äufsere Bedeckung nicht 
leiden konnte, (n. 48 St.) 

Oefters üebclkciten. 
315. üebelkeit den ganzen Tag und Abends, Er- 
brechen. 

Wabblichkeit in der Herzgrube, mit Stichen 
daselbst, wonach Aufstofsen erfolgt. 

Brecherllchkeit, früh, bis zum Frühstück. 

Aufrülpsen und Aufschwulken der genos- 
senenSpeisen, ohne unrechten Geschmack. 

Bei der üebelkeit nach Tische erfolgt viel Auf- 
stofsen; es läuft ihr dann das Wasser zum 
Munde, wie aus dem Magen, heraus. (Wür- 
merbeseigen.) 
320. Er bricht sich Abends das Essen wieder weg. 

Aufschwulkcn eines Mundes voll Galle bei dem 
tief Bücken, (n. 12 St.) 

Gall- Erbrechen, die ganze Nacht hindurch. 

Einige Mal galliges Erbrechen. [Kort um, a. 
a. O.] 

Gall -Erbrechen IS Stunden lang und drauf 
noch 24 Stunden, brecherliche üebelkeit und 
Appetitlosigkeit, ohne unrechten Mund -Ge- 
schmack, (n. 18 Tagen.) 
325. Fast täglich, nach dem Essen, eine Weich- 



Phosphorus. 73 

lichkeit und Wabbllchkeit nm den Magen, 
wie Brecherlichkeit. 

Nach Tische schmeckt der Speichel nach dem 
Genossenen, (n. 9 Tagen.) 

Es ist ihr ganz voll bis oben in den Hals, was 
ihr den Appetit benimmt. 

Vollheit oben im Schlünde, als stünde das Es- 
sen oben und als müsse sie es herausbre- 
chen, ohne Uebelkeit. 

Die (arzneiHchen) Schmerzen fangen im- 
mer beim Essen an und dauern so 
lange er ifst. Mittags und Abends. 
330. Nach dem Essen, Schlucksen. (n. 27 Tagen.) 

Aufs Essen, selbst mit Appetite, gleich voll im 
Unterleibe. 

Alle Tage, aufs Mittags -Essen, Kopfschmerz. 

Nach dem Mittags -Essen wird ihr der Kopf so 
wüste, dafs sie sich kaum besinnen kann, 
(n. 18 Tagen.) 

Nach dem Essen, Schläfrigkeit. 
335. Nach dem Mittags -Essen, Schläfrigkeit. (n. 15 
Tagen.) 

Nach dem IMittags-Essen, unbezwinglicher Schlaf. 

Eine Stunde nach dem Mittags -Essen, Magen- 
schmerz, welcher nach einiger Zeit verging. 

Nach dem Essen, Magendrücken, (n. 4 Tgn.) 

Auf jedes Essen, arges Magendrücken, (n. 2 
Stunden.) 
340. Bald nach dem Essen, starkes Pulsiren unter 
der Herzgrube, (n. 4 Tagen.) 

Nach dem Essen, Drücken auf der Brust und 
kürzerer Athem. 



74 Phösphorus. 

Nach dem Mittags -Essen, Beklemmung auf der 
Brust, mit Aengstlichkeit. 

Nach jedem Essen, ein ängstliches Drücken im 
Bauche, mit Auftreibung. 

Nach Tische, Spannen und Drücken um den 
Magen und arge Aufgetriebenheit des Un- 
terleibes. 
345. Nach wenigem Essen, Angst und Unruhe im 
Blute. 

Nach dem Essen, kratzig im Munde und grofsc 
Müdigkeit; das Gfchen griff ihn sehr an, er 
war frostig und verstimmt, (n. 25 St.) [Stf.] 

Nach dem Essen, ausnehmende Schwäche im 
ganzen Körper und vorzüghch in dem lei- 
denden Theile. 

Eine Stunde nach dem Essen bekommt sie Bla- 
sen auf der Zunge. 

Nach dem Mittags- und Abend -Essen ein deh- 
nendes Leibweh, mit vielem Poltern im 
Bauche, (n. 17 Tagen.) 
350, Nach dem Essen, starkes Drängen zum Stuhle, 

Krampfhafte Empfindung im Magen vor und 
nach dem Abend -Essen, welche sich dann 
in die Brust zieht von beiden Seiten, 

Spannendes Zusammenziehen im Magen, mit 
säuerlichem Aufstofsen. (n. 7 Tagen.) 

Beim Fahren im Wagen, Ziehen und Dehnen 
im Magen, 

Zusammenziehend kneipender Schmerz im Ma- 
gen, (n. 6 Tagen.) 
355. Windende und greifende Schmerzen im Ma- 
gen, Nachts. 



Phosphorus, 75 

Abends, beim Niederlegen, im Bette, Magen- 
krampf, (n. 25 Tagen.) 

Früh ist der Magen bei äafserer Berüb- 
rong schmerzhaft, und so auch beim 
Gehen. 

Druck gleich über dem Magen. 

Drücken über der Herzgrube (am obern Ma- 
genmunde), besonders beim Niederschlingen 
des Brodes, was dann da sitzen geblieben 
zu seyn deiicbtet. 
360, Das härteste Drücken in und über der Herz- 
grube, dann auch im ganzen Brustbeine und 
auf den Bibben, zum Athem^ Versetzen, im 
Gehen und Sitzen gleich, (n, 2 St.) 

Drücken in der Herzgrube, anhaltend, 
auch nüchtern, doch mehr beini Sitzen. 

Früb, im Bette, Drücken im Magen, (n 8 Tgn.) 

Abends, Druck im Magen, (n. 2 Tagen.) 

Ein Druck in der Magen -Gegend, (n. 2^ St.) 

[Stf.] 

365. Sehr voll im Magen. 

Langwierig schlaffer Magen. [Kortum, a, a. O.] 
Eine sonst oft ohne Beschwerde genossene Speise 

ward ibm schwer zu verdauen, 
In der Herzgrube, eine Art stechender Schmerz, 

dafs sie keinen Odem kriegen konnte, was 

durch Aufstofsen verging — alle Abende, um 

10 Uhr. 
Drücken unter der Herzgrube, 
370. Brennen im Magen, (n. iO Tagen.) 

Heftige Hitze im Magen, (sogleich.) [Alph. 

le Boy, bei Boutlaz, a. a. O. S. 67.] 



76 Phosphorus. ' 

Brennender und schneidender Schmerz in der 

Magen -Gegend. [Hufel. Journ. YII. S. 114] 
Brennen im Magen und längs im Darmkanale. 

[Brera, a. a. O.] 
Brennen im Magen und drückende Last drin. 

[Derselbe, a. a. O.] 
375. Früh Hitze im Unterleibe und Gesichte. 
Brennen im Bauche und Drücken. 
Gefühl von Kälte in den Gedärmen, über der 

Nabel - Gegend, (n. 11 Tagen.) 
Arger Schmerz in der linken Seite unter den 

kurzen Ribben; er konnte sich nicht bücken, 

nicht auf der rechten Seite liegen. 
Ziehend drückender Schmerz im Oberbauche 

und als wäre die Stelle des Schmerzes wie 

wund. 
380. Ziehend schneidender Schmerz unter den kur- 
zen Ribben, beim Spazieren. 
Aengstliches Wesen unter der linken Brust, 

mit bitterm Aufstofsen, alle Tage. 
Stiche unter der linken Brust mit vieler Aengst- 

llchkeit. 
Stämmen der Blähungen unter den Ribben, 

welche Brust- Beklemmung verursachen. 
Nachts, so voll geprefst im Bauche, nach dem 

Magen zu — vorzüglich Nachmitternachts 

dämmt es sehr. 
385. Es steigt ihr vom ünterleibe herauf bis in den 

Hals, als wenn's Bläbungen wären; bekam 

sie Aufstofsen, so fiel's wieder hinunter. 
Versetzte Blähungen, mit Kälte des Körpers und 

Hitze im Gesichte. 



Phosphorus. 77 

Aofgelriebner, harter Unterleib, mit vielen Blä- 
hungen. 

Sehr voll im Bauche. 

Sehr voller und aufgespannter Unter- 
leib. 
390. Bauch-Auftreibung. (die ersten beiden Tage.) 

Unterleib, hart angespannt, bei wenigem Essen 
und geringem Appetite. 

Selbst bei guter schneller Verdauung ist der 
Bauch aufgedunsen, (n. 9 Tagen.) 

Kolik -Anfall von der Leistenbruch-Stelle an bis 
in den Magen, (n. 2 Tagen.) 

Blähungs- Kolik vorzüglich in den Seiten des 
Unterleibes, gleichsam als wenn die Bläbun- 
gen theilweise hie und da in den Gedärmen 
eingesperrt wären; es gehen, binnen 12 Stun- 
den, nur kurze, abgebrochne Blähungen un- 
ter grofser Anstrengung fort. 
395. Drückende Blähungs - Stauchungen im Unter- 
bauche, beim Sitzen und Liegen, welche beim 
Gehen fast gar nicht gefühlt werden — es 
ist, als wenn der Leib mit unangenehmer 
Empfindung einwärts gezogen würde. 

(Die Leber-Gegend ist empfindlich; sie schmerzt, 
beim Befühlen, stumpf drückend, besonders 
wenn er auf der rechten Seite liegt.) 

Druck im Unterbauche, Vormittags und auch 
Abends, nach dem Essen, (die ersten Tage.) 

Ein Druck tipf im Unterleibe, wie Ausleerungs- 
Drang, (n. 25 St.) [Stf.] 

Krampfhafter Druck tief im Unterbauche, bei 
den Schamtheilen, früh im Bette. 



78 Phosphorus. 

400* Den ganzen Vormittag, ein Druck im 
Unterbauche, auch Abends nach dem Es- 
sen, (n. 5 Tagen.) 

i^üweilcn ein sehr schmerzhaftes, zusammenzie- 
hendes Drücken im ganzen Unterleibc, von 
kurzer Dauer. 

Im Unterbauche, brennender Zusammenzieh- 
Schmerz, wie zum MonatHchen — was je- 
doch schon mehre Tage vorüber war -^ 
Nachts; sie wufste sich vor Schmerz iiicht 
zu lassen, (n. 4 Tagen.) 

Heftiges Leibschneiden. 

Oefteres Schneiden in den Gedärmen, beson- 
ders Abends. 
405* Heftiges Leibschneiden j Abends vor Schlafen- 
gehen, (n. 48 St.) 

Blitzschnelles Schneiden vom Magen bis zürn 
Nabel 

Stechendes Leibweh, bei Blasse des Gesichts, 
Frostigkeit und Kopfweh, Mittags* (n. 12 
Tagen.) 

Zuweilen Stechen, querüber ^ im Unterleibe. 

Zucken und Stechen im Unterbauche, über den 
Schamtheilen, früh im Bette* 
410* Nachmittags j zuweilen ein kneipender Ruck im 
Unterbauche und darauf Blahungs- Abgang. 

(Schmerz, als wäre ihm etwas im Leibe zer- 
sprungen.) 

Krampf- Kolik der heftigsten Art erst in der rech- 
ten Seite, dann hinterwärts nach dem Rük- 
: ken zu (auch im rechten Hoden) und auf- 

wärts nach der Magen- Gegend hin, mit 



Phosphorus. 79 

Schweifs, lautem Stöhnen niid Verzerrnng 
der Gesichls -Muskeln, (n. 7 Tagen.) 

Kolik -Schmerz, als wollte Durchfall kommen, 
von kurzer Dauer, aher oft erneuert — dann 
heim Drücken, einwärts üher dem rechten 
Darmheine, Empfindung wie starkef Wund^ 
heits- Schmerz. 

Kollern von Winden im Bauche, als sollte sie 
Durchfall bekommen, (n* 48 St.) 
415* Kollern im Bauche, seihst nach Tische, (n* 4 
Tagen.) 

Sehr lautes Kollern im ünterleihe. (ii* 
1 St.) 

Ahgang vieler Blähungen. [Bonität, a.a.O.] 

Häufiger Abgang von Blähungen, ohne Leihweh* 
(n. 4 St.) [Stf.] 

Nach vielem Blähungs -Abgange, Gefühl von 
grofscr Leerheit im Unterleibe, (n* 9 Tagen.) 
420« Gefühl von Leerheit und Schwäche im Bauche. 

Grofses Schwäche -Gefühl im Unterleibe und im 
Rücken, so dafs sie liegen mufste. (n, 28 
Tagen,) 

Schlaffheit im Unterleibe. 

Bei der Blähungs - Kolik j grofser, schmerzhafter 
Andrang nach beiden Bauchringen, als wenn 
Brüche hervortreten wollten. 

Der Leistenbruch tritt wenig hervor, bei weichem 
Stnblgange, schmerzt aber sehr, wie einge- 
klemmt, beim Bücken, beim Betasten, beim 
Gehen und selbst im Liegen auf der Bauch- 
seite; er läfst sich mit der Hand nicht ein- 
bringen. 



80 Phosphorus. 

425. Kollern und Gluckern in der Bruch -Stelle, (n. 
2 St.) 

Starker Schmerz in der Bruch - Stelle , auch 
wenn sie nicht herührt wird, beim Monat- 
lichen. 

Weh im linken Schoofse. 

(Im Schoofse, eine eigrofse Beule, welche, un- 
ter Brenn -Schmerz, in Eiterung übergeht 
und lange eitert.) 

Am Bauche, zwei Blutschware. 
430. (Ein grofser, gelber Fleck seitwärts des Na- 
bels auf dem Bauche.) 

Durch Reiben nicht zu tilgendes Jucken im Na- 
bel selbst, (n. 6 St.) 

Vor dem Stuhlgange, etwas Hitze im Körper. 

Früh, vor dem (harten) Stuhle, Leibweh. 

Weicher Stuhl, mit Drang und Schneiden in 
den dicken Gedärmen, (n. 2 Tagen.) 
435. Nach einem (weichen) Stuhlgange, grofse Er- 
schlaffung im ünterleibe. (n. 3 Tagen.) 

Nach weichem Stuhlgange, starkes Bren- 
nen im Mastdarme und After und 
grofse Ermattung, (n. 13 Tagen.) 

Nach geringer Anstrengung beim Stuhlgange, 
gleich Schmerz über dem After, sechs Tage 
nach einander, (n. 8 Tagen.) 

(Grauer Stuhl.) 

Grüner Stuhlgang des Kindes, viele Tage nach 
einander, dessen Amme Phosphor- Auflösung 
eingenommen hatte. 
440. Breiartiger Stuhl zur ungeordneten Zeit, (die 
ersten Tage.) 

Ver- 



Phosphorus. 81 

Verzögerang des Stuhlgangs um 24 Stunden. 

(sogleich.) 
Kein Stuhl, den ersten Tag. 
Der nächste Stuhlgang bleibt aus. (n. 20 St.) 
Leib- Verstopfung (n. 24 St.) sechs Tage lang; 

nach jedem Essen drückte es ihr in der 

Herzgrube, trieb ihr den Leib auf und die 

Blähungen versetzten sich. 
445. Stuhl nur aller zwei Tage und hart. 

Hartleibigkeit, die ersten vier Tage. 

Stuhl hart, in kleinen Knoten. 

Stuhl hart, mit Schleim überzogen und etwas 

Blut daran. 
Stuhl hart, mit Schneiden am After. 
450. Schwerer Abgang des Stuhls, (n. 24St.) 
Zwei Morgen, Blut beim Stuhlgange, (die er- 
sten Tage.) 
Blut beim Stuhlgange, vier Tage nach einander. 
Es geht etwas Blut aus dem Mastdarme bei 

Abgang der Blähungen, (n. 11 Tagen.) 
Ein Tropfen Blut aus dem Mastdarme. 
455. Nach dem Stuhlgange, am After wund. 

Vor und während des harten Stuhlgangs, ein 

wundartiger, drückender Schmerz am After. 
Drücken im Mastdarme, nach dem Stuhlgange. 
Eine Weile nach dem Stuhlgange, kommt ein 

weifser, fressender Schleim aus dem After. 

(n. etlichen St.) 
Schneiden im Mastdarme und After, besonders 

Abends, (n. 6, 7 Tagen.) 
460. Nadelstiche im Mastdarme, aufser dem 

Stuhlgange. 
III. 6 



82 Phosphorus. 

Stechen im After. 

Brennen im Mastdarme. 

Kriebeln und Jucken im Mastdarme beim wei- 
chen Stuhlgange. 

Beim Abgange des nicht harten Stuhls, 
Schrunden im Mastdarme. 
465» Bisse im Mastdarme und den Geburtstheilen, 
zum Niedersinken, (n. 10 Tagen.) 

Einige Zeit nach dem Stuhlgange, furchtbares 
Zwängen im After und Mastdarme. 

Starker beschwerlicher Mastdarm -Krampf, früh 
im Bette, (n. 6 Tagen.) 

Vor dem Gehen zu Stuhle, arger Schmerz, 
wie Zusammenziehen, mit Stichen, im Mast- 
darme. 

Ahends, Empfindung im Mastdarme, als wenn 
Etwas davor läge, was das Herausgehen des 
Kothes verhinderte, bei nicht hartem Stuhle, 
(n. 8 Tagen.) 
470. Der Mastdarm ist wie verengt und beim Durch- 
gehen des, selbst weichen, Stuhles entsteht 
ein scharf beifsender Wundheits - Schmerz 
im Mastdarme, welcher mehre Stunden lang 
anhält und bis in den Unterleib herauf sich 
erstreckt. 
Stark hervortretende Mastdarm-Blutaderknoten. 

Es treten beim Stuhlgange starke Mastdarm- 
Blutaderknoten hervor, welche beim Berüh- 
ren, beim Sitzen und Gehen brennend schmer- 
zen, (n. einigen St.) 
In den Afterknoten, viele Tage, Wundheits- 
Schmerz im Sitzen und Liegen und beim 



Phosphorus. 83 

Aufstellen, heftiges Drücken und Stechen 

darin, (n. 25 Tagen.) 
Fressen und Jucken am After, (n. 7 Tgn.) 
475. Jucken am After nach Spazieren - Gehen und 

Abends. 
Nach Gehen im Freien, öfters Jucken und Krie- 

heln im After, (n. 2 Tagen.) 
Viel Drang zum Stuhle und zum Uriniren. (n. 

3 Tagen.) 
Der Urin geht schwieriger ab; es war, als wäre 

ein Widerstand da. 
Alle Augenblicke stockt der Urin und will nicht 

fort; dabei Aufblähung. 
480. Er harnet öfters, aber wenig auf einmal, (n. 

40 St.) [Stf.] 
Nachts, öfteres Harnen, nur zu wenigen 

Tropfen; der Harn war lehmig. 
Urin-Drängen mehr beim Sitzen, als beim Gehen. 
Oefleres Harnen, auch die Nacht, (die ersten 

14 Tage.) 
Harndrang am Tage. (n. 3 Tagen.) 
485. Beim Fahren, vieles Harnen, (n. einigen St.) 
Heftiger Urindrang, ohne Durst; er konnte den 

Harn nicht aufhalten; er ging wider Willen 

ab. (n. 11 Tagen.) 
Häufiger, unwillkürlicher Urin -Abgang. [W^eik- 

kard, a. a. O.] 
Unwillkürliches Harnen. [Zisler bei Bouttaz, 

a. a. O.] 
Da er der ersten Mahnung zum Harnen nicht 

folgte, flofs der (röthliche) Urin unwillkür- 
lich ab. 

6* 



84 Phosphorus. 

490. Früh, nach dem Harnen, gleich so matt, dafs 
sie sich niederlegen mufste. 

Der Harn bekommt einen stark ammoniakali- 
schen Geruch, trübt sich und macht einen 
weifsgelblichen Satz. (n. 6 Tagen.) 

(Harn von scharfem, widrigen Gerüche, nach 
Art der Veilchenwurzel.) 

Der beim Lassen goldgelbe Urin läfst bald ei- 
nen weifslichten Satz fallen, (n. 30 St.) [Stf.] 

Urin weifs molkigen Satzes. 
495. Der Urin wird bald trübe und macht einen zie- 
gelrothen Satz. (n. 3 Tagen.) 

Der blasse Urin setzt an den Seiten des Ge- 
schirrs eine weifse Rinde an. 

Brauner Urin mit rothsandigem Satze. 

Urin gelben Satzes, (n. 3 Tagen.) 

Stechen in der Harnröhre (und im After.) 
500. Vorne in der Harnröhre, eine unangenehme 
Empfindung, (n. 2 St.) 

Nach dem Harnlassen, stechender Schmerz vorne 
in der Rulhe. 

Abends, beim Einschlafen, ein Stich vom Bla- 
senhalse in der Ruthe her. 

Schneidendes Wasser mit Blut -Harnen. 

Brennen in der Harnröhre, mit Harn- 
drang, Abends. 
505. Zu Ende beim Harnen, (und nachher noch) 
ein beifsender Schmerz in der Eichel, (n. 32 
Stunden.) [Stf.] 

Ein schnelles hin und her Ziehen in der Harn- 
röhre bis zur Blase, mit einer adstringiren- 
den Empfindung, (n. 10 Tagen.) 



Phosphorus. - 85 

Spannen über der Harnblase im ünterbaucbe. 
Ein Stich in der Eichel, in der Gegend des 

Bändchens. 
Schmerz in den Hoden, mehre Tage lang. 

510. Heftiges Ziehen im Hoden. 

Geschwulst des Samenstranges, welcher nebst 
dem Hoden schmerzt, (bei weichem Stuhl- 
gange.)^ 

Ungewöhnlicher Reiz m den Geschlechtstheilen. 
[Bouttaz, a. a. O. S. 99, 100.] 

Bei einem alten Manne, welcher noch zuwei- 
len Erektion hatte, kam die ersten 7 Tage 
noch hie und da eine kräftige Erektion zum 
Vorscheine, dann aber 22 Tage gar keine 
— vom 29sten Tage an aber, bis zum 43st€n 
erfolgten desto stärkere. 

Heftiger Geschlechtstrieb, 

515. Erektionen oft, bei Tag und Nacht, 

Nachts öftere Ruthe- Steifheit, (n. 4 Tagen.) 
Unwiderstehlicher Hang zum Beischlafe. [Al- 

phons le Roy, iii Annal. d. Arzneimitt. 

von Römer, I., m,] 
Heftige Früh -Erektion, (n. 6 Tagen.) 
Nervöse Schwäche in den Lenden nach einer 

Pollution. 

520. Männliche Abneigung vor dem Beischlafe, (n. 
25 Tagen.) 
Mangel an Erektion, (n. 17 Tagen.) *) 



1) Es scheint in der Nachwirkung die übertriebne 
Geillielt gehoben zu werden. 



86 Phosphorus. 

Völlige Impotenz, keine Erektion mehr. (n. 20 
Tagen.) 

Weibliche Abneigung vor dem Beischlafe. (n. 
25 Tagen.) 

Das Monatliche erschien 6 Tage zu spät. (n. 
22 Tagen.) 
525. Das Monatliche erschien 5 Tage über den Ter- 
min, (n. 4t Tagen.) *) 

Das Monatliche erscheint zwei Tage zu früh, 
(n. 18 Tagen.) 

Zweitägiger Blut- Abgang aus der Bährmutter 
in der Zwischenzeit von einer Regel zur an- 
dern, (n. 9 Tagen.) 

(Nach anderthalbjährigem Ausbleiben der mo- 
natlichen Periode bei einer 51jährigen Frau 
zeigt sie sich wieder mit Heftigkeit, fünf Tage 
lang; das Blut war von sehr übelm Gerüche.) 

Vor Eintritt des Monatlichen blutet das Ge- 
schwür. 
530. Während des Monatlichen, arge Zahnschmer- 
zen, welche immer beim Essen anfingen. 

Bei der Regel, arges Leibweh. (n. 13 Tagen.) 

Viel Frost beim Monatlichen, mit kalten Hän- 
den und Füfsen. ^ 

Beim Monatlichen, stechendes Jucken an den 
After- Blutader -Knoten. 

Beim Monatlichen, stechendes Jucken am gan- 
zen Körper. 
535. Bei der Regel, Kopfschmerz; Stechen in der 



1) Diefs scheint des Phosphors Nachwirkung zu seyn, 
und so den allzu kurzen Termin heilkräftig zu verlängern. 



Phosphorus. 87 

Stirne — die Augen fallen ihr äu, sie möchte 
sich niederlegen. 

Während des Monatlichen, zwei Tage nach 
einander, Fieber: den ersten Nachmittag, 
erst Frost, dann Hitze und Kopfschmerz, 
ohne Durst — den zweiten Tag, Mittags, 
eine Stunde Frost, dann krampfhaftes Schüt- 
teln des ganzen Körpers, mit Zähnklappen, 
dann Hitze, vorzüglich im Kopfe, und Kopf-" 
schmerzen, (n. 10 Tagen.) 

(Vor und nach der Regel, Zahnfleisch -Ge- 
schwulst und dicker Backen.) 

Beim Eintritte des Monatlichen, starke Uebel- 
keiten heim Aufrichten im Bette, und saures 
Erbrechen, Beklemmung auf der Brust, kal- 
ter Stirnschweifs und beim Gehen, Schwindel. 

"Während des Monatlichen zog es ihr die Kniee 
krampfhaft zusammen j sie konnte die Beine 
nicht ausstrecken. 
540. Stiche durch das weibliche ^Becken. 

In den Geburtstheilen, ein still reifsender Schmerz, 
als sei da etwas Böses oder Geschwüriges, 
bei und nach dem Gehen im Freien. 

(Milchart%er YV^eifsflufs.) 

Zäher Weifsflufs, statt der Regel, (n. 20 Tgn.) 

Starker Weifsflufs, sieben Tage lang. (n. 9 
Tagen.) 

545. Mehre Abende nach einander, öfteres Niefsen, 
ohne Schnupfen. 
Oefteres Niefsen. 
Alle Morgen, verstopfte Nasenlöcher. 



88 Phosphorus. 

Empfinclung von Nasen -Verstopfung, mit Kopf- 
Eingenommenlielt, als wollte ein Schnupfen 
entstehen. 

Stockschnupfen. 
550. Es hängt ihr ein Schnupfen an, sie mufs im- 
mer schnauben. 

Abends j Schnupfen. 

Schnupfen, mit viel Hitze im Kopfe, (n. 6 
Tagen.) 

Heftiger Fliefs- Schnupfen, mit grofser Einge- 
nommenheit des Kopfs, Mangel an Appetit 
und allgemeinem, krankhaften Gefühle, (n. 
48 Stunden.) 

Schnupfen, mit einiger Hals -Entzündung und 
starker Eingenommenheit des Kopfs, (n. 24 
Stunden.) 
555. Starker Schnupfen, mit Rauhigkeit im Halse. 

Rauhheit auf der Brust, (n. 24 St.) 

Empfindung von Trockenheit in der Brust, 
[Kor tum, a. a. O.] 

Früh, Heiserkeit. 

Heiserkeit: der Kehlkopf ist wie pelzig; er kann 
kein lautes Wort sprechen. 
560. Heftiger Katarrh, mit Heiserkeit. 

Früh, Verschleimung der Brust, wie Katarrh. 

Bei schnellem Gehen benimmt's ihm den Odem, 
(n. einigen St.) 

Abends, im Bette, Schweräthmigkeit. (n. 3 Ta- 
gen.) 

Brust sehr beklommen, Athem sehr kurz. 
565. Kurzäthmigkeit und Schwindel. 

Brust -Beengung, (n. 13 Tagen.) 



Phosphorus. 89 

Beim Nachsinnen, ein ängstliches Alhemholen. 
Abends, Angst in der Brust. 
Beängstigung auf der Brust, mit Odem-Mangel. 
570. Aengstlichkeit in der Brust, mit Klopfen unten 

in der rechten Brust- Seite. 
Beim schnell Gehen versetzte es ihm den Odem; 

er mufste stehen bleiben. 
Oefters, üebelkeit und Beklemmung auf der 

Brust. 
Bei der Engbrüstigkeit, vorübergehende üebel- 

keiten. 
Engbrüstigkeit beim tief Athmen. 
575. Brust - Beklemmung, schlimmer beim Sitzen, 

durch Aufstofsen erleichtert, (n. 22 Tagen.) 
Die Brust ist immer so gespannt, als wäre ein 

Band herum angelegt. 
Spannender Schmerz in der Brust. [Kor tum, 

a. a. O.] 
Oefters, Beklemmung auf der Brust. 
Die Brust ist wie schwer, als wenn eine Last 

drauf läge. 
580. Drücken an der Brust, so dafs er nicht gut 

Athem holen kann. 
Drücken unten auf der Brust. 
Oben an der Brust, ein herabziehender Druck, 

und drauf leeres Aufstofsen. 
Auf der Brust, eine pressende Beklommenheit. 
Zusammenziehen der ganzen Lunge. 
585. Zusammenziehen der Brust, bei Drücken oder 

Klemmen im Oberbauche. 
In der obern linken Brust, ein zusammenziehen- 
des Pressen, 



90 Phosphomsr 

Beim Berg -Steigen, ein Keichen, 

Zusammenschnürend klemmende Empfindung 
ganz oben in der rechten Brust, (n. ^ St.) 

Früh, im Bette, Beklemmung der Brust, 
eine halbe Stunde lang. (n. 24 St.) 
590. Beklemmung des Athems, mit Frost und argem 
Kopfschmerze, dafs er sich kaum besinnen 
kann. (n. 1 St.) 

Vorzüglich früh, beim Erwachen, Brust -Been- 
gung, oder wie Blutdrang nach der Brust, 
(n. 30 Tagen.) 

Brust -Krampf, nach Fahren, gegen Abend. 

Krampfiges Zusammenziehen in der Brust. 

Bei jeder Gemüths- Bewegung, Blut-Drang nach 
der Brust, wobei es krampfig zwischen den 
Schulterblättern zusammenzieht. 
595. Blut-Drang nach der Brust. 

Früh, Beklemmung auf der Brust, als wenn das 
Blut ganz heifs zum Halse herauf drängte, 
(n. 13 Tagen.) 

Blat -Drang nach dem Herzen und Herzklopfen, 
was nach dem Essen sehr heftig wird. (n. 
9 Tagen.) 

Nach einer kleinen Gemüths -Erregung, Nach- 
mittags, ein so heftiges Herzklopfen, eine 
Stunde lang, dafs er auf dem Ruhebette nicht 
liegen bleiben konnte — beim Schlafengehen 
wieder ein kleiner Anfall, (n. 10 Tagen.) 

Früh, nach gewöhnlichem Frühstück, Herz- 
klopfen. 
600. Eine Art Herzklopfen: zuweilen einige (% 3, 6) 
starke Herzschläge (beim Gehen oder Sitzen 



Phosphorus. 91 

nach Tische); beim Liegen, Nachts, auf der 
linken Seite, nur 1, 2 Schläge. 

Früh, heim Erwachen, im Bette und Abends, 
nach dem Niederlegen, starkes Herzklopfen. 

Nach Gehen in freier Luft, Nachts, Beklom- 
menheit der Brust, dafs sie nicht ausgähnen 
konnte. 

Stiche in der linken Brustseite beim Athem- 
holen. 

Flüchtige Stiche am obersten Theile der Brust, 
wo der Hals anfängt. 
605. Stechen in der linken Seite unter den Bibben, 
fünf Tage lang. (n. 48 St.) 

Husten mit stechendem Schmerze in beiden Sei- 
ten unter den Bibben. (Hypochondern.) 

Sie mufs sich beim Husten die Brust halten^ es 
sticht ihr unter der Herzgrube. 

Bei jedem Husten -Stofse, ein scharfer Druck 
in der Herzgrube, (n, 36 St.) 

Beim Hasten mufs sie wegen Stichschmerz die 
Hand auf die Herzgrube drücken* dabei 
schmerzt es im Halse, wie roh. 
610. (lui Halse, ein starker, stechender, Husten er- 
regender Beiz.) 

Die kalte Luft fällt ihm auf die Brust und er- 
regt ihm Husten, (n. 5 Tagen.) 

Husten in der freien Luft und davon Brust- und 
Bauch - Schmerz. 

(Husten am meisten beim kalten, oder warmen 
Trinken.) 

Beim laut Lesen, starker, trockner Husten, 
Abends. 



92 Phosphorus. 

615. Arger, trockner Husten blofs Leim Sitzen und 
Liegen, aber gar nicht bei Bewegung. 
Trockner, heftiger Husten, mit drückendem Kopf- 
schmerze, den ganzen Tag. (sogleich.) 
Trockner, beschwerlicher Husten, wovon ihr 
vorne die Brust wehthut, weckt sie alle 
Nächte aus dem Schlafe, 14 Nächte nach 
einander. 

Trockner Husten, mit Kopfschmerz, als sollte 
der Kopf zerspringen, mit Schnupfen, (n. 35 
Tagen.) 

Lang anhaltender Husten, mit Schleim -Aus- 
wurfe, unter spannendem Schmerze in der 
Brust. [Kor tum, a. a. O.] 
620. Hohler, meist trockner Husten, welcher ihm 
Drücken in der Herzgrube verursacht, wovor 
er die ganze Nacht nicht schlafen kann. 

Einen Schmerz im Unterleibe erregender Husten; 
sie mufs sich beim Husten den Leib halten, 
vor Schmerz. 

Kitzel -Husten, (n. 8 Tagen.) 

Husten, mit Frost über den ganzen Körper. 

Dämpfen auf der Brust und keichiger Husten, 
mit etwas Schleim -Auswurfe, (n. 8 Tagen.) 
625. Husten anstrengend zum Auswurfe zähen 
Schleims. 

Husten mit weifsem, schwer zu lösendem Aus- 
wurfe. 

Starker Husten weckt sie früh um 2 Uhr, mit 
Schleim - Auswurfe. 

Oefterer Husten, die Nacht, mit vielem Aus- 
würfe. 



Phosphorus. 93 

Hohler Husten, meist früh im Betle und auch 
die Nacht; wenn sie einschlafen wollte, hielt 
er sie vom Schlafe ah. 
630. Mit angestrengtem Kotzen, Blut- Auswurf, den 
Tag vor dem Monatlichen und den ersten 
Tag desselhen, ohne Schmerz. 

Blut -Auswurf — mit Schleim gemischtes Blut, 
heim Hasten, (n. 24 St.) 

Blut- Aus wurf, mit Schleim, hei kurzem, 
gelinden Husten, (n. 36 St.) 

Im schleimigen Brust- Auswurfe, Blut-Aeder- 
chen. (n. 4 Tagen.) 

Sie hustet Eiter- Flückchen aus, mit schründen- 
dem Brennen in der Brust, hinter dem Brust- 
beine. 
635. Brust- Schmerz vorzüglich heim Einathmen. 

Brust -Schmerz ohen in der Brust, wie zerschla- 
gen, heim Bücken, Bewegen und Anfühlen. 

In dem Innern der Brust, ein Jucken. 

Trockner Hasten von einem Jucken in der Luft- 
röhre unter dem Halsgrühchen, welches sich 
durch Hasten nicht tilgen lafst. (n. 12 St.) 

Mattigkeit der Brust. 
640. Mattigkeit in der Brust, mehre Tage, und Em- 
pfindung darin, als sollte sie da einen Schmerz 
entdecken. 

Heftiges YV^ehthun des rechten, grofsen Brust- 
Muskels. 

Rothlauf an einer der beiden — mit Ausschlag 
besetzten — Brüste, mit Geschwulst, Rothe, 
Brennen und Stechen, was in Eiter-Geschwür 
überging. 



94 Phosphorus. 

Entzündung und Geschwulst der linken Brnst- 
^ warze und der ganzen linken Brust, mit gro- 

fsen Schmerzen, welche nach 10 Tagen in 

Eiterung üherging. 
Am Steifsheine, hei Berührung, ein Schmerz, 

als wäre da ein Geschwür. 
645. Kreuz -Schmerz heim wieder Aufrichten nach 

dem Bücken und heim Stehen, weniger heim 

Gehen. 
Nach langem Sitzen, Kreuz -Schmerz, (n, 12 

Tagen.) 
Brennen im Kreuze — hesonders hei Zögerung 

des monatlichen Blutflusses. — 
Schwäche im Kreuze, wie eingeschlafen, im 

Sitzen und heim Aufstehen vom Sitze. 
Viel Kreuz -Schmerz und Rücken -Weh, dafs 

er kaum vom Sitze aufstehen konnte. 
650. Bei längerem Sitzen, heftiger Rücken -Schmerz. 
(Beim Liegen, eine Schwere und Müdigkeit im 

Rücken.) 
Nach Gehen, Rücken -Schmerz. 
Periodisch wiederkehrende, unerträgliche Rük- 

ken- Schmerzen, welche das Gehen hindern. 
Im Rückgrate, den ganzen Tag, ununterhroch- 

nes Stechen zu verschiednen Stunden, (n. 

22 Tagen.) 
655. In den Rückenmuskeln, ein heftiger Stich, üher 

der linken Hüfte, (n. 7 Tagen.) 
Drücken, dicht unter den Schulterhlättern. 
Schmerz, 'wie ein Pflock, im linken Schulterhlatte. 
Gefühl im Nacken, wie von einer schweren Last. 
Druck im Nacken. 



Phosphorus. 95 

660. Steifigkeit des Nackens. 

Hinterkopf und Genick sind schmerzhaft und 
ganz steif. 

Steifer Hals. 

Knacken im Schulter -Gelenke. 

Schwere in den Achseln und Armen, (nach 2 
Tagen.) 
665. Reifsen in der linken Achsel, beson- 
ders Nachts, im Bette. 

Rheumatischer Schmerz in der rechten Achsel 
bis zu den obersten Ribben, eine Stunde 
lang. (n. 7 Tagen.) 

Früh, nach dem Erwachen, rheumatischer Schmerz 
in der rechten Achsel, (n. 36 St.) 

Rheumatischer Schmerz im rechten Oberarme 
— nach einer kleinen Verkältung. 

Reifsen in der linken Schulter, bei Kopfschmerz. 
670. Schmerz in der Achsel, wie verrenkt, besonders 
beim Aufheben des Arms. 

Der rechte Arm schmerzt, wie verrenkt. 

Nach Gehen im Freien thun ihm die Achsel- 
Gelenke weh. 

In der rechten Achselgrube, ein hefti- 
ges Jucken und eine Erbse grofser Drü- 
sen-Knoten drin. 

Ziehend strammender Schmerz in den Muskeln 
des Arms, von der Achsel bis zur Hälfte des 
Unterarms. 
675. Pxeifsen im linken Arme und der Hand. 

Reifsen im Oberarme. 

Eingeschlafenheit des linken Arms, wobei ihr 
die Finger taub, doch nicht kalt werden und 



96 Phosphorus. 

sich krumm ziehen (hesonders früh); worauf 
der Arm ganz matt wird. 

Der Arm, auf den sich der Kopf stützt, schläft ein. 

Ein^eschlafenheit der Arme. 
680. Früh, schläft ihm der rechte Arm ein, (n. 8 
Tagen.) 

"Viel Jucken an den Armen. 

Die Oherarme sind ihr müde. 

Mattigkeit hesonders in den Armen, dafs sie sie 
nicht rühren mochte, (n. iQ Tagen.) 

Müdigkeit in den Gelenken der Arme, wobei 
die Adern an den Händen aufschwellen. 
685. In der rechten Ellbogen -Beuge, ein Hand gro- 
fser Fleck, mit rothen Pünktchen besäet, 
fressenden Juckens. 

(Das Ellbogen -Gelenk schmerzt, als wäre es 
zerbrochen.) 

Pieifsen und Ziehen im rechten Ellbogen- Ge- 
lenke. 

Nach einem Schrecke, Stiche im Ellbogen -Ge- 
lenke und dann an einer vorher aufgeriebe- 
nen Stelle am Fufse. 

Lähmiger, wundartiger Schmerz im Arme mit 
Zittern, wenn sie etwas — z. B. einen Löf- 
fel — in der Hand hält. 
690. Scbmerzliches Drücken in der Beinhaut der 
Oberarm -Röhre und der Speiche, wie Kno- 
chenschmerz, (n. 6 St.) 

Zitterig in den Händen. 

Früh, Zittern der Hände. 

Die eine Hand ist ihm zuweilen, wie verlahmt, 
mehre Stunden lang. 

Im 



Phosphorus. 97 

Im Hand -Gelenke, einige empßndliche Stiche, 
in der Ruhe. (n. 17 Tagen.) 
695. Geschwulst des Hand -Gelenkes, mit Klopfen 
darin, wie in einem Geschwüre und Reifsen 
darin, his in die Finger, selbst in der Ruhe 
— bei Bewegung des so steifen Handgelenks 
entsteht ein noch weit ärgerer Schmerz, (nach 
Verkältung?) 

Reifsen in der Hand, vorzüglich den Knöcheln 
derselben, meist die Nacht, im Bette. 

Flüchtiges Reifsen im Handknöchel und im 
Daumen. 

Ziehen in der Hand und den Fingern, nach 
Befeuchtung der Hände mit lauem W^asser. 

Verrenkungs- Schmerz im Daumen, beim Zu- 
greifen. 
700. Geschwulst des hintern Daumen - Gelenks, 
schmerzhaft beim Berühren, und spannend 
schmerzend, wie vergriffen, bei Bewegung. 

Im hintersten Daumen -Gelenke, Schmerz bei 
Bewegung, als wenn der Daumen verrenkt 
oder vergriffen wäre. 

Die rechte Hand ist ihm eingeschlafen, früh im 
Bette, (n. 9 Tagen.) 

Die Finger der einen Hand sind ihm wie taub 
und gefühllos, die der andern Hand, einge- 
schlafen. 

Der Mittelfinger der rechten Hand wird ganz 
taub, todt, blutlos und kalt, in mäfsig kal- 
ter Luft. 
705. Es ziehet ihm von Zeit zu Zeit die Fin- 
ger krumm, wie Klamm. 
III. 7 



98 Phosphorus. 

In dem einen Finger, Schwäche und Zucken, 
den ganzen Tag. 

Starkes Zucken im linken kleinen Finger. 

Eine Schwere in den Fingerspitzen. 

Im kleinen Finger, klammartiges Ziehen und 
Reifsen. 
710. Spannen in den Fingern der linken Hand. 

Spannen im vierten und fünften Finger beider 
Hände, wie verstaucht. 

Ein Finger geschwillt und schmerzt heim Be- 
fühlen, am meisten heim Anstofsen. 

Grofse Schwäche in den Beinen; sie fällt leicht. 

Das linke Bein schläft früh ein, ohne Veran- 
lassung. 
715. Nachts, eine stark lähmige Empfindung im 
rechten Beine. 

Früh, Müdigkeit in den Beinen. 

Früh, heim Aufstehen thun die Beine weh, wie 
nach einer grofscn Fufsreise. 

Schwere und Müdigkeit in den Beinen, beson- 
ders beim Treppen -Steigen. 

Ein Strammen im ganzen rechten Beine, auch 
in der Ruhe. 
720. Spannen in den Beinen und drückender Steif- 
heits- Schmerz des linken Beins. 

Klammarliges Zusammenziehen in beiden Bei- 
nen und ünterfüfsen, mit Rucken. 

Im linken Sitzbeine, bei langem Sitzen, ein ar- 
ger Druck -Schmerz. 

Grofse Unruhe in den Beinen, bei eiskal- 
ten Händen, besonders Abends. 

Schmerz in den Hinterbacken, wie un- 



Phosphor as. 99 

terkötliig, bei langerm Sitzen, (n. 48 
Standen.) 
725. Pulsiren in der Hinterbacke. 

Zucken in der einen Hinterbacke und dem Ober- 
scbenkel, sicbtbar, docb nnscbmerzbaft. 

Im recbten Hüft -Gelenke, Scbmerz. 

Ein beftiger Stieb in der recbten Hüfte, nacb 
der Brust zu. (n. 5 St.) [Stf.] 

In den Hüften, Scbmerz, wie verrenkt. 
730. Starkes bin und ber Zleben im Oberscbenkel, 
bei der Mittags -Rübe. 

Im linken Oberscbenkel, vom Kniee beran, 
ein augenblicklieber, dem Reifsen äbnlicber 
Scbmerz in den Muskeln. 

Oben, an der Hinterseite des linken Oberseben- 
kels bis ins Knie, bei und nacb dem Geben 
im Freien, reifsende Rucke, alle vier Minu- 
ten; die Stelle tbat bei Berübrung wund web. 
(n. 48 St.) 

(Brennen im Oberscbenkel, was sieb bei Be- 
rübrung sebr vermebrt.) 

Zerscblagenbeits-Scbmerz in der Mitte des Ober- 
scbenkels ; die Stelle istbei Berübrung scbmerz- 
baft; er kann vor Scbmerz nicbt geben. 
735. Ein starkes Jucken auf einer kleinen Stelle des 
Oberscbenkels; nacb dem Reiben und Kraz- 
zen scbründet es. 

Jucken am Oberscbenkel und in der Kniekeble, 
(n. Q4 St.) 

Immer Nacbts, im Bette, Kälte in den Knieen. 

Zittern in den Knieen. 

Krampfbaftes Zieben im Knie, beim Geben. 

7* 



100 Phosphorus. 

740. In den Knieen, wirkliches Reifsen, in freier 
Luft, mehre Ahende. 

Ziehender Schmerz von denKnieen bis 
in die Unterfüfse. 

Ziehen vom linken Knie bis in den Fufs. (n. 
20 Tagen.) 

Abends, ein Ziehen vom Knie bis zum Fafse, 
und nach jedem Ziehen, ein schmerzhafter 
Ruck. (n. 15 Tagen.) 

Nachts, Reifsen in der rechten Kniekehle. 
745. üeber der Wade, unter der Kniekehle, quer- 
über, eine schnell entstandene, rothe, ent- 
zündete Wulst, schründenden Schmerzes. 

Die Flechsen der Kniekehlen sind beim Gehen 
gespannt, wie zu kurz, (die ersten Tage.) 

Spannen in den Knieen, wie verstaucht (glcht- 
artlg); sie sind helfs anzufühlen. 

Schmerz, wie verrenkt, im linken Kniee. 

Ein dumpfer Schmerz um das rechte Knie -Ge- 
lenk. 
750. Stechen in den Knieen, anfallsweise, die Nacht, 
(n. 48 St.) 

(Eine Art Wadenklamm; der Unterschenkel 
zuckt herauf, beim Gehen, wenn er ihn aus- 
strecken will.) 

Relfsende Stiche die Schienbeine herab. 

Schmerz der Schienbeine beim Spazieren. 

Zerschlagenheits- Schmerz In den Schienbeinen. 
755. Schmerz im linken Fufs -Gelenke, welcher sich 
nach der ^^ade heraufzieht. 
Heftiges 'Reifsen und Stechen in den Füfsen, 
dafs er Nachts davor nicht schlafen kann. 



Phosphorus. 101 

Reifsen im linken Fufsknöchel, Nachts, dafs er 
nicht davor schlafen konnte, (n. 17 Tagen.) 

Im ünterfufse und in den Zehen, öfters, eine 
kriechende Empfindung, wie von Ameisen. 

Schmerz im Unterfufs-Gelenke, beim 
Gehen, wie vertreten; es spannt, wenn 
sie worauf tritt; in der Ruhe fühlt sie nichts, 
auch nichts heim Betasten, (n. 4 Tagen.) 
760. Nachts, ein knebelnder Schmerz in den Fü- 
fsen, wie eingeschlafen. 

(Leichtes Verrenken des ünterfufs- Gelenkes; 
sie glaubt bei einem Fehltritte sich den Fufs 
yerknickt zu haben.) (n. 4 Tagen.) 

Lähmigkeits - Gefühl in den Füfsen, 

Lähmig ziehender Schmerz in den Fufsknöcheln 
bis mit im Knie. (n. 8 Tagen.) 

Fufs -Schweifs. 
765. Schwere in den Füfsen, als wären sie an- 
geschwollen. 

Geschwulst der Flechsen am rechten Fufsknöchel. 

Abends, Geschwulst der Füfse. (n. 7 
Tagen.) 

Stiche in der Fufs -Geschwulst. 

Die Fufssohlen schmerzen, als wäre sie zu weit 
gegangen. 
770. Die Fufssohlen sind roth und schmerzen beim 
Gehen. 

Gefühl von lästiger Trockenheit in den Fufs- 
sohlen. (n. 27 Tagen.) 

Klamm in den Fufssohlen. (n. 3 Tagen.) 

Anhaltende Neigung zu Klamm in den Fufs- 
sohlen und Zehen. 



102 Phosphorus. 

In Leiden Fufssohlen (relfscndes?) Stechen. 
775. Reifsen und Stechen in den Fufssohlen, dafs 
er nicht auftreten kann. 

Nachts, puckender Schmerz in den Fersen; sie 
mufs sie warm reihen, um sich zu erleichtern. 
' Kriebeln in beiden Fersen. 

Spannen in den Fersen, früh im Bette. 

Die ehemals erfrornen Ferseh und Zehen fan- 
gen an, sehr zu schmerzen, vorzüglich in den 
Schuhen, heim Gehen, (n. 48 St.) 
780. Die vordem erfrornen Zehen schmerzen drük- 
kend und brennend in den Schuhen, beim 
Gehen. 

Heftiger Schmerz im linken, grofsen Zeh. (n. 
24 Tagen.) 

Stechen im linken grofsen Zeh, mehr bei Be- 
wegung und Abends, (n. 24 Tagen.) 

In den Hüneraugen, Schmerzen, welche durch 
Mark und Bein dringen. 

In den Hüneraugen, ein arges stechendes Drük- 
ken, wie Bohren mit einem Federmesser. 
785. Alte Hünerangen fangen an zu schmerzen am 
kleinen Zeh, welcher auch anschwillt. 

Es entstehen Frostbeulen (im März.) (nach 9 
Tagen.) 

In einer Warze, Brennen wie in einer geschwor- 
nen Wunde — Abends, nach dem Nieder- 
legen. 

Brennen in den Händen und Beinen, 

Brennen auf den Armen und Oberschenkeln. 
790. Ein Brennen an der ganzen rechten Seite des 
Körpers. 



Phosphorus. 103 

An verschiednen Stellen des Körpers entstehen 
wunde, wie aufgericbne Haut -Flecke, mit 
Röthe und schründendem oder stechendem 
Schmerze. 

Kleine Blutschwäre im Nacken, auf der Brust 
nnd den Oberschenkeln. 

Grofse Blutschwäre am Oberschenkel, auf der 
Brust nnd an der Stirne. 

Einzelne, drückende Stiche hie und da am Kör- 
per, (n. 9 Tagen.) 
795. Oeftere Stiche in der Haut des Körpers, wie 
Flohstiche. 

Oeftere kleine Stiche in der Haut am Leibe. 

Stechen auf der Brust und im Rücken, auch 
im rechten Arme, bei Bewegungen, beson- 
ders Nachts im Bette, (n. 11 Tagen.) 

Jucken im Bücken und in den Kniekehlen. 

Arges Jucken, Nachts, an den Armen, Beinen, 
dem Bücken und Bauche, (n. 12 Tagen.) 
800. Viel Jucken und Fressen um den Bauch und 
an den Armen und Oberschenkeln; vom 
Kratzen entstanden rothe Striemen, (n. 26, 
27 Tagen.) 

Allgemeines Jucken am ganzen Körper, (n. 22 
Tagen.) 

Jucken über den ganzen Körper, die Nacht, mit 
vieler Hitze und Trockenheit im Munde, (n. 
12 Stunden.) 

Brennendes Jucken über den ganzen Körper, 
(n. 10 Tagen.) 

.]ücken der Warze (an der Stirne.) 
80>^. Juckender Nessel- Ausschlag in grofsen Blasen 



104 Phosphorus. 

über den ganzen Körper, auch Im Gesichte, 
(n. 2 Tagen.) 

In der schon vernarbten Stelle, ein kneipend 
zusammenziehender Schmerz. 

Spannendes Ziehen in den Drüsen, (auch am 
Halse.) 

Ziehen in den Armen und Beinen, mit Wei- 
nerHchkeit. (n. 13 Tagen.) 

Im rechten Vorderarme und dem rechten Kniee, 
Reifsen, sobald sie kalt wird, J- Stunde lang. 
810. Empfindlichkeit gegen kühle Witterung. 

Wetter -Veränderung fühlt er schon im Vor- 
aus an den Schmerzen. 

Schwere der Glieder bei Gewitter. 

(Es treibt sie, weit hinaus in die freie Luft zu 
gehen.) 

Leichtes Verkälten in freier Luft (da- 
von Kneipen im Bauche unter den linken 
Ribben, oder Genick -Schmerz, oder Steif- 
heit der Arme, oder Zahnschmerz, oder 
Thränen der Augen, oder Schlacksen, oder 
Schneiden und Stechen in der Herzgrube 
und darüber, oder kalte und feucht kalte 
Füfse und Hände, bei einer hcifsen Wange, 
oder Kopf- Eingenommenheit, und dgl.) 
815. Auf Spaziergang erfolgt Schnupfen. 

Gefühl im ganzen Körper, wie von Verkältung, 
Frösteln, Schläfrigkeit. (n. 48 St.) 

Nach einer kleinen Nässung und Erkältung der 
Füfse, Müdigkeit in allen Gliedern, Brennen 
in den Händen, Kopfschmerzen; sie mufste 
sich legen; den Tag darauf, Schnupfen, (n. 
20 Tagen.) ,. 



Phosphorus. 105 

Nach geringem Nacht- Seh weifse, beim Aufste- 
hen, Verkältung und Zahnweh mit kleinen 
Rucken in den Zähnen. 

Blut sehr in Wallung. 
820. Blut -Drang nach Brust und Kopf, (nach 48 
Stunden.) 

Blut- "Wallung die Nacht; er hört gleichsam das 
Blut im Körper rauschen. 

(Gewohntes) Tabakrauchen erzeugt Blut-W^al- 
lung. (n. 24 Tagen.) 

Beim Aufwachen, Nachts, ist das Blut sehr in 
"Wallung unter Frost und Zittern; zugleich 
Unruhe in den Gedärmen. 

Kleine Wunden bluten sehr. 
825. Blut -Abgang aus verschicdnen Theilen des 
Körpers (Blut -Husten, Blut aus den After- 
Knoten beim Stuhlgange, aus dem Zahn- 
fleische, aus dem Ohre, und dgl.) 

YV^ie verrenkt in allen Gliedern, bei schnellen 
Bewegungen. 

Eingeschlafenheit der Hände und Füfse. 

Hände und Füfse, wie abgestorben. 

Eine Art von Fühllosigkeit im ganzen Körper *). 
[Menz, bei Bouttaz. S. 12.] 
830. Im ganzen Körper, Mangel an Wärme, Kälte ~). 
[Ders. a. a. O.] 

Hände und Füfse waren den ganzen Tag eis- 
kalt und auch im Bette nicht zu erwärmen. 

Frostigkeit beim Sitzen, beim Gehen nicht. 

Eine Art von Hysterie: sie wird so matt, dafs 
sie kein Bein fortsetzen kann, dabei beslän- 



1) 2) Uel aiihaltcndem Gebrauche. 



106 Phosphorus. 

diges Gähnen und Aufrülpsen, mit Quai und 
Drücken in der Brust. 

Früh so zitterig, mit fühlbarem Zucken in den 
Gliedern, (n. 8 Tagen.) 
835. Zitterig in der Brust und in den Händen, als 
wenn sie zuviel Kaffee getrunken hätte. 

Schmerz in allen Gliedern. 

Angegriffenheit, Zerschlagenheit der Glieder. 

Alle Gelenke schmerzen, am meisten hei Be- 
wegung. 

Matt, zerschlagen, zu keinem Geschäfte aufge- 
legt, an nichts Freude findend. 
840. Alle Glieder schmerzen ihm, wie zerschlagen. 

Er ist wie zerschlagen am ganzen Körper, wie 
entkräftet und immer schläfrig; er ist sehr 
hlafs, hat aber doch Appetit zum Essen. 

Hände und Füfse sind ihm wie abgeschlagen 
(abgehackt.) 

Schwere der Hände und Füfse, 

Schwere des ganzen Körpers. 
845. Schmerzhafte Schwere des ganzen Körpers, bald 
im Kopfe, bald in der Brust, bald der Ober-, 
bald der Unterschenkel, bald überall zugleich, 
die ihn ganz unthätig macht und äufserst ver- 
driefslich; — der schmerzhaften Schwere geht 
ein allgemeiner, matter Schweifs voran. . 

Hände und Füfse sind schwer wie Blei. 

Schwere in den Beinen, (n. 4 Tagen.) 

Trägheit und Schwere der Glieder. 

Fast blofs früh, beim Erwachen, Schwere der 
Glieder, im Rücken, in den Beinen u. s. w. 
850. Trägheit in allen Gliedern, mehr Vormittags. 



Phosphorus. 107 

Das Gehen greift ihn sehr an. 

Yon wenigem Gehen wird er ungewöhnlich er- 
müdet, lind dabei etwas Kopfweh. 

Gegen Mittag ward sie, ohne Veranlassang matt 
iincl angegriffen und mufste sich eine Stunde 
niederlegen, (n. 15 Tagen.) 

Zuweilen überfallt sie eine grofse INlattigkeit 
jähling. 
855. Allgemeine, grofse, jählinge Kraftlosigkeit, (n. 
4 Stunden.) 

Grofse Mattigkeit, mit üebelkeit. 

Jählinge, allgemeine Kraftlosigkeit, bei grofser 
Hitze im Gesichte, (n. 11 Tagen.) 

Ein mattes, beengtes Gefühl, den ganzen Tag. 

Müdigkeit im ganzen Körper, vorzüglich im 
rechten Oberschenkel — bei einem sonst ro- 
busten Manne. — (n. 9 Tagen.) 
860. Abspannung, mehre Tage, besonders in der Brust. 

Abspannung des Körpers und Geistes, früh. 

Empfindung in der Brust und dem Bauche, als 
wollte alles zusammensinken. 

Nach Sitzen, wie gelähmt, einige Minuten lang. 

Der ganze Körper ist wie gelähmt; all- 
gemeines Krankheits-Gefühl. 
865. Kraftlosigkeit in allen Gliedern, besonders den 
Gelenken, als wäre er gelähmt^ doch ist der 
Appetit gut. 

Die ganze rechte Seite ist wie gelähmt und 
üebelkeit dabei. 

Er geht wie lahm, ohne es selbst zu bemerken. 

Früh, nach dem Aufstehen, geistig und körper- 
lich wie gelähmt, den ganzen Tag. 



108 Phosphorus. 

Früh, im Bette, wie Lähmung in allen Glie- 
dern, welche nach dem Aufstehen vergeht, 
(n. 21 Tagen.) 
870. Anwandlung von Ohnmächten. 

Er will immer gähnen, und kann nicht; das 
Gähnen versagt ihm. 

Nach dem Mittags -Schlafe, wie gelähmt im 
Rücken und in den Armen. 

Abends, viel Schläfrigkeit. 

Auf ein wenig Wein, Nachmittags, ward er bald 

so müde, dafs er einige Stunden schlafen 

mufste; drauf eine fast schlaflose Nacht, (n. 

48 Stunden.) 

875. Schlaflosigkeit, (n. 60 St.) [Brera, a. a. O.] 

Abends, im Bette, Schlaflosigkeit und Unruhe, 
ohne Veranlassung, (n. 36 St.) 

Sie konnte die Nacht nicht einschlafen, weil's 
ihr war, als gingen die Augen nicht zu, als 
müfste sie sie mit den Händen zuhalten und 
als drehten sie sich im Kopfe rum. (n. 6 
Tagen.) 

Er kann Abends lange nicht einschla- 
fen, und, wenn er Nachts erwacht, 
nicht wohl wieder einschlafen. 

Er liegt Abends sehr lange im Bette, ehe er 
einschläft, (n. 3 Tagen.) 
880. Er kann die Nacht blofs auf der rechten Seite 
liegen. 

Liegen, Nachts, auf der linken Seite macht ihm 
Beängstigung, (n. 19 Tagen.) 

Allgemeines Krankheits - Gefühl hindert Nachts 
den Schlaf bis 2 Uhr. 



Phosphorus. 109 

Er kann Nachts unter 2, auch wohl 4 Stunden 
nicht einschlafen. 

Er konnte, vor Unruhe, his Ein Uhr nicht ein- 
schlafen, vier Nächte nach einander, und 
his dahin konnte er auch die Füfse nicht er- 
wärmen. 
885. Die Nacht, heim Liegen im Bette, dumpfer 
Schmerz in den Hüftknochen, wie von har- 
tem Lager; er mufste immer seine Lage ver- 
ändern; früh nach dem Aufstehen verging's 
bald. 

Nach dem Mittags -Schlafe ist ihm der Rücken 
wie eingeschlafen, oder verrenkt. 

Nachts, arges Ziehen im rechten Arme und Beine. 

Nachts, Gefühl, wie von verdorhnem Magen. 

Nachts, Aufstofsen wie von faulen Eiern. 
890. Nachts, unruhig durch Magendrücken und üehel- 
keiten. (n. 12 St.) 

Er wacht Nachts (1 Uhr) mit Leibschneiden 
auf (ohne Stuhlgang drauf) eine Stunde lang, 
(n. 21 Tagen.) 

Die Nacht, viel Brecherlichkcit und fortwähren- 
des Aufstofsen nach dem Genossenen. 

Nachts weckt ihn Nasen- Verstopfung und er- 
schwerter Athem. (n. 20 Tagen.) 

Abends, im Bette, eine Art Schwindel, wenn 

er sich umlegte — eine Empfindung, als 

ströme alles Blut nach dem Kopfe. 

895. Abends, im Bette, eine Art Schwindel; es war, 

als wenn sich das Bett im Kreise herumdrehete. 

"Wenn sie Nachts erwacht, ist sie wie betäubt, 
wie trunken, schwindelig und taumelig. 



110 Phosphorus. 

Scliläfrig^, wie taumelig, ohne schlafen zu können. 

Schreckhaftes Auffahren heim Einschlafen. 

Eingeschlummert triiumt er gleich unangenehme, 
ängstigende Dinge und erwacht wieder. 
900. Sie kann Abends nicht einschlafen vor Unruhe, 
und wenn sie erwacht, hat sie gleiche Un- 
ruhe, (n. 5 Tagen.) 

Abends, im Bette, sogleich grofse Aengstlich- 
keit und innere Unruhe, fünf Minuten lang, 
(n. 15 Tagen.) 

Die ganze Nacht (ohne Hitze) Beängstigung, 
als hätte er jemand umgebracht; er warf sich 
immer rum und num im Bette. 

Abends, beim Einschlafen, ängstliches Phan- 
tasm, als packe ihn ein böser Mensch an 
die Gurgel und wolle ihn erwürgen, (n. 4 
Tagen.) 

Sie erwacht alle Nächte mit Beängstigungen. 
905. Nachts, grofse Unruhe und Beängstigung. 

Angst, in unbesinnlichem Schlafe — ■ leises 
Weinen, Hände -Ringen, wie in Yerzwelfe- 
lung, Jammern, Herumwerfen und kurzer 
Athem; sie erfafst furchtsam die Umstehen- 
den, oder greift wüthend nach ihnen. 

Nachts, öfteres Aufwachen wegen Hit z- 
Gefühl, ohne Schweifs, (n. 16 Tagen.) 

Nachts, trockne Hitze, ohne Durst, und früh, 
nach dem Erwachen, thun die Theilc des 
Körpers, auf denen sie gelegen hat, weh, als 
hätte sie auf hartem Lager gelegen. 

Nachts, nach Aufwachen von ängstlichen Träu- 
men, Frost und Zittern am ganzen Körper, 



Phosphorus. 111 

besonders im ünterleibe; das Blut ist fürcli- 
terlich in Wallang und die Brust beklemmt; 
er konnte keinen Odem kriegen, konnte kaum 
aufstehen, (n. 10 Tagen.) 
910. Oefteres Aufwachen, die Nacht, unter förmli- 
chem Froste. 

Unruhiger Schlaf, mit umher V^'^erfen und Trau- 
men, und, während des Wachens, Beäng- 
stigung im ganzen Körper. 

Nach langer Unruhe eingeschlafen erwachte sie 
mit Beklemmung, wie von einer Last auf 
der Brust, Athem erschwerend, (n. 22 Tgn.) 

Sehr unruhiger Schlaf. [Stf.] 

Unruhige Nächte , wegen vieler Träume. 
915. Schlaf sehr unruhig und voll Träume und früh, 
beim Erwachen, Kopfschmerzen. 

Er schläft sehr unruhig, wacht oft auf und 
träumt viel — mehre Nächte, 

Schlaf traumvoll, unterbrochen und abmattend. 

Er mufs sich die Nacht immer umwenden. 

Unruhe, die Nacht, welche den Schlaf verhin- 
dert — mehre Nächte, (n. 7 Tagen.) 
920. Er liegt sehr unruhig, die Nacht, und 
unaufhörlich in Träumen. 

Gegen IVlorgeii, schwere, ängstliche Träume. 

Aufwachen nach 3 Stunden Schlaf, von ängst- 
lichen Träumen gepeinigt. 

Lebhafte Träume, die Nacht, voll unruhigen 
Treibens und von Geschäften, mit denen er 
nicht fertig werden konnte. 

Aengstliche Träume, (n. 48 St.) 
925. Nachts, Aufschreien und Gespräche im Schlafe. 



112 ! Phosphorus. 

Aengstlicher Traum von beifsenden 
Thieren; sie sclirie auf im Schlafe und er- 
wachte sehr geängstigt, (n, 72 St.) 

Träume von Räubern. 

Er träumt von Feuer, schreit und schlägt um sich. 

Traum von erlittenem Blutsturze. 
930. Traurige Träume. 

Aergerliche Träume. 

Spafshafte Träume. 

Alle Nächte, geschichtliche, nicht ängstliche 
Träume. 

Die Nacht, ununterbrochne Träume von Tags- 
Geschäften, ohne Leidenschaft; es blieb im 
Wachen Erinnerung davon zurück. 
935. Tages -Schläfrigkeit. (n. 10, 11 Tagen.) 

Tages - Schläfrigkeit nach Gehen im Freien und 
nach dem Mittags -Essen, (n. 24 St.) 

Grofse Tages -Schläfrigkeit, selbst vor dem Mit- 
tags -Essen. 

Sehr schlafsüchtig. 

Dummer, sehr langer Schlaf. 
940. Früh, nicht ausgeschlafen, matt und träge. 

Recken der Glieder und Dehnen der Brust, früh 
im Bette. 

Früh, beim Aufstehen, viel Müdigkeit. 

Früh, eine, zwei Stunden nach dem Aufstehen, 
befällt ihn eine grofse Mattigkeit in den 
Gliedern, vorzüglich den Oberschenkeln. 

Früh, nach dem Aufstehen, wie gelähmt 
und zerschlagen, (n. 6 Tagen.) 
945. Hände und Füfse sind früh wie gelähmt. 

Schauder über den ganzen Körper, ohne Frost. 

Frost- 



Phosphorus. 113 

Frost- Schauder über den Rücken, (n. 8 St.) 
[Stf.] 

Am Tage läuft oft Frost den Rücken herauf. 

Die ersten Tage, öfterer Frost. 
950. Abends, bei Schlafengehen, Frösteln. 

Mehre Abende, nach Hinlegen, im Bette Frost. 

Abends, Frostigkeit, mit Aengstlichkeit. 

Alle Abende, Frost und Schauder, ohne Durst, 
doch mit Trockenheit im Halse. 

Frost und Schauder, bei Appetitlosigkeit, ohne 
drauf folgende Hitze. 
955. Alle Nachmittage, Kälte und Mattigkeit, mehre 
Tage. 

Früh, zweistündiger Frost, mit Gähnen, ohne 
Hitze darauf. 

Ein heftiger Frost -Schauder; es lief ihm öfters 
kalt über den Rücken; er mufste sich legen 
und zudecken, wo er nur langsam warm ward, 
und, wenn er nur die Hand aus dem Bette 
heraus brachte, gleich neuen Schauder fühlte 
— dabei von Kälte erstarrte Hände und 
Schmerzhaftigkeit und Eingenommenheit des 
Kopfs, ohne nachfolgende Hitze, (n. 26 St.) 

[Stq 

Mehre Nachmittage, innerlicher Frost, eine halbe 
oder ganze Stunde lang und zuweilen Ge- 
fühl, wie von heifsem ^Yasser in der Herz- 
grube und im Rücken. 

Unter viermaligem Laxiren, die Nacht, starker 
Schüttelfrost — darauf grofse Hitze und 
Schweifs über und über und seitdem, mehre 
Vormitternächte, Schweifs, 

iir. 8 



114 Phosphorus. 

960. Fieber: Naclimittags von 5 bis 6 Uhr, starker 
Frost; er konnte sich nicht erwärmen; drauf 
Hitze mit Durste und innerlichem Froste, und 
als letzterer vergangen war, im Bette Hitze 
und Schweifs die ganze Nacht, bis früh. (n. 
8 Stunden.) 
(Bei nicht durch Essen zu stillendem Heifshun- 
ger) Nachts, erst Mattigkeit, Hitze und 
Schweifs, dann Frost, mit Zähneklappen und 
äufserer Kälte ; nach dem Froste , innerliche 
Hitze, besonders in den Händen, bei fort- 
dauernder, äufserer Kälte. 
Nachmitternachts, von 1 bis 4 Uhr, grofse Hitze 
und kurzer Athem, ohne Durst, mit einem 
allgemeinen, kurzen Schweifse, trocknen Lip- 
pen und trockner Zungenspitze; der hintere 
Mund ist feucht. 
Anfälle von fliegender Hitze, besonders Abends; 
dabei leise Fieber- Unruhe und brennende 
Hitze in den Handtellern. 
Gegen Abend, um 8 ühr, allgemeine Hitze, mit 
Durstlosigkeit, ohne Schauder vorher. 
965. (Schüttelfrost Vormittags und Hitze drauf, zwei 
Stunden lang, mit Durst auf Bier und wie- 
der Frost darauf — alles im Schlummer mit 
Träumen angefüllt, unter vieler Bewegung 
mit den Händen.) 
Allgemeine (nicht unangenehme) erhöhete Warme 

des Körpers. 
Fieber: Nachmittags von 2 bis 3 Uhr und von 
6 bis 7 ühr, Hitze, vorzüglich im Gesichte, 
(n. 14 Tagen.) 



Phosphorus. 115 

Vieltägiges Nachmittags -Fieber: Hitze mit oder 

ohne vorgängigen Frost. 
Oeftere Anfälle von Hitze im Körper, beson- 
ders im Gesichte, mit Mund -Trockenheit, 

ohne Durst. 
970. W^ärmc des ganzen Körpers, mit einer juckenden 
^ Empfindung im Innern. [W^eigel, a. a. O.] 
Abends, viel Hitze, besonders im Gesichte und 

Schwindel dabei, (n. 8 Tagen.) 
Zuweilen Anfälle von ängstlicher Hitze, (n. 6Tgn.) 
Angst und Hitze. [Conradi, a. a. O.] 
Nacht -Hitze, ohne Durst und Schweifs, von der 

sie oft aufgeweckt wird. 
975. Alle Morgen, Schweifs über und über, der ihn 

ermattet, (n. 24 St.) 
Schweifs am Körper, mit Kälte des Kopfs* 
Aengstlicher Schweifs, (n. einigen St.) 
Starker Schweifs, (die sechste Nacht.) 
Nacht-Schweifs, (n. 1 und 5 Tagen.) 
980. Nacht -Schweifs, sechs Nächte über. (n. 4 Tgn.) 
Nach Mattigkeit den ganzen Tag, Nachts 

Schweifs und trüber Urin, (sogleich.) 
(Grofse Gleichgültigkeit gegen Alles.) 
Er ist früh zerstreut, ob er gleich Neigung zur 

Arbeit hat. 
Zur Arbeit unaufgelegt und unheiter, doch ohne 

Kopf - Befangenheit. 
985« Reizbar, ärgerlich. 

Sehr reizbar zum Aerger* 
Abends, sehr ärgerlich. 
Vormittags sehr ärgerlich, (n. 48 St.) 
Vor dem Mittags -Essen ärgerte er sich aufser- 

8* 



116 Phosphorus. 

ordentlich über die geringste Kleinigkeit; 
drauf ein Gefühl von Hitze, dann ein Driik- 
ken im Magen, nachgehends Uebelkeit, mit 
vieler Hitze im Gesichte und gänzlichem Ver- 
lust der Efslust. 
990» Auf geringe Veranlassung ärgert sie sich sehr 
und bekommt kalte Hände und Hitze im 
Gesichte und am Körper, und Herzklopfen. 

Aergerlicher, als jemals. 

Er ärgert sich über eine Kleinigkeit, so dafs er 
aufs er sich ist. 

Er ist über jede Kleinigkeit aufgebracht. 

Sie kommt beim Aerger in wüthenden Zorn und 
Bosheit ^). 
995. Hartnäckig. [Stf.] 

Mitunter jähzornig. 

Schon ein kleiner Aerger greift ihn ungemein an. 

Sehr reizbar von Gemüthe; jedes Wort nimmt 
sie hoch auf und wird kleinmüthig davon. 

Grillig, empfmdlich. [Stf.] 
1000. Grofse Gereiztheit des Gemüths. 

Wenn er an etwas Unangenehmes denkt, über- 
lauft ihn eine Art Bangigkeit, wovon die Em- 
pfindung am meisten in der Herzgrube ist. 

Wenn sie einen Gedanken recht lebhaft auf- 
fafst, überfällt sie eine Hitze, als wäre sie 
mit heifsem Wasser begossen worden. 

^on einer unangenehmen Veranlassung geräth 
sie in Angst, mit Furcht und Aerger ge- 
mischt und wird zum VTeinen geneigt. 



1) Die mindeste Gabe Gold hob es. 



Phosphorus. 117 

Grofse Reizbarkeit und Aengstlichkeit beim allein 
Seyn. (die ersten Tage.) 
1005. Anfälle von einem ängstlichen \Yesen, wie 
unter der linken Brust, was sie so peinigt, 
dafs sie am ganzen Körper zittert, dabei zu- 
weilen bittres Aufstofsen und Herzklopfen. 

Alle Sinn- Werkzeuge, vorziiglicb Geruch und 
Gehör sind überempfindlich. 

(Sehr schreckhaft.) 

Unruhig bei Gewittern. 

Sehr unruhig, (n. 2 Tagen.) 
1010. (Schamlosigkeit; sie entblöfst sich und will 
nackt gehen, wie wahnsinnig.) 

Aengstlichkeit, Unruhe, mit viel Stirn- 
schweifs und Hitze im Kopfe, (n. 11 Tagen.) 

Abends, viel Beängstigungen, (n. 8 Tagen.) 

(Lebens -Ueberdrufs.) 

Trostlose Grämlichkeit mit Weinen und Heu- 
len, früh. (n. 5 Tagen.) 
1015. Grofse Niedergeschlagenheit, (n. 5 Tagen.) 

Traurig und mifsmüthig, doch nicht zum Weinen. 

Traurig, niedergeschlagen. [Stf.] 

Betrübte Laune, JNiedergeschlagenheit. 

Er ist unentschlossen und mifsvergnügt. 
1020. Mifslaunig. 

Beim besten Befinden, sehr übler Laune. 

Höchst unzufrieden. 

Menschenhafs. 

Träge und mürrisch. 
1025. Zärtlichkeit i). 



1) Nach einem entgegen gesetzten Gemütliszustande, 



in der Nachwirkung. 



118 



Sepiae siiccus, Sepie -Saft, 



ieser braunschwarze Saft (zum Zeichnen bisher 
gebräuchlich) ist im ünterleibe des grofsen Meer- 
Insekts, Dintenfisch (^sepia octopoda) genannt, 
in einer Blase enthalten, und wird von ihm zuwei^ 
len ausgespritzt, das Wasser um sich her dunkel zu 
machen, vermuthlich, um sich dadurch seiner ßeute 
zu versichern, oder auch, um sich vor seinen Fein- 
den zu verbergen. 

Von diesem, am häufigsten im mittelländischen 
Meere anzutreffenden Thiere trocknet man diese 
Saft- Blase, welche dann in Rom für Zeichner feil 
und von daher zu beziehen ist. 

In Wasser löset sich der trockne Sepie -Saft 
(Sepie) sehr leicht in allen Verhältnissen auf, ist 
aber in diesem seinem rohen Zustande in VVein- 
geiste unauflöslich. 

Zu unserm Behufe wird die Sepie auf gleiche 
Art, wie andre trockne, antipsorische Substanzen, 
nach obiger Anleitung zur Bereitung der an- 
tipsorischen Arzneien behandelt, d. i. ein Gran 
des Pulvers zur potenzirten, miülonfachen Verdüur 
nung gebracht und die Auflösung eines Grans vo|i 



Sepia. 119 

diesem Präparate weiter bis zur Decillion -Potenz 
verdünnet. 

Ich fand diese Arznei als ein Haüpt-Antipso- 
rikom, welches seiner grofsen Kraft wegen füglich 
nur in dieser Decillion- Verdünnung hei einer (un- 
venerischen) chronischen Krankheit, der sie homöo- 
pathisch angemessen ist, gehraucht werden darf in 
einer Gabe von j , 2 , 3 bis 4 damit befeuchteten, 
kleinsten Streukügelchen, eine Gabe, welche, wenn 
die Arznei selbst richtig für den vorhandnen Krank- 
heits- Zustand in Symptomen -Aehnlichkeit passete, 
über 40 und 50 Tage hinaus wohlthätlg wirkt, als 
so lange denn auch kein ächter, homöopathischer 
Arzt eine Gabe andrer antipsorischer Arznei zu ver- 
ordnen sich einfallen lassen wird, eingedenk der oben 
(und im Organon) gegebnen Lehre: dafs die Hei- 
lung nicht mehr beschleunigt und gewisser befördert 
werden kann, als wenn jeder Gabe der richtig ge- 
wählten Arznei die volle Zeit auszuwirken verstattet 
wird, das ist, so lange, als sie noch fortfährt, Bes- 
serung, obschon in den spätem Tagen sparsamer, 
zubringen — es daure auch so lange es wolle 
— so wie auch, im Gegentheile, eine chronische 
Krankheit selbst durch die treffendsten, antipsori- 
schcn Mittel, auch in der angemessensten Gabe ge- 
reicht, dennoch, unausbleiblich, verbudelt und sogar 
für die Folge unheilbar gemacht wird, wenn man 
die Wirkung der Gabe vor der Zeit, das ist, so 
lange sie noch Gutes thut und die Besserung davon 
noch anhält, unterbricht durch Eino:abe einer andern 
antlpsorischen Arznei — eine Wahrheit, die für die 
Anwendung aller antipsorischen Arzneien gilt und 



120 Sepia. 

welche weder genug beherzigt, noch sorgfähig ge- 
nug befolgt werden kann — eine Wahrheit, welche 
vollständig zu ersehen, mir die meiste Mühe und, 
um sie auszuführen, die grofste SelbstüherwindQng 
gekostet hat. Eine wohl gewählte antipsorlsche Arz- 
nei hat noch nicht ausgewirkt, so lange die Besse- 
rung noch fortdaaert; aber wenn, beim endlichen 
Stillstande der Besserung, mehre Krankheits-Zeichen, 
obgleich in etwas abgeänderter Form, wiederkehren, 
auch allmälig, obschon wenig, zuzunehmen anfangen 
(was in ein Paar Tagen schon ersichtlich ist) — 
dann erst hat die gute Arznei ausgewirkt und es ist 
Zeit, die nächste antipsorische Arznei zu reichen. 

Die Sepie besitzt den Vorzug, dafs von ihr mit 
der Zeit wieder einmal eine Gabe, im Fall sie nö- 
thig ist und homöopathisch pafst, auch wohl zum 
dritten und vierten Male eine (doch nie in unmit- 
telbar aufeinander folgenden Gaben) verordnet wer- 
den kann — weil sie mehren Zuständen chronischer 
Krankheiten homöopathisch angemessen ist — was 
bei verschiednen andern antipsorischen Arzneien gar 
nicht der Fall ist. 

Man wird die Sepie vorzüglich hülfreich finden, 
wenn beim Kranken auch einige von folgenden Be- 
schwerden angetroffen werden: Schwindel; Anfälle 
von zum Schreien zwingendem, bohrendem, mit Er- 
brechen begleitetem Kopfweh, was man Kopfgicht 
zu nennen pflegt; klopfender Kopfsehmerz, vorzüg- 
lich im Hinterhaupte; Kopf- Eingenommenheit und 
Unfähigkeit zu geistigen Arbeiten; Blut- Drang nach 
dem Kopfe, beim Bücken; Jucken am Kopfe, in der 
Nase, in den Ohren; Ausfallen der Haare } ünver- 



Sepia. 121 

mögen, die Angenlider m der NacKt zu öffnen; 
Schwere und Herabsinken des obern Augenlides; 
wie Flor vor den Augen; scbwarze, vor den Augen 
schwimmende Flecke; nächtliches Zuschwären der 
Augen; Sausen und Brausen vor den Ohren; Ueber- 
empfindlichkeit des Gehörs bei Musik; Schwerhörig- 
keit; Gelbheit des Gesichts; Trockenheit, lästige, der 
innern Nase; ohne Verstopftheit; Geruch- Man gel; 
Geschwulst des Zahnfleisches; ^Yundheit des Zahn- 
fleisches; Bluten des Zahnfleisches; stechendes Zahn- 
weh; Wundheit der Zungenspitze; weifsbelegte 
Zunge; Trockenheit im Munde; Früh-Durst; Zu- 
sammenzucken im Halse; früh, Schleim -Rahksen; 
Aufstofsen; \^^ürmerbeseigen, besonders nach 
Trinken; Säure im Munde nach dem Essen; Abnei- 
gung vor Essen; das Essen will nicht hinunter; Wi- 
derwillen gegen Fleisch und Milch; grofse Efsgierde, 
Gefräfsigkeit; Klopfen in der Herzgrube; Schmerz 
in der Herzgrube beim Gehen; Magen-Schmerz nach 
dem Abend -Essen; Schweifs auf's Essen; Brennen 
im Magen und ünterleibe; Bohren in den Hypo- 
chondern; LeerheitS -Empfindung im ünterleibe; Ge- 
fühl von fest Sitzen und Härte im Unterbauche; 
Dickheit des Unterleibes bei Müttern; häufige Blä- 
hungs- Erzeugung und Blähungs - Versetzung; Kol- 
lern und Knurren im Bauche, besonders nach dem 
Essen; Leibschneiden nach Körper-Bewegung; Krie- 
beln im Mastdarme; After- Jucken; Blut -Drang nach 
dem After; Mastdarm - Vorfall beim Stuhl- 
gange; Austreten der Mastdarm- Aderknoten; Aus- 
siepern von Feuchtigkeit aus dem Mastdarme; zö- 
gernder Stuhl; allzuweicher Stuhl; Drücken auf den 



122 Sepia. 

Urin; Nacht -Harnen; unwillkürlicher Abgang des 
Harns im ersten Schlafe; dunkler Harn; Schrunden 
in der Harnröhre beim üriniren; Schmerzhaftigkeit 
des Hodens; Schwäche der Geschlechtstheile; Jük- 
ken um die Geschlechtstheile; unterdrückte Monat- 
reinigung; Scheide -Flufs gelben W^assers — Schnu- 
pfen; Stockschnupfen; Heiserkeit; Wallung in der 
Brust; Wund-^Veh in der Mitte der Brust; Brust- 
schmerz von Bewegung; Beklemmung auf der Brust; 
Stechen in der linken Brust -Seite; Stiche auf der 
Brust bei Kopf- Arbeit; Seitenschmerz beim Athmen 
und Husten; Husten früh und Abends mit salzigem 
Auswurfe; schwer sich lösender Brust- Auswurf; 
Kreuz - Schmerz ; Frösteln im Rücken; juckender 
Ausschlag auf dem Rücken; Reifsen und Klamm im 
Rücken; Rücken -Steifheit; Genick -Steifigkeit; Ach- 
selgruben-Schweifs; Strammen im Arme; Mattigkeit 
der Arme; Stechen im Hand-Gelenke bei Bewegung; 
Brennen in den Handtellern; Lähmigkeit der Beine; 
Kälte der Reine und Füfse; Zieh -Schmerz in den 
Unterschenkeln und im grofsen Zeh; Fufs -Zucken 
im Mittags- Schlafe; Klamm in den Waden; Ge- 
schwulst der Beine und Füfse; Fufs -Schweifs; un- 
terdrückter Fufs -Schweifs; Brennen in den Füfsen; 
Kriebeln und Eingeschlafenheit der Fufssohlen; Ein- 
geschlafenheit der Arme und Beine, besonders nach 
Handarbeit; Storren und Ungclenkheit der Hand-, 
Knie- und Fufs •■ Gelenke ; Geschwüre auf den Fin- 
ger- und Zeh -Gelenken; Unruhe und Klopfen in 
allen Gliedern; Brenn -Schmerzen an vielen Theilen 
des Körpers; Anfälle von fliegender Hitze; Blut- 
Wallungen, Herzklopfen; Hitz- Anfälle im Sitzen und 



Sepia. 123 

beim Gehen im Freien; Schweifs im Sitzen; heftiges 
Schwitzen hei geringer Körper -Bewegung; Mangel 
an natürlicher Wärme des Körpers; leichte Yer- 
kältlichkeit; leichtes Verheben; grofse Nachtheile 
von Aergernifs; zitternde Mattigkeit; Trägheit und 
Schwerbeweglichkeit des Körpers; Kraftlosigkeit beim 
Erwachen; Tages - Schläfrigkeit; Schwärmen im 
Schlafe; viele Träume; ängstliche, schreckhafte 
Träume; Nacht -Schweifs; Früh - Schweifs; saurer 
Früh -Schweifs; Aengstlichkeit Abends im Bette; 
Aengstllchkelt und Bänglichkeit mit fliegender Hitze; 
Schreckhaftigkeit; Scheu gegen sein Geschäft; Gleich- 
gültigkeit gegen die Seinigen; Muthlosigkeit; Tief- 
sinnigkeit. 

Eine allzu starke Wirkung der Sepie scheint 
sich durch Gewächs -Säure zu mindern; aber das 
kräftigste Antidot ist das Riechen In eine billionfach 
potenzirte Auflösung von rohem (geschwefeltem) 
Spiefsglanze , oder welnsteinsauerm Spiefsglanze 
(Brechweinstein); in Fällen aber, wo der Blutlauf 
sehr erregt worden ist, Riechen in eine Akonit- Ver- 
dünnung. 

Die mit [Gff.] bezeichneten Symptome sind vom 
Herrn Regierungsrath, Freiherrn von Gersdorff, die 
[Gfs.] aber, vom Herrn Dr. Grofs. 

Drehend und taumelio:. 

Schwindel; beim Gehen war's, als bewegten sich 
alle Gegenstände. 

Schwindel: beim Bücken und In die Höhe Se- 
hen stolperte er. 

Schwindel blofs beim Gehen in freier Luft; sie 
mufste sich führen lassen. 



124 Sepia. 

5. Beim Gehen im Freien, Schwindel- Anfalle von 
2, 3 Minuten Dauer; es war, als wenn etwas 
im Kopfe herum kollerte, und sie taumelte 
dabei — drauf, Abends, Kopfweh und Ohr- 
Brummen. 

Schwindel bei Bewegung der Arme. 

Sie ist zuweilen sehr schwindehg und hat zu 
keiner Beschäftigung Lust. 

Alle Morgen beim Aufstehen, Schwindel zum 
Hinfallen, (n. 23 Tagen.) 

Schwindel jeden Nachmittag, von 3 bis 5 Uhr; 
es geht ihr alles im Kreise herum beim Ge- 
hen, Sitzen und Liegen. 
10. Alle Nachmittage, von 4 bis 6 Uhr duseliger 
Schwindel, im Sitzen und Gehen. 

Schwindel mit Kälte der Hände und Füfse. (n. 
34 Tagen.) 

Sitzend beim Trinken unschuldigen Getränks, 
ward's ihm so drehend und sehwankend, dafs 
er glaubte, der Schlag werde ihn rühren, 
5 Minuten lang; drauf eine überlaufende 
Hitze von 5 Minuten. 

Kopfweh, wie schwindehg; sie kann den Kopf 
kaum ertragen. 

Oft früh, beim Aufstehen aus dem Bette, Kopf 
wie benebelt, 
15. Der ganze Kopf eingenommen und wackelig hin 
und her, mit Spannung der Hals- und 
Nacken - Muskeln. 

Eingenommenheit des Kopfs, wie bei starkem 
Schnupfen, und Taumlichkeit. 

Der Kopf so schwach, dafs sie fast gar nichts 
denken kann, besonders Nachmittags. 



Sepia. 125 

Schwaches Gedächtnifs. (n. 20, 48 St.) 

Er verschreibt sich oft. 
20. Er war zerstreut, sprach unrichtig und verwech- 
selte die YV^orte. (n. 9 Tagen.) 

Er denkt Dinge, die er nicht denken will, spricht 
in Ausdrücken, die er selbst hesser weifs, 
nimmt sich zu thun vor, was wider seine 
Absicht ist, und befindet sich so mit sich 
selbst im Widerstreite und daher in sehr 
unangenehmer, unruhiger Gemüths - Stim- 
mung, (n. 24 St.) 

Bei aller Arbeits -Lust war er gleichwohl unbe- 
sinnlich und gedankenlos, (n. 32 Tagen.) 

Er ist so dutzig und duselig und weifs oft nicht, 
was er thut. 

Kopf anfallweise, wie dumm, mit Schaudern und 
Ausbleiben des Athems auf Augenblicke; 
dann mufste sie tief athmen. 
25. Ein Wirbeln im Kopfe und so dumpf und trübe 
drin, vier Tage lang. (n. 14 Tagen.) 

Düsterheit und Unfähigkeit zu denken, den gan- 
zen Vormittag und viele Nachmittage nach 
einander, (n. 3 Tagen.) 

Schwerer Gedankenflufs. (n. 24, 48 St.) 

Kopf-Betäubung, mit Engheit auf der Brust 
und zugleich Schwäche im ganzen Körper. 

Kopf- Eingenommenheit, (n. 24 St.) 
30. Eingenommenheit des linken Hinterkopfs, (n. 3 
Stunden.) [Gff.] 

Eingenommenheit des Vorderhaupts, (n. 34- St.) 
[Gff.] 

Erschütterung des Gehirns beim Anstofsen mit 
dem Fufse. 



126 Sepia. 

Andrang des Blutes nach dem Kopfe. 

(n. 5 Tagen.) 
^ Hitze im Kopfe, so dafs es ihm gleichsam zu 

den Ohren heraushrennt; davon schweres 

Gehör und trühes Gesicht. 
35. Früh, starke Hitze im Kopfe, mit Gefühl, als 

wolle die Nase hluten. (n. 12 Tagen.) 
Schmerzhafte Hitze im Kopfe, oft mit, den 

Körper üherlaufender Hitze. 
Alle fünf Minuten heftige, aufsteigende Kopf- 
hitze. 
Abends, Hitze im Kopfe, (n. 3 Tagen.) 
Beim heftigsten Kopfweh konnte sie keine aufsere 

Wärme vertragen, und doch fror sie. 
40, Kopfschmerz beim Hasten und ohne Husten, als 

wollte der Kopf zerspringen. 
Es klopft sehr schmerzhaft oben im Kopfe, bei 

der mindesten Bewegung; beim Drehen der 

Augen und bei Bewegung des Kopfs oder 

des Körpers will's oben raus ; auch in der 

gröfsten Ruhe, undeutliches Klopfen. 
Klopfen im Kopfe auf der Seite, auf welcher 

sie liegt. 
Abends, Kopfschmerz, Pochen im Kopfe. 
Schmerzhaftes Klopfen im Hinterkopfe. 
45. Klopfendes, sehr schmerzhaftes Kopfweh im 

Scheitel, früh, bald nach dem Aufstehen, (n. 

6 Tagen.) 
Klopfender Kopfschmerz bei jeder Beweguug. 
Früh, beim Aufstehen, kneipende Rucke (Kniepe) 

im Kopfe. 
Einzelne, heftige, wellenartige Rucke von drük- 



Sepia. 127 

kendem Kopfweh, ganz vorne in der Stirne. 

(n. 35 St.) [Gff.] 
Kopfschmerz: Drücken, Zucken und Pucken, 

mit Hitze im Kopfe, als wenn Alles zur 

Stirne und zu den Aagen heraus wollte, 3 

Tage. 
50. Arger Kopfschmerz, ein Zucken in der Stirne. 
Abends, von 7 his 8 Uhr, eine Stunde lang, 

drückender Kopfschmerz in der heifsen Stirne. 

(n. 4, 5 Tagen.) 
Stumpf drückender Schmerz auf einer kleinen 

Stelle des rechten Hinterhaupts. [Gff.] 
Druck, oben, auf das Vorderhaupt. [Gff.] 
Den ganzen Tag, heftig drückender Kopfschmerz, 

mit Schwindel, Weinerlichkeit und starkem 

Schnupfen. 
55. Der Kopf ist drückend schwer in den Schläfen 

und über der Stirne, als wenn die Adern im 

Kopfe von Blute strotzten, wie bei starkem 

Schnupfen. 
Drückendes Kopfweh im rechten Hinterhaupte. 

[Gff.] 
Abends, drückender Kopfschmerz im Hinter- 
haupte, bis Mitternacht. 
Drückendes Weh, wie auf etwas Böses, am 

linken Hinterkopfe, (n. 5 Tagen.) 
Einseitiger, tief drückender Kopfschmerz, mit 

Druckschmerz in den Backzähnen. 
60. Drücken und Spannen in der Stirne und in den 

Augen, (mit Brennen.) 
Nach Kopfarbeit, Druck oben auf dem Scheitel. 
Pressend wühlend juckender Kopfschmerz, mit 



128 Sepia. 

Steifheit des Nackens; der Kopf ist bei Be- 
rührung sehr empfindlich. 

Bohrend wühlender Kopfschmerz in der Stirne 
von Vormittag an, den ganzen Tag, bei der 
mindesten Bewegung. 

Klemmendes Kopfweh im Wirbel und dem obern 
Thell des Hinterkopfs zugleich, mit einem 
VVundheits- Gefühl, was zuletzt brennend 
wird. [Gff] 
65. Den Oberkopf zusammenpressender Kopfschmerz, 
den ganzen Tag, mit grofser Engbrüstigkeit, 
(n. 11 Tagen.) 

Kopfweh, wie von innen herauspressend, (n. 13 
Tagen.) 

Kopfschmerz, als sollten die Augen herausfallen. 

Heftiger Kopfschmerz, als ob der Kopf bersten 
sollte. , 

Kopfschmerz : es knackte drin, als ob etwas darin 
zerbräche, mit Schmerz im Genick beim Dre- 
hen des Kopfs, (n. 10 Tagen.) 
70. Kopfschmerz, Vormittags, als sei das Gehirn zer- 
quetscht. 

Zusammenziehender Kopfschmerz in der Stirne. 

(An der einen Kopfseite, Anfalle von kneipen- 
dem Schmerze.) 

Stechend drückender Kopfschmerz, anhaltend, 
unten in der Stirne, dicht über dem linken 
Auge, schlimmer bei Bewegung im Zimmer, 
weit besser aber, beim Gehen im Freien. 

Stechender Kopfschmerz, (n. 18 Tagen.) 
75. Kopfschmerz: bald hie, bald da, Stechen in der 
Stirne. 

Tag- 



Sepia. 129 

Täglich, beim schnell Gehen, Nadelstiche in der 
Stirne, mit Brecherlichkeit. 

Kopfschmerz: Stechen in der Stirne, mit 
Brecherlichkeit (sie konnte nichts essen): 
durch Niederliegen ward's gemildert. 

Stumpfe Stiche im ganzen Kopfe, zuletzt Im Hin- 
terkopfe, die ihn ganz unthätig machen. 

Starke Stiche im Hinterkopfe nach dem Schei- 
tel zu. 
80. Zuweilen, ein einzelner Stich durch den Kopf, 

Ein Stechen in der linken Schläfe. 

Stechen an der Schläfe. 

Abendlicher Kopfschmerz: Stechen in beiden 
Schläfen. 

Kopfschmerz : oft Stiche in der linken Kopfseite, 
Nachmittags, Abends auch im Hinterkopfe. 
85. Stechen im Kopfe, über dem Ohre, einige Minu- 
ten lang. 

Kopfschmerz: es sticht zu den Augen heraus, 
den ganzen Tag. 

Oefterer Ziehschmerz im Yorderhaupte. [Gff.] 

Schmerzliches Ziehen bald im rechten, bald im 
linken Hinterhaupte unten, (nach 5 Stunden.) 
[Gff.] 

Ziehen im Hinterkopfe. 
90. Rheumatisches Ziehen an der linken Kopfseite. 

Mehr nächtlicher Kopfschmerz, meist oberfläch« 
lieh, ziehend und bohrend, wovor sie um Mit- 
ternacht nicht im Bette bleiben konnte; es 
zog bis in die Schläfe, ins Ohr und in die 
Zähne, (n. 6 Tagen.) 

Reifsen am Kopfe, über der Stirne und in den 
III. 9 



130 Sepia. 

Aug;en, von Nachmittag 2 Uhr an, bis Abends, 
bei Schlafengeben. 

Reifsen im obern rechten Theile der Stirne. 
(n. 8 St.) [Gff.] 

Reifsen im Hnken Stirnhügel, (n. 11^ St.) [Gff.] 
95. Reifsen über den Augen. 

Reifsen in der linken Schläfe bis in den obern 
Theil der linken Kopfseite. [Gff.] 

Absetzendes, leises Reifsen tief unten im linken 
Hinterkopfe, nahe am Halse, (n. 31 St.) 
[Gff.] 

Reifsen im Hinterhaupte, (n. 14 Tagen.) 

(Im Hinterkopfe schmerzte es, am meisten die' 
Nacht und am schlimmsten, beim Liegen 
darauf, wie hohl, und wie ein Eiter-Geschwür 
(wie unterköthig), äufserlich und innerlich; 
Aufdrücken mit der Hand linderte.) 
100. Kopfschmerz, früh, mit Uebelkeit, bis 
Mittag. 

Alle Morgen, beim Erwachen, empfindlicher Kopf- 
schmerz. 

Abends, Schwere des Kopfs und nach dem Nie- 
derlegen, einseitiger Kopfschmerz, (n. 14 
Tagen.) 

Kopfweh, früh, in der Stirne, wie zum Schnupfen. 

Kopfschmerz in der Stirne und im Scheitel — - 
drauf Aengstlichkeit in der Herzgrube, mit 
Zittern und hierauf starkes Nasenbluten. 
105. Starkes Ausfallen der Kopfhaare (n. 8 Tagen.) 

Die Kopf- Haut schmerzt beim Befühlen, als 
wenjti die Haarwurzeln weh thäten. (n. 3 
Tagen.) 



Sepia. 131 

Viel Jucken auf dem Haarkopfe, (n. 16 
Tagen.) 

Jucken anf dem Wirbel des Kopfs mit starkem 
Ausfallen der Haare, (n. 4 Tagen.) 

Abends, Jucken am Hinterkopfe. 
110. Nässiger Haarkopf. 

Eine Geschwulst am Kopfe, über der 
Schläfe, (n. 48 St.) 

Geschwulst an der Stirne. (ü. 4, 15 Ta- 
gen.) 

Ausschlag kleiner, rother Blüthchen 
an der Stirne, rauhe Stirne. (die ersten 
6 Tage.) 

Mehrmals, Kopf- und Augen -Weh, mit Hitze 
in den Augen. 
115. Andrang des Blutes nach den Augen. 

Kopfweh vom Tages -Lichte, was die Augen 
blendet. 

Druck über den Augen, wenn er in hellem Ta^ 
ges- Lichte geht. (n. 11 Tagen.) 

In den Augen, Drücken, Hitze und Flimmern, 
wie tausend Sonnen. 

Feuer -Funken vor den Augen, mit gtofs et Mat- 
tigkeit. 
120* Ein grüner Schein um das Kerzenlicht. 

Beim Sehen ins Helle, ein Flimmern vor den 
Augen (er sieht einen farbigen Kreis, des» 
sen ümgränzung zickzackärtig ist.) 

Weifses Flimmern vor den Augen« (n* 34 Ta- 
gen.) 

Viel schwarze Flecken vor den Augen, (die er* 
sten Tage.) 

9* 



132 Sepia. 

Beim Schreiben entsteht Trübheit des Gesichts, 
dafs er kaum mehr etwas deutlich erkennen 
konnte, (n. 8 Tagen.) 
125. Beim Anstrengen der Augen, Gefühl von üebel- 
keit und Beängstigung. 

Die Augen werden durch Lesen und Schreiben 
angegriffen und thun im innern Augenwinkel 
wie wund weh. [Gff.] 

Das Weifse des Auges wird roth. (nach 17 
Tagen.) 

Die Augen sehen wie gläsern aus. 

Die Augen sehen, früh nach dem Erwachen, wie 
schwimmend aus, und es beifst in den \^in- 
kein. (n. 24 St.) [Gff.] 
130« In freier Luft thränen die Augen. 

Die Augen thränen (n. 12 Tagen), früK und 
Abends. 

Die Augenlider schmerzen beim Erwa- 
chen, als wären sie zu schwer undals 
könne er sie nicht aufhalten, (n. 6 
Tagen.) 

Zucken an den Augenlidern. 

Fippern der Augenlider. 
135. Tägliches Fippern unter den Augen. 

Schmerzlicher Druck auf den obern Theil bei- 
der Augäpfel, im rechten öfters wiederkeh- 
rend, (n. 2 St.) [Gff.] 

Druck auf den untern Theil des rechten Aug- 
apfels. [Gff.] 

Drückender Schmerz, wenn das linke Auge rechts 
hingewendet wird. [Gff.] 

Ein Druck im rechten Auge, wie von einem hin- 



Sepia. 133 

ein gefallenen Sandkorne, durch Reiben ver- 
schlimmert, und heim Zudrücken der Augen 
am fühlbarsten. [Gff.] 
140. Reifsender Druck in den Augen -Höhlen, be- 
sonders des linken Auges. [Gff.] 

Am innern Rande der linken Augen -Höhle, ein 
Kriebeln. 

Jucken an den Augen. 

Jucken in den Augäpfeln. 

Im äufsern Winkel des linken Auges, heftiges 
Jucken und nach dem Reiben, Wundheits- 
Gefühl. [Gff.] 
145. Früh, nach dem Erwachen, juckt der innere 
Winkel des rechten Auges heftig; nach dem 
Reiben entsteht Beifsen und starkes Thra- 
nen; und dann auch W^undheits - Gefühl im 
äufsern Winkel, welcher etwas zusammen- 
geklebt ist. [Gff.] 

Heftiges juckendes Beifsen im innern W^inkel 
des linken Auges, mit Thränen; die Binde- 
haut ist röther als gewöhnlich. [Gff.] 

Beifsen im rechten Auge, Abends, mit Neigung 
der Lider, sich mit Gewalt zu schliefsen. 

Stechen im linken Auge. 

Schründender Schmerz in den Augen. 
150. Die Augen leiden früh an einem Bren- 
nen und sind schwach. 

Brennende Empfindung am Rande des untern 
linken Augenlides, gegen den äufsern W^in- 
kel zu. [Gff] 

Einstündiges Brennen im äufsern Augen- W^inkel, 
öfters des Tags. 



134 Sepia, 

Das reclite obere Augenlid ist früh rötbllch und 

etwas geschwollen. [Gff.] 
Ein rother Flechten- Fleck auf dem obern Au- 
genlide, schabig und sich schälend, 
155. Das Augenlid ist entzündet und ein Gersten^ 
körn daran. 
Starke, rothe Geschwulst des untern Augenlid 
des, drückenden und brennenden Schmerzes. 
Augen -Entzündung; das Augenweijs ist roth, 

es sticht und drückt darin. 
Augen -Entzündung, welche kein kaltes Wasser 

verträgt. 
Pie Augen sind init Eiter zugeklebt und ver^ 
schworen. 
150, Zusammenziehen und Spannen der Haut im 
Gesichte, besonders der Stirne. 
An der Unken Schläfe, erst ein leiser Kitzel, 
dann eine Empfindung, als würde die Haut 
(z. B. mit einem Schröpf - Kopfe) in die Höhe 
gezogen. [Gff.] 
Gelbheit des Gesichts und beider Augen» 

weifse, einen ganzen Tag lang. 
Es entstehen gelbe Flecke im Gesichte und ein 
gelblicher Sattel quer über die Oberbacke 
und Nase. (n. 20 Tagen.) 
Gesichts - Blässe, (n. 24 St.) 
:1[Ö5. Früh, ein krankes, blasses Ansehen und trübe, 
rothe Augen, (n. 8 Tagen.) 
Aufgedunsenes Gesicht, (n. 5 und nach 40 

Tagen.) 
Fliegende Hitze und Röthe im Gesichte, (n, 2 
Stunden.) 



' Sepia. 135 

Von Sprechen wird's ihm gleich so heifs im 

Gesichte. 
Früh, Hitze im Gesichte, Abends Gesichts-Blässe. 

(n. 5 Tagen.) 

170. Mittags, grofse Hitze und Röthe im Gesichte, 

hei kalten Füfsen. 
Ausschlag im Gesichte, wie rothe Rauhheit der 

Gesichts -Haut. 
Jucken im ganzen Gesichte. 
Auf dem rechten Backen, mehre Ausschlags - 

Blüthen. 
Ausschlag im Gesichte, Blüthrhen, welche etwas 

jucken. 

175. In den Gesichts-Knochen, krampfhafter Schmer/,. 

Ziehender Schmerz im Gesichte, mit Backen- 
Geschwulst. 

Kurzes, heftiges Reifsen von der Stirne his rechts, 
nehen dem rechten Nasenflügel herab. [Gff.] 

Leises Reifsen am rechten Backen -Knochen un- 
ter der rechten Schläfe. [Gff.] 

Reifsender Schmerz vorn im linken Oberkiefer, 
bald drauf im rechten. [Gff.] 

180. Reifsen am linken Kiefer- Gelenke, dicht vor 
dem Ohre. [Gff.] 

Reifsen in der Erhöhung hinter dem rechten 
Ohre. [Gff.] 

(Schmerz im linken Ohre, als würde es heraus- 
gerissen.) 

Im Innern des linken und rechten Ohres, drük- 
kendcr und stechender Ohr- Zwang. [Gff.] 

Unter und vor dem rechten, oder linken Ohre, 



136 Sepia. 

ein heftiger, nach innen pressender Druck. 

[Gff.] 
185. An der Oeffnang des Gehör -Ganges, eine Ge- 
schwulst, welche beim Aufdrücken neben dem 

Gegenbocke einen stechenden Schmerz giebt. 
Einzelne, spitzige Stiche im Innern des linken 

Ohres. [Gff.] 
Stiche im schwachen Ohre, worüber sie laut 

jammert. 
Starkes Stechen im linken Ohre und linken 

Backen. 
Stechen in der Ohrdrüse, welche anschwillt und 

dann, beim Drehen des Kopfs, spannend 

schmerzt. 
190. Ohrzwang, (n. 24 Tagen.) 

Abends, Schmerz in den Ohren, wie Ohrzwang. 

(n. 16 Tagen.) 
Nachts, ein anhaltendes Zwängen in beiden 

Ohren. 
Ein Herauspressen im Ohre, beim Pressen zum 

Stuhlgange, (n. 3 Tagen.) 
Schmerz im innern Ohre, wie wund. 
195. Kriebeln im rechten Ohre. 

Viel Jucken im schwachen Ohre, täglich. 
Im guten Ohre, viel Jucken, arges Brausen und 

Anhäufung eiterigen, weifsen Ohrschmalzes. 

darin. 
Auslaufen dünnen Eiters aus dem Ohre, mit 

Jucken. 
Das äufsere Ohr ist voll eiternden Ausschlags. 
QOO. Sehr empfindlich gegen Geräusch. 

"Vor den Ohren, ein Knistern, wie von Papiere. 



Sepia. 137 

Häufiges Ohr-KHngen. (n. 24 St.) 

Poltern im rechten Ohre. 

Sausen und Klopfen im Ohre. 
205. Starkes Tönen und Sumsen in den Oh- 
ren, (sogleich.) 

Sausen und Brausen in den Ohren mit Em- 
pfindung, als wären sie verstopft — doch 
hörte sie. 

Brausen im Ohre; dann hörte sie nichts damit. 

Jählinge (kurze) Taubheit der Ohren, wie von 
einem Pflocke darin, (n. einigen St.) 

Jucken an der Nasen -Spitze. 
210. Schmerzhafter Ausschlag auf der Nasen- 
Spitze. 

Neben der Nase, eine Ausschlags -Blüthe, wie 
eine Blut -Blase. 

Sehr schmerzhafte, entzündete Geschwulst der 
Nase. 

Geschwollene und entzündete Nase — die Na- 
senlöcher böse und geschwürig. 

W^undheits- Gefühl in der Nase, bei jedem Ein- 
ziehen des Athems sehr schmerzhaft. 
215. Mangel des Geruchs. 

Blut-Schnauben und N asen-Bluten. (n. 
6, 7, 9 Tagen.) 

Beim Schnauben, Nasen -Bluten, Abends. 

Heftiges Nasen-Bluten. (n. 12 Tagen.) 

Nasen -Bluten, sieben Stunden lang, doch nur 
von Zeit zu Zeit einzelne Tropfen. 
220. Gelbheit um den Mund. 

Flechtenartiger Ausschlag auf der Oberlippe — 
auch an der Unterlippe. 



138 Sepia. 

Am Rande des Rothen der Oberlippe, ein näs- 
sender Blüthen- Ausschlag. 

\Yiindheits- Schmerz an der rechten Seite der 
Unterlippe, nach dem Mundwinkel hin, (n. 
12 Stunden.) [Gff.] 

Ausschlag im Mund-YV^inkel (Käkc), welcher 
beim Berühren schmerzt. 
225. Heifse Lippen. 

Heftiges Brennen in der Oberlippe, dicht unter 
der Nase. 

Schneiden in der Oberlippe, wie von einem 
Splitter. 

Im Innern der Unterlippe, ein schmerzhaftes 
Geschwür, was vom kalten W^asser gelin- 
dert wird. (n. einigen St.) 

Innere Unterlippe wie wund und voll schmerz- 
hafter Blasen, (n. 17 Tagen.) 
230. Spannen der Unterlippe. 

Früh, starke Geschwulst der Unterlippe. 

Um den Mund herum, flechtenartige, erhöhete 
Hautstellen (Quaddeln.) 
* Eine Flechte am Munde. 

Am Kinne, Ausschlags -Blüthen, welche bei Be- 
rührung geschwürig schmerzen. 
235. Beim Kauen ist's, als wenn die Kinnladen nicht 
von einander gehen könnten und als wenn 
es im Kiefer -Gelenke knacken wollte. 

Krampfhafter Schmerz unter dem Kiefer am 
Halse, drauf im Unterkiefer selbst. 

Die Unterkiefer -Drüse ist geschwollen; beim 
Aufdrücken schmerzt's im Zahne. 

Schmerz in den Unterkiefer- Drüsen für sich, 



Sepia. 139 

als würden sie gequetscKt; auch bei Berüh- 
rung schmerzen sie. (n. 24 St.) 
Em grofser Blutschwär am Halse, unter dem 
linken Kiefer, stechenden Schmerzes. 
240. Stechen im Zahnfleische. 

Am Zahnfleische, Bläschen brennenden Schmer- 
zes hei Berührung. 
Schmerzhafte Zahnfleisch- Geschwul st. 
Viel Schmerz am geschwollenen Zahnfleische 

bohler Zähne, mit Backen- Geschwalst. 
Wund schmerzende Zahnfleisch -Geschwulst. 
245. Das Zahnfleisch ist geschwollen und schmerz- 
haft, wie wund; es blutet bei der geringsten 
Berührung und klafft von den Zähnen ab. 
Das Zahnfleisch blutet fast ohne alle 

Veranlassung, (n. 4 Tagen.) 
Das Zahnfleisch ist sehr dick und dunkelroth; es 
schmerzt, als gehe es in Eiterung, und es puckt 
darin so sehr, dafs es kaum auszuhalten ist. 
Das inwendige Zahnfleisch ist geschwollen. 
Geschwulst des hintern, inncrn Zahnfleisches 
und der Haut der Mundhöhle, so dafs diese 
wie verengert scheint. 
250. Zieh -Schmerz im Zahnfleische über den zwei 
linken, obern Vorderzähnen. [Gff.] 
Lockerheit der untern Schneidezähne. 
Ein Schneidezahn tritt aus seiner Höhle unü 

wird zu lang. 
Grofse Stumpfheit der Zähne, 7 Tage lang. (n. 

8 Tagen.) 
Zahnschmerz beim Beifsen und Andrücken mit 
der Zunge. 



140 Sepia. 

255. Er Leifst die Nacht, im Schlafe, die Zähne zu- 
sammen, was ihn sehr schmerzt. 

In den untern Yorderzähnen, eine widrige Kälte- 
Empfindung. 

Zahnschmerz in den ohern Schneidezähnen, wie 
eine Schwere darin. 

Nächtlicher Zahnschmerz, wovor sie nicht schla- 
fen kann und früh, da sie aufhörten, war sie 
so sehr gereizt, dafs sie doch nicht schlafen 
konnte, hei grofser Schwäche. 

Brummen in den Vorderzähnen. [Gff.] 
260. Zieh -Schmerz im rechten und linken hintersten, 
untern Backzahne. [Gff.] 

Ziehen in den rechten und linken ohern Back- 
zähnen. [Gff.] 

Ziehender Zahnschmerz, wenn er etwas Kaltes 
oder Heifses in den Mund bringt. 

Ziehen im hohlen Zahne his ins Ohr, von 
Anbringung kalten Wassers verschlimmert. 

Die Zähne thun sehr weh; es zieht darin, wie 
ein Schröpf-Kopf. (n. 9 Tagen.) 
265. Zieh - Schmerz in einem guten Zahne, wenn, im 
warmen Zimmer, die Luft hinein kam; in 
der kalten, freien Luft nicht. 

Dumpfer Zahnschmerz in den Wurzeln abge- 
brochener Zähne; etwas Kaltes fährt em- 
• ' pfindlich durch. 

Sie kann keinen Luftzug an den Zähnen ver- 
tragen; im Bette hat sie keine Zahnschmer- 
zen, blofs früh, nach einer Stunde Aufseyn 
fangen sie an — bei Berührung des Zahnflei- 
sches und beim Putzen der Zähne schmer- 
zen sie nicht. 



Sepia. 141 

ZieKend schneidender Zahnschmerz. 
Reifsen im rechten Unterkiefer, dicht unter den 
Schneidezähnen. [Gff.] 

270. Es zieht mit rheumatischem Drncke durch die 
Zähne (und zu gleicher Zeit durch die Stirne) 
in einzelnen Rucken. [Gff.j 

Nachmittags, aller vier Athemzüge, Risse und 
Rucke in den Zähnen — heim Liegen schlim- 
mer, unter starkem Speichel -Zuflüsse. 

Reifsender und zuckender Zahnschmerz von 6 
Uhr Nachmittags his nach Mitternacht (1, 2 
Uhr), wo er verging, (vier Tage nach ein- 
ander.) 

Zahnschmerz: einzelne Rucke, hei Tag und 
Nacht, wenn Zugwind in den Mund oder 
das Ohr kam, und hinterdrein, ein Unruhe 
erregendes Mucken darin. 

Drückende Rucke in den Rackzähnen, am mei- 
sten heim Rücken, (n. 8 St.) 

275. Dumpf drückender Schmerz in den Rackzäh- 
nen, mit Schmerz in den Unterkiefer -Drüsen, 
(n. 24 St.) 

Wühlen in den Oberzähnen. 

Nagender Zahnschmerz in den hintern Rack- 
zähnen. 

Stechen in den Vorderzähnen. 

Stechender Zahnschmerz, dafs sie hatte weinen 
mögen. 

280. Unter dem rechten Augenllde, ein Stich herab 
bis in den Spitzzahn, wie im Knochen. 
Zahnschmerz: ein Stechen im Kiefer und Zahne 
bis ins Ohr; sie konnte die Nacht nicht da- 



142 Sepia. 

vor schlafen und am Tage mufste sie ein 
Tuch darüber binden. 

Zahnschmerz : eine Art stechendes Klopfen in 
der Wurzel bald dieses, bald jenes Zahnes, 
mit einem Brennen im Zahnfleische beglei- 
tet — er erneuert sich, wenn er, nach Ge- 
hen im Kalten, in die Stube kommt; auch 
nach Essen und Beifsen wird der Schmerz 
arg, besonders wenn W^armes daran kommt 
— 8 Tage lang, und seitdem fängt der Zahn 
an, schwarz und hohl zu werden. 

Die Zähne werden schnell hohl. 

Die Zunge ist weifs. 
285. Die Zunge schmerzt wie wund. (n. 17 
Tagen.) 

Ein Reifsen hinten an der rechten Seite der 
Zunge, und ein Beifsen, wie von Pfeffer. 

[Gff.] 

Ein scharfes Beifsen auf dem vordem Theile 
der Zungen -Oberfläche, (n. 32 St.) [Gff.] 

Die Zunge schmerzt beim (gewohnten) Tabak* 
rauchen, wie verbrannt. 

Die Zunge ist mit Bläschen besetzt und schmerzt 
wie verbrannt. 
290. An der Zungenspitze, oben und unten, schmerz- 
hafte Bläschen. 

Der vordere Thell des Gaumens schmerzt, wie 
verbrannt. 

Schmerz auf der rechten Seite der Zunge (welche 
dann mit dickem Schleime belegt ist), wel* 
eher ihn am Kauen und deutlichen Sprechen 
hindert« 



Sepia. 143 

Der innere Mund ist verschwollen, dafe er fast 
keine Speise hinein hringen kann. 

Zahnfleisch und innerer Mund sind geschwol- 
len, mit Brennen im Munde his in den Hals. 
295. Belegte Zunge. 

Abends, viel Speichelflufs. 

Zusammenflufs eines salzigen Speichels im 
Munde. 

Er mufs immer viel spucken. 

Früh, heim Erwachen, starke Trockenheit der 
Zunge, als wäre sie verbrannt. 
300. Trockne, rauhe Zunge und Gaumen. 

Häufige Trockenheit im Munde, als wolle ihr 
die Zunge ankleben, ohne Durst. 

Trockner Mund, Hals und Zunge, welche früh 
ganz rauh ist. 

Trockenheit im Munde und Halse, früh beim 
Erwachen, so dafs sie nicht reden und kei- 
nen Ton vorbringen konnte, (n. 6 Tagen.) 

Trockenheit im Halse, den ganzen Tag. 
305. Trockenheit Im Schlünde, (n. 11 Tagen.) 

Viel Durst, (n. 13 Tagen.) 

Trockenheit des Halses, Abends, vor Schlafen- 
gehen, die sich von Trinken nicht mindert, 
(n. 8 Tagen.) [Gfs.] 

Innerer Hals immer trocken, wie spannig. 

Hinten Im Rachen und oben am Gaumen, eine 
belfsende und kratzende Empfindung, wie vor 
Ausbruch eines heftigen Schnupfens. [Gff.] 
310. Abends, wie kratzig Im Halse. 

Beim Schlingen ist ein kratziges Gefühl ini 
Halse. [Gf£] 



144 Sepia. 

"Viel Schleim im Halse: er mufs räuspern und 

rahksen. 
Häufiger Schleim -Auswurf aus dem Rachen. 
Leises Kriebeln im innern Halse und Gefühl, 

als wenn Heiserkeit entstehen wollte, was zu 

öfterm Räuspern reizt. [Gff.] 

315. Erst belfsende, dann schneidende, zuweilen auch 
drückende Empfindung links am Schlünde. 
[Gff.] 

Halsweh und angeschwollene Drüsen 
am Hals e. 

Drückendes Halsweh oben in der rechten Seite 
des Halses. [Gff.] 

Druck im Halse, in der Gegend der Mandeln, 
gleich als wenn das Halstuch zu fest gebun- 
den wäre. 

(Taubes Gefühl in der rechten Mandel.) (n. 4 
Tagen.) 

320. Beim Schlingen von Speise und Trank, ein 
drückender Schmerz im Halse nach dem 
Rücken zu. 

Im Halse ein Drücken, als hätte er etwas ver- 
schluckt, was nicht hinter wollte. 

Es sitzt ihm wie ein Pflock im Halse, den er 
nunter schlingen zu müssen glaubt; durch 
Rahksen oder Husten kommt Schleim heraus. 

Gefühl eines Knäutels innerhalb des Schlundes. 

Abends, Empfindung beim Schlingen, als wäre 
ein Pflock im Halse. 

325. Zusammenschnürend drückendes Halsweh, dicht 
über und auf dem Kehlkopfe. [Gff.] 

Hals- 



Sepia. 145 

Halsweh; sehr schmerzhaftes Zusammenziehen 
und Druck, 

Halsweh, beim Schlingen, wie wund. 

(Halsweh: Stechen heim Schlingen.) 

Gefühl Yon Hitze im Halse. 
330. Eine Art Hals -Entzündung. 

Büser Hals: die linke Mandel entzündet sich, 
schwillt hoch auf und geht in Eiterung; er 
konnte vor Schmerz nicht schlingen, hatte 
Fieberhitze im ganzen Korper, Durst und 
Brennen in den Augen, (n. 11 Tagen.) 

Geschwulst und Entzündung oben im Halse, (n, 
21 Tagen.) 

Schweres Schlingen: die Schling -Muskeln sind 
wie gelähmt, mehre Abende, (n. 36 Tagen.) 

Beim Niederschlingen der Speise, ein arger 
Schmerz am obern Magenmunde. 
333. Früh, beim Aufrichten im Bette, ein schmerz- 
hafter Ruck vom Halse bis zur Herzgrube. 

Auf der Zunge, viel Schleim, der faulig schmeckt. 

Üebel Riechen aus dem Munde. 

Säuerlicher Mund -Geschmack, (n. 20 St.) 

Saurer Geschmack im Munde (bei Hart- 
leibigkeit.) (n. 11 Tagen.) 
340. Früh, beim Erwachen, saurer Geschmack im 
Munde. 

Sauer bitterlicher Geschmack im Munde, (n. 5 
Tagen.) 

Früb , widriger bittrer Geschmack im Munde, 
(n. 5 Tagen.) 

Garstiger Geschmack im Munde, wie alter 
Schnupfen. 
III. 10 



146 Sepia. 

Nach Biertrmken, fauliger NacLgeschmack. 
345. Früh, garstiger Geschmack, und trocken und 
schleimig im Munde. 

Früh, heim Aufstehen, hittrer Geschmack im 
Munde und Halse, auch hittres Aufstofsen 
früh; doch schmeckt das Essen, und nach 
dem Essen ist die Bitterkeit weg. 

Bittres Aufstofsen, mit Uehelkeit. 

Aufstofsen, wie faules Ei. 

Ungemein häufiges Aufstofsen. (auch n, 
24 St.) 
350. Es stufst ihr oft auf und heht auch zum Er- 
brechen, (n. 26 St.) 

Oefteres, gurksendes, leeres Aufstofsen. [Gff.] 

Früh, beim Aufstofsen, ein Kneipen im Magen, 
als wollte etwas losreifsen. 

Beim Aufstofsen sticht's in der Herzgrube, in 
der linken Seite und zwischen den Schulter- 
blättern. 

Nach Aufstofsen, Brennen im Magen. [Gff.] 
355. Schmerzhaftes Aufstofsen; es kommt etwas Blu- 
tiges davon in den Mund (nach schnellem 
Pveiten.) (n. 4 St.) 

Es stiefs ihm auf (in einer sehr warmen Stube); 
es kam Blut in den Mund, was er aus- 
rahksete. 

Aufstofsen, mit Schlucksen abwechselnd. 

Schlucksen nach dem Essen, eine Viertelstunde 
lang. 

Schlucksen beim (gewohnten) Tabakrauchen 
und ein Zusammenziehen im Schlünde, mit 
Empfindung, als wäre ein Pflock darin, der 



Sepia. 147 

ihm Uebelkeit machte, wobei ^Vasser im 
Munde zusammenläuft. 
360. Etwas vom Magen heraufsteigendes Brennen. 
[Gf£] 

Soodbrennen Vormittags und Nachmittags, mehre 
Stunden lang — eine Brenn- Empfindung 
von der Herzgrube an, bis in den Hals, worin 
es ihm dann säuerlich ist und kratzig, (n. 
12 Tagen.) 

Nüchtern lief ihm viel Wasser im Munde zu- 
sammen, fast wie W^ürmer-B es eigen, was 
durch Essen verging. 

Uebelkeit, ruckweise den ganzen Tag, auch 
nach dem Essen, mit Zusammenlaufen wäs- 
serigen Speichels im Munde, bei stetem, 
säuerlich bilterm Geschmacke im Munde, 
ohne Efslust; doch schmecken die Speisen 
richtig und vollkommen, (n. 4 Tagen.) 

Uebelkeit, früh nüchtern, mehre Morgen. 
365. Uebelkeit früh, beim Erwachen, gegen Abend 
und in der Nacht. [Gff.] 

Früh "Uebelkeit; es ist, als wenn es sich im 
Leibe herum drehete. 

Früh, beim Mund -Ausspülen, hob es sie zum 
Brechen. 

Uebelkeit, früh, beim Fahren im Wagen, (bei 
einem des Fahrens Gewohnten,) 

Es ist ihm übel and schwach. 
370. Uebelkeit (fast sogleich), drauf Zieüen durch 
alle Glieder. 

Uebelkeit alle Morgen, früh um 10 Uhr, ohne 
Aufstofsen, ctHche Minuten lang. 

10 "^ 



148 Sepia. 

Uebelkeit mit Bitterkeit im Halse, ohne Erbre- 
chen. 
Nach Früh -Uebelkeit und einigem Genüsse, Er- 
brechen und d irauf noch Würgen. 
Uebelkeit blofs früh, jeden Morgen, die sich 
allemal legt, wenn sie etwas geniefst. 
375. Brecherlich, ängstlich, schwindelig. 

Starkes, mehrmaliges Erbrechen, die Nacht, mit 
heftigem Kopfschmerz, (n. 12 St.) 

Zwei Morgen, Gall- Erbrechen, (n. 3 Tagen.) 

Täglich zwei einstündige Anfälle: Zusammen- 
greifen in den Hypochondern mit Uebelkeit, 
was von da in den Bücken heranging, wie 
Stechen, dann auch Stechen in der Brust 
und Gähnen, bis er sich erbrach Galle und 
Speisen. 

Gefühl von Ekel und Abspannung, wie über- 
satt. [Gff.] 
380. Durstlosigkeit. (n. 8 Tagen.) 

Appetitlosigkeit: schon der Gedanke an Essen 
machte ihm Uebelkeit — doch hatte er kei- 
nen falschen Geschmack im Munde. 

(Scheint [in der Nachwirkung?] das Tabakrau- 
chen zu verleiden.) 

Keine Efslust; es hatte ihr alles keinen Ge- 
schmack, 

Kein Appetit; es schmeckte ihr nichts. 
385. Bas Essen will nicht hinunter. 

Mittags, Vollheit des Magens. 

Verminderter Appetit; es schmeckt ihr alles zu 
salzig. 

V^'^enig Appetit, aber viel Durst, (n. 3 Tagen.) 

Wenig Appetit; doch wenn er ifst, schmeckt's. 



Sepia. 149 

390. Leidliche Efslust, aber durchaus nicht auf 
Fleisch, was er viele Tage ganz verschmäht. 

Verlangen auf Essig. 

"Wilder Hunger, und, wenn er nicht befriedigt 
wird, so läuft das Wasser im Munde zu- 
sammen. 

Wenn er, aufser der Mahlzeit, Essen zu sehen 
bekommt, wässert ihm der Mund, und er 
bekommt Appetit. 

üebermäfsiger Appetit; sie ward nicht satt, ward 
nach dem Essen matt und die Speisen stic- 
fsen ihr auf, dafs sie bis in den Mund ka- 
men, wie Aufschwulken und Aufriilpsen. 
395. Abends, grofser Hunger. 

Er will immer essen, und wenn er nur an Es- 
sen denkt, so läuft ihm schon das W^asser 
im Munde zusammen. 

Lccrheits -Empfindung im Magen. 

Leerheit im Magen, doch, wenn sie an eine 
Speise denkt, die sie essen möchte, so wird 
es ihr übel. 

Magenschmerz wie von Hunger. 
400. Nach wenigem Essen, Aufstofsen. 

Viel Aufstofsen nach Essen und Trinken. 

Nach dem Essen, Aufstofsen blofs von Luft. 

Nach dem Frühstücke, bittres Aufstofsen. 

Nach dem Essen, Trockenheit im Munde, mit 
wcifser Zunge und mit Durste. 
405. Gleich nach dem Mittags -Essen, Fieberbewe- 
gungen. 

Die Verdauung erregt Hitze und Herzklopfen, 
(n. 3 Tagen.) 

Nach Tische, Hitze im Gesichte, 



150 Sepia. 

Gleich nacli dem Essen, eine Art Kopf -Befan- 
genheit; auch drückte ihn jede Kopf-Bedek- 
kung, Hut und Mütze. 

Von warmen Speisen schwitzt sie stark im Ge- 
sichte. 
410. Gleich nach dem Essen ist's ihr wie wund im 
Halse und wie Krampf an der Inseite der 
Halswirbel. 

Nach Tische, Trägheit. 

Nach dem Essen, trockner Husten. 

Nach dem Essen, ein drückender Schmerz 
rechts, tief im Unterhauche (dann auch in 
der rechten Seite), nur bei Bewegung die- 
ses Theils, so wie heim Yorbücken fühlbar 
(wie versetzte Blähung.) (n. 7 St.) [Gff.] 

Nach dem Mittags -Essen, Aufgetriebenheit des 
Unterleibes von Blähungen, durch Aufstofsen 
gemindert, bis Abends, wo sie sich ohne 
Blähungs -Abgang verlor. 
415. Nach Essen von etwas Suppe, sogleich starke 
Auftreibung des Unterleibes. [Gff.] 

Nach dem Mittags -Essen, Bauch sehr ange- 
schwollen. 

Pressen in der Herzgrube, (n. 30 St.) 

Drücken in der Herzgrube, (n. 2 Tagen.) 

Nachts, Magendrücken, drei Nächte nach ein- 
ander, (n. 12 Tagen.) 
420. Drücken im Magen nach dem Essen und heim 
Anfühlen. 

Drücken auf den Magen, wie von einem Steine. 

Hartes Drücken wie von einem Steine in der 
Herzgrube, selbst nüchtern, doch von Brod- 
Essen ärger. 



Sepia. 151 

Im Magen ein Drücken, als wenn's darin wund 

wäre. 
Der mindeste Druck auf die Magen- Gegend 

macht grofsen Schmerz. 
425. Druck in, der Herzgrube, welcher durch eine 

innere gährende Bewegung nach unten zu 

vergeht, (n. 3^ St.) [Gff.] 
Yon früh an bis Mittag 1 Uhr, Magendrücken. 
Abends, Magendrücken, und als es nachliefs, 

Kopfschmerz. 
Ein heftiges Drücken links unter den Ribben, 

was durch Singen vergeht. 
Reifsend er Druck um die Herzgrube herum. [Gff.] 
430. Eine Schwere im Magen, mit einem, um den 

ganzen Unterleib sich erstreckenden, dumpfen 

Schmerze. 
Schmerz in den Bauchmuskeln, bei Bewegung, 

blofs die Nacht. 
Schmerz vom Nabel bis zur Scham, am meisten 

beim Betasten. 
Brennen im Magen und der Herzgrube. 
Kollern im Magen. 
435. Stiche in der Herzgrube. 

Feine Nadelstiche in der Herzgrube. 

Stechen dicht unter der Herzgrube beim Ein- 

athmen. [Gff.] 
Minuten lang anhaltender Stich in der Gegend 

der untersten rechten Ribbc, nach der Herz- 
grube hin, der durch leeres Aufstofsen ver- 

geht. [Gff.] 
Unter den Hypochondern fahren Stiche quer 

durch den Oberbauch, dafs sie schreien 

möchte, (sogleich.) 



152 Sepia. 

440. Es straWen zuweilen Stiche aus der Ober- 
Lauchs -Gegend unter der Herzgrube schief 
hinauf in die hnke Seite. [Gff.] 

Stiche in beiden Seiten des Oberbauchs, beim 
Husten. 

Stiche quer durch den Unterleib von der rech- 
ten Seite zur linken, so schnell als ein Blitz, 
(n. 36 Tagen.) 

Arges Stechen in der linken Bauchseite. 

Einstündiges Stechen in der Bauchseite und 
drauf Schweräthmigkeit. (n. 23 Tagen.) 
445. Stechen und abwechselnd Kneipen in den Där- 
men, in Anfällen von 10 Minuten Dauer. 

Stiche quer durch den Unterleib gleich übfer den 
Hüften. 

Stiche vom Nabel bis zur Scham, beim Husten 
und Kotzen. 

In den rechten Bauchmuskeln, Stichschmerz, 
mit sichtbarem Zucken. 

Stechen im Schoofse. 
450. Stiche, früh, durch den linken Schoofs. 

Abends, heftiges Stechen, 8 Minuten lang, in 
der Leber- Gegend, welche dann auch beim 
Befühlen schmerzte, bei Hartleibigkeit. 

Stumpfer Stich in der Leber- Gegend, (nach 3 
Stunden.) [Gff.] 

"Wundschmerzendes Gefühl in der Leber- Ge- 
gend, (n. 5 St.) [Gff.] 

Schmerz in der rechten Seite des Unterleibes. 
455. Beim Fahren auf unebnem Wege, einfacher 
Schmerz in der Leber, dicht unter der letz- 
ten Ribbe, der ihr den Athem versetzt, (n. 
9 Tagen.) 



Sepia. 153 

VollKeits - GefüLl m der Leber- Gegend. 

Heftiges Klemmen in der Leber -Gegend, durch 
Aufstofsen und "Winde -Abgang gemindert. 
[Gff.] 

Ziehender Druck in der Leber-Gegend, Abends, 
(n. 11 St.) [Gff.] 

Reifsender Schmerz in der Leber-Gegend. [Gff.] 
460. Druckscbmerz im Unterleibe, (n. 5 Tagen.) 

Drückendes Leibweh im Oberbauche, Nachmit- 
tags. [Gff.] 

Drückendes Leibweh im Oberbauche, Vormit- 
tags. [Gff.] 

Schmerz in der Nabel -Gegend, bei Husten und 
Bücken sehr empfindlich, (n. 4 Tagen.) 

Eine Stunde nach dem mäfsigen IMittags- Es- 
sen und nach etwas Bewegung im Freien, 
drückendes Leibweh im angespannten Ober- 
bauche. [Gff.] 
465. Viel Spannung und Druck im Oberbauche, zu- 
weilen durch innere, gährende Bewegung ge- 
mildert; zugleich Drücken und Stechen in 
der Nabel -Gegend. [Gff.] 

Drücken im Bauche, was nach erfolgtem Stuhl- 
gange weicht. 

Gefübl wie von einer Last im Bauche, wenn 
sie sich bewegt. 

Vom Nachmittage an, bis Schlafengehen, ein 
Schmerz mitten im Bauche; es lag da wie 
ein Klumpen fest; der Schmerz zog sich ge- 
gen Abend nach oben, unter Schläfrigkeit 
und doch konnte sie die Nacht nicht ein- 

' schlafen. 

In beiden Seiten des Unterleibes, eine schmerz- 



154 Sepia. 

hafte Empfindung, wie von einem steifen 
Körper daselbst, oder einem Pflocke, wel* 
eher ihm das Bücken schmerzhaft, oder un- 
möglich macht, (n. 10 Tagen.) 
470. Drücken im ünterbauche, links unter dem Na- 
bel und zuweilen ganz in der linken Seite. 
[Gff.] 

Druck vorne im Unterbauche, rechter Seite. 
[Gff.] _ 

Wellenartiger Druck von innen heraus in der 
rechten Leisten -Gegend. [Gff.] 

Bei starkem Lachen, schmerzhafter Druck in 
der Bruchstelle. 

Ziehend spannender Druck im ünterleibe. [Gff.] 
475. Früh, Anspannung des Unterleibes, (n. 2 Tgn.) 

Leib- Auftreiben, (n, einigen St.) 

Der Unterleib sehr aufgetrieben, ohne Stuhlgang. 

Arge Aufblähung des Bauchs, wenigstens Abends. 

Vorzüglich Abends, harter, aufgetriebener Un- 
terleib; auch die Adern der Bauchhaut sind 
aufgelaufen; dabei stechender Schmerz im 
Unterleibe. 
480. Schmerzhaftes Leib - Auftreiben heim Fahren im 
Waagen. 

Beim Geben im Freien, gleich Blähungs- An- 
häufung im Bauche. 

Häufige, harte Auftreibung des Bauches, mit 
Schneiden in den Gedärmen. 

Erst der Unterleib sehr aufgetrieben, dann arges 
Kollern und Bewegung im Bauche. 

Abends, Blähungs- Versetzung und Kollern; die 
Winde gehen im Bauche herum. 



Sepia. 155 

485. Heftiges ScLneiden quer über den Unterleib, 
^yie von Blabnngen, was durcb Bewegung 
verging — • zugleich Schneiden im linken 
Hoden. 

Heftiges Leibschneiden, was bis an die Brust 
ging, mit im Bauche herum gehenden Blä- 
hungen, die keinen Ausgang fmden. (n. 4 
Tagen.) 

Leibschneiden, die INacht, mit Harndrang. 

Schneidendes Leibweh, nach Mitternacht. [Gff.] 

Früh, heftiges Leibschneiden. 
490. Nachmittags, schneidendes Leibweh im Unter- 
bauche, anhaltend und auch in einzelnen 
Rucken. [Gff.] 

Kneipendes Schneiden in den Därmen, mit stöh- 
nender Angst, als würde unwillkürlich Stuhl 
abgehen. 

Fast jeden Morgen, Leibkneipen, eine Stunde 
lang; dabei ward es ihr wabblig und übel 
und das Wasser lief ihr im Munde zusammen. 

Kneipen im Unterleibe, öfters, ohne Blähungen. 

Kneipen im Unterbauche, den ganzen Tag, in 
viertelstündigen Anfällen, bei täglich nur ein- 
maligem, harten Stuhle, drei Tage nach ein- 
ander, (n. 48 St.) 
495. Eine Art Krämpfe im Unterleibe, (n. 17 Tgn.) 

Krampfhaftes Zusammenziehen in der rechten 
Seite des Unterbaucbes. 

Oeftere Anfälle (am schlimmsten, früh) von 
Zusammenzieh-Schmerz in der rechten Bauch- 
seite, und als dieser sie verliefs, entstand ar- 
ger, zusammenschnürender Schmerz des Ma- 



156 Sepia. 

gens, von da kam derselbe Schmerz m die 
Brust und verging endlich durch Aufstofsen. 

Heftiger Leibschmerz, dafs sie sich zusammen- 
krümmen mufste. (n. 3 Tagen.) 

Brennen im ünterleibe beim Gehen in freier 
Luft. 
500. Links unter dem Nabel, ein brennender Schmerz. 
[Gffi] 

Beim tief Athmen, Gefühl von Hitze und Bren- 
nen in der Lenden- (Nieren-) Gegend. 

Beim weit Gehen, ein Brennen in der rechten 
Bauchseite. 

Brennen in der rechten Dünnung. [Gff.] 

Ein wohllüstiges Jucken im linken Schoofse, 
Abends, im Bette, was durch Reiben uner- 
träglich erhöhet, aber durch leises Bestrei- 
chen mit der Fingerspilze, um Kit'^.el da zu 
erregen, schnell getilgt wird. 
505. Schmerz im Bauche, als wären die Eingeweide 
kurz und klein geschlagen. 

Nachmittags, Schmerz im ünterleibe, als wenn 
die Gedärme herausgerissen würden. 

Ein Wühlen und Zusammenziehen im Bauche, 
mit Abgang vieler Blähungen. 

"Wühlen im ünterleibe, mit etwas üebelkeit. 

Unruhe im Bauche. 
510. Unruhe im ünterleibe, als wenn Durchfall kom- 
men wollte; durch Blähungs - Abgang ver- 
ging's. ^ 

Poltern im ünterleibe. 

Lautes Knurren im Bauche. 

Heftige Gährung im ünterleibe. [Gff.] 



Sepia. 157 

Kollern im BaucKe, mit Aufstofsen. (nach 2 

Tagen.) 
515. Feines, schnelles Glucksen in der rechten Hälfte 

des Oberbauchs. [Gff.] 
Äeufserlich fühlbares Gluckern in der linken 

Seite des ünterbauchs, über der Hüfte. 
Kollern im Bauche, beim Liegen, (n. 10 Tgn.) 
Alle Tage, lautes Kollern in der linken Bauch- 
seite, mit Empfindung als wenn es leer darin 

wäre. 
Gefübl von Leerheit im Ünterlelbe. 
520. Starker Abgang von stinkenden Blähungen, (n. 

15 Tagen.) 
Zusammenzieh-Schmerz im Mastdarme 

bis in die Mntterscbelde. (n. 6 Tagen.) 
Zusammenzieh-Schmerz im Mastdarme und von 

da im Mittelfleische und in der Mutterscheide. 
Zusammenzieh-Schmerz im After und dann vorne 

im Bauche herauf, beim Stublgange. 
Oefteres, schmerzliches Zusammenziehen im After. 
525. Eine klemmende Empfindung im After, welche 

sich durch eine kurze Gährung im ünterlelbe 

auflöst, (n. 3^ St.) [Gff.] 
Spannschmerz im After (und Mastdarme.) (n. 

4 Tagen.) 
Spannung am After, nach dem Stuhlgange. 
Zwängen im After, mit Wundheits- Gefühl, zu- 
weilen ruckweise. [Gff.] 
Schmerz im Mastdarme während des Stuhlo-an- 

gcs und lange nach demselben, im Sitzen. 

(n. 7 Tagen.) 
530. Vor und bei dem harten Stuhlgänge, ungehen- 



158 Sepia. 

rer Schmerz im Mastdarme, wie Klamm- 
Schmerz, (n. 4 Tagen.) 

Im Mastdärme, YV^undheitsschmerz, meist aufser 
dem Stuhlgange, und wie ein Herauspressen 
des Mastdarms, seihst im Liegen, anfalls- 
weise, zu Stunden; dahei zugleich Blutader- 
Knoten am After, die heim Anrühren schmerzen. 

Abends, im Bette, Empfindung von Schwäche 
im Mastdarme und davon Unruhe, dafs er 
nicht einschlafen kann. 

Schneidender Schmerz im Mastdarme, heim 
Stuhlgange, mit etwas Blut>Ahgang. (n. 18 
Tagen.) 

Heftiges Schneiden im After (und Mastdarme), 
Nachts. 
535. Mehre stumpfe Stiche hinter einander im After. 
[Gff.] 

Nach dem Früh -Stuhlgange, Stechen im After 
bis Nachmittag, (n. 7 Tagen.) 

Stiche im After, (n. 8 Tagen.) 

Langsamer Stich im linken Schoofse beim Stuhl- 
gange, von unten in die Höhe. 

Stechen und Reifsen im After. 
540. Ein paar Stiche im Mittelfleische, nach dem 
Mastdarme zu, im Sitzen, Abends, (n. 11 
Tagen.) 

Stechen und Jucken im Mastdarme. 

Jucken im Mastdarme und After. 

Am After Jucken, auch am Tage. 

BrennenimAfter. 
545. Brennen im After beim Stuhlgange, (nach 21 
Tagen.) 



Sepia. 159 

Brennen im Mastdärme, beim letzten Theile 

eines welchen Stahls, (n. 6 Tagen.) 
Kratzige Empfindung im After beim Stuhlgänge. 
Austritt des Mastdarms, (n. einigen St.) 
Andrang nach dem After, Nachmittags, 

bald nach dem Essen, (n. 5, 12 Tgn.) 
550. Nach gutem Stuhlgange trat ein Blutader-Kno- 
ten zum After heraus, welcher näfste, ohne 

Schmerz. 
Beim Stuhlgange treten Mastdarm -Aderknoten 

stark heraus. 
Beim Gehen treten Mastdarm- Aderknoten stark 

heraus. 
Mastdarm - Aderknoten treten hervor, welche 

jucken. 
Nach einem guten Stuhlgange, Schmerz in den 

After -Blutader- Knoten, (n. 4 Tagen.) 
555. Die After -Blutknoten werden schmerzhaft, (n. 

2 Stunden.) 
Die After- Knoten schmerzen beim Gehen, (n. 

24 Stunden.) 
After- Blutader- Knoten ohne Hartleihigkeit. 
Die After -Knoten bluten beim Gehen, (n. 24 St.) 
Blut beim Stuhlgange, (n. 11, 20 Tagen.) 
560. Acht Tage lang bei jedem Stuhlgange, Blut. 
Abgang blutigen Schleims nach dem Stuhlgange. 
Abgang von Madcnvvlirmern. 
Yor dem Stuhlgänge, ein Anfang von Kolik, 

wie von versetzten Blähungen, unter Aech- 

zen und Stöhnen. 
Vor dem normalen Stuhlgange, Leibschneiden. 

(n. 4 Tagen.) 



160 Sepia. 

565. Nach dem Stuhlgänge, Leerheit und Schlaff- 
heit im Unteileibe. 

Nach einem breiartigen Stuhle , Kopfschmerz. 

Nach einem dünnen Stahlgange, Bauchweh wie 
Schrunden Im ünterleibe. (n. 14 Tagen.) 

Nach zweimaligem, derben Stuhlgang am Tage, 
grofse Schwäche Im Unterleibe und gänzli- 
cher Mangel an Efslust. 

Die ersten Tage, Durchfall. 
570. Milch -Genufs erregt Durchfall. 

Die ersten Tage, ermattender Durchfall. 

Unter vielen gallertartigen Stühlen, Leibschneiden, 

Schleimiger Durchfall, bei aufgelrlebnem Ünter- 
leibe. (n. 24 St.) 

Nach einigen Tagen Stuhlgang, dessen erster 
Theil hart, der letzte aber w^eich ist. 
575. Immer Drang zum Stuhle und es geht nur we- 
nig ab. 

Drang zum Stuhle, ohne Erfolg; es gehen blofs 
Winde und Schleim ab, mit Empfindung im 
^Mastdärme, als ob ein Pflock drin stäke. 

Schwerer Abgang selbst weicher und dünn 
geformter Exkremente, (n. 20 Tagen.) 

Täglich Zwei Stuhlgänge und immer mit eini- 
gem Zwange. 

Abgang des gar nicht festen Stuhls mit riel i^n-- 

strengung. 

580. Der bräunliche Stuhlgang wird, ob er gleich 

nicht hart Ist, nicht ohne bedeutend pressende 

Anstrengung, und sparsam ausgeleert. [Gff.] 

Die spätem Tage wird der Stuhlgang hart, auch 
wohl knotig, und ungnüglich. 

Har- 



Seoia. 161 

JL 

Harter, schwierig abgehender Stuhl, auch wohl 
mit Schleime gemischt. 

Harter Stuhlgang mit Schneiden im Mastdarme. 

Die ersten 7 Tage ging wenig Urin ab. 
585. Drücken auf den Urin, früh, nnd Drang zum 
Harnen und dennoch geht der Urin nicht 
ab; sie mufste mehre Minuten warten, ehe 
er kam. 

Oefterer und starker Drang zum Harnen. 

Er mufs in einer Stunde zwei, dreimal Wasser 
lassen^ es drückt ihn auf die Blase, er mufs 
aber, ob's ihn gleich dazu treibt, doch lange 
stehen, ehe der Urin kommt (dann kommt 
er aber ohne Schmerz); will ers aufhalten, 
so bekommt er Angst und Drücken auf die 
Blase, (n. 48 St.) 

Empfindung, als gingen Tropfen aus der Blase, 
welches doch nicht war. 

Nach zweistündiger Hitze, Röthe und Aufgedun- 
senheit des Gesichts und bei drauf folgen- 
der, vielstündigen Blasse desselben, Unver- 
mögen den Harn zu lassen, 14 Stunden lang, 
worauf ein alle Viertelstunden wiederholter 
Drang, den Harn zu lassen, erfolgt, wodurch 
jedesmal wenig abgeht, dann erfolgen mehre 
solcher Perioden von Harn -Hemmung und 
Harndrang, in deren letztern der mangelnde 
Harn-Abgang (bei vielem Trinken) 20 Stun- 
den dauert, worauf dann wieder Harndrang 
erfolgt, (den ersten Tag.) 
590. Wenig Harnen, bei vielem Durste, (n. 3 Tgn.) 

Nachts träumt ihm, er harne in das Nacht -Ge- 

m. 11 



162 Sepia. 

schirr; er hatte aber, wie er beim Erwachen 
fand, den Harn ins Bett gehen lassen, (n. 
17 Tagen.) 

Auch die Nacht mufs er zum Harnen aufstehen, 
so wie er auch harnen mufste, wenn er auf- 
geweckt ward — dabei viel Durst, selbst die 
Nacht. 

Häufigeres üriniren. (n. 4 Tagen.) 

W^eit mehr Urin -Abgang, als er getrunken 
hatte, (n. 36 Tagen.) 
595. Brennen in der Harnröhre. 

Brennen vorne in der Harnröhre, (n. 9, 
20 Tagen.) 

Beifsen in der Harnröhre beim Üriniren. 

Beifsender Schmerz im vordem Theile der Harn- 
röhre und in der Mündung derselben, aufser 
dem Harnen, (n. 13 St.) [Gff.] 

Reifsen im vordem Theile der Harnröhre. [Gff.] 
600. Schrunden in der Harnröhre beim üriniren. 

Jucken in der Harnröhre. 

Der Urin ist ganz blafsgelb und setzt, wenn er 
auch Tag und Nacht gestanden hat, nicht 
den mindesten Satz ab. [Gff.] 

Der Harn wird nach Stehen trübe und übel rie- 
chend und läfst weifsen Satz fallen, (den er- 
sten bis vierten Tag.) 

Urin mit vielem weifsen Satze, und stin- 
kend. 
605. Blutrother Urin. 

(Der Urin setzt Blut im Geschirre ab.) 

Nach dem Harnen geht Vorsteher -Drüsen -Saft 
ab. (n, 48 St.) 



Sepia. 163 

Rheumatisches Ziehen erst im linken, dann im 
rechten Hoden, auch neben dem Hodensacke, 
im Oberschenkel. 

Schneiden im Hoden. 
610. Hitze im Hoden. 

Starker Schweifs der männlichen Zeugungstheile. 
(n. 3 Tagen.) 

Stiche in der Ruthe. 

Die Eichel heifs, und juckend, mit \Yundheit 
der Vorhaut. 

Die Eichel heifs, mit blafsrothem Ausschlage, 
welcher zuweilen juckt. 
615. unten an der Eichel, starkes Nassen von eite- 
riger Flüssigkeit säuerlich- salzigen Geruchs, 
mit Jucken begleitet. 

Auf der Eichel, rothe Pünktchen. 

Die Vorhaut eitert und juckt beständig. 

W^eniger Erektionen, (die ersten Tage.) ^) 

Nachts, anhaltende Erektion, (n. IQ St.) 
620. Mangel an Erektionen, (nach mehren Tagen.) 

Heftige, hartnäckige Erektionen, Nachts. 

Nach Beischlaf und Pollutionen, anhaltende 
Erektionen. 

Mit einem wohllüstigen Traume, nächtlicher Sa- 
men -Ergufs. (n. 12 St.) 

Pollution die Nacht mehrmal im Anznge, aber 
vom Erwachen jedesmal unterdrückt, (n. 20 
Stunden.) 



1) Bei einem Manne, der Lei seiner allgemeinen 
Schwäche allzu viel Erektionen hatte — Gegenwirkung, 
Heilwirkung des Organlsms. 

11 * 



164 Sepia. 

625. Bei einem wohllüstigen Traume, unvollkommne 
Samen -Ergiefsung. [Crff.] 

Die Pollutionen verlieren sich in der Nachwir- 
kung. 

Nach Pollution, träge und matt und sehr em- 
pfindlich gegen feuchte Luft; dabei trüber 
Urin, Schwindel und Leib- Verstopfung. 

Nach dem Beischlafe, ängstlich und unruhig 
den ganzen Tag. 

Nach einem Beischlafe, grofse Schwäche in den 
Knieen. 
630. Beischlaf mit ungnüglicher Kuthe- Steifheit, (n. 
20 Tagen.) 

Leibweh wie zum Monatlichen, (n. 4 Tagen.) 

Im ünterbauche eine schmerzhafte Steifheit, als 
sei es die Bährmutter. 

Mit Leibschneiden, ein Athem beengendes Pres- 
sen in der Bährmutter nach unten zu, als 
wenn alles herausfallen sollte; sie mufs die 
Schenkel über einander legen, gleichsam um 
das Heraustreten der Scheide zu hindern; 
doch trat nichts hervor, sondern es ging nur 
mehr gallertartiger Weifsflufs ab. (n. 10, 20 
Stunden.) 

Bringt die Regel, 6 Tage zu früh. (n. lOTgn.) 
635. Monatliches, 2 Tage früher. 

Monatliches, 7 Tage zu zeitig, (n. 3 Tagen.) 

Monatliches 14 Tage zu früh, (nach einigen 
Stunden.) 

Monatliches, mehre Tage zu früh. (n. 48 St.) 

Monatliches, 8 Tage zu früh und zu wenig, 

/ blofs des Morgens. 



Sepia. 165 

640. Es zeiget sich Abgang einiger Tropfen 
Blut aus der Mutterscheide, 15 Tage 
vor der Zeit. (n. 8 Tagen.) 

Blut- Abgang aus der Scheide, biofs beim Gehen. 

Die seit 4 Monaten ausgebliebene Regel kommt 
wieder, (n. 18 Tagen.) 

Monatliches, was eine ältliche Person schon 
zwei Monate nicht gehabt hatte, erschien 
nach 18 Tagen; dabei Ziehen aus den Zäh- 
nen in den Backen, welcher etwas dick ward. 

Monatliches, weiches eine bejahrte Person schon 
mehre Monate verloren hatte, erschien noch 
ein mal. (n. 20 Tagen..) 
645. Monatliches, 3 Tage zu spät, (nach 19 
Tagen.) 

Bringt das Monatliche 5 Tage später, zum Voll- 
monde, hervor, (n. 22 Tagen.) 

Vor dem Antritte des Monatlichen, heftiges Leib- 
weh, wobei sie ganz ohnmächtig ward. 

Zwei Tage vor dem Monatlichen, Schander 
über und überj den ganzen Tag. 

Beim Monatlichen mufste sie zwei Ta^e im 

o 

Bette liegen, v/egen Unruhe im Körper, Zieh- 
Schmerz in den Beinen und im ünterlelbe, 
mit Kollern; den zweiten Tag, Herzklopfen 
zu mehren Stunden, Vormittags, mit Eng- 
brüstigkeit, (n. 9 Tagen.) 
G50. Während des Monatlichen, ein arger Druck 
in der Stirne, mit einem Abgange verhärte- 
ten, stinkenden ünraths aus der Nase. 
Beim Monatlichen, Zahnschmerz, Pochen im 
Zahnfleische. 



166 Sepia. 

Bei der Regel, Ziehen hi den Zähnen, den 

Backen hinauf. 
Bei der Regel, Ziehen von den Zähnen in den 

Backen, welcher dick ward. 
Beim Monatlichen, drei Ahende nach einander, 

Nasenhlaten. 

655. Beim Monatlichen, sehr schwermüthig, beson- 
ders früh. 

(Wundheit und Röthe an den Schamlippen, im 
Mittelfleische und hinten zwischen den Oher- 
schenkeln,) 

Früh, nach Erwachen aus einem Traume, ein 
Zucken in der Scham, die Mutterscheide 
herauf. 

Stechen in der Scham, (n. 3 Tagen.) 

Alle 3, 4 Sekunden, ein Stich in der Mutter- 
scheide heran, und nach einer Viertelstunde 
ein gleicher Anfall, (n. 12 St.) 

660. Beim weifsen Abgänge, Stiche in der Bährmut- 

ter. (n. 25 Tagen.) 
Weifsllufs, mit Jucken in der Mutterscheide. 

(n. 3 Tagen.) 
Abgang blutigen Schleims aus der Scheide. 
Gilblicher Scheide -Flufs. (n. 24 St.) 
Weifsflufs so hell als Wasser, (n. 22 Tagen.) 

665. YV^eifsflufs wasserhellen Schleims. 

* 

Er schniebet laut beim Einathmen. 
Sehr zäher JNasen- Schleim, (n. 24 Stunden.) 
(Er schnaubet ein Stück gelbgrüner Haut, mit 
Blut am Rande, aus. (n. 4 Tagen.) 



Sepia. 167 

TrockenLeit in der Nase. 
670. Das linke Nasenloch ist oft zu trocken, wie 

verschvvollen, doch ohne Schnupfen. 
Verstopfang der Nase; es kommt verhärteter 

Schleim heraus. 
Verstopfte Nase, sieben Tage lang. (n. 8 

Tagen.) 
Die Nase ist verstopft und der Athem erschwert. 

(n. 11 Tagen.) 
In der linken Nasen -Hälfte, Stockschnupfen, 

während die rechte ganz frei ist. [Gff.] 
675. Stockschnupfen, (die ersten Tage.) 

Starker Stockschnupfen, (n. 4 und nach 6 

Tagen.) 
Arger Stockschnupfen, mit Brausen im Kopfe 

und in den Ohren, (n. 24 St.) 
Stockschnupfen, mit brickelndem Kopfschmerze 

in der Stirne und in den Augen, immerwäh- 
rendem Reize zum Husten, und vielem und 

trocknem Husten im Schlafe, ohne aufzu- 

v/achen. 
Es ist ihm wie Schnupfenfieber, mit Mattigkeit 

in den Beinen und Ziehen in den Armen. 
680. Schnupfen, drei Tage nach einander. 

Schnupfen, mehre V^ochen lang. (n. 7 Tagen.) 
Schnupfen, den er sonst nie hatte; er schnüffelt 

immer. 
Schnupfen, mit durchfälligem Stuhle. 
Nach Schneuzen kommt gelbes Wasser aus der 

Nase, unter schneidendem Kopfschmerze in 

der Stirne. 
685. Fliefs - Schnupfen, (sogleich.) 



168 Sepia. 

NIefsen mit Fliefs- Schnupfen, nach vorgängi- 
gem Kriebeln in der Nase. [Gff.] 

Starker Fliefs -Schnupfen; es tropfte immer aus 
der Nase, doch ohne Niefsen und ohne Kopf- 
schmerz, auch ohne Vollheit in der Nase. 

Arger Fliefs- Schnupfen, mit grofsen Schmerzen 
im Hinterkopfe und ziehenden Schmerzen in 
den Hüften und den Oberschenkeln, ein 
paar YV^ochen lang. 

Früh, öfteres Drücken im Kehlkopfe, doch ohne 
eigentlichen Schmerz. 
690. Jählinge Heiserkeit, (n. 7 Tagen.) 

Fliefs -Schnupfen und Heiserkeit, (n. 4 Tagen.) 

Heiserkeit; sie kann nicht hoch singen. 

Heiserkeit; er kann kein lautes VVort spre- 
chen. 

Heiserkeit und zugleich matt und frostig, (nach 
einigen St.) 
695. Heiserkeit, mit einem trocknen Husten, 
von einem Kitzel im Halse, (n. 5 Tagen.) 

Trockenheits - Empfindung in der Luftröhre, (n. 
3 Tagen.) 

Von Kitzel am Kehlkopfe, trockner Husten. 

Gegen Morgen, Kitzel in der Luftröhre und 
trockner Husten. 

Krieheln in der Brust, was ihn sehr zum Hu- 
sten reizt, (n. 4 Tagen.) 
700. Krampfhafter Husten. 

Husten, welcher die Brust und den Magen sehr 
angreift. 

Trockner Husten; Magen-Husten, wie vom Un- 
terleibe, oder wie von Leib- Verstopfung, oder 



Sepia. 169 

als wenn im Magen etwas sitzen geblieben 
wäre, was nicht abginge. 

Trockner Tages -Husten, der sie, sieb zu legen, 
nötliigte, wo sie dann nicht hustete; auch 
die Nacht beim Liegen, kein Husten, aber 
Stockschnupfen. 

Beim trocknen Husten, Erbrechen bittrer Feuch- 
tigkeit, Abends im Bette. 
705. Husten meist Abends im Bette, mit Erbrechen. 

Beim Husten wird es ihr übel; zuweilen mufs 
sie sich würgen und dabei wird es ihr heifs 
und schweifsig. 

Husten, arg, mit wenig Auswurf, wobei er sich, 
doch blofs Abends, im Bette liegend, er- 
bricht, meist Bittres. 

Arger trockner Husten, mit Stichen in der rech- 
ten Brust. 

Husten oft trocken, keichend und kächzig, mit 
Schmerz in der Herzgrube und scharrigem, 
rohem V^undheits- Schmerze am Kehlkopfe, 
den sie beim Schlingen der Speisen nicht 
fühlt; im Schlafe weckt der Husten nicht auf, 
aber nach Erwachen ist er sehr arg und an- 
haltend^ zuweilen schnärchelt's in der Luft- 
röhre und es kommt Schleimauswurf. 
710. Anhäufung einer Menge Schleims am Kehl- 
kopfe, schwer auszuwerfen durch Husten, 
aber leicht hinterzuschlingen, selbst beim tief 
Einathmen. (n. 24 St.) 

Nach Schleim -Röcheln auf der Brust, arger 
Husten, mit Auswurf, wobei es im Halse 
wie roh und wund schmerzt und so noch 



170 Sepia. 

fort schmerzt, wohl noch eine halbe Stunde 
drauf. 

Pfeifen und Schnärcheln auf der Brust, hei 
wenigem Husten- Auswurfe. 

Es quackert auf der Brust, bis Auswurf ausge- 
hustet ist. 

(Schleim- Auswurf aus der Brust, ohne son- 
derlichen Husten und ohne Engbrüstigkeit.) 
715. Scharriger Husten; es ist wie auf die Brust 
gefallen. 

Meist Abends, nach dem Niederlegen ist der 
Husten am stärksten. 

Abends, nach dem Niederlegen, kurzer, käch- 
zender Husten, mit vielem Auswurfe reinen, 
geronnenen Blutes, alle Minuten einmal, (n. 
8 Tagen.) [Gfs.] 

Alle Morgen Blut -Auswurf beim Husten, ohne 
Brustschmerz. 

Nachts, heftiger Husten, mehre Y^ochen über, 
jedesmal eine Stunde lang, mit vielem Aus- 
wurfe weifsen Schleims. 
720. Schleimiger, weifser Auswurf, wie Hirse -Kör- 
ner, (n. 14 Tagen.) [Gfs.] 

Husten weckt die Nacht auf. 

Yiel Husten mit Auswurf blofs Vormitternacht, 
sobald er ins Bett kommt, am Tage nicht, 
(n. 14 Tagen.) 

Husten Tag und Nacht; es schmerzt davon in 
der Herzgrube. 

Bei einem Husten -Stofse an einer kleinen Stelle 
des Gehirns, ein schmerzhafter flifs, als wenn 
sich da etwas losrisse. 



Sepia. 171 

725. Viel Hasten Tag und Nacht, mit Auswurfe; 
Nachts weckt sie der Hasten auf, dabei 
deuclitet es ihr wie hohl in der Brust und 
es schrllndet darin, wie wund. 

Bei vielem Husten und Auswurfe ist's ihm in 
der Brust ganz roh. 

Husten macht Stiche in beiden Seiten des Ober- 
bauchs. 

Beim Husten, Stiche im Rücken. 

Beim Husten schmerzt der obere Theil des 
Brustbeins. 
730. Husten -Auswurf ist grau und gelb. 

Die ausgestofsne Luit beim Husten, so wie der 
Auswurf selbst ist von fauligem Geschmacke. 

Brust- Auswurf, sehr salzig von Geschmacke. 

Wenn sie durch Husten nichts auswerfen kann, 
hat sie keinen Athem. 

Athem wird kürzer. 
735. Kurzer Odem, (sogleich.) 

Bei fest sitzendem Schleime auf der Brust, Eng- 
brüstigkeit. 

Der Athem ist unrein, als hätte sie Schleim auf 
der Brust, (n. 26 Tagen.) 

Grofse Brust - Beklemmung, Röcheln, starker 
Husten, mit vielem (eiterigem) Auswurfe ; die 
geringste Bewegung benimmt ihr den Athem, 
und sie ist ganz hin. (nach 23 Tagen.) 
[Gfs.] 

Brust-Beklemmung, früh und Abends. 
740. Beim still Stehen, stockender Athem. 

Viel Beklemmungen, besonders beim Gehen. 

Kurzäthmig beim Spazieren -Gehen. 



172 Sepia. 

Beim Gehen, kurzäthmig, als wäre die Brust so 
voll. 

Nachts, wacht er ganz beklemmt und sehr 
beengt auf; er mufste schwer und tief Athem 
holen, eine Stunde lang, und war früh nach 
dem Erwachen noch etwas beengt, (nach 2^ 
Tage.) 
745. Nächtliches Asthma; er lag krumm vorgebückt 
mit dem Kopfe, fühlte Beengung, mufste tief 
athmen, um Luft zu bekommen, eine Stunde 
lang; hinterdrein Husten und Auswurf zähen 
Speichels, (n. 4 Tagen.) 

Engbrüstig, besonders bei Herzklopfen, nach 
Gemüths - Aufregungen. 

Mehr schwieriges , als kurzes Athemholen. 

Früh, beim Erwachen, Brust -Beengung. 

Er erwacht früh in Schweifs e, mit grofser Eng- 
brüstigkeit, vier Stunden lang. (n. 11 Tgn.) 
750. Gefühl von Schwere in der Brust, die zum tief 
Athmen nöthigt. 

Drücken auf den obern Theil des Brustbeins, 
wie eine Schwere. 

Vollheit auf der Brust und Zusammenziehen der- 
selben, was sie am Athmen hindert. 

Brust, wie zusammengeschnürt, früh. (n. 7 Tgn.) 

Abends, Schmerz unter den rechten, kurzen 
Bibben, der ihr den Athem benahm und sie 
hinderte, die mindeste Bewegung zu machen. 
755. Spannender Druck auf der Brust, mehr links. 

Anfälle von Spannung in der Brust. 

Hinterwärts an den linken Ribben, ein Span- 
nen, wie nach Erkältung. 



Sepia. 173 

Drücken oben in der linken Brust, gegen die 
Achselhöhle zu, weniger so für sich, mehr 
beim starken Ausstofsen des Athems; beim 
Befühlen schmerzt die Stelle, wie von einem 
Stofse. [Gff.] 

Absatzweises Drücken auf der rechten Brast, 
durch leeres Aufstofsen erleichtert. [Gff.] 
760. Druckschmerz auf den untersten linken Rib- 
ben, für sich und beim x\nfühlen. [Gff.] 

Druckschmerz auf der Brust, durch gewisse Be- 
wegungen verstärkt. 

Arges Brust -Drücken, auch ohne Berührung. 

Starkes Drücken in der Brust, Abends, 
im Bette. 

Drückender Schmerz auf der hnkcn untersten 
Ribbe, blofs beim Gehen, nicht in der Ruhe, 
noch auch beim Betasten. 
765. Drückend ziehendes Gefühl in der rechten Seite, 
auf den falschen Ribben, nach hinten zu, 
durch Bewegung und Reiben vergehend, (n. 
08 St.) [Gff.] 

Brust wie beklommen und beengt; es stach drin 
beim tief Athmen. 

Jucken auf der Brust, (n. 4 Tagen.) 

Stechen in der rechten Brustseite und dem Schul- 
terblatte beim Athemholen und Husten. 

Gegen Abend, Stechen in der rechten Brust- 
seite, beim Einathmen, 5 Minuten lang. 
770. Stechen in der rechten Seite beim Gehen im 
Freien. 

Früh nach halbem Schlafe, Gefühl von Stichen 
in der rechten Seite. [Gff.] 



L 



174 Sepia. 

Minuten lang anhaltender Stich in der Gegend 
der untersten rechten Ribbe, gegen die Hera- 
grube hin, durch Aufstofsen vergehend. [Gff.] 

Stechen in der linken Brust beim Hu- 
sten, (n. 6 Tagen.) 

Stechen im Herzen, Nachmittags, (n. 5 Tagen.) 
775. Einiges Stechen tief im Innern der Brust. 

Kurzer scharfer Stich auf der rechten Brust, 
(n. 4 St.) [Gff.] 

Stechender Schmerz in der rechten Brust beim 
Ausathmen. (n. 10 Tagen.) 

Bei jedem Einathmen, das heftigste Stechen in 
der Brust; er durfte nur wenig Athem ein- 
ziehen; der Kopf ward ihm dadurch benom- 
men, (n. 5 Tagen.) 

Anhaltende Stiche in der linken Brust; doch ist 
das Athmen selbst schmerzlos. 
780. Stechen in einer ihrer Brüste. 

Heftig reifsender Schmerz in den untern Rib- 
ben, rechter Seite. [Gff.] 

Reifsend drückende Empfindung ganz oben in 
der linken Brust neben dem Achsel -Gelenke, 
was sich durch heftiges Aufstofsen auf kurze 
Zeit lindert, dann aber bald heftig wieder- 
kehrt. [Gff.] 

Wehthun der ganzen Brust. 

Brennender Wundheits- Schmerz für sich und 
beim Anfühlen auf dem obern Theile der 
linken Brast. [Gff.] > 

785. In der Brust ist's ihm, wie rohes Fleisch, (n. 
15 Tagen.) 

Arges Brennen im Brustbeine. 



Sepia. 175 

Es schmerzt brennend im Brustbeine beim Bier- 
Trinken. 

\^allung und Andrang des Blutes nacb der 
Brust, gleich als sollte Blutspeien erfolgen. 

Früh, erst Klopfen in der Herzgrube, dann 
^7V allen in der Brust, wie Herzklopfen, drauf 
Körper- und Gesichts - Hitze brennenden Ge- 
fühls, obgleich aufserlich weder Hitze an ihm 
zu fühlen, noch Röthe zu merken ist, ohne 
Durst, doch mit etwas Schweifs. 
790. Herzklopfen und Stechen in der linken Brust- 
Seite. 

Herzklopfen, Abends, eine Viertelstunde lang 
anhaltend. 

Das Herz klopft zappelnd, unter grofser Aengst- 
lichkeit und Zittern der Finger und Beine. 

Einiges Klopfen in der linken Brust, (nach 26 
Tagen.) 

Schmerz im Kreuze, (n. 5, 16 Tagen.) 
795. Schmerz im Kreuze, beim Gehen, Nachmittags, 
(n. 5 Tagen.) 

(Schmerz wie verrenkt über den Hüften, im 
Kreuze, Nachmittags und Abends im Bette, 
(n. 12 Tagen.) 

Drückendes Ziehen, links unten, neben dem 
Kreuze, (n. 28 St.) [Gff.] 

Oft wiederholter, scharfer Druck auf dem hei- 
ligen Beine, und etwas unterhalb desselben. 
[Gff.] /^ 

Gluckern, rechts, neben dem Kreuze. [Gff.] 
800. Ueber den Hüften, röthhche, flechtenartige Flecke. 

Hinten, über der rechten Hüfte, Stiche, vier 



176 Sepia. 

Tage lang, fast immerwährend; sie konnte 
auf der rechten Seite niclit liegen vor schmerz- 
lichem ^Veli; beim Anfühlen schmerzte die 
Stelle, wie miterkothig. 

In der rechten Lenden -Gegend, öftere Stiche, 
viele Tage lang; auch konnte sie auf dieser 
Seite, vor Schmerz, nicht liegen, und heim 
Befühlen schmerzte die Stelle, wie geschwürig. 

Absetzend drückender Schmerz gleich über der 
rechten Hüfte, etwas nach dem Rückgrate 
zu. [Gff.] 

Druck auf das Rückgrat, über dem Kreuze, und 
zugleich rheumatisches Ziehen im Genicke. 
[Gff.] 
805. Brennendes Drücken im Rückgrate, (n 13 Tgn.) 

Steifheit unten im Rücken — er kann sich nur 
schwierig gerade richten, (n. 19 Tagen.) 

Steifheit im Rücken, welche beim Gehen 
nachläfst. (n. 4, 12 Tagen.) 

Früh, beim Erwachen, eine Schwere im Rük- 
ken, als wenn sie sich nicht gut wenden, und 
aufrichten könnte, oder als wenn sie unrecht 
gelegen hätte, fast wie Eingeschlafenheit. 

Rücken-Schmerz, blofs im Sitzen, ja selbst 
beim geringsten Sitzen. 
810. Rücken -Schmerz, blofs beim Gehen, welcher 
ihm den Athem versetzt. 

Alle Morgen, Schmerz oben im Rücken, wenn 
sie sich ein wenig fest anzieht. 

Ziehendes Drücken nahe am Rückgrat, neben 
dem linken Schulterblatte, welches sich bls- 
« weilen bis ins Genick zieht. [Gff.] 

Zie- 



Sepia* 177 

Ziehendes Drücken unter dem rechten Schulter^ 
hlatte, bald auf dem Rücken, bald mehr in 
der Seite, besonders fühlbar im Sitzen, wenn 
der rechte Arm frei vom Körper abgehalten 
wird. [Gff.] 

Ziemlich starker Druck auf einer kleinen Stelle, 
oben zwischen beiden Schulterblättern. [Gff.] 
815. Im linken Schulterblatte , Spann -Schmerz, ge- 
gen Abend. 

Zwischen den Schulterblättern, Spann- Schmerz. 

Im Schulterblatte, Ziehen, mit untermischten 
Rucken, (n. 19 Tagen.) 

Reifsen im linken Schulterblattes wie von Ver* 
kältung. (n. 4 St.) 

Ziehen zwischen den Schulterblättern und oben 
in der Brust, (n. 23 Tagen.) 
820. Stechen im linken Schulterblatte* 

Stiche zwischen den Schulterblättern, (n 24 Tgn.) 

Yom Schulterblatte, durch die Ribben herab, 
auf der rechten Seite des Rückens, ein fein 
stechender Schmerz, jedesmal, wenn sie ein- 
athmete, blofs von der Dauer jedes Athem- 
Zuges, in jeder Lage, nur minder beim Ge- 
hen im Freien. 

Fein Stechen im Schalterblatte, auch bis in die 
Seite und in die eine Brust, blofs beim 
Sitzen und starkem Gehen — - bei mäfsigem 
Gehen hört's auf, so wie auch beim Anleh- 
nen an den schmerzhaften Ort (meist Abends 
und Nachmittags.) 

Ein brennend zusammenschnürender Schmerz 
um Schultern, Brust und Halsj Abends« 

ni. 12 



178 Sepia. 

825. In der rechten Schulter, so wie in der ganzen 
rechten Seite, ein klemmendes Ziehen. 

Drückender Verrenkiings- Schmerz gleich unter 
dem linken Schulter- Gelenke, am Rücken. 
[Gff.] 

Spannen und Ziehen im linken Achsel-Gelenke, 
was durch Bewegung desselheti vergeht, (n. 
33 St.) [Gff.] 

Reifsen am und im linken Achsel-Gelenke. [Gff.] 

Heftiger Schmerz im Schulter- Gelenke heim 
Aufhchen eines geringen Gewichts — auch 
heim hoch Auflegen des Ellbogens — wie 
ein empfindlicher Druck, mit Zittern der Hand. 
830. Arger Schmerz zum Schreien im Schulter- Ge- 
lenke, als wollte es ahreifsen; vieles Aufsto- 
fsen erleichterte diesen Schmerz auf eine 
Viertelstunde. 

Zieh-Schmerz in dem Achsel-Gelenke 
(früh im Bette, was eine Stunde nach dem 
Aufstehen vergeht.) 

Zerren und Ziehen auf der Achsel, in der Ruhe. 

Grofser Schmerz in beiden Schultern. 

Nachts, Drücken auf der Achsel, welche wie 
eingeschlafen und verrenkt war. 
835. Zucken in der linken Schulter und dem Arme. 

Im Genicke, Ziehen und Stechen, selbst in der 
Ruhe, was ihr den Athem benimmt. 

Im Genicke Empfindung, wie von Geschwulst. 

Steifer Nacken, (n. 48 St.) 

Im Nacken, ein juckendes Blüthchen. 
840. Kitzelndes Brennen in der rechten Achselhöhle. 
[Gff.] 



Sepia. 179 

Jucken in den Achselgruben. 

Geschwulst der Achselgruben- Drüsen. 

Beim Zurückbiegen des rechten Armes, Schmerz 
an der Senne des Brustmuskels, am Schul- 
terkopfe, auch bei Berührung schmerzhaft. 

Im Arme, Gefühl, als sei er steif, wie ohne 
Blut und Kälte -Gefühl darin, doch ohne 
äufserlich fühlbare Kälte. 
845. Die Arme sind sehr matt nnd schlafen in der 
Ruhe ein. 

Lähmungsartige Empfindung im Arme nnd dann 
Klopfen drin. 

An beiden Oberarmen, auswendig, gleich unter 
dem Achsel- Gelenke, ein Brennen auf der 
Haut, wie wenn ein Senf- Pflaster zu ziehen 
anfängt, (n. 2 St.) [Gff.] 

In den Oberarm- Muskeln, ein kriebelnder, sum- 
sender, bei Bewegung und beim Bücken stär- 
kerer, in der Ruhe aber, und beim Liegen 
im Bette vergehender Schmerz — der sich 
bis zum Schulter- Gelenke erstreckt und eine 
Unruhe im Arme hervorbringt, drei Tage 
lang. (n. 24 St.) 

Ziehen in den Armen herab, bis in die 
Finger, (n. 24 St.) 
850. Muskel- Zucken am Oberarme. 

Im linken Oberarme, starker Zerschlagenheits- 
Schmerz. 

Im rechten Oberarme, Schmerz wie Zerschla- 
genheit, auch bei Bewegung. 

Eine grofse Blatter an beiden Oberarmen, mit 
heftigem Jucken. 

12* 



180 Sepia. 

Rcifsen im linken Oberarme, auf einer kleinen 
Stelle, über dem Ellbogen. [Gff.] 
855. Jucken in den Ellbogen -Beugen. 

Die Arme sind wie in den Ellbogen au kur»; 
sie spannen. 

Stiebe in den Ellbogen - Gelenken. 

Am Ellbogen Linsen grofse, braune Flecke, und 
drum berum, flecbtenartige Haut. 

Drückend reifsender Scbmerz am linken Vor- 
derarme gana dicbt an und in der Ellbogen- 
Beuge. [Gff.] 
860. Klamm im Vorderarme (beim Geben.) 

Dröbnen in den Vorderarmen. 

Rotbe Gescbwulst am Vorderarme , welcbe 
scbmerzt, wie wenn man auf eine Eiterbeule 
(etwas Böses) drückt. 

Ziehend reifsender Scbmerz im untern Tbeile 
des Vorderarms, (n. 13 St.) CGff.] 

Reifsen bald im linken, bald im rechten Vor- 
derarme, nahe am Hand -Gelenke. [Gff.] 
865. Reifsendes Ziehen von der äufsern Seite der 
linken Hand, durch den Vorderarm bis in 
den Ellbogen. [Gff.] 

Reifsen von der Handwurzel bis In die Achsel 
— er kann den Arm vor Schmerz kaum re- 
gen; beim hangen Lassen des Arms wird 
derselbe blau und storrt; die meisten dieser 
Schmerzen sind in der Nacht, am Tage aber, 
in der Ruhe am wenigsten. 

Stechendes Reifsen im linken Hand - Gelenke, 
(n. 5 Tagen.) 

Zieh -Schmerz im rechten Hand-Gelenke. [Gff.] 



Sepia. 181 

Reifsen m der Hand. 
870. Wenn er etwas fest in der Hand hält, oder 
trägt, so wird die Hand taub und wie ein- 
geschlafen. 

Schwäche der Muskel - Kraft in den Händen. 
[Gff.] 

In den Maskeln der innern Hand zuckt's sicht- 
bar und ruckt mit Stich -Schmerz. 

Die Eiskälte beider Hände in der warmen Stube 
ist so grofs, dafs von ihr aus ein Frost- Ge- 
fühl über den ganzen Körper sich verbrei- 
tet. [Gff.] 

An der Aufsenseite der Hand scheint sich eine 
AYarze zu bilden. 
875. Abschälen der innern Haut- Fläche der Hände. 

(Eine vor etlichen Tagen verwundete und schon 
wieder verharschte Stelle an der Spitze des 
Zeigefingers fängt ohne Veranlassung wieder 
an zu bluten, (n. 3 Tagen.) 

Im untern Theile des Ballens der rechten Hand 
entsteht ein rundlicher, hellrother Fleck, ei- 
nen Groschen grofs, mit heftigem Jucken, 
durch Kratzen nicht %u tilgen. (Abends.) 
[Gff.] 

Grofse Blase auf dem rechten Daumen, mit 
Jucken. 

Der Daumen wird unbeweglich eingebogen, nach 
dem kleinen Finger zu. 
880. Reifsen im hintersten Gliede des rechten Dau- 
mens, (n. 4 St.) [Gff.] 

Stiche in den mittein Gelenken der Finger. 

Gichtartiges Ziehen in den Finger -Gelenken. 



182 Sepia. 

Knebeln in der äufsersten Spitze des kleinen 
Fingers, (n. 3 Tagen.) 

(Spitziges, heftiges Nadel- Stechen in der änfser» 
sten Spitze des linken Daumens.) [Gff.] 
885. Ein fast schmerzlicher Kitzel unter der Mitte 
des rechten Daumen-Nagels, (n. 30 St.) [Gff.] 

Ein fast schmerzlicher Kitzel unter dem Nagel 
des linken Zeigefingers. 

Reifsen unter dem Nagel des rechten Zeigefin- 
gers, (n. 5 St.) [Gff.] 

Panaritium; das vordere Glied des linken 
Zeigefingers wird geschwürig — arges Po« 
chen darin und Stiche mitunter, (n. 23 Tgn.) 

Der Zeigefinger ist, von früh an, ganz einge^ 
bogen; er konnte ihn nicht ausstrecken. 
890. Reifsen im hintersten Gliede des rechten Zei- 
gefingers. [Gff.] 

Hinten, gleich unter der rechten Hälfte, gleich 
über dem rechten Hinterbacken, absetzendes, 
ziehendes Drücken. [Gff.] 

Ziehen von der rechten Hüfte bis zu den Soh- 
len hinaus, den ganzen Tag. (n. 8 Tagen.) 

Wenn sie ein ^^eilchen sitzt, werden die Beine 
ganz steif und schlafen ein, mit Kriebeln drin. 

Steifheit der Beine bis ins Hüft- Gelenk, (n. 17 
Tagen.) 
895. Im linken Beine, im Ober- und Unterschenkel, 
Strammen, wie schmerzhafte Eingeschlafen- 
heit, bis in die Fufssohlen. (n. 21 Tagen.) 

Schmerz im Hüft- Gelenke, wie Klamm; sie 
mufste herum gehen, um es zu erleichtern. 

Schmerz im rechten Hüft -Gelenke, wie Zer- 



Sepia. 183 

schlagenlieit, nur beim Liegen auf dieser 
Seite, (n. 15 Tagen.) 

Schmerz im Hüft- Gelenke, wie Zerschlagenheit 
und Schwäcbe, am schlimmsten, wenn sie 
vom Stuhle aufstehen wollte, so dafs sie 
nicht fort konnte, ohne sich anzuhalten — 
durch ferneres Gehen ward's besser. 

Reifsender Druck über der rechten Hüfte, nach 
hinten zu. [Gff.] 
900. Allmälig beginnender, dann erhöheter und zu- 
letzt allmälig abnehmender Druck im rech- 
ten Hüft- Gelenke, dicht am Leibe. [Gff] 

Brennendes Beifsen am innern Bande des lin- 
ken Hinterbackens. [Gff.] 

Schmerz in den Hinterbacken, dafs er kaum 
drauf sitzen konnte. 

Sichtbares, doch unschmerzhaftes Zucken in ei- 
ner Hinterbacke und dem Oberschenkel, (n. 
8 Tagen.) 

Die hintern Oberschenkel -Muskeln schmerzen 
sehr beim Sitzen. 
905. Ein herauf Zucken des linken Beins, Vormit- 
tags, im Sitzen, (n. 4 Tagen.) 

Beim Gehen, krampfhaftes Zucken in den Mus- 
keln der Oberschenkel. 

Im linken Beine, Zucken. 

Im rechten Oberschenkel, Beifsen, beim Gehen; 
auch schmerzte die Stelle beim Befühlen mit 
der Hand. 

Ziehen in den Oberschenkeln, (n. 48 St.) 
910. Zieh -Schmerz in den Oberschenkel -Bohren 
herauf. 



184 Sepia. 

Wellenartiger Schmerz wie im obern Theile der 
Oberschenkel - Röhre. [Gff.] 

Klamm in den Oberschenkeln, beim Ge» 
hen. 

Beim Gehen, Klamm in den innern Muskeln 
des Oberschenkels. 

Die Oberschenkel schmerzen beim An^ 
fühlen wie zerschlagen und im Gehen 
fühlt er Spannung drm. 
915. Beim Gehen, im rechten Oberschenkel und im 
Hüft- Gelenke, lähmige Spannung. 

Ein schmerzhaftes Stechen im linken Oberschen» 
kel, beim Gehen, (n. 11 Tagen.) 

ßeim Gehen, etliche reifsende Stiche im Ober- 
schenkel, die den Beinen, auf Augenblicke, 
alle Kraft benahmen und sie fast lähmten, 
wobei zugleich Frostigkeit zugegen war. 

Reifsende Stiche im linken Oberschenkel, in der 
Ruhe, zum Schreien arg, und hinterdrein auf 
der Stelle, Geschwür r Schmerz. 

Iva. rechten Oberschenkel, Abends, nach dem 
Niederlegen, ein Schmerz von kurzer Dauer, 
doch so stark, dafs sie sich nicht bewegen 
konnte, sondern auf derselben Stelle liegen 
bleiben mufste, 16 Abende nach einander, 
(n. 2 Tagen.) 
920, Blutschwäre am Oberschenkel, (n. 17, 
25 Tagen.) 

Grofse Unruhe, Abends, in dem einen Beine — 
eine Art von innerm, unvollkommnem Jucken. 

Alle Abende; Unruhe in den Unter» 
schenkein und Kriebeln darin. 



Sepia. 185 

Zieh-Schmera erst im rechten, dann im linken 

Knie. (n. i St.) [Gf£] 
Ein Drücken und Ziehen von den Knieen an, 

his in die Zehen, mehr heim Sitzen nnd 

Liegen; heim Gehen, hesser, 

925. Gichtartiges Ziehen in den Knieen. 

Arger, ziehender Schmerz in den Knieen, heim 

Gehen und heim Aufstehen vom Sitze. 
Sohald sie kalt wird, Reifsen im rechten 

Kniee, was doch heim Befühlen ohne 

Schmers war. 
Zieh -Schmerz im Knie -Gelenke, Ahends. 
Leises Reifsen zwischen Knie und "Wade des 

linken Unterschenkels. [Gff.] 

930. Es spannt in den Flechsen üher dem Kniee, 

heim Treppen -Steigen. 
Spannen ums Knie. 
Spannung im Kniee, heim Gehen im Freien. 

(hei Winde.) 
ungemeine Schwäche in den Knieen. 
Eine weiche, unschmerzhafte Geschwulst auf der 

Kniescheihe; heim Niederknieen storrt's da 

und strammt im Kniee ; die Geschwulst seihst 

fühlt sich wie tauh an. 

935. Schmerzhafte Geschwulst des Kniee's und Stram- 
men darin, hei Ruhe und Bewegung. 

Stechen im Knie. 

Schneiden und Stechen in der Kniekehle. 

Kalte Kniee, in der Nacht. 

Die Beine sind eiskalt, vom Vormittage his zum 
Schlafengehen, (n. 6 Tagen.) 



186 Sepia. 

940. Die Füfse sind ihm bis an die Kniee so schwer, 

als sollten sie abfallen. 
In den Knieen und auf dem Schienbeine, Zer- 

schlagenheits - Schmerz, doch weniger im Ge- 
hen, als im Sitzen. 
Das Schienbein schmerzt wie zerschlagen. 
Zerschlagenheits - Schmerz der Unterschenkel 

und Müdigkeit; sie sank unaufhaltbar in 

Schlummer, voll ängstlicher Phantasieen. 
Am Schienbeine, Schmerz wie wund, doch nur 

beim Bewegen fühlbar. 
945. Reifsen um die Kniee und die Fufsknöchel, im 

Sitzen und Liegen • — beim Gehen nicht. 
Reifsen bald über, bald unter der Wade im 

rechten Unterschenkel, (n. 14 St.) [Gff.] 
Reifsen im rechten Unterschenkel, vorne gleich 

unter dem rechten Kniee. (n. 32 St.) [Gff.] 
Zieh -Seh merz im Unterschenkel, bis an 

di'e Ferse; in der Ferse stach es. 
Zieh -Schmerz tief im rechten Unterschenkel, 

bis über die Knöchel hinunter. [Gff.] 
950. Brennen in der untern Hälfte der Unterschen- 
kel, unter dem Bette, Nachts; sie mufs sie 

blofs legen. 
Spann -Schmerz in der TVade. (n. 14 Tagen.) 
Geschwulst beider Unterschenkel, (n. 13 Tagen.) 
Eine Geschwulst zwischen Schienbein und Wade. 

(n. 13 Tagen.) 
Die Geschwulst der Unterschenkel vermehrt sich 

im Sitzen und Stehen bis an die Kniee, beim 

Gehen verliert sie sich. 
955. Waden -Klamm, die Nacht, (nach Erkältung.) 



Sepia. 187 

Drückender Schmerz am nntern Theile der rech- 
ten "Wade, als wollte Waden -Klamm ent- 
stehen. [Gff.] 

Die Nacht, im Bette, arger Klamm in der 
Wade, heim Ausstrecken der Beine und, 
am Tage drauf, steter Schmerz in der W^ade, 
aU wenn sie zu kurz wäre. 

Viele, juckende Blüthen an den Unterschenkeln, 

Spitzige Blüthen an den Waden his zum Kniee, 
welche Jucken, und, wo die Kleider an- 
drücken, stechende Empfindung verursachen. 
960. Auf dem untern Theile des rechten Schien- 
heins ein heftiger, kitzelnder, spitziger Stich, 
(n. 27 St.) [Gff.] 

Drücken im linken Fufs - Gelenke , als oh der 
Stiefel zu eng wäre. 

Schmerz wie zu kurz in den Flechsen des Ge- 
lenkes der Unterfüfse, heim Gehen. 

Spannen in der Beuge des ünterfufs- Gelenkes, 
als wäre es zu kurz heim Gehen, (die ersten 
Tage.) 

Beim Gehen im Freien, Schmerz im Fufse, als 
wäre am Knöchel eine Flechse übersprungen, 
965. ünterfufs - Geschwulst, (n. 27 Tagen.) 

Von früh an, Schwere in den Füfsen his an 
die Kniee, 

Beim Stehen, Kriebeln in den Füfsen. 

Ein Sumsen im Unterfüfse. (n. 4 Tagen.) 

Eingeschlafenheit des rechten Fufses. (nach 2 
Tagen.) 
970. Beim Sitzen, oft Eingeschlafenheit der 
Füfse, besonders früh. 



188 Sepia. 

Reifsen, ganz nnten, im rechten Fufse. (n. II 
Standen.) 

Die Beine schwitzen am Tage so heftig, dafs 
die Nässe zwei Paar Beinkleider durchdringt. 
[Gfs.] 

Fufs - Schweifs. 

Grofs er Fufs- Schweifs von unausstehlichem Ge- 
rüche; die Zehen werden ihm davon wund. 
975. Brennen in den Füfsen, die Nacht. 

Abends, sehr kalte Füfse, am meisten 
im Bette, nnd, wenn diese vergehn, wer- 
den die Hände sehr kalt. 

Eiskalte Füfe, besonders Abends, auch 
lange Zeit im Bette nicht zu erwär- 
men. 

Stinken der (sonst schweifsigen ) Unterfüfse. 

Stechender Schmerz in der Fufssohle, sie kann 
kaum gehen; auch beim Befühlen schmerzt 
die Sohle. 
980. Brickeln in den Fufssohlen und Schmerz der 
Hüneraugen. 

Ein Kriebeln, oder brickelndes Stechen in der 
Sohle und unter den Zehen, mehr In der 
Ruhe, als beim Gehen, (n. 4 Tagen.) 

In der linken Fufssohle, Stechen, selbst im 
Sitzen. 

Lang' anhaltender Klamm in den Fufssohlen, 
Abends im Bette. 

Reifsen in der rechten Fufssohle, nahe am An- 
fange der Zehen. [Gff.] 
985. Jucken an der äufsern Seite der linken Fufs- 
sohle. [Gff.] 



Sepia, 189 

Stechen in der Ferse, nur die Nacht (n. 41 

Tagen.) 
Stechen in der Ferse und im Hünerange, am 

Tage. 
Abends, beim Ausziehen und Ausstrecken des 
Fufses, ein krampfhaft stechender Schmerz 
in der Ferse, als wären die Flechsen zu kurz. 
Stechen und Reifsen in der Ferse, bei Tag und 
Nacht, schmerzhafter beim Auftreten, als in 
der Ruhej sie war blafs und kalt; beim Be- 
fühlen war sie wie taub. 
990. Reifsen in der rechten kleinen Zehe. 

Reifsen im mittlem Gliede und hinterm Gelenke 

der linken grofsen Zehe. [Gff.j 
In der linken grofsen Zehe, ein stechendes 
Drücken, mehr in der Ruhe, als beim Gehen. 
Brennend stechende Empfindung in der äufser- 

sten Spitze der linken grofsen Zehe. [Gff.] 
Kitzeln an der Spitze der rechten grofsen Zehe. 
[Gff.] 
995. Schmerz im Ballen der grofsen Zehe, wie Kno- 
chenschmerz. 
Erst kitzelnder, dann beifsender Schmerz im 
vordem Gelenke der linken grofsen Zehe, 
öfters wiederkehrend. [Gff.J 
Nachts, am meisten beim Liegen auf dem Rük- 
ken, ein schneidender Schmerz in den Ze- 
hen, wie mit einem Messer, wobei die Zeh- 
Spitzen roth sind; früh nach dem Aufstehen 
ist der Schmerz verschwunden, (nach 41 
Tagen.) 
Ein langjährig verknorpelter Zeh -Nagel geht in 



ISO Sepia, 

Vereiternng (nnd an seiner Stelle kommt, 
nach einigen Tagen, ein gesunder Nagel.) 

Schmerz oben auf den Zehen, wie wund und 
fressend. 
1000. Klamm in den Zehen, mehre Tage wiederholt. 

Klamm in der zweiten Zehe. 

Das Hünerauge macht drückenden und hrennen- 
den Schmerz, auch in weiten Schuhen. 

In den Hüneraugen, Stechen, auch in der Ruhe; 
heim dran Stofsen, Stiche drin zum Auf- 
schreien, (n. 48 St.) 

Entzündung des Hünerauges. 
1005. Die Symptome schweigen bei starker Bewe- 
gung, beim Gehen im Freien, Fechten, Drech- 
seln (Reiten ausgenommen), erscheinen aber 
am häufigsten und stärksten beim ruhigen 
Sitzen, Vormittags und Abends. [Gff,] 

Ziehen in allen Gliedern, (fast sogleich.) 

Gichtartiges Ziehen in den Knieen und Finger- 
Gelenken. 

Ziehen überall, besonders in den Arm -Röhren. 

Ziehend reifsender Schmerz von unten nach 
oben in den Armen und Beinen, den gan- 
zen Tag, doch nur in der Ruhe, mit gro- 
fser Mattigkeit. 
1010. Reifsen in den Knieen und den Ellbogen-Ge- 
lenken, (n. \6 Tagen.) 

In der ehemals beschädigten Hautsteile, Ziehen 
und Reifsen. 

Lähmende Stiche hie und da; auf jeden Stich 
blieb eine Bewegungslosigkeit in dem Theilc 
auf einige Minuten zurück. 



Sepia. 191 

Zucken ond Stechen hie und da am Körper, 
(n. 5 Tagen.) 

Zuckende Empfindungen hie und da am Kör- 
per — auch im Kopfe rechts und links. 
1015. (Im Geschwüre, Brennen und Siechen — be- 
sonders die Nacht.) 

Die böse Stelle geschwillt, wird heifs und 
schmerzt brennend. 

Nadelstiche über die ganze Haut, Abends im 
Bette, wenn er warm wird. 

Die Haut des ganzen Körpers ist schmerzhaft 
empfmdlich, beim mindesten Anstofsen. 

Alle Theile des Körpers thun ihr weh, auf de- 
nen sie liegt, oder sitzt. 
1020. Schmerz in allen Gliedern, besonders den 
Hüften, (n. 2 Tagen.) 

(In den Beinen, Armen und Händen, eine Art 
Girren.) 

Leichtes Einschlafen der Glieder, selbst beim 
Bücken, Legen eines Kniees über das andre, 
hoch Greifen mit den Armen, u. s. w. 

Es ist ihr, als könne sie sich leicht Schaden 
thun, sich verrenken, die Gelenke verstau- 
chen, verknicken, u. s. w. 

Unruhe im ganzen Körper, (n. 24 St.) 
1025. Unruhe in den Gliedern, (n. 6 Tagen.) 

Aengstlichkeit in den Gliedern^ er hatte an kei- 
nem Orte Ruhe. 

Blut- Wallang im Körper, drei Tage nach ein- 
ander, (n. 27 Tagen.) 

Blut- Wallung; Blut -Drang nach Brust und 
Kopf. (n. 16 Tagen.) 



192 Sepia. 

Sie fühlt das Schlagen des Pulses im Körper, 
hesonders in der ganzen linken Brost, (n. 7 
Tagen.) 
1030. Sie fühlt den Puls -Schlag im ganzen Körper, 
im Kopfe und allen Gliedern, sowohl am 
Tage, als, noch mehr, die Nacht. 

Er wird von wenigem Spazierengehen sehr er- 
hitzt, (n. 3 Tagen.) 

Nach Spazieren, heftige Hitze im Kopfe und im 
Gesichte, (n. 5 Tagen.) 

Fliegende Hitze, nach geringer Bewegung. 

(In der Spitze der linken Zehen entsteht eine 
Hitze, die wie ein elektrischer Funke schnell 
durch die ganze linke Seite his in den Kopf 
fährt, und darin eine lästige Schwäche zu- 
rückläfst — das Ganze dauert nur ^ Minute.) 
1035. Starker Schweifs heim Gehen. 

Von (gewohntem) Tabak -Rauchen, ängstlich, 
beklommen und heifs. 

Unnatürliches Temperatur -Gefühl; entweder ist 
es ihr zu kalt, oder sie bekommt Hitze, 
welche gleich in Schweifs übergeht. 

Bei eiskalten Händen, warme Füfse und umge^ 
kehrt, doch oft auch Eiskälte beider Theile 
zugleich. fGff.] 

Empfindlichkeit gegen kalte Luft. [Gff.] 
1040. Kalte Luft ist ihm sehr zuwider. 

Sehr empfindlich am Körper gegen kalte Nordluft. 

Nach Nafswerden entstand ein ihm ganz unge- 
wöhnlicher Verkältungs - Zustand ; heftiger 
Fieberfrost; nach einigen Stunden Anfälle 
von Ohnmacht und Tags drauf, Schnupfen. 

Vcr- 



Sepia. 193 

Verkältlichkeit : nach dem Trinken eines Glases 
Wasser , ungeheurer Frost und wässerig 
schleimiger Durchfall his zum Schlafengehen. 

Nach geringem Anlafs zu Verkältung, Reifsen 
im linken Schulterhlatte. (n. 3 St.) 
1045. Geschwulst des ganzen Körpers, des Gesichts, 
des ünterleihes , der Beine und der Arme 
his an die Handwurzel, ohne Durst, unter 
grofser Kurzäthmigkeit, drei Wochen lang, 
mit Fieher alle zwei, drei Tage aus Frost 
und Hitze abwechselnd, zu unhestimmten 
Standen, selbst die Nacht; — die Hitze, mit 
Schweifs üher und über. (n. 48 St.) 

Abends, Geschwulst im Hand -Gelenke, in der 
Ellbogen -Beuge und um die FufsknÖchel — 
die Gelenke storren heim Bewegen; früh war 
die Geschwulst vergangen, aber die Stellen 
thaten weh beim Anfühlen. 

An den Gelenken und an den Händen, jucken- 
der Blüthen- Ausschlag, (n. 2 Tagen.) 

Jucken und juckende Blüthen in den Gelenken, 
besonders in der Ellbogen -Beuge und am 
ünterfufs- Gelenke, Abends und früh mehr, 
als am Tage. (n. einigen St.) 

(Jucken im Geschwüre.) 
1050. Juckende Blasen und Quaddeln im Gesichte, 
an den Händen und auf den Füfsen. 

Jucken im Gesichte, an den Armen, 
Händen, dem Rücken, auf den Hüf- 
ten, den Füfsen, dem Bauche und an 
der Scham, (n. 2, 20, 23, 28 Tagen.) 

Das Jucken verwandelt sich in Brennen. 
III. 13 



194 Sepia. 

Abegänge : die Oberhaut schält sich auf gröfsern 
und kleinem, meist rundlichen Flecken, vor- 
züglich an den Händen und Fingern, schmerz- 
los, ab. (n. einigen Tagen.) 

(Nach einem Bienenstiche, Röthe und jucken- 
der rother Friesel- Ausschlag über den gan- 
zen Körper, entzündete Augen und Schweifs- 
tropfen im Gesichte — Alles, binnen eini- 
gen Minuten.) 
1055. Bei jeder Körper -Bewegung wird's ihm so 
übel, wie zum Brechen und so matt, dafs er 
sich, im Freien, gleich auf die Erde legen 
mufste — alle Glieder waren wie abgespannt. 

Beim Gehen in freier Luft, gleich Blähungs- 
Anhäufung im Unterleibe. 

Anfall : früh, beim Spazieren wird es ihm schwarz 
vor den Augen; es ward ihm übel, er be- 
kam Hitze von Mittags 1 Uhr bis 6 Uhr, mit 
Reifsen in allen Gliedern, unter anhaltender 
üebelkeit; Abends ward es ihm schwach bis 
zur Ohnmacht, mit Schwermüthigkeit; alles 
griff seine Nerven an, er war sehr schreck- 
haft — • Nachts, Abgang unglaublich vieler, 
sehr stinkender Winde, (n. 4 Tagen.) 

Anfall: Vormittags, nach dem Spazieren, ward 
es ihm schwarz vor den Augen und übel; 
— das Essen schmeckte gar nicht; — noch 
vor dem Essen, Hitze, mit Schmerzen in 
allen Gliedern — die Üebelkeit hielt an; er 
bekam Kopfschmerzen und in Gesellschaft 
w^rd es ihm so schwach, dafs er glaubte, 
ohnmächtig zu werden —* es griff ihn jede 



Sepia. 195 

Kleinigkeit an und er konnte sich leicbt er- 
schrecken. 

Beim gemächlichen Fahren, Ohnmacht. 
1060. (Krämpfe, wie Nerven -Schwäche, dauern zu 
ganzen Tagen, eine volle W^oche lang, mit 
hald mattem, hald krampfhaftem Palse.) 

(Es war ihr in der Ruhe und im Liegen am 
wohlsten.) 

Durch halhstündiges Spazieren so erschöpft, dafs 
es ihm übel ward und er nicht athmen konnte; 
die Luftröhre schien bis zur Herzgrube zu- 
gezogen zu seyn. 

So schwach, dafs sie glaubt, ohnmächtig zu 
werden, (n. 7 Tagen.) 

Früh sehr matt, mit Unruhe im ünterleibe. 
1065. Vormittags, eine Anwandlang von Ohnmacht. 
' (n. 23 Tagen.) 

Anwandlung von ohnmachtartigem Schwindel, 
zwei Stunden lang, wobei der Athem sehr 
kurz war. (n. 24 St.) 

Abgeschlagenheit der Beine; jeder Nerve darin 
that weh; auch beim Betasten waren die 
Beine schmerzhaft — Tanzen vertrieb es. 

Die Beine schmerzen wie abgeschlagen; sie sehnt 
sich nach Sitzen, und im Sitzen ist's ihr, als 
sollte sie aufstehen. 

Viel Mattigkeit in den Beinen. 
1070. Abends, 7 Uhr, grofse Ermattung. 

Geist und Körper sind träge, mit etwas beschwer- 
tem Athem. (n. 8 Tagen.) 

Sehr matt, mit kurzem Athem, wie bei einem 
anhaltenden Fieber. 

13* 



196 Sepia. 

Schwere in allen Gliedern. 

Schwere in den Füfsen, beim Gehen. 
1075. Beim Spazieren, Schwere in den Füfsen." (n. 
einigen St.) 

Matt, besonders in den Knieen. 

Jählinge Gelähmtheit eines Beines auf ein paar 
Stunden, dann war's wieder gut. 

Von Aergernifs wird sie wie lahm. 

Grofse Schwäche, (n. 24 St.) 
1080. Sie ward müde, und mufste sich legen, Vor- 
mittags, (n. 2 St.) 

Schwerfällig, (n. 24 St.) 

Grofse Müdigkeit, früh, beim Aufstehen aus 
dem Bette. 

VVenig Stunden nach dem muntern früh Auf- 
stehen, eine Abspannung und ein üebelbe- 
hagen, dafs er lieber geschlafen, als gear- 
beitet hätte. 

Früh, beim Aufstehen aus dem Bette, wird sie 
wie ohnmächtig, zum Umsinken, mit Ge- 
dankenlosigkeit, dann Frösteln mit Gänse- 
haut und Gähnen, 1 Stunde lang; die Zunge 
wird sehr blafs und der Pulsgang schwach 
und langsam. 
1085. Nachmittags, nach wenigem Essen, träge und 
schläfrig. 

Mehre Nachmittage, Schlaf, (n. 2 Tagen.) 

Mittags, äufserst schläfrig, Nachmittags wieder 
munter. 

Sehr schläfrig am Tage und zu Allem verdrossen. 

Tages-Schläfrigkelt: sie schläft gleich 
ein, wenn sie zum Sitzen kommt. 



Sepia. 197 

1090. Beim Sitzen ist er schläfrig und beim Lesen 
schläft er ein. 

Am Tage, grofse Müdigkeit tind Schläfrigkeit 
und doch die Nacht guter Schlaf. 

Neigung zu schlafen, seihst den Vor- 
mittag; sie mufs da eine Stunde schlafen. 

Abends, zeitige Schläfrigkeit, mit drückender 
Kopf- Eingenommenheit, (n. 72 St.) 

IVlittags und Nachmittags, viel Gähnen nach 
Spazieren. 
1095. Viel Gähnen und Dehnen. 

Recken und Dehnen, früh im Bette. 

Sie bleibt Abends spät munter. 

Er schläft, Abends, spät ein. 

Spätes Einschlafen, (n. wenigen St.) [Gff.] 
1100. VS^enn sie sich, Abends, nicht recht zeitig 
niederlegt, so schläft sie schwer ein und 
wacht auch zeitiger wieder auf. 

Er schläft Nachts nur von 10 bis 4 Uhr. 

Unruhe läfst sie nicht einschlafen. 

Abends, im Bette so unruhig, wacht er auch 
früh sehr zeitig auf. 

Muntere Schlaflosigkeit, die Nacht, wegen zu- 
strömender Gedanken. 
1105. Sie wacht die Nacht um 1 Uhr auf und bleibt 
dann munter, ohne wieder einschlafen zu 
können. 

Mehre Wochen, unruhiger Schlaf mit vielen 
Träumen und hin und her Werfen, (nach- 
gehends, ruhiger Schlaf.) 

Unruhiger Schlaf mit öfterm Erwachen, nach 
Mitternacht. [Gff.] 



198 Sepia. 

Oeftercs Aufwachen die Nacht, viele 
Nächte nach einander, (n, 6 Tagen.) 

Schlaf, obgleich fest, doch mit vielen, sehr leb- 
haften Träumen. [Gff.] 
1110. Sie schläft sehr wenig die Nacht und träumt 
sehr lebhaft alle Begebenheiten des vorigen 
Tages. 

Schlaf unterbrochen von lebhaften, unangeneh- 
men Träumen, (n. 16 St.) 

Sie träumt viel die Nacht und spricht laut im 
Schlafe. 

Er redet laut im Schlafe. 

Sie stöhnt und krunkt die Nacht im Schlafe, 
ohne sich beim Erwachen eines Übeln Traums 
entsinnen zu können. 
1115. Unruhiger Schlaf mit einem ärgerlichen Traume; 
er rufte laut, strampelte dann mit den Fü- 
fsen und hob den Arm auf, welchen er dann 
langsam wieder niederlegte. 

Aergerliche und grausige Träume. 

Nachts, ängstlicher Traum, als würde 
er gejagt; aufgewacht deuchtete es ihm, als 
käme etwas von oben herab auf ihn zu, was 
ihm die Brust beengte — drauf, ein Kne- 
beln in der Brust und etliche Stiche. 

Schreckhafte Träume, die Nacht; sie schreit 
laut im Schlafe. 

Schreckliche Angst die Nacht, dafs er nicht im 
Bette bleiben konnte. 
1120. Aengslliche Träume, die ihn aus dem Bette 
treiben, (n. 19 Tagen.) 

Er wacht aus dem Schlafe mit Schreck 
und Schrei auf. 



Sepia. 199 

Nachts, viel Beängstigungen, (n. 6 Tagen.) 

Um Mitternacht, in starkem Schweifse liegend, 
eine Art Ohnmacht, eine Yiertelstnnde lang, 
wobei er seiner bewufst war, aber nicht re- 
den, noch einen Finger rühren konnte; in 
tiefster Ohnmacht war's wie ein Traum, worin 
er mit einem Geiste kämpfte; kaum daraus 
erwacht, verfiel er in eine zweite Ohnmacht 
und darin wieder ein Traum, als hätte er 
sich in einem YV^alde verloren. 

Beim Einschlafen, eine erschreckende und be- 
klemmende Aufwallung des Blutes. 
1125. Sie schläft die Nacht wegen ängstlicher Träume 
und Hitze sehr unruhig, so dafs sie nicht 
fünf Minuten still liegen konnte, (n. 7 Tgn.) 

Nachts, viel Blutwallung im ganzen 
Körper, und davon Unruhe. 

Er wacht die Nacht in ängstlicher Wärme auf. 

Nachts, Hitze und daher Unruhe. 

Früh, beim Erwachen, ist er sehr erhitzt. 
1130. Nachts, fieberhafte Hitze, mit ängstlich träu- 
merischen Phantasieen und Schwärmen, un- 
ter Schweifs am Kopfe. 

Bei Schlaflosigkeit, die Nächte, und wenn er 
schlummerte, schwärmte er. 

Wenn er Nachts, beim Wachen, die Augen 
zuthut, so kommen ihm gleich lauter schwär- 
merische Bilder vor die Phantasie; öffnet er 
aber die Augen, so verschwinden sie. 

Erwachen in der Mitternacht unter Frost, gro- 
fsen Beängstigungen, Zucken und krampfhaf- 
tem Ziehen in den Oberschenkeln, der Brust 
und den Kinnladen, eine halbe Stunde lang. 



200 Sepia. 

Er erwacht, Nachts, mit heftiger Angst, und 
Krampf im Bauche, dann im Munde, der 
Brust und dem Hüft-Gelenk, mit Herzklopfen. 
1135. Schreckhaftes Auffahren im Mittags -Schlafe. 

Beim Einschlafen, mehrmaliges Erschrecken. 

Beim Einschlafen, Zusammenzucken der Beine. 

Nachts, grofse Unruhe im ganzen Körper, so 
dafs sie keine Minute auf einer Stelle liegen 
bleiben konnte, sondern sich immer wenden 
mufste, wobei sie die Augen nicht schliefsen 
durfte, sonst war es schlimmer. 

Er erwacht die Nacht, nach kurzem Schlafe, mit 
so grofser körperlicher Unruhe, die schwer 
still liegen läfst. 
1140. Er erwacht früh, um 3 Uhr, und kann 
nicht wieder einschlafen. 

Sie wacht die Nacht, um 1 Uhr auf, und bleibt 
dann munter, ohne wieder einschlafen zu 
können. 

Die Nacht, schlaflos, ohne Beschwerde; sie 
konnte nur nicht ruhig liegen, (n. 20 Tgn.) 

Nächte, unruhig durch wohllüstige Träume und 
Erektionen. 

Nachts, ängstliche Träume, wegen zu befürch- 
tender Nothzucht. (die zweite Nacht.) 
1145. Ein wohllüstiger Traum mit Pollution. 

Nachts, ein Ziehen und Drücken in der Herz- 
grube, (n. 12. St.) 

Er erwacht, die Nacht um 2 Uhr, über heftig 
schneidendem, zuweilen auch drückendem 
Leibweh über und um den Nabel und einer, 
äufserlich fühlbaren, zitternden Bewegung des 



Sepia. 201 

Herzens (otne Herzklopfen) bei vollem Pulse ; 
dabei üebelkeit und grofses Mattigkeits - Ge- 
fübl — ein Anfall, welcber sieb (docb obne 
Leibweb) drei Näcbte nacb einander wieder- 
holte, mit grofser Trockenbeit im Munde. 
[Gff.] 

Nacbts, Einscblafen der Arme, bis in die Hände, 
besonders scbmerzbaft, wenn sie unter dem 
Bette lagen, wo es drin strammt, fast wie 
ein Reifs en. 

Nacbts, bei oft unterbrocbnem Scblafe, Kreuz- 
scbmerzen. (n. 12 Tagen.) 
1150. Scblaf gestört durcb öfteres Husten und Web 
in den Füfsen. [Gfs.] 

Nacbts, im Scblafe, füblt er grofsen Zerscbla- 
genbeits-Scbmerz und Erschöpfung in den 
Oberschenkeln und den Oberarmen, docb 
nur im Schlummer^ beim Erwachen ver- 
schwand es sogleich. 

Früh, beim Erwachen, Kraftlosigkeit in den Ar- 
men und Beinen, (n, 5 Tagen.) 

Früh, beim Erwachen, ein an üebelkeit grän- 
zendes Schwäche -Gefühl. [Gff.] 

Langer Schlaf, ohne Erquickung. (n. 23 Tgn.) 
1155. Ermüdender Schlaf, (n. 15 Tagen.) 

Spätes Erwachen; es wird ihm schwer, sich aus 
dem Schlafe herauszufinden und es liegt noch 
Müdigkeit in den Gliedern. [Gff.] 

Es wird ihm schwer, er bat nicht Lust, früh 
aus dem Bette aufzustehen. [Gfs.] 

Früh, nach dem Aufstehen, matt wie nach einem 
Fieber, auch abwechselnd Fieberschauder, mit 



202 Sepia. 

kurzem Athem, wie bei innerlicher Hitze, die 
er doch nicht empfand. 

Früh, nach dem Erwachen, grofser Durst. 
1160. Erwachen, früh, mit vielem Froste und inne- 
rer Unruhe, (n. 24 St.) 

Langsamer Puls von 56 his 58 Schlägen, (n. 
32 Tagen.) 

Gänzliche Durstlosigkeit, 11 Tage lang. 
[Gff.] 

Fieberhaft, matt, heifser Urin. 

Schauder, ohne Frost, mehrmals des Tages. 
1165. Bei der Mittags -Ruhe, immer Fieberschauder. 

Steter Frost, Tag und Nacht, mehre Tage, mit 
Bauchkneipen. 

Anhaltender Frost und Frostigkeit. 

Innerlicher Frost, den ganzen Tag, mehre Tage, 
in der warmen Stube. 

Manche Nächte, im Bette Frost. 
1170. Frost, Abends um 6 Uhr» er mufste sich legen. 

Arger Frost, eine Stunde lang und nach Ver- 
gehen des Frostes, Durst, sowohl Abends 
(n. 36 St.), als auch früh (n. 48 St.); er 
mufste ^b Bette liegen. 

Gegen Abend, Frost mit Durst; die Nacht drauf, 
Schweifs. 

Schauder bis schlafen Gehen; dann, im Bette, 
Hitze im Gesichte. 

Nachmittags, um 4 Uhr, eine halbe Stunde, 
Frostigkeit und Hitze vor der Stirne. 
1175. Fieberschauder hielten, mit abwechselnder 
Hitze, bis in die Nacht an. 

Abwechselnd, Hitze im Kopfe und Frösteln in 
den Beinen, (n. 13 Tagen.) 



Sepia. 203 

Unter fieberiger Hitze, mit untermischtem Frost- 
scbauder, arger Kopfschmerz, wie dumpf und 
schwer in der Stirne, nach vorgängigem Flim- 
mern yor den Augen, wie tausend Sonnen, 
mit Hitze und Drücken darin; dabei viel 
üebelkeit, grofse Brustbeklemmung, als wäre 
ihr alles zugeschnürt, und könne keine Luft 
kriegen, doch ohne kurzen Odem — von 
früh bis Abend, (n. 72 St.) 

Fast ununterbrochne Hitze des ganzen Körpers, 
mit Gesichts -Röthe und Schweifs an Kopf 
und Körper, mit argem Kopfschmerz, wie 
Schwere, auch Herzklopfen und Zittern am 
ganzen Körper — wann dann die Hitze vor- 
bei war, Frost und Kälte, wobei die Hände 
abstarben — vier Tage lang. (n. 72 St.) 

Oefters des Tags, zu unbestimmten Zeiten, 
Wechsel -Fieber: Hitze über und über, mit 
Schweifs im Gesichte, heftigem Durste und 
Bitterkeit im Munde; dann wieder Frost, mit 
Kälte am ganzen Körper und im Gesichte, 
bei üebelkeit, Brecherllchkeit und Kopf- 
schmerzen, aus Drücken in der Stirne, bis 
in die Schläfe, bestehend — bei der Hitze, 
ein Schwindel, als wenn sie sinken sollte. 
1180. Heftiger Schüttelfrost, eine Stunde lang; dann 
starke Hitze mit Unbesinnlichkeit; dann star- 
ker Schweifs, des Abends — der Urin braun, 
und von scharfem Gerüche, (den ersten 
Tag.) 

Früh, etwas Frost; dann den ganzen Tag, Hitze 
im Gesichte und den Händen, bei Gesichts- 
Blässe, ohne Darst und ohne Schweifs; da- 



204 Sepia. 

' bei Vormittags, Magenweh, ein Drücken, und 
Kopfschmerz beim Bücken, (n. 6 Tagen.) 

Fieber: Kopfschmerz, Pressen in den Schläfen, 
in Absätzen von einigen Minuten, kurzer 
Athem, wie von innerer Hitze, die Nacht 
hindurch; Tags darauf, früh, matt in den 
Beinen, Durst, Appetitlosigkeit, Schläfrigkeit 
— den Tag über, Fieberschauder, Halsweh 
und geschwollene Drüsen unterm Kiefer. 

Anhaltende, trockne Fieber -Hitze, mit Röthe 
im Gesichte und grofsem Durste, mit schmerz- 
haftem Schlingen und Stichen im linken 
Schulterblatte, die den Athem versetzen und 
Reifsen in den Armen und Beinen, (n. 13 
Tagen.) 

Anfälle von fliegender Hitze, wie mit heifsem 
Wasser übergössen, mit Bölhe im Gesichte, 
Schweifs am ganzen Körper, Aengstlichkeit, 
ohne Durst, doch mit Trockenheit im Halse. 
1185. Nachmittags, zwei Stunden Hitze an der Stirne 
und Ziehen in den Oberschenkeln, wie im 
Fieber. 

Aengstliche Hitze, früh von 4 bis 5 Uhr, und 
Abends von 5 bis 6 Uhr. 

Täglich, von Mittags 1 Uhr bis 6 Uhr, ein An- 
fall von Hitze, mehre Tage nach einander. 

Hitz-Ueberlaufen, Abends, (dann erscheint das 
Jucken. ) 

Die ersten 8 Nachte, grofse Hitze, die erste 
Hälfte der Nacht. 
1190. Tag und Nacht anhaltendes Dünsten. 

Abends, vor dem Einschlafen, immer ein gelin- 
der Schweifs. 



Sepia. 205 

Starker Nachtschweifs über und über, 
von Abend bis früb, (n. 7 Tagen.) 

Er scbwitzt viel im Scblafe, vorzüglicb am Kopfe. 

Nacbt-Scbweifs von oben berab, bis zur Hälfte 
der Waden. 
1195. Nacbts, kalter Scbweifs auf Brust, 
Rücken und Oberscbenkeln. (n. 36 St. 
und n. 6 Tagen.) 

Scbweifs, eine Nacbt um die andre. 

Alle Morien, nacb dem Erwacben, Scbweifs im 
Bette — am meisten an den Beinen. 

Früb-Scbweifs nacb dem Erwacben, über 
und über. 

Früb, nacb dem Erwacben, Scbweifs, welcber in 
ungebeurer Stärke den ganzen Tag anbielt 
und ibn so matt macbte, dafs er, Abends, 
nicbt auf den Füfsen steben konnte, (n. 13 
Tagen.) 
1200. Starker Früb-Scbweifs. (n. 3 Tagen.) 

Mebre Morgen, Früb-Scbweifs, mit Beäng- 
stigung. 

Gelinder, gerucbloser Früb-Scbweifs, drei Stun- 
den lang, mebre Morgen nacb einander, obne 
Mattigkeit drauf. 

Der Scbweifs riecbt sauer, (n. 30 Tagen.) 

Säuerlicber Nacbt-Scbweifs, fünf Mor- 
gen, (n. 7 Tagen.) 
1205. Sebr gleicbgültig gegen Alles, tbeil- 
nabralos und apatbiscb. (nacb 6> 7, 8 
Tagen.) 

Träger Geist, (n. 6 Tagen.) 

Keine Lust zu arbeiten, unaufmerksam, zerstreut, 
(n. 6, 7 Tagen.) 



206 Sepia. 

Verdriefslich und verdrösse zu allen Geschäften. 

Niedergeschlagen, mit trägem Geiste, (nach 23 
Tagen.) 
1210. Sie tadelt Alles und will Alles nicht, was 
Andre wollen, unter AYeinen und Gesichts- 
Hitze. 

Mifsmuth; besonders früh. 

Gemüth grämlich, wie nach einem heimlichen 
Aerger. 

Er ärgert sich über jede Kleinigkeit. 

Aufgeregtheit, (n. 9 Tagen.) 
1215. Sehr gereizt im ganzen Körper. 

Nerven gegen jedes Geräusch sehr empfindlich. 

Von Klavier -Spielen wird sie sehr angegriffen. 

Aergerliche, empfindliche Gemüths - Stimmung, 
(n. 24 St.) [Gff.] 

Eine Kleinigkeit kann heftige Zorn- Aufwallung 
mit Zittern (besonders der Hände) hervor- 
bringen. [Gff.] 
1220. Höchst empfindlich; bei geringem Anlasse, ein 
Anfall von verzweifelt wüthenden Gebehrden 
mit Schluchzen; sie wirft sich aufs Bett und 
bleibt, ohne zu essen, den ganzen Tag lie- 
gen, (gleich vor dem Monatlichen.) 

Zornig, verdriefslich. 

Besorgt, und ängstlich, mit Verdriefslichkeit. 

Anfälle von Beängstigung. 

Erschreckliche Angst im Geblüte. (n. 29 Tgn.) 
1225« Aengstlichkeit, Bänglichkeit, zu manchen Zeiten. 

Abend - Aengstlichkeit; sie wird ganz roth im 
Gesichte, und so wechseln die Hitz-Schauer 
von Zeit zu Zeit. 



Sepia. 207 

Grofse innere ünruLe, viele Tage lang, mit 
Hastigkeit; er möchte gleich beim Anfange 
schon mit der Arbeit fertig seyn. 

unruhig, unheiter den ganzen Tag; viele Tage 
mit traurigen Erinnerungen beschäftigt, ängst- 
lich, hat sie nicht lange Geduld auf einer Stelle. 

Verdriefslich, muthlos. 
1230. Höchster üeberdrufs am Leben; es war ihm, 
als könne er ein so elendes Leben nicht län- 
ger ertragen, als müsse er vergehen, wenn 
er sich nicht entleibete. (n. 24 St.) 

Gänzliche Muthlosigkeit. (n. einigen St.) 

Sehr schreckhaft und furchtsam. 

Niedergeschlagen, traurig. 

Grofse Traurigkeit und öftere Anfälle von W^ei- 
nen, was sie kaum unterdrücken konnte, (n. 
8 Tagen.) 
1235. Schwermüthig, besonders früh. 

"Weinerlich. 

Sehr traurig, mit ungewöhnlicher Mattigkeit, (n. 
etlichen St.) 

(Trübe Vorstellungen über seine Krankheit auf 
die Zukunft.) 

Traurig über ihre Gesundheit. 
1240. Gereizt, ängstlich über ihre Gesundheit und 
sehr schwach, (n. 6 St.) 

Abwechselnd traurig und aufgeräumt. 

ünwillkürHches Lachen und W^einen, abwech- 
selnd, ohne entsprechende Gemüths- Stim- 
mung, (n. 2 Tagen.) 



208 



Silicea terra, Kieselerde. 

iyian nimmt ein Loth, durch mehrmaliges Glühen 
und Ablöschen in kaltem \Yasser, zerkleinten Berg- 
krystall, oder mit destillirtem Essig gewaschenen, rei- 
nen, weifsen Sand, den man, mit vier Loth zerfalle- 
nem Natrum gemischt, im eisernen Schmelztiegel 
schmelzt, bis alles Aufbrausen vorüber ist und die 
Masse in klarem Flusse steht, wo man sie dann auf 
eine Marmor - Platte ausgiefst. Das so entstandne, 
krystallhelle Glas wird nun in einem gläsernen Ge- 
schirre mit einem vierfachen Gewichte destillirtem 
YV'asser übergössen und mit Papier verdeckt. Wäh- 
rend dieser Auflösung fällt die schneeweifse Kiesel- 
erde von selbst gänzlich zu Boden, abgeschieden vom 
Natrum, dessen im Schmelzen erlangter Aetzstoff, 
mit dem Sauerstoff der Atmosphäre (und des W^as- 
sers?) verbunden, die (sogenannte) Kohlensäure ^) 
bil- 

1) Diese Saure ist auch in der Kohle ursprünglich 
nicht vorhanden, sondern bildet sich erst aus ihrem 
durchs Glühen erhaltenen Aetzstoffe dann, wenn dieser sich 
mit dem Sauerstoffe des Luftkreises oder des Wassers ver- 
einigt — ist also kein Eigenthum der Kohle, als Kohle — ; 
es ward daher dieser Säure der Namen „Kohlensäure" nur 
willkürlich und uneigentlich beigelegt. 



Siiicea. 209 

bildete, die zu dessen Sättigung und Mildwerdung, 
um die Kieselerde fallen lassen zu künnen, erfor- 
derlich war. Die hell abgegossene Flüssigkeit ist 
reines, mildes Natrum in Wasser aufgelöst. Zum 
Entlaugen der Kieselerde müssen die YVasser mit 
etwas Weingeist gemischt werden, damit sich die so 
lockere Kieselerde leichter zu Boden senke. Auf 
einem Löschpapier« Filtrum wird sie nun entwässert, 
welches man zuletzt, zwischen mehrfaches trocknes 
Löschpapier gelegt, mit einem starken Gewichte be- 
schwert, um der im Filtrum befindlichen Kieselerde 
vollends alle Feuchtigkeit zu entziehen, worauf man 
sie an der Luft oder einer warmen Steile ganz trok- 
ken werden läfst. 

Ein Gran dieser trocknen Erde wird auf die 
Art, wie ich in der Anleitung zur Bereitung der 
antlpsorischen Arzneien gelehrt habe, bis zur mii- 
lionfachen Potenz in Pulver -Yerdünnung gebracht, 
wovon ein Gran durch Auflösung und fernere \Yein- 
geist- Yerdünnungen, jede mit zwei Schüttelschlägen 
potenzirt und so durch 27 Verdünnungs- Gläser bis 
zur Decillion -Potenz gebracht wird, der einzigen, 
deren man sich füglich zu antipsorischem Gebrauche 
bedienen kann — denn in Billion-, Trillion- und 
Quadrillion -Verdünnung ist diese Arznei zu homöo- 
pathischem Gebrauche noch viel zu heftig in ihrer 
Wirkung und fängt nur bei Sextllllon- Yerdünnung 
erst an, brauchbar zu werden, doch dlefs auch nui* 
für leichtere Fälle chronischer Krankheit und robuste 
Körper, zu 1, 2 damit befeuchteten Streukligelchen 
auf die Gabe; in hohen Graden entwickelter Psora / 
aber, das ist, in schweren Fähen chronischer Krank- 

nr. 14 



210 Silicea. 

heilen bei reizbar scbwäcblicben Kranken ist es nicht 
sicher gehandelt, eine niedrigere als die Decillion- 
Potenz anzuwenden. 

In solcher Kraft -Entwickelnng (Potenzlrung) 
durch solche Verdünnungen gemäfsigt ist die Kie- 
selerde eine der hellsamsten und unentbehrlichsten 
antipsorischen Arzneien — ein grofses Geschenk 
vom Geber alles Guten — . Vorzüglich zeigt sie 
ihre Keilsamkeit, wo folgende Symptome hervorra- 
gen: Schwindel zum Anhalten; Gedächtnifs- Mangel j 
Angegriffenheit von Lesen und Schreiben; Düster- 
heit des Kopfs; grofse Düsellgkeit Abends, wie be- 
trunken; düstres, dumpfes V\'csen im Kopfe; Hitze 
im Kopfe; Kopfschmerz vom Genick heran 
bis zum Wirbel, den Nachtschlaf hindernd; täg- 
liches Kopfweh, ein Reifsen, mit Hitze in der 
Stirne, Vormittags ; t ä g 1 i c h e r K o p f s c h m e r z , von 
Mittag bis Abend, eine Schwere, die zur Stirne her- 
aus will; Zieh -Schmerz im Kopfe, es will zur Stirne 
heraus; Schmerz im Kopfe zum Zerplatzen; pochen- 
der Kopfschmerz; einseitiger Kopfschmerz, ein Rei- 
fsen und Stechen zu den Augen heraus und in den 
Gesichts-Knochen; abendlicher Kopf-Schweifs; 
juckende, nässende Schorfe, Kopfgrind; knollenartige 
Erhöhungen auf der Kopfhaut; Maar- Ausfallen; Auf- 
springen der Haut im Gesichte, sie wird rissig; 
Presbyopie; Blenden der Augen im hellen Ta- 
geshchte; schwarze, vor dem Gesichte schwe- 
bende Flecke; Gesichts- Verdunkelung, wie eine 
graue Decke; Amaurose; Feuerfunken vor den Au- 
gen; Augen -Schwäche, bei Lichte laufen beim Le- 
sen die Buchstaben in einander; bleiches Gesicht 



Siiicea. 211 

beim Lesen; Anfälle von jählingem Erblinden, er 
ist wie blind auf etliche Minuten; Thränen der 
Augen im Freien; Beifsen in den Augen; Z a- 
sch wären der Augen; Rotbe der Augen, mit 
Schmerzen in den Augenwinkeln; Augen -Entzün- 
dungen; Ohr-Getön; Lauten vor den Ohren; Ver- 
stopfung der Ohren, die zuweilen mit einem 
Knalle aufgehen; Schwerhörigkeit; bohrender 
Schmerz in den Ohren; Heransstechen aus den Oh- 
ren ; Nasenblüten; lästige Trockenheit s- 
Empfindung in der Nase; Geruchs-Mangel; 
Ausschlags -Blüthen in der Nase; Knochen -Ge* 
schwulst am Unterkiefer; nächtliches Ziehen und 
Stechen im Unterkiefer; Lippen -Geschwür im Ro- 
then der Unterlippe; Flechte am Kinne; Unterkie- 
fer-Drüsen-Geschwulst; bohrender Schmerz in den 
Zähnen; reifsender Schmerz in den Zähnen und dem 
ganzen Backen, Tag und Nacht; Wundheit der 
Zunge; Mangel des Geschmack -Sinnes; ste- 
ter Schleim im Munde; Aufstofsen; Aufstofsen nach 
dem Geschmacke des Essens; Früh-Uebelkeit; stete 
Uebelkeit und Erbrechen; Uebelkeit nach je- 
der erhitzenden Bewegung; Uebelkeit nach dem Es- 
sen; auf jedes Trinken, Erbrechen; alle Morgen, 
Uebelkeit mit Kopf- und Augen- Schmerz beim Dre- 
hen der Augen; Würmerbeseigen mit Schau- 
der; grofser Durst; alles Essen ist ihm zuwi- 
der; Abneigung vor gekochtem Essen; Ekel vor 
Fleisch; das Kind verschmäht die Mutter- Brust 
und erbricht sich auf's Saugen; Magendrücken; 
Magendrücken von schnellem Trinken; Schmerz- 
hafligkelt der Herzgrube beim Aufdrücken; 

14* 



212 Silicea. 

Greifen in der Herzgrube, auch nach dem Es- 
sen; vieljähriges Magendrücken, W^ürmerbe- 
scigen und Erbrechen nach einander, auf 
alles Essen; Vollheit auf's Essen; aufgespannter, 
harter Unterleib (bei Kindern); Knurren und Murk- 
sen im ünterleibe, bei Körperbewegung; Blahungs- 
Versetzung; schmerzhafter Leistenbruch; Leib- 
kneipen; Leibschneiden; Schneiden im ünter- 
hauche, ohne Durchfall; Leibweh, mit Durch- 
fall; mehre breiige Stühle des Tags *); Hartleibig- 
keit; Leibverstopfung, zögernder Stuhl; Hartlcibig- 
kcit, mit vielem, vergeblichen Noththun; übertrieb- 
ner Geschlechts-Trieb; allzu schwache Regel; 
mehrmonatliches Ausbleiben der Regel; Blut- Ab- 
gang aus der Bäbrmutter beim Säugen; Weifs- 
flufs, bei dem ürinlren abgehend; Welfsflufs wie 
Milch, schurlweise, mit Leibschneiden zuvor in der 
Nabelgegend; Jucken an der Scham — versagendes 
Niefsen, sie kann nicht ausniefsen; übermäfsiges 
oder allzu häufiges Niefsen; vieljährige Na- 
sen-Verstopfung; Stock-wSchnupf en; steter 
Schnupfen; öfterer Fliefs -Schnupfen; Fliefs- Schnu- 
pfen, welcher langwierige Nasen- Verstopfung hebt; 
Heiserkeit; Engbrüstigkeit und kurzer Athem, in 
der Ruhe; Kurzäthmigkeit bei geringer Handarbeit; 
kurzäthmig beim schnell Gehen; Kelchen beim schnell 
Gehen; Athem- Versetzung beim Liegen auf dem 
Rücken; Athem- Versetzung beim Bücken; Athem- 
Versetzung beim Laufen; Athem -Versetzung beim 



1) Die Kieselerde scheint viel Wechsel -Wirkungen 
zu haben. 



Silicea. 21^ 



Husten; Husten mit eiterartigem Auswurfe; Husten 
mit Scbloim- Auswurfe; erstickender Nacht -Husten; 
Eiter- Auswurf; Brust-Drücken; Brust -Drücken 
beim Husten und Niefsen; Klopfen im Brastbeine; 
Stechen von der Brust bis zum Rücken durch; Ste- 
chen unter den linken Ribben; Kreuzschmerz für 
sich und beim Befühlen, krampfhaftes Ziehen im 
Kreuze, wovor sie sich nicht aufrichten kann und 
was zum Liegen zwingt; Stechen im Rücken; Rei- 
fsen im Rücken, Rumpf- \^ eh, wie gerädert; in der 
Lende über dem Becken, Stechen beim Sitzen und 
Liegen; Einschlafen der Arme beim Auflegen 
auf den Tisch, oder beim Liegen auf den Ar- 
men; Eingeschlafenheits- Schmerz des Arms, auf 
dem er liegt; Lähmigkeit und Zittern des rechten 
Armes von geringer Arbeit; Zieh-Schmerz im Arme; 
Reifsen in den Armen; Warzen am Arme; Anfang 
von Lähmung des Unterarms, die Hand läfst die 
Sachen, welche sie halten soll, unwillkürlich fallen; 
nächtliches Stechen im Hand -Gelenke bis zum Arme 
herauf; Kriebeln in den Fingern; Ziehen und Stram- 
men in den Beinen; Drücken in den Oberschenkel- 
Muskeln; Knie -Geschwulst; Zieh-Schmerz in den 
Unterschenkeln; Taubheit der Waden; Eingeschla- 
fenheit der Füfse Abends; nach körperlicher Arbeit, 
Abends, Wadenklamm; Stechen im Fufsknochelbeim 
Auftreten; F^älte der Füfse; F ufs-Schweifs; 
vertriebner Fufs - Schweifs und Kälte der Unter- 
füfse ^); Fuls-Gcstank; Fufs -Geschwulst; beim ge- 



l) Es findet sich dann wieder ein JDünsten der UnUr- 
füfic und sie bekommen ihre natürliche Wärme. 



214 Silicea. 

linden Kratzen auf einer kleinen Stelle der Fufs- 
ßohle, ein so ungeheurer Wohllust- Kitzel, dafs er 
aufser sieh kommt, als wollte er rasend werden; 
Stiche in den Hüneraugen; (Blutwallung und Durst 
von wenigem 'Wein Trinken); leichtes Verheben; 
Schweifs heim mäfsigen Gehen; Verkältlichkeit 
beim Entblöfsen der Füfse; Frostigkeit; üeberbein; 
Gestank der Geschwüre; Unterschenkel -Geschwüre 
mit siecher Gesichtsfarbe; juckendes Geschwür am 
Oberschenkel und Fufsknöchel; nächtliches Stechen 
in allen Gelenken; Reifsen in Armen und Beinen; 
Klamm in den Armen und Beinen; Eingeschlafen- 
Leit der Glieder; abendliche Lähmigkeit der Glie- 
der; abendliche Zerschlagenheit der Glieder; allge- 
meine Kraftlosigkeit; Ohnmächtigkeit beim Liegen 
auf der Seite; oftes Gähnen; spätes Einschlafen 
Abends im Bette; allzu leiser Nachtschlaf, nur wie 
leiser Schlummer; viele Träume und öfteres Erwa- 
chen die Nacht; viele Träume, alle Nächte; 
ängstliche Träume; Zucken des Körpers die 
Nacht im Schlafe; Schwärmen die Nacht mit ängst- 
lichen Träumen; Schwatzen im Schlafe; Nacht- 
Schweifs; nächtlicher, sauer riechender, starker 
Schv/eifs; Aergerlichkeit. 

Ich habe biofs die kalkerdige Schwefel -Leber 
als x\ntidot der Kieselerde gefunden. Das öftere 
Riechen in ein Gläschen, worin sich etliche Gran 
Pulver kalkerdiger Schwefel -Leber befinden, ist zu 
diesem Behufe gewöhnlich schon hinreichend, wenn 
man, so lange die Beschwerden anhalten, alle Stun- 
den einmal hinein riecht. Kampher mildert nur un- 
bedeutend wenig. 



Silicea. 215 

Die mit [Stf.] gezeichneten Symptome sind von 
D. E. Stapf. 

Schwindel im Kopfe beständig, als ging's drin 
rüber nnd nliber, selbst im Sitzen, im Lie- 
gen weniger. 

Schwindel, ungeheuer; wenn sie geht, kommt's 
ihr zuweilen an, dafs sie nicht weifs, wo sie 
ist, und will anf die Seite, rüber und nüLer 
fallen. 

Schwindel mit Uebelkeit und Brecherlichkeit; 
sie würgt A^/ asser heraus. 

Schwindel, schon beim in die Höhe Richten der 
Augen, um aufwärts zu sehen. 
5. Die Anfälle von Schwindel kommen wie vom 
Rücken heran schmerzhaft dnrch's Genirk 
in den Kopf, sie weifs dann nicht, wo sie 
ist, und will immer vorwärtsfallen. 

Früh, beim Aufstehen aus dem Bette, taumelt er. 

Oft Schwindel, nur im Sitzen, nicht im Gehen, 
vorzüglich im Fahren, wo er jähling die Be- 
sinnung verliert, auF eine Minute lang, und 
wie ganz weg ist, doch ohne dafs es ihm 
zuvor schwarz vor den Augen wird, wie bei 
andern Arten von Schwindel. 

Alle Morgen, eine halbe Stunde nach dem Auf- 
stehen, Kopfschmerz, eine bis zwei Stunden 
lang; es ist ihm zugleich wie schwindlicht 
nnd drehend, beim Gehen und Sitzen, beim 
Bücken aber ist's, als sollte er hinfallen. 

Schwindlicht, unsicher im Gehen, er toikelt. 
10. Der Kopf ist ihm so düster und schwindlicht, 



216 Silicea, 

dafs er immer hinzufallen befürcKten mufste, 

wenn er sieb bewegte oder bückte; er konnte 

• nicht sicher geben, (mehre Wochen über.) 

Duselig, wie dumm; er konnte sich auf die rech- 
ten Ausdrücke nicht besinnen und versprach 
sich fast bei jedem Worte, (sogleich.) 

Der Kopf ist ihm wie dumm, ohne Schmerz, 
es ist ihm, als wäre zu viel Blut in den 
Kopf gestiegen, (n. 6 Tagen.) [Stf.] 

Es klingt ihr vor den Ohren, wird ihr wunder- 
lich im Kopfe und ist, als sollte sie hin und 
her und umfallen. 

Gedächtnifs - Mangel, Yergefslichkeit. 
15. Eingenommenheit des Kopfs, bei Zerschlagen- 
heit des Körpers, (n. 48 St.) 

Sie ist immer wie betrunken. 

Der Kopf ist ihm düster, (n. 4 Tagen.) 

Blut -Drang nach dem Kopfe; es klopft im 
Oberkopfe und in der Stirne, bei Schwere 
des Kopfs. 

Schwere des Kopfs. 
20, Es ist ihr, als könne sie den Kopf nicht 
halten. 

Blut- Andrang nach der rechten Schläfe. 

Hitze im Kopfe. 

Bei starkem Auftreten, oder Anstofsen 
mit dem Fufse, ein dröhnendes Er- 
schüttern im Gehirne, 

Kopfschmerz in der Mitte der Stirne, 
ein oft wiederholter, drückender 
Ruck, erneuert von schnellem Ühi- 
drehen, Bücken und Sprechen, (n. 10 
Tagen,) 



Silicea. 217 

25. Von geringer Geistes -Arbelt, Kopfsclimerz, ein 
Drücken in der Stirne. (n. 3 Tagen.) 

Drücken im Kopfe, mit Mattigkeit des Körpers. 

Kopfschmerz: Drücken im Hinterhanpte, was 
durch warmes Einhüllen des Kopfes sich 
mindert. 

Ahends, drückender Kopfschmerz auf dem TYir- 
hel bis in die Augen, (n. iS Tagen.) 

Kopfschmerz: Druck in der Stirne, von früh bis 
Abend. 
30. Ein drückendes Gefühl, als ob ihr eine grofse 
Last auf der Stirne über den Augen läge. 

Von Mittag bis Abend, ein Druck in der rech- 
ten Schläfe, (n. 19 Tagen.) 

Druck, früh, über der Nase. 

Spannen in den Augen und der Stirne, mit 
Mattigkeit des Körpers. 

Druckschmerz in der Stirne, früh, eine Weile 
nach dem Aufstehen, bei Bewegung nicht 
vermehrt, (n. 12 Tagen.) 
35. Kopfschmerz: Drücken, Spannen, Pressen, wie 
zusammengedrängt, oder aus einander ge- 
prefst. 

Im Oberkopfe, harter, ruckweiser Druck ins 
Gehirn hinein, in Anfällen, die 1, 2 Minu- 
ten anhielten. 

Kopfschmerz, als wollte alles zum Kopfe heraus, 
und wollte der Schädel zerplatzen. 

Kopfschmerz vom Nacken herauf nach dem Schei- 
tel zu, als käme es vom Rücken her. (n. 21 
Tagen.) 

(Widriges Gefühl, ^Is wäre alles lebendig im 
Kopfe und drehetc und wirbelte drin.) 



218 Silicea. 

40. Kopfschmerz, Bohren in der Stlrne, viele Tage 
nach einander. 

Kopfschmerz: Relfscn, als wolle der Kopf zer- 
platzen und Klopfen darin vom W^irhel an, 
wie innerlich und änfserlich zugleich, dahei 
Frostigkeit; er mufste liegen und wendete 
sich im Bette immer hin und her, vier Stun- 
den lang — das fest Binden des Kopfs er- 
leichterte. 

Kopfschmerz den ganzen Tag, gegen Ahend zu 
vermehrt, in der Stirne nach den Seitenhei- 
nen hin, wie ein Reifsen, durch Bewegung 
verschlimmert, (n. 13 Tagen.) 

Alle Nachmittage, Reifsen im Vorderkopfe, von 
2 his 7 Uhr. 

Nachmittags, Beifsen und Stechen im Kopfe. 
45. Stiche in den Schläfen. 

Empfindlich stechender Kopfschmerz in der 
Stirne. (n. einigen St.) 

Ein wüstes Stechen im Kopfe, mit grofsem ün- 
muthe und vieler Aergerlichkeit. (n. 10 Tgn.) 

Früh -Kopfschmerz: Stechen und Pochen in der 
Stirne. 

Kopfschmerz, Pochen in der Stirne, Nachmit- 
tags, 1 Stunde lang. 
50. Kopfschmerz: Zucken in der Stirne, meist die 
Nacht. 

Der Kopf ist empfindlich, wie nach starken 
Kopfschmerzen, (n. 17 Tagen.) 

Der Kopf ihut äufserllch hei Berührung weh. 

Die Hut-Bedeckung macht empfindlichen Schmerz 
auf den Hinterhaupt -Höckern. 



Silicea. 219 

Zuckender Schmerz auf der rechten Seite des 

Hinterhauptes. 
55. Pxieseln über den Haarkopf we^, als sträubten 

sich die Haare, doch ohne Frost. 
Jucken auf der Haut des Hinterkopfs. 
Arges Jucken an der linken Kopf- Seite, (n. 14 

Tagen.) 
Viel Jucken auf dem Haarkopfe. 
Die beim Jucken gekratzten Stellen auf dem 

Haarkopfe schmerzen dann wie wund. 
60. Juckende Ausschlags -Blüthen auf dem Haar- 
kopfe. 
Juckende Knoten auf dem Kopfe und im Nacken. 
(Die Stirne ist ihm wie taub und abgestorben.) 
Hitze im Kopfe und in den Ohrläppchen (n. 

8 Tagen.) 
Hitze und Brennen im Gesichte, nach etwas 

Waschen desselben mit kühlem Y^asser, 

zwei Stunden lang. 
65. Ausschlags -Blüthen auf der Stirne und über der 

Nase. 
Eine Ausschlags -Bliithe an der Augenbraue. 

(n. 6 Tagen.) 
Jucken in den Augenbrauen. 
Hitze in den Augen, (n. 9 Tagen.) 
Ein Geschwür am linken Auo^e. 
70. Geschwulst in der Gegend der rechten Thränen- 

Drüse und des Tbränen- Sacks, (n. 6 Tgn.) 
Die Augen sind früh zugeschworen. 
Empfindung im linken Auge, als wenn es voll 

Wasser wäre, was doch nicht ist. 
Viel Augenbutter in den innern W inkeln. 



220 Silicea. 

Beide Augen schwären die Nacht zu und die 
Augenlider schmerzen scLründend. 
75. Beifsen in den Augenwinkeln, früh, auch wenn 
er nicht liegt. 

Schrunden in den Augen. 

In heiden Augen, ein schmerzhafter Krampf, der 
ihr die Augen so fest suzieht, dafs sie sie 
nur mit grofser Anstrengung öffnen kann. 

Druck in den Augenlidern, (n. 8 Tagen.) 

Drücken in den Augen, täghch, Nachmittags um 
4 Uhr. 
80. Im linken Augenwinkel, Drücken und Pressen. 

Aufser Drücken im ohcrn Augenlide, heftige 
Stiche darin, wie von einem eingestochenen 
Splitter, wobei ihm die Sehkraft verging, 
^ Stunde lang. (n. 4 St.) [Stf.] 

Die Augenlider fippern. (n. 10 Tagen.) 

Thränen in den äufsern Augenwinkeln. 

Die Augen thränen und sind wie dunkel. 
85. Anfälle von Blenden der Augen am Tageslichte, 
so dafs er auf Augenblicke gar nichts sehen 
kann. 

Jucken am obern Augenlide. 

Feuchtes Ohrschmalz in Menge, (n. 9 Tagen.) 

Jucken an den äufsern Ohren. 

Hinter den Ohren, Schorfe. 
90. Im Knochen hinter dem Ohre, ein zuckend 
schneidender Schmerz. 

Das Ohr ist wie verstopft, (n. 8 Tagen.) 

Ein schmerzhaftes Pressen im Gehörgange. 

Klammartiges Ziehen im rechten Ohre. (n. 
24 Stunden.) 



Silicea. 221 

Glucksen im recLten Ohre. 
95. Im linken Ohre, zuckender Schmerz. 

Unordentliches Gluckern im rechten Ohre, als 
schlüge etwas ans Trommelfell an, was im 
Kopfe dröhnt und ihn ängstlich macht. 

Taktmäfsiges Fauchen vor dem linken Ohre. 

Pochen im rechten Ohre. 

Pochen vor dem Ohre, auf welchem er in der 
Nacht lag. 
100. Im rechten Ohre, Gefühl, aU sei etwas drin, 
dabei dumpfes Brummen, mit viertägiger 
Schwerhörigkeit, besonders früh beim Auf- 
stehen, (n. 5 Tagen.) [Stf.] 

Ohr -Brausen, wie Glocken- Geläute, so stark, 
dafs sie Nachts davor nicht liegen kann, son- 
dern zu Viertelstunden aufstehen und her- 
umgehen mufs. (n. 5 Tagen.) 

Ein donnerndes Brausen und Murren im rech- 
ten Ohre. (n. 36 St.) 

üeberempfindlichkeit gegen Geräusch, selbst bis 
zum Zusammenfahren. 

Harte Geschwulst der Ohrdrüse, einen halben 
Zoll unter dem Ohre, auf beiden Seiten des 
Halses , beim Bewegen des Kopfs und beim 
Befühlen strammend schmerzhaft. 
105. Zerschlagenheits- Schmerz vor dem linken Ohre 
im Kiefer -Gelenke, beim Anfühlen und beim 
Kauen. 

Jucken im Backenbarte. 

Nasenbluten, (die ersten Tage.) 

Starkes Nasenbluten, (n. 20 St.) 

Er schnaubt bkitigen Schleim aus der Nase. 



222 Silicea. 

110. Blofs beim Blicken fallen itm zuweilen Bluts- 
tropfen aus der Nase. 

Nasen- Trockenheit und beim Stören mit dem 
Finger, Nasenbluten. 

Scharfes Wasser lilnft aus der Nase, in Menge 
(doch kein Schnupfen), was die innere Nase 
und die Nasenlöcher wund und blutig macht; 
es roch wie Bial;, oder wie von einem frisch 
geschlachteten Thiere aas der Nase, fünf 
Tage lang. (n. einigen St.) 

In der einen Nasen -Kühle ist es ihm, zwei 
Tage lang, geschwürig, puckenden Schmer- 
zes, drauf in der andern Nasen -Höhle eben 
so geschwürig, strahlend und strammend bis 
ins Gehirn — wodurch klopfender Kopf- 
schmerz in der Stirne entstand; die Nasen- 
spitze schmerzte beim Befühlen wie unterkö- 
thig. (n. 10 Tagen.) 

Unten an der Nasen -Scheidewand, eine wund 
schmerzende Steile, welche beim Berühren 
stichiicht wehthut. (n. 4 Tagen.) 
1J5. Die Nasen- Scheidewand ist schmerzhaft. 

Schründend schmerzender Schorf tief in der 
rechten Nase. 

In der Rinne hinter dem Nasenflügel Jucken 
und Wundheits- Schmerz, (ohne Wundheit.) 

Auf der Nase, eine Ausschlags -Biüthe. (n. 6 
Tagen. ) 

Neben der Nase, aut dem Batken, ein grofser, 
wenig schmerzender Blutschwar. (n. etlichen 
Tagen.) 
120. Keifsen in dem linken Backen (später auch im 



Silicea. 223 

recbten) vier Standen lang, worauf die lin- 
ken Backzähne stumpf wurden, (n. 3 Ta- 
gen.) [Stf.] 

Von Zeit zu Zeit weifse Flecke auf den Wanden. 

Am Rande der Oberlippe, AusscLlags- 
Bläschen, welche bei Berührung wie fei- 
nes Stechen oder Schrunden schmerzen. 

Ein Ausschlags -Blas eben am Rande des 
Ruthen der Oberlippe, Anfangs jük- 
kcnd, dann, als Schorf, blofs seh run- 
dend schmerzend. 

Zwei grofse Ausschlags -Blüthen auf der Ober- 
lippe. 
125. Juckender Schorf auf der Mitte der Oberlippe, 
am Rande des Rothen. (n. 16 Tagen.) 

Geschwüriger Mundwinkel, juckender Em- 
pfindung, mit Schorfen, viele Tage lang. (n. 
24 Stunden.) ' 

Ein Blüthchen am Rande des Rothen 
der Unterlippe, sehr schmerzhaft. 

Starke Geschwulst der Unterlippe, zwei Tage 
lang. (n. 17 Tagen.) 

Am Kinne, ein Blutschwär, der bei Berührung 
stechenden Schmerz verursacht, (n. 4 Tagen.) 
130. Am Kinne, eine Ausschlags -Blüthe. (nach 6 
Tagen.) 

Geschwulst der rechten Seite der Halsmuskeln. 

Steifheit der einen Seite der Halsmuskeln; er 
konnte vor Schmerz den Kopf nicht wenden, 
(n. 46 St.) [Stf.] 

Auf der linken Seite des Halses, ein Pressen, 
als wären da die Adern angeschwollen. 



224 Silicea. 

Die Unterkiefer -Drüsen schmerzen beim Befäh- 
len, ob sie gleich nicht geschwollen sind. 
135. Geschwulst der Hals-Drüsen, (n. 5, 25 

Tagen.) 
Stiche in den Hals -Drüsen, (n. 44 St.) [Stf.] 

Stiche in der Unterkiefer -Drüsen -Geschwulst, 
(n. 3 Tagen.) 

Eine bei Berührung schmerzhafte Geschwulst 
der linken Unterkiefer- Drüsen, mit 
Zieh -Schmerz darin, und Halsweh, wie von 
innerer Geschwulst beim Schlingen, (n. 24 
Stunden.) 

Der Schildknorpel schwillt an, die Stelle ist 
juckend, beim Anfühlen aber sticht's drin, 
(n. 20 St.) 
l40. Geschwulst des Zahnfleisches; warmes Getränk 
macht Brennen drin und beim Kauen schmerzt 
es wie wund. 

Schmerzhafte, entzündete Geschwulst des Zahn- 
fleisches, (n. 6 Tagen.) 

Ein unterer Backzahn schmerzt, als wäre er zu 
lang. 

Beim Essen fahrt's in einen Schneidezahn, (n. 
9 Tagen.) 

Ziehen in den untern Schneidezähnen. 
145. Einfacher, steter Zahnschmerz, weicher beim 
Essen schweigt, in der Nacht aber am hef- 
tigsten ist und nicht schlafen läfst. 

Reifsend stechender Zahnschmerz in einem hoh- 
len Zahne, blofs beim Essen, (n. iO Tgn.) 

Reifsender Zahnschmerz blofs beim Essen und 
eine Viertelstunde drauf noch anhaltend. 

Hef- 



Siiicea. 225 

Heftige Z ahn sclim erzen, ancli Weh des ganzen 

Unterkiefers, Drücken und Rucke, wovor er 

die Nacht nicht schlafen- kann. 
Stechender Zahnschmerz, wovor er die Nacht 

nicht schlafen kann, mit Hitze im Backen; 

er durfte nichts Warmes in denMand hrinofen. 

150. Stechender Zahnschmerz; er darf weder War- 
mes noch Kaltes in den Mund nehmen. 

Brennendes Stechen in mehren Zähnen, welche 
nach dem Essen zu schmerzen anfangen; sie 
wüthen am schlimmsten des Nachts, und 
werden durch Eindringen der freien Luft ver- 
schlimmert; dahel ist Hitze im Kopfe und 
Brennen im Backen. 

Empfindung vorne auf der Zange, als wenn ein 
Haar drauf läge. (n. 28 St.) 

Geschv/ulst der rechten Hälfte der Zunge, doch 
unschmerzhaft, (n. 5 Tagen.) 

Ein Geschwür am Gaumen, welches bis an das 
Zahnfleisch reicht, (n. 13 Tagen.) 

155. Es kommt ihr ganz heifs aus dem Munde, (n. 

13 Tagen.) 
Das Zäpfchen ist verlängert, hei Trockenheit 

im Halse. 
Stete Mund- Trockenheit, (n. 30 St.) 
Mund und Lippen sind ihm trocken. 
Viel Speichel im Munde, (n. 8 Tagen.) 

160. Das "Wasser läuft ihm immer im Munde zu- 
sammen und er mufs viel ausspucken. 
Viel Schleim im Halse, den sie ununterbrochen 
ausrahkscn mufs. (n. 24 St.) 

m. 15 



226 Silicea. 

Halsweh, mit sehr vielem Schleime im Halse. 

(n. 48 St.) 
Halsweh, wie ein Knollen links im Halse, heim 

Schlingen schmerzend, (n. 4 Tagen.) 
Der Hals thut früh kratzig weh und Abends 

sticht's bisweilen drin. 
165. Der Hals thut weh, als wenn er über etwas 

W^undes wegschlucken mufsle, bisweilen 

sticht es drin. 
Bitter im Halse, wie aus dem Magen. 
Oelichter Geschmack im Munde, (n. etlichen 

Tagen.) 
Nach jedem Genüsse, Säure im Munde. 

(n. 3, 10 Tagen.) 
Nach jeder Speise, Aufstofsen und Säure und 

vom Magen herauf bekommt sie von jeder 

Speise einen garstigen Geschmack im Munde, 

den sie behält, bis sie wieder ifst. 
170. Viel Durst, (n. 5 Tagen.) 

Sehr viel Durst und Halstrockenheit, (nach 10 

Tagen.) 
Gänzliche Appetitlosigkeit, (n. 30 St.) 
Wasser läuft ihm im Munde zusammen mit 

Appetite, er weifs nicht, worauf. 
Appetit blofs auf Kaltes, Ungekochtes. 
175. Er hat grofsen Hunger und ifst gehörig viel, 

klagt aber dabei, dafs oben im Halse alles 

zu wäre. 
Nagender Magenschmerz, der sich durch einen 

Bissen Weifsbrod tilgen läfst, auf kurze Zeit, 
üebertriebner Hunger. 
Abends, Hunger; er afs mehr und ward doch 



Silicea. 227 

niclit satf, nach einer Viertelstande aber ent- 
steht Geflilil von Yollheit des Magens, (n. 
15 Tagen.) 

Oefteres, leeres Aufstofsen. (n. 48 St.) 
180. Lautes Aufrülpsen. 

Früh, saures und bittres Aufstofsen, wie von 
verdorbenem IMagen. 

Soodbrennen nach allem Essen; es brennt 
herauf, Wasser lauft im Munde zusam- 
men, sie mufs viel spucken, (n. 7, 20 Tgn.) 

Oft wiederkehrende üebelkeit, ohne Erbrechen, 
auch früh nüchtern, wie in der Herzgrube, 
Lei gutem Appetite und Wohlgeschmack am 
Essen, (n. 20 Tagen.) 

Früh, kurze Üebelkeit, drauf aber jählinge Mat- 
tigkeit und Frost bis Mittag. 
185. Beim Rauchen des (gewohnten) Tabaks, plötz- 
lich wie ohnmächtig, übel und zitterig. 

üebelkeit wie im ünterbauche, welche bald her- 
auf steigt, bald wieder herunter geht, mehre 
Tage nach einander. 

Früh am schh'mmsten beim Aufstehen aus dem 
Bette, Anfälle: es windet in der Herzgrube, 
und es steigt dann unter starkem Herzklopfen 
und argem Drücken oben im Brustbeine, eine 
üebelkeit bis in den /Hals; sie mufs bittres 
Vi-^asser auswürgen — von Essen wird's min- 
der; Speise wird nicht ausgebrochen. 

Blähende Speise drückt sie wie ein Klump im 
IMagen; sie mufs sie wegbrechen. 

Magendrücken, (n. 14 Tagen.) 
190. Schwere im Magen, wie Blei. 

15* 



228 Silicea. 

Nach Tisclie Hegt's wie ein Stein im Magen, 
mit Gefiihl von Yolllieit. 

Gcfölil, als halte er etwas Schweres im Magen, 
bei Mangel an Appetite. 

Nach einmah'gem Anfstofsen erst drückender, 
dann klemmender Magenschracrz. 

Drücken im Magen und Schneiden in den Där- 
men, alle halbe Stmiden. 
195. Magendrücken vermehrt vom Gehen in freier 
Luft, unter häufigem, leerem Aufstofsen. 

Grimmen und Nagen im Magen mit üebelkeit, 
wobei es ihm kalt und warm über Rücken 
und ' Nacken läuft, unter hörbarem Kollern 
im Bauche; beim Liegen mit herangezoge- 
nen Beinen vergeht der Schmerz. 

Brennen in der Herzgrube. 

Nach dem Abend -Essen, arges Aufstofsen, (n. 
12 Tagen.) 

Nach dem Essen, Magendrücken. 
200. Nach dem Essen, Schmerz -Anfälle, wie Krampi 
im Magen, (n. 16 Tagen.) 

Nach dem Mittags -Essen, Schneiden im Ober- 
bauche, (n. 6 St.) 

Beim Mittags -Essen, Gefühl als sträubten sich 
die Haare. 

Nach dem Essen, starke Gesichts - Hitze. 

Nach dem Essen ist ihm der Kopf wie benebelt, 
die Augen sind ihm wie geblendet, er kann 
sie nicht aufthun. (n. 10 Tagen.) 
205. Nach dem Essen, matt und sehr schläfrig; er 
mufs schlafen. 

In der Gegend unter den linken Bibben, Schmerz, 
als wollte es da zerreifsen. 



Silicea. 229 

Immer derber^ Loch aufgetriebner Unterleib, der 
sie sehr unbehagHch macht. 

Stark aufgetriebner Unterleib; die Blähungen 
gehen nicht ab; es erfolgt mehr Aufstofsen. 

Nach wenigem Essen, Büttags und Abends, em- 
pfindliches Leibweh — was sich nach vie- 
lem Aufstofsen verliert, (n. 50 St.) 
210. Nach dem Essen, ist's ihm wie alles zu voll 
und als drückten die Kleider, obgleich der 
Unterleib nicht aufgetrieben war, vielmehr 
eingezogen. 

(Reifsen im Unterleibe.) (n. 10 Tagen.) 

Selbst nach etwas YV^armbier, heftiges Leibweh 
— was sich nach Poltern im Bauche und 
leerem Aufstofsen verliert, (n. 2 Tagen.) 

'VV'^indender Schmerz im Bauche. 

Zwei Stunden nach dem Essen, Leibschmerz, 
wie Kneipen, v/as sich von Zeit zu Zeit er- 
neuert. 
215. Fast alle Nachmittage, heftiges, doch kurzes 
Leibkneipen, (n. 12 Tagen.) 

Schneiden in der Nabel- Gegend, von Zeit zu 
Zeit. (n. 2 Tagen.) 

Scbneidende Leibscbmerzen, auch Nachts, an- 
fallsweise, (n. 13 Tagen.) 

Arges Schneiden im Unterbauchc, mit Blähungs- 
Versetzung: sie füblte schmerzlich jeden Tritt, 
(nach Heben einer kleinen Last.) 

Schneiden im Unterbauche, ohne Durchfall. 
220. In der linken Bauch -Seite, niebr äüfserlich, 
stechender Schmerz, blofs im Geben, (n. 6 
Tagen.) [Stf.] 

Brennen in ueu Gedärmen. 



230 Silicea. 

Ein Druck in der Nabel -Gegend. 

Ein drückender Schmerz unter der Nabel -Ge- 
gend, kurz vor und bei dem Stuhlgänge, (n. 
8 Tagen.) [Stf.] 

Heftiges Leibweh, wobei es ihr ist, als ob sie 
erstarrte; die Hände werden gelb und die 
Nägel blau, wie abgestorben, (n. 5 Tagen.) 
225. Leibweh, wobei sie viel Neigung zum Dehnen . 
und Strecken hat. (n. 4 Tagen.) 

Arges Kollern im Bauche. 

Es geht ihm hörbar im ünterleibe herum. 

Sehr stinkende Blähungen, (den zweiten 
Tag.) 

Vor dem Blähungs- Abgange, Bauchweh. 
230. Knurren und Kollern im ünterbauche, 
besonders in der Gegend des Leistenbruchs, 
(n. 12 St.) 

Aufgetriebenheit des Unterleibes, mit Schmer- 
zen in der Bruchstelle, (n. 15 Tagen.) 

Schmerz im Leistenbruche, (n. 2 Tagen.) 

Im linken Schoofse, ein Gefühl wie von Ge- 
schwulst, oder als drückte sich da ein Bruch 
hervor, (n. 16 Tagen.) 

Schmerzen im rechten Schoofse. 
235. Schmerz in der Bruchstelle, als würde da etwas 
herausgerissen, (n. 11 Tagen.) 

Mittags und Abends, eine Beklemmung im ün- 
terbauche theils nach dem Mastdarme, thcils 
nach den Genitalien zu, wie ein Drang. 

Er hat immer Bauchschmerzen, auch bei Leib- 
verstopfung. 

Die ersten Tage, Leibverstopfung und dann 
sehr harter Stuhlgang. 



Silicea. 231 

Hartleibigkeit, (den ersten Tag.) 
240. Die ersten Tage sehr harter, die folgenden 
aber, wieder guter Stuhlgang. 

Dreitägige Leibverstopfung (n. 14 Tagen), dann 
Stuhl aus kleinen, harten Knollen zusam- 
mengesetzt. 

Dl-e ersten drei Tage, Leibverstopfung, trotz 
öftern Dranges zum Stuhle; die folgenden 
3, 4 Tage ungnüglicher, sehr harter Stuhl, 
mit Anstrengung. [Stf.] 

\^^ie Schwäche des Mastdarms, als hätte er 
keine Kraft, den Koth auszutreiben, welcher 
lange drin stehen bleibt. 

Nach langem Noththun und Drangen zum Stuhle 
bis zum Wehthun der Bauchmuskeln, schnappt 
der schon vorgetriebene Koth stets wieder 
zurück. 
245. Guter Stuhlgang, aber mit vielem Pressen und 
Drängen. 

Nach weichem, von Pressen begleiteten Stuhl- 
gange, drückender Schmerz in der rechten 
Schläfe, später leeres Aufstofsen. (nach 16 
Tagen.) 

Zwei Tage lang, sehr oft weicher Stuhl, ohne 
Durchfall, (n. 13 Tagen.) 

Mehrtägiger Durchfall, Tag und Nacht, ohne 
Lelbwch. (n. 7 Tagen.) 

Ftöthlicher Schleim beim Stuhlgange. 
250. (Oefterer Abgang weniger, aashaft stinkender 
Flüssigkeit.) 

Zuckender Schmerz, fast wie ein stumpfer Stich 
im INlastdarme. 

Stechen im Mastdarme. 



232 Silicea. 

Ein grofser Stich im Mastdarme. 

Beim Gellen, einige starke SllcLe im Mastdärme 
nach den Genitalien zu. (n. 30 Tagen.) 
255. Spannen im After. 

Beim Stuhlabgange, Schmerz im After, als wäre 
er zugeschnürt. 

Nach dem Stuhlgange, ärgere Brusthekiemmung. 

Die Mastdarm -Aderknoten treten heim Stuhl- 
gange stark heraus, gehen sehr schwer zu- 
rück, und es geht blutiger Schleim aus dem 
Mastdarme ah. (n. 5 Tagen.) 

Der After feuchtet. 
260. Die heim Stuhlgange ausgetretenen Mastdarm- 
Aderknoten klemmen sich im After ein. (n. 
21 Tagen.) 

Es tritt am After eine Federspuhl dicke Ader 
auf, mit Jucken und Pressen, (n. 4 Tagen.) 

Die obgleich wenig ausgetretenen Mastdarm- 
Aderknoten sind schmerzhaft empfindlich, (n. 
24 Stunden.) 

In den Mastdarm-Aderknoten, stechender Schmerz, 
(n. 22 Tagen.) 

Die obgleich wenig ausgetretenen Mastdarm- 
Aderknoten sind schmerzhaft empfindlich, (n. 
24 Tagen.) 
285. Der Urin wird schnell trübe. 

Es bildet sich gelber, griesartiger Sand im ürine. 
(die ersten Tage.) 

Der Urin setzt gelben Sand an. 

Oefterer Drang zum Harnen, (n. 25 Tagen.) 

Er mufs früh (um 7 Uhr) alle Viertelstunden 
harnen, mehre Tage nach einander, (n. 9 
Tagen.) 



Silicea. 233 

270. Oefteres, aber vergeblicLes Drängen zum üri- 
niren. (n. 12 Tagen.) 

Harn- Drängen, mit Schrunden in der Harnröhre. 

"Während des Urinirens, Schrunden in der 
Harnröhre, (n. 2 Tagen.) 

Es juckt unter der Vorhaut. 

Die Vorhaut sieht roth bei der Krone, als ob 
es hautlos wäre und juckt öfters. 
275. Ein juckender und nässender Fleck am Ho- 
densacke. 

Schweifs des Hodensacks, Abends. 

Ein Druck in den Samensträngen, bei schlaff 
hängenden Hoden, (die ersten Tage.) 

Geschlechtstrieb die ersten 8 Tage sehr aufge- 
regt; Nacht und Tag, halbe Stunden dauernde 
Erektionen, mit herangezognen Hoden. 

Starke Erektion bei schlaff hängendem Hoden- 
sacke, (n. 5 Tagen.) 
280. Nachts, starke Erektion, ohne Geschlechtstrieb. 

Oeftere, starke Erektionen am Tage, ohne Ver- 
anlassung, (die ersten Tage.) 

Die Erektionen entstehen nur langsam, (n. 23 
Tagen.) 

Keine Erektionen , ja keine Spur davon mehr, 
(n. mehren Tagen.) 

Ausflufs des Vorsteher -Drüsen -Saftes bei ge- 
prefstem Stuhlgange. 
285. Bei jedem Stuhle, Abgang von Vorsteher-Drü- 
sen- Saft. 

Beim Beischlafe bekommt sie Üebelkeit. (n. 21 
Tagen.) 

Starkes Rühren des Kindes bei einer Schwän- 
gern. 



234 Silicea. 

Reifsen m der Mutterscheide herauf, Leim Mo- 
natllclien. 

Zur Zeit des Neumondes einiger BlutaLgang, 
etliche Tage lang, 11 Tage vor Eintritt der 
zum richtigen Termin erscheinenden Regel, 
(n. 12 Tagen.) 
290. Verstärkt das Monatliche, (nach 13, 36 
Tagen.) 

Die seit drei Monaten ausgehliehne Regel er- 
scheint, (n. 2 Tagen.) 

Vor Eintritt der Regel, starker Druck üher den 
Augen und ein heengendes Gefühl, als wenn 
sie etwas sehr Schweres drückte, (nach 22 
Tagen.) 

Gleich vor und hei der Regel grofse Hartlel- 
higkeit. 

Beim Flufs der Regel, arges Brennen und 
V\^undheit an den Schamthcilen, auch Aus- 
schlag an der Inseite der Oherschenkel. (n. 
23 Tagen.) 
295. Während der Regel, ein Ziehen zwischen den 
Schuherhlättern, hlofs die Nacht; sie mufste 
sich zurückbiegen, um sich zu erleichtern. 

W^eifsflufs, heifsonden Schmerzes, besonders 

nach sauern Genüssen. 

• 

^ •¥■ 

Oefteres Niefsen. (n. 36 St.) 

Viel Niese-Reiz, doch konnte sie sel- 
ten zum Niefsen gelangen oder aus- 
niefsen. (n. 28, 48 St.) 

Beim Niefsen schmerzt die ganze Brust, als 
sollte sie zerspringen. 



Silicea. 235 

300. Yöllige Nasen-Yers top fang, so dafs sie 
kaum sprechen konnte und den Mund auf- 
sperren mufste, um Athem zu Lolen. (n. 12 
Stunden.) 
Viel Schleim- Abgang aus der Nase, und doch 

kein Schnupfen. 
Fliefs-Schnupfen. (n. 5, 6, 12 Tagen.) 
Starker Schnupfen, (n. einigen St.) 
Sie wird den Schnupfen gar nicht los und hat 
bald Stocks bald Fliefs-Scbnupfen. 
305. Heiserkeit, mit öfterm trocknen Hüsteln, (n. 3 
Tagen.) 
Beim Athmen fühlt er etwas W^undes im Luft- 
röhrkopfe und wie rauhen Hals. 
Oefteres, trockncs Hüsteln, (n. 3 Tagen.) 
Ein kitzelndes Jucken in der Luftröhre in der 
Gegend des Hals- Grübchens, was nahe Er- 
stickung droht, bis tief erschütternder Husten 
ausbricht, welcher Stunden lang ununterbro- 
chen anhält, und Schmerz im ünterbauche 
und im Halse zuweo:e bringt. 
Von dem vielen trocknen Hüsteln thut 
ihr die Brust weh, wie wund. (n. 5, 
21 Tagen.) 
310. Ungeheurer, anhaltender Husten, mit Auswurf 
vielen, durchsichtigen Schleims. 
Fünfwöchentlicher Husten, (n. 12 Tagen.) 
Auf der Brust drückt's ihr sehr, wenn sie hu- 
sten wlll^ sie kann vor dem Schmerze nicht 
aulhusten. 
Empfmdung, als hätte er ein Haar auf der Zun- 
genspitze, was bis in die Luitröhrc reiche, 



236 Silicea. 

wodurch ein reizendes Knebeln entsteht, so 
dafs er oft hüsteln und kotzen mufs. (n. 10 
Tagen.) 

Zwei iahende tritt Husten ein, welcher die ganze 
Nacht durch dauert, mit Fieber verbunden 
— auf Erwärmung des Unterleibes verging er. 
315. Nacht -Husten, (n. 15 Tagen.) 

Sie hustet blutigen Schleim aus. 

Früh, bei argem Husten, etwas Blut- Auswurf, 
(n. 7 Tagen.) 

Gegen Mittag, bei tiefem, hohlem Husten, etwas 
Auswurf hellen reinen Buites und eine Vier- 
telstunde drauf. Anwandlang von Ohnmacht, 
(n. 4 Tagen.) 

Blut -Andrang nach der Brust, (n. 10 Tagen.) 
320. (Oefters, tiefes, seufzendes Athemholen.) 

Beengung der Brust, (n. 3 Tagen.) 

Beengung der Brust, abwechselnd mit Rücken- 
schmerz, (von Verkältung?) (n. 19 Tagen.) 

Oft ist sein Kopf und seine Brust beengt, mit 
ängstlicher Stimmung. 

Früh, beim Erwachen, engbrüstig, (n. 17 Tgn.) 
325. Brust -Beklemmung, als würde ihm der Hals 
zugeschnürt, vorzüglich nach dem Essen. 

Starke, obgleich schmerzlose Beklemmung auf 
der Brust; er kann nicht tief einathmen. (n. 
12 Tagen.) 

Herzklopfen, bei ruhigem Sitzen, wobei die Hand, 
worin er etwas hält, zittert. 

(In der linken Brust -Seite, ein zerreifsender 
Schmerz.) 

Starker Stich durch die rechte Brust-Seite, (n. 



9 Tagen.) 



t 



Silicea. 237 

330. Stechen in der rechten Seite, (n. 12 St.) 

unter dem rechten Arme, Schmerz, als hahe 
das Kleid gedrückt, doch sieht man nichts. 

In den linken Ribhenmiiskeln, täglich, von Zeit 
zu Zeit, ein kneipender Ruck, ohne Bezug 
auFs Äthmen, und nicht durch's Befühlen 
zu ändern. 

Druckschmerz in der linken Brust, an den fal- 
schen Ribben. (n. 10 Tagen.) 

Scharfer Druck auf der linken Brust. 
335. Drücken und Ziehen in der rechten Brust-Seite 
nach der Achselgrube zu. 

Heftiger Druck auf beide Brustseiten, wohl eine 
Stunde lang. 

Schmerz des Steifsbeins, wie nach langem Fah- 
ren zu Wagen. 

Starker Kreuzschmerz, (n. 9 Tagen.) 

Lähmung im Kreuze, (n. 15 Tagen.) 
340. Früh, beim Aufstehen, Schmerz im Kreuze, wie 
kreuzlahm, (n. 30 Tagen.) 

Früh, nach dem Erwachen, beim Anfange der 
Bewegung, Rückenschmerz, was weiterhin 
vergeht. 

Steifheit im Fiücken. (n. 13 Tagen.) 

(Klopfen im Rücken.) 

Frostigkeit im Fiücken. 
345. Beim Gehen im Freien, wenn ihm warm wird. 
Brennen im Rücken. 

Jucken im Rücken. 

Arges Reifscn, oder puckendes Drücken im 
Rücken, mit Frost, was in einen dampf 
drückenden Kopfschmerz übergeht, mit Hitze 
im Kopfe, (die ersten Tage.) 



238 Sllicea. 

Sclimerzhaftes Schneiden im Rücken, den gan- 
zen Tag. (n. 8 Tagen.) 

Brenn- Schmerz im linken Schulterblatte, (n. 4 
Tagen.) 
350. Oft Stechen im rechten Schulterhlatte. (n. 5 
Tagen.) 

Ein Fippern in der Haut der Schulterblatter. 

Spannend ziehender Schmerz im rechten Schul- 
terblatte, (n. 21 Tagen.) 

Anfalle von Zieh -Schmerz in den Schulterblät- 
tern; darauf kommt's in das Genick und in 
den Kopf; dann wird es ihr duselig, als sollte 
sie hiniallen. 

Druck auf den Schulterblättern, mehr früh, in 
der Ruhe, als bei Bewegung, als läge eine 
Last drauf; sie deuchteten ihm geschwollen 
— dieser Druck- Schmerz benimmt ihm den 
Athem, wenn er sich mit dem Rücken an- 
lehnt. 
355. BUilhen- Ausschlag im Nacken, (n. 24 St.) 

Juckende Bkuhen im Nacken, wie Nessel-Aus- 
schlag, (n. 9 Tagen.) 

Ein Blutschwär im Nacken. 

Im Genicke, wie gespannt, (n. etlichen St.) 

Steifheit im Genicke, wobei der Kopf weh 
' thut. 
360. Schmerz in der Schulter, wie ein Druck, der 
sich bis in die Hand erstreckt, und ihr das 
täuschende Gefühl verursacht, als könne sie 
nichts Schweres heben, während sie doch 
die Hand gehörig brauchen kann, (sogleich.) 

Meist die Nacht, arger Druck -Schmerz in der 



Siiicea. 239 

rechten Scbiilter bis an den Ellbogen, sobald 
er sich entblöfst und daran kalt wird. 

Abends, im rechten Schulter -Gelenke, ein 
schmerzhafter Ruck, der ihm den Arm hoch 
in die Höhe schnellte, (n. 7 Tagen.) 

Weh in der Achsel -Drüse, wie ein Ziehen, 
(n. 19 Tagen.) 

Relfsen in der Achsel bei Bewegung. 
365. Relfsen in beiden Armen. 

(Klopfen im rechten Arme, wovon man das 
Zucken der Muskeln mit der andern Hand 
fühlen kann; der Arm ward davon wie ge- 
lahmt, und es kam wieder, wenn er den Arm 
hoch hielt.) (n. 10 Tagen.) 

(Klopfen im rechten Arme, nach dem Essen.) 

Zuckender Schriierz im rechten Oberarme, (n. 
JO Tagen.) 

Zuckender Schmerz im linken Unterarme. 
370. Im rechten Arme, eine Unruhe und ein Zittern. 

Bei einer anhaltenden Arbeit im Bücken, Blut- 
Andrang nach dem Arme; sie wurden wie 
geschwollen und zitterten, eine Stunde lang. 

Matt in den Armen, früh, im Bette. 

Die Arme sind so schwer, wie mit Blei ausge- 
gossen. 

Viel Blutschwäre am Arme, auch sehr grofse. 
375. Am rechten Unterarme , vom Handgelenke bis 
zum Ellbogen, viel harte, Erbsen grofse 
Knoten von Ansehn wie Blasen, auf rothem 
Grunde, brennenden Juckens, nur eine ]Nacht 
dauernd, (n. 36 St.) 

Im linken Arme, eine rheumatische Steifigkeit 



240 Silicea. 

sclimerzliaft mehr bei Bewegung, als in der 
Ruhe. (n. 20 Tagen.) 

Ein Fippern in den Muskeln des linken Unter- 
arms, (n. 10 Tagen.) 

Im Hand -Gelenke 5 Reifsen; es schmerzt sehr 
heim Befühlen, und heim Bewegen ist's, als 
wollte es zerbrechen. 

Ziehen in den Händen, (n. 13 Tagen.) 
380. Nachts, Eingeschlafenheit der Hände. 

Die rechte Hand schläft Nachts ein. 

Yerrenkungs- Schmerz des Hand -Gelenkes. 

Klamm der Hand beim Schreiben. 

Bei geringer Anstrengung schmerzt die Hand 
klammartig und ist wie lahm. 
385. Bei mäfsiger Anstrengung, krampfhaft lähmi- 
ger Schmerz in der Hand. 

Zieh -Schmerz in der rechten Hand. (n. 9 Tgn.) 

Auf dem Rücken eines Fingers, Empfindung 
wie verbrannt. 

Auf der Beuge- Seite eines Fingers, Schmerz 
wie von einem eingestoehnen Splitter. 

Lähmiges Ziehen in den Fingern, (n. 15 Tgn.) 
390. Zuckender Schmerz im Zeigefinger, 5 Minuten 
lang, in steigender Heftigkeit. 

Ein üeberbein entsteht plötzlich zwischen dem 
dritten und vierten Mittelhand -Knochen, wel- 
ches beim Biegen der Hand wie verstaucht, 
und beim Anfühlen wie zerschlagen schmerzt, 
(n. 13 Tagen.) 

Oeftere Anfälle von Finger- W^urm (Panaritium) 
und Nagel -Geschwür. 

Ein kleiner Ritz am Zeigefinger fängt an, bren- 
nend 



Silicea. 241 

nend za schmerzen; der Finger wird steif, 
geschwillt, ein Lymphgefäfs entzündet sich 
von da, his über das Hand- Gelenk herauf; 
die Oberhaut um die böse Stelle erhebt sich 
und füllt sich mit dünnem Eiter und greift 
weiter um sich, unter brennenden, pressen- 
den, stechenden Schmerzen (Frefs- Blatter.) 

Eine Frefs -Blase (um sich fressendes, ver- 
schlossenes Haut- Geschwür) mit argem Jük- 
ken auf dem hintersten Gelenke des linken 
Zeigefingers. 
395. Ein stichlichter Schmerz, wie von Eingeschla- 
fenheit, bald in diesem, bald in jenem Fin- 
ger, bald auch in den Armen. 

Im linken Mitteliinger, zuckende Stiche, (n. 2 
Tagen.) 

Brickelndes Stechen im Ringfinger, (n. 3 Tgn.) 

In den Fingerspilzen, Gefühl, als wären sie 
böse und wie unterköthig. (n. 13 Tagen.) 

Schmerz im linken Zeigefinger, als wollte er 
böse werden und ein Fingerwurm entstehen, 
(n. 20 Tagen.) 
400. Jucken auf den Hinterbacken. 

Beim Bücken, ein Schmerz in der linken Hüfte, 
eine viertel Stunde lang. 

Ein ziehend zuckender Schmerz im rechten Hüft- 
Gelenke, wobei es unmöglich ist, das Bein 
zu bewegen, (n. 16 Tagen.) 

Beim Aufstehen vom Sitze sind die ganzen 
Beine wie lahm, was sich beim weiter Ge- 
hen verliert. 

Eingeschlafenheit des rechten Beins bis unten. 

m. 16 



242 Silicea. 

405. Die Beine schlafen Abends im Sitzen ein; sie 
wird vom Sitzen steif, bis sie wieder in Be- 
wegung kommt. 

Ziehen in den Oberschenkeln bis in die ünter- 
füfsc. (n. 8 Tagen.) 

Muskel- Zucken im linken Beine. 

In den Muskeln des rechten Oberschenkels, ein 
zuckender Schmerz. 

Stechen im linken Oberschenkel. 
410. Einige Blutschwäre an der Hinterseite der Ober- 
schenkel. 

Beim Sitzen, Reifsen in den Knieen, was bei 
Bewegung vergeht. 

Ein Reifsen um das rechte Knie, was sich bis 
in den Unterfufs zog, in Ruhe und Bewe- 
gung, mehr Vormittags, (n. 2 Tagen.) 

Weh in der linken Kniescheibe. 

Schmerz im Knie, wie zu fest gebunden, (n. 21 
Tagen.) 
415. Abends, Zieh -Schmerz in den Unterschenkeln 
runterwärts, was sich jedesmal mit einem 
Zusammenfahren, oder Zucken in den Bei- 
nen endigt. 

Ein Beben in den Unterschenkeln, von den 
Knieen bis in die Unterfüfse, wie ein Zit- 
tern, ohne Frost, Abends (von 6 bis 7 Uhr.) 
(n. 15 Tagen.) 

Kälte der Unterschenkel bis an die Kniee, im 
warmen Zimmer. 

Jucken an den Unterschenkeln. 

Juckender Fricsel- Ausschlag an den W^aden. 
42Q. Viel Jucken am linken Beine. 



Silicea. 243 

Sehr scbmerzhafter Klamm in der rechten Wade, 
früh im Bette. 

In den Waden, Stechen im Gehen, beim Aus- 
schreiten. 

Beim weit Gehen, Empfindung, als wären die 
"Waden zu kurz, was heim Sitzen sogleich 
verging. 

Druckschmerz im linken Schienheine, 2 Stun- 
den lang. 
425. Am linken Kniee und auf dem Schienheine, knei- 
pender Schmerz. 

Auf dem rechten Schienheine, ein rother, sehr 
empfindlicher Fleck schründenden Schmer- 
zes, zwei Tage lang. 

Geschwulst der Unterschenkel bis an die ün- 
terfüfse, welche nicht geschwollen sind. 

Geschwulst der Unterfiifse, früh am meisten, 
wenn sie aus dem Bette kommt, Abends, 
weniger; beim Gehen spannt die Geschwulst 
sehr. 

Der linke ünterfufs ist geschwollen, 
bis zum Knöchel. 
430. Fufs- Geschwulst mit Röthe, in welcher der Fin- 
ger-Druck eine weifse Stelle auf kurze Zeit 
bewirkt; dabei Schmerz von den Zehen bis 
zum Fufsknochel. 

Spannung im Ünterfufs-Gelenke, selbst im Sitzen. 

Steifheit im Ünterfufs -Gelenke mit Müdigkeit 
darin, und Geschwulst um die Knöchel. 

Verrenkungs- Schmerz im Ünterfufs-Gelenke. 

Brennen der ünterfüfse. 
435. Nachts, Brennen der ünterfüfse. 

16* 



244 Silicea. 

Schmerz, wie zerschlagen, auf dem Fufsrückcn. 
Unerträglich arger Fufs- Gestank, wie Aas und 

faules Fleisch, ohne Fufs -Schweifs, alle 

Ahende. (n. 3 Tagen.) 
Unerträglich saurer Fufs -Gestank, ohne Fufs- 

Schweifs. (n. 13 Tageif.) 
Arger Schweifs an den Fufs sohlen und 

zwischen den Zehen; er ward ganz 

wund heim Gehen. 
440. Hinten an der Ferse, eine grofse Frefs- Blase 

(ein verschlossenes, um sich fressendes Haut- 
Geschwür) mit argem Jucken. 
Stechen in der Ferse und im grofsen Zeh, heim 

Stehen und Sitzen. 
Am Fufshallen, Schmerz. 
Beicinem weiten Spaziergange, schmei'z- 

hafter Klamm in der rechten Fufs- 

sohle und besonders im grofsen Zeh; 

(n. 2 Tagen.) 
Steifheit der Zehen; sie kann sie nicht biegen. 
445. Reifsen in dem rechten grofsen Zeh. 

Schmerz unter dem Nagel des grofsen Zehes 

und Stiche drin. 
Unter dem Nagel eines Zehes, ein juckend 

schneidender Schmerz, (n. 16 Tagen.) 
Der rechte grofse Zeh schmerzt schneidend sfe- 

chend. 
In den Zehen, krampfhaftes Stechen. 
450. Heftige Stiche im grofsen Zeh. 

Beim Gehen schmerzen zwei Zehen, als drückte 

sie der Stiefel sehr. (n. 7 Tagen.) 
Starke Stiche in den Hüneraugen. 



Silicea. 245 

Es entstellt ein Hünerange am grofsen Zeh, mit 
sehr brennendem Schmerze, (n. 9 Tagen.) 

Das Hünerange ist höchst empfindlich hei Be- 
rlihrnng. 

455. Beim Aufstehen, nacK langem Sitzen, starker 

Brnstschmerz und die Beine sind ihm wie 

gelähmt, (n. 48 St.) 
Nach langem Sitzen, Unruhe im Körper und 

Kopfschmerz. 
Solche Unruhe in allen Theilen, dafs er nicht 

sitzen bleiben und nicht fort schreiben 

konnte. 
Früh, Flände und Füfsc, wie abgestorben. 
Sie flihlt jede Veränderung der Witterung im 

Kopf und in den Gllcdmafsen. 

460. Das nahe und gegenwärtige Gewitter macht 
starken Eindruck auf ihn; im Gehen sinken 
seine Kräfte plötzlich, er kann nicht fort, 
mufs sich führen lassen; er wird sehr matt 
und schläfrig, bei Schwere des Körpers und 
Hitze darin. 

Früh, grofse Müdigkeit, zum Einschlafen, und 
Frost den ganzen Tag über bei jeder 
Bewegung. 

Frösteln schon beim Gehen im warmen Zim- 
mer, in der freien Luft aber friert sie, dafs 
sie zittert, (n. 32 St.) 

Er ist sehr frostig, den ganzen Tag. 

Steter innerer Frost mit Appetitlosigkeit. 

4G5. Beim stechenden Schmerze, Frost. 

(Von Verkällung, steter innerer Frost, auch 



246 Silicea. 

die Nacht und Appetitmangel, nebst stechen- 
dem und brennendem Kopfschmerze.) 

Oft des Tags, fliegende Hilze, ein paar Minu- 
ten lang. 

Einige unschmerzhafte Stöfse durch den Körper. 

Einmal zuckt das Bein zusammen, dann ist's, 
als schüttelte der Kopf, wie bei Schüttel- 
fröste, mit Sträuben der Haare auf dem 
Kopfe, doch bei natürlicher Körper-TVarme. 
470. Jucken am Rücken, an den Schulterblättern 
und den Oberschenkeln. 

Kriechendes Jucken am ganzen Körper und auch 
auf dem Kopfe. 

Ausschlag über den ganzen Körper, wie Wind- 
pocken, mit starkem Jucken vorher, dabei 
und nachher. 

Ausschlag rother, Linse grofser Flecke, mit 
Blüthchen darauf, an der Brust, den Ober- 
schenkeln und im Rücken, welche wenig 
jucken. 

Das Geschwür schmerzt wie unterköthig. 
475. (Schrunden in den sonst unschmerzhaften Ge- 
schwüren.) 

In der bösen Stelle am Unterschenkel, bohren- 
der Schmerz, (n. 14 Tagen.) 

In der Geschwür -Stelle am Unterschenkel, drük- 
kend stechender Schmerz, (n. 17 Tagen.) 

Leichtes Verheben (und davon Stiche in 
der Herzgrube und öfteres Erbrechen, Nachts, 
auch wohl Schneiden im Unterbauche mit 
Blähungs - Versetzung. ) 
Es sticht hie und da am Körper, wie Flohstieb, 
(n. 11 Tagen.) 



Silicea. 247 

480. Hals, Brust und Kopf thnt ihr weh, ja alles 
am Körper schmerzt sie. (n. 24 St.) 

Schmerzhaftigkeit des ganzen Körpers, früh, 
schon im Schlafe fühlhar und dann beim Er- 
wachen (besonders im rechten Oberarme und 
der linken Schulter), nach Aufstehen min- 
der, (n. 14 Tagen.) 

Der ganze Körper schmerzt ihr, wie zerprügelt, 
(n. 48 St.) 

Der ganze Körper schmerzt ihm wie zerschla- 
gen, als hätte er die Nacht nicht recht ge- 
legen. 

Grofse Reizbarkeit und schmerzhafte Empfind- 
lichkeit der Haut beim Berühren, (n. 4 Tgn.) 
485. Ziehen in den Ohren, den Kinnladen, den 
Händen und auf den Schienbeinen, 

In den Gliedern, theils klammartiges , theils 
scharfes Ziehen, (n. 17 Tagen.) 

Anfall: sie wird blafs, still und appetitlos, klagt 
weinend über sehr heftiges Stechen im Ohre, 
erbrach sich und ward so schwach in den 
Händen, dafs sie eine Tasse nicht zum 
Munde bringen konnte, (n. 5 St.) 

Anfälle: erst unangenehme Empfindung in den 
Zeugungstheilen, dann zog sich's herauf an 
beiden Seiten des Rumpfs, wie ein Schneid 
den, ging in die Achseln und von da in die 
Arme, welche wie eingeschlafen wurden, und 
strammte drin — es kam in der Ruhe alle 
viertel Stunden, meist im Sitzen und Stehen, 
die Nacht aber nicht, (n. 14 Tagen.) 

Die meisten Symptome scheint die Kieselerde 
zur Zeit des Neumondes hervorzubringen. 



248 Silicea. 

490. Grofse Steifheit in den Gliedmafsen. 

Arme und Beine sind schwer, wie mit Blei aus- 
gegossen. 

Nach Spazieren in freier Luft wird er sehr matt 
und zitterig, Abends. 

Grofse Ermattung, (n. 28 St.) 

Schwäche in den Gelenken, dafs sie zusammen- 
knicken, (n. 3 Tagen.) 
495. Früh, nach dem Erwachen, sehr matt. 

Früh, heim Aufstehen, grofse Mattigkeit. 

(Er mufs viel Gähnen.) 

Starker, langer Nachmittags -Schlaf, worauf er 
sich matt fühlt, (n. 5 Tagen.) 

Abends, grofse Schläfrigkeit. (n. 20 Tagen.) 
500. Nachts, so steif, wie eingeschlafen, am ganzen 
Körper, mit Angst, so dafs sie nicht ein- 
schlafen konnte. 

Sie liegt die Nächte hindurcli ganz ohne Schlaf, 
blofs in wunderlichen Phantasien und Schwär- 
mereien. 

Sie liegt die ganze Nacht, wie munter^ es kommt 
ihr kein Schlaf in die Augen. 

Nächtliche Schlaflosigkeit. 

Er kann, zwei Abende, anderthalb Stunden 
lang, vor vielen sich zudrängenden Gedan- 
ken nicht einschlafen, (n. 7 Tagen.) 
505. Unruhiger Schlaf, ohne Schmerz. 

Oefteres Erwachen und Nachmitternacht kann 
er gar nicht mebr schlafen. 

Oefteres Erwachen unter Unruhe und Frost, 
doch ohne Träume. 

Sie schläft unruhig, fahrt auf und schwatzt im 
Schlafe. 



Silicea. 249 

Nachts, Andrang des Blutes nacb dem Kopfe. 
510. Nachts, Blut -Wallung; es klopft in allen Adern. 

Viel Nacht -Durst; der Mund war ihr stets trok- 
ken. (n. 40 St.) 

Abends, beim Einschlafen, erst ein Ruck im 
Kopfe , dann Klopfen im rechten Ohre. 

Ocfteres Aufschrecken im Schlafe, die Nacht. 

Aufwärts Zucken des Körpers, die Nacht, im 
traumloscn Schlafe, anderthalb Stunden lang, 
(n. 4 Tagen.) 
515. Bei Schläfrigkeit, Nachmittags, schreckt 
er oft zusammen. 

Nachts, Aufschrecken aus dem Schlafe, mit Zit- 
tern am ganzen Leibe. 

Er erwacht nach Mitternacht mit Brennen im 
Magen und Brecherlichkeit; drauf leeres Auf- 
stofsen und Erbrechen der Abends vorher 
genossenen Speisen, ohne widrigen Ge- 
schmack, (n. 15 Tagen.) 

(Fallsucht- Anfall?) Abends, nach dem Nieder- 
legen, im Bette (und Einschlummern) fing 
er an, bewnfsllos mit Händen und Füfsen 
zu schlagen und zu zucken, bei verschlosse- 
nen Angcn (ohne Schrei), unter lautem 
Schnarchen; der Schaum trat ihm zum Munde 
heraus; dann lag er ohne Bewegung, wie 
todt, und, als man ihn aufrichten wollte, war 
er ganz slarr, dann schlug er die Augen 
auf — sie waren unbeweglich — und er fing 
an zu lallen, (n. Iß Tagen.) 

Nachts, Bläbiings - Versetzung im ünterleibe 
und davon Zusammenziehen der Brust, (n. 
12 Tagen.) 



250 Silicea. 

520. Er erwacht die Nacht öfters von erst drücken- 
dem, dann klemmendem Magenschmerze. 

Ahends, heim Einschlafen, befällt ihn Pulsiren 
im Kopfe, Klopfen im Herzen und Schlittern 
durch den ganzen Körper, einige Minuten 
lang. 

Er erwacht mit Aengstlichkeit und Blähungs- 
Versetzung im ünterleibe, welches beides 
nach Aufstehen und auf und ab Gehen im 
Zimmer sich verlor, ohne Winde ^Abgang, 
(n. 8 Tagen.) 

Er erwacht nach Mitternacht, mit Unruhe, er- 
schv/ertem Athem und Trockenheit der Haut, 
(n. 9 Tagen.) 

Unruhiger Schlaf und öfteres Erwachen, mit 
Frost. 
525. Aus einem Traume, als solle er ermordet wer- 
den, wacht er in grofser Angst, ohne spre- 
chen zu können, auf — es war ihm als müsse 
er ersticken, (n. 15 Tagen.) 

Um 3 Uhr Nachts, ängstliches Erwachen. 

Wenn sie in der Nacht über einen ängstlichen 
Traum erwacht, bleibt sie so ängstlich und 
das Herz klopft hörbar.' 

Aengstigender Traum von Schlangen, (nach 5 
Tagen.) 

Ein ängstigender Traum, als solle er im W^ as- 
ser ertrinken. 
530. Traum, der ihn sehr angriff, von Räubern, mit 
denen er rang; er erwacht erhitzt und im 
Schweifse ängstlich und beklommen auf. (n. 
4 Tagen.) 



Silicea. 251 

Träume von Räubern und Mördern, worüber er 
erwacht und sagt: dafs er sie wohl kriegen 
wolle. 

Traum voll Grausamkeit, obne Zorn. 

In den ersten Stunden der Nacht, fürchterliche 
Träume. 

Machts, wüste Träume und öfteres unruhiges 
Erwachen. 
535. Träume und Schwärmereien, sobald 
sie einschläft. 

Anhaltendes laut Lachen im Schlafe, nach Mit- 
ternacht, (n. 16 Tagen.) 

(Es kommt ihm im Traume vor, was er am 
Tage gehört und gesehen hat, doch in ver- 
worrenen Bildern.) 

In einer Art nachtwandlerischen Traums sieht 
er sehr lebhaft von ihm nie gesehene, viele 
Meilen weit entfernte Gegenden und er- 
wünschte Gegenstände, (n. 8 Tagen.) 

Er träumt und schwärmt viel die Nächte, steht 
auf und weifs beim hin und her Gehen im 
Zimmer oft lange nicht, wo er ist. 
540. Schwärmerischer Schlaf; er geht die Nacht aus 
dem Bette, wie ein Nachtwandler. 

Es kam ihm im Traume vor, als hätte er einen 
Anfall von Epilepsie bekommen und als zöge 
es ihm dabei den Kopf schief (n. 13 Tgn.) 

Halb wachender Traum, als wollten ihn unzählige 
Geister packen; erwacht, konnte er kein Glied 
bewegen und lag im Schweifse, unter grofser 
Angst, mit Herzklopfen, was ihn hinterdrein 
sehr furchtsam machte, (n. 12 Tagen.) 



252 Silicea. 

Traum, nach Milternaclit, von einem Gespenste, 
was ihn verfolgte, (n. 13 Tagen.) 

Beim halhen Erwachen, Alp-Diilcken — eine 
grofse Angst, in welcher es ihn (leuchtete, 
als läge ein rauches, Zentner schweres Thier 
auf ihm, dafs er sich nicht regen, noch einen 
Laut von sich gehen konnte, (n. 4 Tagen.) 
545. Um Mitternacht erwacht er in grofser Angst, 
konnte sich Anfangs aller Ansirengungen un- 
geachtet nicht bewegen, glaubte dann, Diebe 
wollten einbrechen; beim Aufstehen beru- 
higte er sich, aber beim wieder Niederlegen 
trat die Angst wieder an. (n. 37 Tagen.) 

Viele Träume, die Nacht, historischen, auch 
verliebten Inhalts (bei einer sonst nie träu- 
menden Person.) 

Träume, die Nacht, besonders verliebte, von 
Heirathen. 

Geile Tränme und Samen -Ergufs. (die zweite 
Nacht.) 

Ein geiler, ihr sehr widriger Traum, (n. 12 St.) 
550. Geiler Traum von ausgeübtem, nur wie durch 
Störung von aufsen unvollkommnem Bei- 
schlafe — beim Erwachen, Piuthe- Steifheit 
und wobllüstige Phantasieen. (n. 6 St.) 

Oft des Tags, ein halbstündiges Schaudern und 
etwas Hitze drauf, meist am Kopfe und im 
Gesichte. 

Mehre Tage, starker innerer Frost, unabgesetzt. 

Fieber: Abends, nach dem Niederlegen, starker 
Frost, dafs sie sich im Bette nicht erwärmen 
konnte und davon, Magenschmcrz. (n. 16 St.) 



Silicea. 253 

Fieber: Abends, Hitze über und über, mit Durste, 
ohne nacbgängij^en Scbweifs. 
555. Fieber: arge Hilze am Kopfe, mit dunkler 
Röthe des Gesichts und Dursle, vier Tage 
nach einander, von Mittag bis Abend — eine 
halbe Stunde vor der Hitze fing schon der 
Kopfschmerz an. 

Viele Abende, Hitze im Gesichte und im Ohr- 
läppchen. 

Sein Blut kommt sehr leicht in Wallung und 
er ist immer aufgeregt. 

Alle Nächte, Ausdünstung im Bette, über den 
ganzen Körper, (die ersten Nächte.) 

Alle Nächte, starker Schweifs, gegen Morgen. 
560. Es überfällt ihn oft eine Unruhe und Ungeduld, 
dafs er sich nicht zu lassen weifs. 

Oft überfällt ihn eine Angst, dafs er nicht sitzen 
bleiben kann. 

Auf Schreck, grofse Aengstlichkeit. 

Gegen Geräusch empfindlich und davon ängst- 
lich. 

Lautes Gespräch beschwert ihn. 
565. Alles verdriefst sie und macht sie ärgerlich. 

ünmuth , Verzagtheit. 

Innerer Lebens- üeberdrufs. 



V 



254 



Z i n c u m, Zink. 

V on einem Stücke metallischen Zinks wird auf 
einem feinen Abzieh -Steine miter ^^asser etwas ab- 
gerieben, das zu Boden gesunkene graue Pulver ge- 
trocknet, und ein Gran davon, so wie ich oben in 
der Anleitung zur Bereitung der antipsorischen 
Arzneien lehrte, erst mit dreimal 100 Granen Milch- 
zucker zur millionfachen Pulver -Verdünnung, mit- 
tels dreistündigen Reibens, potenzirt, und dann wird 
von diesem Pulver ein Gran aufgelöset, eine Auflö- 
sung, welche mit zwei Schüttel- Schlägen potenzirt, 
so noch ferner zur Sextilhon- (vi)j Oktillion- (vill) 
und Decillion- Verdünnung (x) gebracht wird, un- 
ter Potenzirung jedes Verdünnungs- Glases mit zwei 
Schüttel- Schlägen zur Entwickelung ihrer dynami- 
schen Arznei -Kräfte. 

Diese Zink-Ar7>nei ist eine der schätzbarsten und 
Lülfreichsten antipsorischen Arzneien in ihrer Art, 

Bisher bediente ich mich ihrer zwar oft in der 
Sextillion- Verdünnung, ein oder zwei der feinsten 
Streukügelchen mit derselben befeuchtet zur gewöhn- 
lichen Gabe; man wird aber sehr empfmdliche und 
schwächHche chronische Kranke genüg finden, denen 
eine höhere Verdünnung (die Oktillion-, auch wohl 



Zincuiii. 255 

die Dccilllon- Verdünnung) zu geben nöthig Ist, und 
wo 1 , Lüchstens 2 feinste damit befeuchtete Streu- 
kügelchen zor Gabe dennoch 30, 40 und mehre Tage 
in ihrer Wirkung fortfahren, Gutes auszurichten, 
was sich nach guier VVahl von dieser Arznei nur 
irgend erwarten läfst. Es läfst sich viel von ihr er- 
warten, wenn sie homöopathisch angezeigt war. 

Eine allzu starke Wirkung derselben wird dorch. 
Riechen an Kampher -Auflösung (in einigen Fällea 
auch an Ignaz- Auflösung) nur auf eine kurze Zeit 
etwas unterdrückt; das Riechen an kalkerdige Schwe- 
felleber aber ist ein weit kräftigeres und angemesse- 
neres Gegenmittel. 

Was die Beobachter im zweiten Hefte des 
sechsten Bandes des Archivs für homöopathische 
Hellkunst: die Herren Doktoren, Franz, bezeichnet 
durch [Fz.], Hartmann [Htn.], Haubold lllhd.-], 
Füickert [Rkt.] und Stapf [Stf.], so wie der Herr 
Regierungsrath, Freiherr von Gersdorff [Gff.] a 
cigenthümlichen Symptomen des Zinks lieferten, habe 
ich zu meinen, so wie zu den Beobachtungen eines 
jungen Gelehrten aus der Schweiz, Lesquereur [Lqr.], 
denen des Herrn Physikus, Dr. Schweikert [Schw.) 
und den neuern eben des um Beförderung der ho- 
möopathischen Heilkunst so verdienten Herrn Regie- 
rungsraths, Freiherrn von Gersdorff, hinzugefügt. 

Schwindel im Sitzen und Stehen, welcher sich 

im Gehen verliert. 
Vor Schwindel und Schwäche im Kopfe und 

ünterleibe mufste sie sich legen, (n. 3 Tgn.*)' 
Im Stehen, eine Art Schwindel im ganzen Ge- 



256 Zincum. 

hirn, besonders im Hinterhaupte (ohne Be- 
zug auf die Augen), als müsse er umfallen. 
(n. 4-, 2, 4 St.) [Fz.] 
Im Sitzen, ein schwindclhaftes Ziehen in der 
rechten Hinterhaupt -Seite, tief im Gehirn, 
(n. '2 Tagen.) [Fz.] 
5. Im Gehen, Schwindel im Hinterhaupte, 
mit Empfindung, als müsse er auf 
die linke Seite fallen, (sogleich.) [Fz.] 
Abends, beim (gewohnten) Tabakrauchen, im 
Sitzen, Schwindel im Hinterhaupte, mit Stuhl- 
drang, (n. etlichen St.) [Fz.] 
Eingenommenheit und empfindliche Schwere des 

Hinterkopfs, (n. | St.) [Htn.] 
Nach Tische, grofse Eingenommenheit des Kopfs. 

(n. 7 St.) [Fz.] 
Schwere Fassungs -Kraft, schwere Gedanken- 
Verbindung. 
10. ünznsammenhängende Ideen, (n. 16 Tagen.) 
Den ganzen Morgen, betäubender Kopfschmerz, 
wie von Kohlen -Dampf, (n 10 Tgn.) [Lqr.] 
Betäubender Kopfschmerz; er mufs sich legen. 

(n. 4 Tagen.) 
Kurze Anfälle von schwindelartiger Betäubung, 
mit schwarz Werden vor den Augen und 
allgemeiner Schwäche, (n. 11 Tagen, mehre 
Tage, besonders Nachmittags und Abends.) 
[Lqr.] 
Schwäche -Gefühl im Kopfe, besonders auT den 
Augen, (n: 2, 4 und mehren Tagen.) [Lqr.] 
l'ä. Innerlicher, dumpfer Kopfschmerz in der linken 
Kopf- Hälfte. [Lqr.] 

Dam- 



Zincum. 257 

Dumpfer Schmerz in der Stirne, mit ungewöhu- 
licher Ungeduld, (n. 6 Tagen.) [Lqr.] 

Drückende Eingenommenheit der Stirne, welche 
das Denken erschwert. [Gff.] 

Drückende Eingenommenheit des Vor- 
derhaupts (n. 3, 7, 8, 10, 11 Tagen) 
Mittags oder Ahends. [Gff.] 

Drückendes Kopfweh im rechten Stirnhügel, (n. 
4 St.) [Fz.] 

20. Drückendes Kopfweh in der Stirne, mit allge- 
meiner Eingenommenheit des Kopfs, Schläf- 
rigkeit und Augenweh, Vormittags. [Gff.] 

Alle Morgen, drückender Kopfschmerz in der 
Stirne. (n. 7 Tagen.) 

Heftiges, kurz ahsetzendes Drücken auf einer 
kleinen Stelle, fast in der Mitte der Stirne, 
doch mehr rechts. [Gff.] 

DrückenderKopfschmerz in der Stirne, 
oft. [Lqr.] 

Scharf drückender Schmerz an einer 
kleinen Stelle der Stirne, Ahends. 
[Schw.] 

25. Scharfer, klemmender Druck in der linken Schläfe, 
(n. 7 Tagen.) [Gff.] 

Nach Gehen in freier Luft, ein Druck im Hin- 
terkopfe, mehre Stunden lang. 

Drückende Eingenommenheit des Vor- 
derkopfs, die sich his in die Augen 
zieht, nach dem Mi ttags essen. [Gff.] 

Drückender Schmerz im Vorderkopfe, heftiger 
in heiden Schläfen, (n. 4^ St.) [Htn.] 

m. 17 



258 Zincum. 

Drückende Empfindung in der linken Schläfe. 
(n. I St.) [Htn.] 
30. Schnell hinein fahrender Druck in der rechten 
Schläfe, (n. 3 St.) [Htn.] 

Anhaltendes Drücken und Pressen in Leiden 
Schläfen, (n. 3^ St.) [Htn.] 

Immerwährendes Drücken hald in den Schläfen, 
bald im Hinterhaupte, (n. 3 St.) [Htn.] 

Drücken in der rechten Hinterhaupt- Seite. [Gff.] 

Auseinander pressender Schmerz in der rechten 
Hinlerhaupt -Seite, (n. 3 St.) [Htn.] 
35. Schmerzlich aus einander treiheiide Empfindung 
in der linken Seite des Hinterhaupts, dicht 
an den Halswirbeln, (n. 6 St.) [Htn.] 

Drückendes Reifsen rechts, neben dem Wirbel. 
(n. 3 Tagen.) [Gff.] 

Nach dem Mittags-Essen, drückend rei- 
fsen der Kopfschmerz in der Gegend 
des linken Stirnhügels, (n. etlichen St.) 
[Fz.] 

Häufige, flüchtige Anfälle von reifsend drücken- 
dem Ziehen vorn oben auf dem Kopfe und 
noch mehr in der Stirne. (n. 4, 9 Tagen.) 
[Gff.] 

Flüchtiges Reifsen in der Gegend der beiden 
Schläfen. [Gff.] 
40. Reifsen in der rechten Schläfe, (auch n. 
^ St.) [Gff.] 

Reifsen dicht über der rechten Schlafe, (n. 2 
Tagen.) [Gff.] 

Zuckendes Reifsen oben über der linken Schläfe, 
(den 7. Tag.) [Gff.] 



Ziiicum. 259 

Klemmendes Reifsen Inder rechtenund 

linken Schläfe (zu verschlednen Zeiten.) 

[Gff.] 
Nach dem Mittags-Essen, Reifsen in 

den Schläfen, mit Stichen im rech- 
ten Ohre. (n. 2 Tagen.) [Fz.] 
45. Scharfes Reifsen im Scheitel und dem linken 

Seitenbeine. [Gff.] 
Reifsen in der rechten Kopf- Hälfte, (den 2. 

und 8. Tag.) [Gff.] 
Reifsen in der vordem linken Kopf- Hälfte über 

der Stirne. (n. 10 Tagen.) [Gff.] 
Ziehendes Reifsen in der linken Kopf- Hälfte. 

[Gff.] 
Reifsen im ohern Theile des Kopfs, 

über der Stirne. [Gff.] 
50. Reifsender Kopfschmerz vorn in der Stirne. (den 

4. Tag.) [Gff] 
Reifsen im rechten Stirnhügel bis in die rechte 

Augenhöhle und das obere Augenlid hinein. 

(den 8. Tag.) [Gff] 
Reifsen im linken Stirnhügel. [Gff.] 
Nach dem Mittags -Essen, Kopfschmerz in der 

Gegend des linken Stirnhügels, (n. etlichen 

St.) [Fz] 
Reifsen hinter dem Wirbel des Kopfs, (den 9ten 

Tag.) [Gff.] 
55. Ziehen in der linken Seite des Hinterhaupts. 

[Gff] 
Reifsen im linken Hinterkopfe, (den 3. und 4. 

Tag.) [Gff.] _ 
Reifsen rechts im Hinterkopfe (den 4. Tag) 

17* 



260 Zincum. 

und mit slnmpfen Stichen rechts ohen (den 
5. Tag.) [Gfl.] 

Schmerz wie von Zerrissenheit des ganzen Ge- 
hirns. 

Gegen Mittag, stechendes Reifsen in der Stirne, 
mit grofsem, aher vergehllchem Pieize zum 
Nicfsen. [Lqr.] 
60. Scharf reifsendes Stechen in der linken Stirn- 
haut ühcr der rechten Augenbraue, (den 7. 
Tag.) [Gff.] 

Stechendes Reifsen in den Schläfen, (den 11. 
Tag.) [Lqr.] 

Stumpf stechender Druck auf einer kleinen Stelle 
des Hinterhaupts. [Gff.] 

Periodische stumpfe Stiche in der rechten Schläfe- 
Gegend, (n. etlichen St.) [Fz.] 

Nadel -Stiche in der hnken Schläfe, (n. 3 St.) 
[Fz.] 
65. Gerade über dem rechten Stirnhügel, ein boh- 
render, stumpfer Stich, (den 9. Tag.) [Gff.] 

(Feine, brennende Stiche in der Mitte des 
Scheitels.) (n. ^ St.) [Schw.] 

In den Stirnhöhlen, Gefühl, als wenn die freie 
Luft allzu emnfindllch da eindränffe. 

Nächtliche Kopfschmerzen. [Lqr.] 

Beim Niederlegen, Abends, heftiger Kopf-, 
Leib- und Augenschmerz, (n. 11 Tgn.) [Lqr.] 
70. Nach Trinken eines Glases (gewohnten) Weins, 
heftige Kopf- und Augenschmerzen. [Lqr.] 

Auf einer kleinen Stelle des Haarkopfs, rechter 
Seite, Gefühl, wie von einer schmerzenden 
Wunde. [Gff.] 



Zincuni. 261 

TVuncIlieits - Gefühl der äafsern Kopf-Bedeckun* 
gen, ohne Bezng auf Berührung, (n. 3 Ta- 
gen.) [Fz.] 

Oefters wiederkehrendes, etwas wundes Jucken 
ohen, in der IMitle des Haarkopfs, auf einer 
kleinen Stelle. [Gff.] 

Ausschlag juckender Blüthen auf dem Haar- 
kopfe, (n. 5 Tagen.) 
75. Gefühl, als wenn sich die Haare auf dem Kopfe 
slräuhten, besonders über dem linken Ohre. 
[Gff] 

Ein fast unerträglicher Druck auf der 
Nasenwurzel, als sollte sie in den 
Kopf hinein gedrückt werden, (oft, 
meist Mittags.) [Lqr.] 

Das Klemmen in der Nasenwurzel ist mit Sti- 
chen in den Kinnbacken verbunden. [Lqr.] 

Klemmendes Gefahl in der Nasenwurzel, zu- 
gleich mit Eingenommenheit der Stirn, (den 
7. Tag.) [Gff.] 

Das Klemmen in der Nasenwurzel zieht sich, 
nach -^ Stunde Dauer, ins linke Auge. [Eqr.] 
80. Reilsendcr Stich über dem linken Auge (und 
zugleich in der Nabelgegend.) [Lqr.] 

Fein stechendes Bcifsen in und über der linken 
Augenbraue. [Gff.] 

Zucken im linken Augcnbrau -Bogen (sehr bald, 
und n. '2 St.) [Schw.] 

Schnell entstehender, schmerzhafter Druck über 
dem rechten Auge, mit Empfmdung, als soll- 
ten die Augenlider herab gedrückt werden. 
[Hin.] 



262 Zincutn. 

Gegen Abend, Druck auf den Augen, 
(auch n. 7 Tagen.) [Gff,] 
85. Sehr häufiger Druck auf den Augen. [Lqr.] 

Abends, anhaltender Druck im linken Auge. (n. 
3 Tagen.) [Fz.] 

Rheumatisch spannendes Drücken im rechten 
Auge. [Gff.] 

Gefühl, als würden die Augen von einer un- 
sichtbaren Kraft hinein gedrückt, (oft.) [Lqr.] 

Drücken am Rande des linken untern Augenli- 
des, nahe am innern Winkel. [Gff.] 
90. Schreckliche Unruhe und unerträglicher Schmerz 
auf dem linken Auge, oft mit grofser Schwäche 
im Kopfe, (den 6. Tag.) [Lqr.] 

Angegriffenheit der Augen, (stets) [Lqr.] 

Krankhaftes Mattlgkeits- Gefühl in den Augen, 
(n. 4 St.) [Fz.] 

AYundheits- Gefühl im rechten, später im lin- 
ken innern Augenwinkel, (den 9. Tag.) [Gff.] 

AYundheits - Gefühl auf dem rechten obern Au- 
genlide. [Gff.] 
95. Die Augen thun gegen Abend wund bcifsend 
weh, besonders das rechte, (den 2. Tag.) 
[Gff.] 

Brickclndes Beifsen im untern Theile des lin- 
ken Auges und unter demselben auf dem 
Backen, (den 10. Tag.) [Gff.] 
Feines Stechen, wie mit Nadeln, im untern rech- 
ten Augenlide, nahe an den Wimpern, und 
eben so auf dem linken obern, [Gff.] 
Schneidend drückender Stich im rechten Auge, 
(den 1. und 6. Tag.) [Gff.] 



Zincum. 263 

Drückend stechender Schmerz im rechten Aug- 
apfel, (den 3. TagO [Gff.] 
100. Stechendes Reifsen in den Augen und im Kopfe, 
(den 6. Tag.) [Lqr.] 

Drückendes Rclfsen im linken Auge, (den 4. 
_ Tag.) [Gff.] 

Kitzeln im rechten Auge, wie von eingedrunge- 
nem Staube, (öfters und den 4. Tag.) [Lqr.] 

Jucken in den Augen, (den 5. Tag.) [Lqr.] 

Jucken am Rande des linken ehern Augenlides. 
[Gff.] 
105. Jucken im Gesichte, Abends. 

Blasse Gesichtsfarbe. [Fz.] und [Hbd.] 

Unter und vor dem rechten Ohre im Knochen, 
ein Schmerz . wie nach einem Stofse beim 
Anfühlen, (den U. Tag.) [Gff.] 

Unter und vor dem rechten Ohre, im Knochen, 
ein drückend zusammenziehender Schmerz, 
zugleich mit Eingenommenheit in der Stirne, 
(n. 11 Tagen.) [Gff.] 

Reifsen in den Knochen vor dem linken Ohre, 
(den 6. Tag.) [Gff.] 
110. Reifsen im linken Ohre. [Gff.] 

Klemmendes Ziehen hinter dem linken Ohre bis 
in den Unterkiefer hinein, (den 3. Tag.) [Gff.] 

Reifsen im Innern des rechten Ohres. [Gff.] 

Lang anhaltende, und oft wiede;r keh- 
rende empfindlich reifsende Stiche, 
tief im rechten Ohre, nahe am Trom- 
melfelle, (den 1. und 2. Tag.) [Fz.] 

Stechen im rechten Ohre, (den 7. Tag.) [Gff.] 
115. Heftige Stiche in den Ohren. [Lqr.] 



264 Zincum. 

(Starkes Ohr -Sausen.) 

Wuwwern vor dem rechten Ohre. [Gff.] 

Dumpfes Wuwwern; er hört Abends den Puls 

in den Ohren, was ihn heim Schreiben sehr 

stört, (den 1. und 2. Tag.) [Fz.] 
(Viel Eiter -Ausflufs aus dem linken Ohre, Tag 

und Nacht; das Ohr ist an seiner Oeffnung 

etwas geschwollen und heifs, dabei Kopfweh 

auf der linken Seite, (n. 24 St.) 
120. Drückender Schmerz im Oberkiefer, neben dem 

linken Nasenflügel. [Gff.] 
Heifsendes Wundheits- Gefühl, inwendig, ganz 

oben in der rechten Nasenhälfte, (den 1. 

Tag.) [Gff.] 
YV^undheits- Gefühl hoch, im Innern der linken 

Nasenhälfte, (den 4. Tag.) [Gff.] 
Die rechte Nasen -Seite ist geschwollen, (n. 48 

Stunden.) 
Scharfes Schneiden am innern Rande des lin- 
ken Nasenflügels, (den 7. Tag.) [Gff.] 
125. Trockne, aufgesprungene Lippen. 

Die Lippen sind mit einer dicken, klebrigen 

Feuchtigkeit (ohne Geruch und Geschmack) 

belegt, (den 6. Tag.) [Lqr.] 
Ein flüchtiger Stich in der Oberlippe, (n. 20 

Min.) [Schw.] 
Feines Stechen in der Oberlippe, (n. ^^ St.) 

[Schw.] 
Starkes Muskel -Zucken in der linken Seite der 

Oberlippe, (den 12. Tag.) [Gff.] 
130. Zuckendes Reifscn in der rechten Seite der 

Oberlippe, (den 3. Tag.) [Gff.] 



Zincum. 265 

GescWnlst der Oberlippe, (n. etllclien St.) 
Ein flaches, bei Berührung schmerzhaftes, ro- 
thes Blüthchen in der Mitte der Oberlippe, 
am Rande. 
Ausschlags -Blüthe an der Oberlippe, (n. 24 St.) 
Jucken auf der Oberlippe, um den Mund und 
auf dem Kinne, ohne Ausschlag, (n. 24 St.) 
135. "Wunde, geschwürige Mundwinkel. [Hbd.] 

Brennende Empfindung im rechten Mundwinkel. 

(den 1. Tag.) [Gff.] 
Ein gelbes Geschwürchen an der Innern Flache 

der Unterlippe, (n. 4 Tagen.) [Schw.] 
Kleine, weifse Blüthchen, welche etwas Feuch- 
tigkeit enthalten, entstehen (nach mäfsigem 
Wein -Trinken) an der Oberlippe, am Kinne 
nnd an der Stirne. (n. 8 Tagen.) [Fz.] 
Arges Jucken und Fxöthc am ganzen hervorra- 
genden Thclle des Kinnes, (n. 2 Tagen.) 
140. Fast in der Mitte des Kinnes, eine sehr jük- 
kende Ausschlags -Blüthe. 
Unter dem Kinne, viele kleine Eiter -Bläschen, 
nahe bei einander, argen Juckens, (nach 8 
Tagen.) 
Spannen in den vordem Halsmuskeln, (n. ^ St.) 

[Schw.] 
Oeftercs, empfindliches Kitzeln in der Kehlkopf- 
Gegend. [Lqr.] 
Kitzeln am Kehlkopfe und Stechen zugleich 
darin, (den 3. Tag.) [Lqr.] 
145. Stiche in den Halsmuskeln, (den 7. Tag.) [Lqr.] 
Reifsende Stiche im Kinn nnd am Halse, die in 
einander übergeben, (den 6. Tag.) [Lqr.] 



266 Zincum. 

Rcifsen rechts am Halse, gleich unterhalb der 
Kinnlade. [Gffv] 

Reifsender Schmerz rechts am Halse, 
unter und etwas hinter dem Ohre, 
(den 2. 9. Tag.) [Gff.] 

Reifsen in der linken Hals -Seite bis hinter das 
linke Ohr. [Gff.] 
150. Muskcl-Zucken an der linken Hals-Seite. [Gff.] 

Ein klemmendes Gefühl an beiden Seiten des 
Halses unten, nahe am Rumpf, (den 7. Tag.) 
[Gff.] 

Nächtliche Schmerzen in den Halsmuskeln, als 
wenn man den Kopf lange in einer unbecpc- 
men Stellung gehalten; auch im Schlafe 
fühlbar, (den 6. 7. 8. Tag.) [Lqr.] 
Klammartiges Reifsen hie und da im Unterkie- 
fer, besonders im Kinn, (den 3. Tag.) [Gff.] 

Ziehen und Reifsen in der linken, untern Zahn- 
reihe, besonders den Schneidezähnen, (den 
2. 10. TagO [Gff.] 
155. Ziehen bald rechts, bald links im hintersten 
untern Rackzahn. (den 3. 11. Tag.) [Gff.] 

Ziehender Schmerz in den Kinnladen, mit bri- 
ckelndem und pickendem Schmerze in ge- 
sunden Zähnen, (n. 9 Tagen.) 

Reifsen in den linken obern Rackzäh- 
nen. [Gff.] 

Ein einzelner, schmerzhafter Ruck in einem 
Zahne, (n. 1 St.) 

Heftiges zuckendes Reifsen im hintersten, un- 
tern, rechten Rackzahne. (den 5. Tag.) [Gff.] 
160. Plötzliches, scharfes, ruckweises Ziehen in den 



Zincum. 267 

untern und obern Schneidezähnen zugleich. 
[Gff.] 

Scharfes, ruckendes Ziehen in den bei- 
den hintersten, obern Backzähnen, 
rechts und Hnks, doch zu verschiednen Zei- 
ten, (den 6. 8. Tag.) [Gff.] 

Schmerzhaftes Ziehen in den ^Vurzeln der un- 
tern Vorderzähne und zugleich im Schlünde 
bi^ in die vordem, obern Halsmuskeln hin- 
ein, (den 4. Tag.) [Gff.] 

In den W urzeln der Schneidezähne, öf- 
teres Ziehen, (den 7. Tag.) [Gff.] 

Ziehen in den linken, obern Schneidezähnen, 
(den 3. Tag.) [Gff.] 
165. Drückendes Ziehen in den rechten untern Back- 
zähnen. [Gff.] 

Klopfendes Ziehen abwechselnd in den hintern 
untern und obern Backzähnen rechter und 
linker Seite. [Gff.] 

(Ziehender Wundheits - Schmerz im zweiten, 
untern linken Backzahne, der aus seiner Höh- 
lung heraustritt und wackelt, mit Geschwulst 
der Unterkiefer - Drüsen dieser Seite und 
wunder Empfindh'chkeit der obern Backzähne, 
(n. 8 Tagen.) [Fz.] 

Abends, nach dem Einschlafen, plötzliches Er- 
wachen durch einen zuckenden Stich im hin- 
tersten, untern, linken Backzahne, (den 5. 
Tag.) [Gff.] _ 

Nachts, zuckende Stiche in den hintern, obern, 

linken Backzähnen, (den 8. 9. Tag.) [Gff.] 

170. Stechen in den Wurzeln des hnken, obern 



268 Zincum. 

Eckzahns und des Schneidezahns daneben. 
[Gff.] 

Schmerzhaftes Brennen in den ohcrn und un- 
lern Vorderzähnen und zugleich Beifsen auf 
der untern Zungen -Fläche. [Gff.] 

Starkes Bluten des Zahnfleisches. [Gff.] 

Bluten aus den Zähnen und dem Zahnfleische, 
(den 8. Tag.) [Gff.] 

Stechendes Beifsen am Gaumen, dicht 
an den Wurzeln der Vorderzähne 
und in denselben. [Gff.] 
175. Ein gelbes Geschwürchen an der linken, innern 
Wangen -Fläche, vorzüglich früh schmerz- 
haft, (den 3. Tag.) [Scliw.] 

Knebelndes Gefühl an der innern Wangen- 
Fläche, Avie von starkem Blasen, (bald.) 
[Schw.] 

Die kleine vom Gaumen herablaufende Erhö- 
hung inwendig am Sitze der Schneidezähne 
ist geschwollen und schmerzhaft beim Berüh- 
ren, drei Tage lang, (den 8. Tag.) [Gff.] 

Einige flüchtige Stiche in der Zungenspitze, mit 
metallischem Geschmacke und mehrer Spei- 
chel-Absonderung, (bald.) [Schw.] 

Vermehrte Speichel -Absonderung mit metalli- 
schem Geschmacke im Munde, den ersten 
Tag über. [Schw.] 
180. Vermehrte Speichel-Absonderung, mit 
Kriebeln in der innern Wangen- 
Fläche, (nach |- St. und den Tag über) 
[Schw.] 

Beim Mittags -Essen ist der Gaumen und das 



Zincum. 269 

ZaLnfleisch beim Kauen scKm erzhaft, (den 
8. 9. Tag.) [Gff.] 

Einfacher Schmerz hinten am Gaumen und am 
Gaumen -Vorhänge, vorzüglich heim Gäh- 
nen, (n. 48 St.) 

Oefteres, heifsiges Kratzen hinten im Rachen, 
wie bei heftigem Schnupfen. [Gff.] 

Hinten im Schlünde Gefühl, als wenn sich 
Schleim ansammelt, welcher von Zeit zu Zeit 
zum Räuspern nöthigt. [Gff.] 
185. Ausräuspern grünlichen, tief unten im Halse 
festsitzenden Schleims, wobei der obere Theil 
der Brnst etwas wund schmerzt, (den 3. 
Tag.) [Gff.] 

Ohne alles Räuspern kommt ein grofser Klnm- 
pen weifser Schleim durch die hintern Na- 
sen -Oeffnungen in den Mund, (den 11. Tag.) 
[Gff.] 

Gefühl von Krampf und Klamm im Halsgrüb- 
chen, oder dem obern Theilc der Speise- 
röhre, wie ein Druck von unten herauf, oder 
wie beim Schlingen, (n. einigen Min.) [Fz.] 

Scharfes, zuckendes Reifsen aus dem Schlünde 
in die linken Halsmuskeln hinein, (den 5. 
Tag.) [Gff.] _ 

Reifs endes, ziehendes Halsweh, rechts 
nnd links, hinten am Schlünde, mehr 
aufs er, als beim leeren Schlingen 
fühlbar, (den 2. 7. 10. Tag.) [Gff.] 
190. Halsweh, wie von innerer Geschwulst, (n. 6 
Tagen.) 

Halsweh beim Schlucken, mit Geschwulst der 



270 Zincum. 

Mandeln; auch äufserlich ist der Hals ge- 
schwollen, (n. 8 Tagen.) 

Oft, leeres Aafstofsen, alle Vormittage. [Gff.] 

Es gehen Blähungen nach oben durch leeres 
Aufstofsen, doch nicht ohne Anstrengung, 
ab, und nicht ohne Druck -Schmerz in der 
Brust. [Gff.] 

Versagendes Aufstofsen, zugleich mit Drücken 
auf die Mitte des Rückgrats, (den 11. Tag.) 
[Gff.] 
195. Schlucksen, ^ Stunde lang. (n. 4 Tagen.) 

Früh, üebelkeit, wie von einem Brechmittel, 
(den 8. Tag.) [Lqr.] 

Er würgt blutigen Schleim aus. (n. 40 Tagen.) 

Kaum zu stillender Hunger, (den 6. Tag.) [Lqr.] 

Brennender Durst, (den 6. Tag.) [Lqr.] 
200. Geringerer Appetit. [Fz.] 

Wenig Appetit beim Mittags -Essen. [Lqr.] 

Abneigung gegen Fleisch und gekochte, warme 
Speisen. 

Abneigung gegen Fische (die ihm sonst so an- 
genehm waren.) 

Scheint die saure Magen- Verderhnifs zu be- 
günstigen. 
205. Schwierige Verdauung. [Lqr.] 

Von Genufs von etwas Süfsem steigt eine 
Schärfe in den Schlund herauf, welche dem 
Kehlkopfe eine sehr lästige, kratzige Em- 
pfindung mitthcilt, wie von Sood. (n. 5 Tgn.) 

Ein unangenehmes Gefühl im obern 
Magenmunde und etwas in die Spei- 
seröhre heran, (n. -^ St.) [Hbd.] 



Zincum. 271 

Gleich, oder doch bald nach dem Essen, grofse 
Vollheit und Aufgctriehenheit des Unterleibes. 

Anderthalb Stunden nach einem sehr mäfsigen 
jMittags- Essen, Brennen im Magen, mit bre- 
cherlichem Aufstofsen. [Gff.] 
210. Zwei Stunden nach dem Mittags -Essen, ein 
unangenehmes Gefühl im Magen und Unter- 
leibe, wie von Leerheit, mit Hunger verbun- 
den, (den 1. Tag.) [Fz.] 

Nach dem Essen, Drücken und Gluckern im 
Oberbauche. [Gff.] 

Oeflcres Klemmen in der Herzgrube, (den 11. 
Tag.) [Gff.] 

Beklemmung in der Herzgrube. [Gff.] 

Druck in der Herzgrube. [Gff.] 
215. Brennen im obern Theile des Magens, nüch- 
tern. [Gff.] 

In der Tiefe der Herzgruben- Gegend, ein Knei- 
pen, beim tief Athmen vermehrt, (n. 1 St.) 
[Schw.] 

Ziehen in und unter der Herzgrube, (den 1. 2. 
Tag.) [Lqr.] 

Scharfe Schmerzen im Magen und der Herz- 
grube, (den 4. Tag.) [Lqr.] 

Reifs en und Stechen, wie mit spitzigen 
Werkzeugen in und unter der Herz- 
grube, oft wiederholt, (den 11. 18. Tag.) 
[Gff.] 
220. Abwechselnd krampfhafte Schmerzen in den 
Hypochondern, mit Brust- Beklemmung und 
erschwertem Alhem. (bald.) [Schw.] 

Stechen im linken Hypochonder. [Gff.] 



272 Zincum. 

Stlclie m der Milz- Gegend, (den lt. Tag.) [Gff.] 
Stumpfes Stechen in der Milz-Gegend. 

[Gff,] 
In der Milz - Gegend, drückend stechender 

Schmerz, tief innen, durch Drücken auf die 

Stelle erhöht, (den 3. 8. Tag.) [Gff.] 
225. Drücken in der linken Seile, auf den kurzen 

Rlhben. [Gff.] 
Klemmendes Drücken in der Milz-Gegend. [Gff.] 
Drücken und Klemmen im linken Hypochonder. 

(den 1. 5. Tag.) [Gff.] 
Absetzendes, drückendes Klemmen im linken 

Hypochonder. [Gff.] 
Ruckwelses Relfsen, Drücken und Ziehen im 

rechten Hypochonder, (den 4. 8. 9. Tag.) 

[Gff.] 
230. Klemmen im rechten Hypochonder und ganz 

rechts im ünterleibe, wie von versetzten Rlä- 

hungen, fühlbarer hei Bewegung, (den 10. 

Tag.) [Gff.] 
Klemmend kneipender Druck auf einer kleinen 

Stelle in der Leber- Gegend, (den 3. 8.Tag.) 

[Gff.] 
Klemmendes Drücken in der Leber -Gegend. 

[Gf^ 
Druck in der rechten Seite, auf einer kleinen 

Stelle der untersten, wahren Rlbben. [Gff.] 
Nach dem Abend - Essen, scharfe, zuckende 
Stiche in der Leber -Gegend, (den 11. Tag.) 
[Gff.] 
235. Auf einer kleinen Stelle des Oberhauchs, rechts 
oberhalb des Nabels, ein stumpf stechender 

Schmerz 



Zincum. 273 

Schmerz wie von einem innern Geschwüre, 
durch Befühlen und Bewegen erhöht, (den 
5. 9. Tag.) [Gff.] 

Stechen in der Leber -Gegend und der rechten 
Hüfte, (den 6. Tag.) [Gff.] 

Absetzendes Reifsen in der Leber- Gegend, (den 
8. Tag.) [Gff.] ^ 

Allgemeiner Druck im Unterleibe* (den 4. Tag.) 
[Gff.] 

Drücken im rechten Unterleibe etwas unterhalb, 
dicht an der Hüfte, (den 9. Tag.) [Gff.] 
240. Drückende Aufgetriebenheit des Unterleibes, von 
der Herzgrube bis unter den Nabel (dabei 
Empfindlichkeit des rechten obern Augenli- 
des, (den 5. Tag.) [Gff.] 

Drücken links im Oberbauche, unter den letz- 
ten Ribben, durch Einziehen des Bauchs er- 
höht, dabei zuweilen Gefühl von Anspan- 
nung. [Gff.] 

Scharfer Druck zwischen Herzgrube und Nabel, 
besonders beim Einziehen des Nabels erhöht, 
wodurch Aufstofsen erzeugt wird, was den 
Druck mindert. [Gff.] 

Im Unterbauche, ein drückendes Gefühl, mit 
etwas Knebeln, tief unten, bis zum Anfange 
der Harnröhre. [Gff.] 

Viel Aufblähung mit Druck im Unterleibe, nach 
einem geringen Genüsse, (den 2. Tag.) [Gff.] 
245. Gegen Abend drücken viele Blähungen in dem 
(sonst nicht) aufgetriebnen Untcrleibe, und 
gehen zuweilen geruchlos ab. (den 4. Tag.) 
[Gff.] 

in. 18 



274 Zincum. 

Viele Blälinngen im ünterleibe, welche nicht 
abgehen — dann drückende Blähungs- Ko- 
lik, bald nach Tische, durch Bewegung und 
Gehen sehr vermehrt. 

Nach dem Essen ist der Bauch gleich voll, wie 
mit Blähungen angefüllt, (n. 24 St.) 

HarterDruck in d en Hypochondern und 
den Bauchseiten (zugleich auch im 
Bücken) wie von angehäuften Blä- 
hungen, schon früh im Bette; heim 
Gehen mehren sich diese Schmerzen, 
ohne dafs \Yinde abgehen; nach Aus- 
leerung durch den Stuhl nehmen 
diese Schmerzen nicht bedeutend ab, 
sondern erneuern sich bei Bewegung 
durch Gehen wieder, viele Tage nach 
einander, (n. 2 Tagen,) 

Stumpfer Druck im ünterleibe, auf ei- 
ner kleinen Stelle, rechts, etwas un- 
terhalb des Nabels, der beim äufsern 
Druck, so wie vom Einziehen des 
Bauchs erhöhet wird, als wenn in- 
wendig eine Verhärtung wäre. [Gff.] 
250. Früh, im Bette, Blähungs- Verhaltung, 
wie Kolik schmerzend, mit lautem 
Knurren und Murren im ünterleibe. 
(n. 4 Tagen.) 

Anhäufung von Blähungen im ünterleibe, welche 
die Aderknoten des Mastdarms heraustrei- 
ben, die dann, vorzüglich beim Liegen, un- 
gemein schmerzen, (n, einigen St.) 

Ohne Abend -Essen wird der Bauch, Abends, 



Zincum. 275 

bei Schlafengehen, sehr aufgetrieben, (n. 2 

Tagen.) 
Blähungs - Anhäufung und Versetzung im ün- 

terleibe, mehr im Unterhauche und drückende 

Blähungs -KoHk, Abends, (n. 12 St.) 
Sie leidet sehr an Blähungen. 
255. Blähungs - Bewegung im ünterleibe. (bald.) 

[Schw.] 
Drückendes Blähungs -Leibweh. [Gff.] 
Bald nach der mäfsigen Abend- Mahlzeit, Druck 

in der Mitte des Unterleibes, (den 4. Tag.) 

[Gff.] 
Dumpfes Leib weh, wie der Anfang einer Kolik. 

Spannen in beiden Seiten des Unterleibes, (den 
1. Tag.) [Gff.] 
260. Gefühl von Spannung über dem Nabel, mit 
Weichlichkeit in der Herzgrube, (n. |- St.) 

Spannendes Leibweh in der linken Seite des 
Unterleibes, durch Aufstofsen erleichtert, (den 
1. Tag.) [G£f.] 

Zuweilen heftige Leibschmerzen, mit Uebelkeit 
und Wasser -Laufen aus dem Munde, wo- 
bei ihr oft stinkender Schleim aus dwn Munde 
kommt, der ihr allen Appetit benimmt. 

Lautes, starkes und häufiges Knurren im Bauche, 
ohne Beschwerde, (n. 12 St.) 

Starkes und häufiges Kollern im Unterleibe, 
265. Früh, viel Knurren im Bauche. [Gff.] 

Kollern und Poltern im Unterleibe, früh. (n. 2 
Tagen.) [Hbd. und Fz.] 

18* 



276 Zincum. 

Häufiges Gurren im Ober- und ünterbauche. 
(den 7. 9. 10. Tag.) [Gff.] 

Nach dem Mittags- und Abend -Essen, Drük- 
ken wie von Blähungen hie und da im Un- 
terleibe, was durch Gehen in Stechen ver- 
wandelt und endlich durch Abgang von Blä- 
hungen beseitigt wird. [Gff.] 

Stechen im ünterleibe, bei Auftreibung desselben. 
270. Nadel -Stiche im Unterbauche, (den 4. Tag.) 
[Gff.] 

Scharfe, stechende Schmerzen im Bauche, als 
wenn die Darme mit feinen Nadeln durch- 
bohrt würden, in Absätzen, (den 3. Tag.) 
[Lqr.] 

Schneidender Stich quer über die Nabel -Ge- 
gend, (den 5. Tag.) [Gff.] 

Brennende Stiche im Unterleibe, (den 8. Tag.) 
[Gff.] 

Scharfer, schneidender Stich, links, im Unler- 
bauche, gleich nach dem Abgange einiger 
Blähungen, (den 6. Tag.) [Gff.] 
275. Schneiden im Oberbauche. [Gff.] 

Kurze, schneidende Empfmdung quer durch den 
Unterleib, gleich unterhalb des Nabels, (den 
1. Tag.) [Gff.] 

Stechendes Kneipen in der Nabel-Ge- 
gend. [Gff.] 

Spannend kneipendes Leibweh, dann stumpf 
stechende Schmerzen im ganzen Bauche, be- 
sonders gegen die Herzgrube hin, fühlbarer 
bei Erschütterung und Einziehung des Un- 
terleibes, (den 9. Tag.) [Gff.] 



Zincum. 277 

Reifsende Stiche in der Nabel- Gegend, (den 8. 
Tag.) [Lqr.] 
280. Stumpfes Reifsen tief im rechten ünterbauche, 
nahe am rechten Oberschenkel, in die 
"Weiche hineinziehend, oft. (den 7. 8. Tag.) 
[Gff.] 

Yon der linken Hüft- Gegend ausgehendes, 
stumpfes Reifsen tief in der linken Seite des 
ünterbauchs. [Gff.] 

Langsam pulsirende AVundheits - Em- 
pfindung im Innern der linken Seite, 
auf den kurzen Rihben. [Gff.J 

In der rechten ünterbauch- Seite, Gefühl, als 
wen*n da eine Stelle morsch und zerschlagen 
wäre, (den 1. Tag.) [Fz.J 

Drückend pressender Schmerz in der 
Schambein-Gegend, vier Tage lang, 
(den 1. Tag.) [Schw.] 
285. Zuckendes Drücken in der rechten Leisten-Ge- 
gend, (den 8. Tag.) [Gff.] 

Würgend schmerzhafte Empfindung in der lin- 
ken Weichen- Gegend, gleich als wenn ein 
Bruch entstehen wollte, (n. 4^ St.) [Htn.] 

Es tritt ein Leisten -Bruch heraus, (n. 37 Tgn.) 

Stechender Druck etwas über der Leisten- Ge- 
gend. [Fz.] 

Im Sitzen, ziehender Schmerz in der linken 
Weichen -Gegend, (n. 5, 7 St.) [Fz.] 
290. Mchrmahges Ziehen in der linken Weichen- 
Gegend, (die ersten Tage.) [Schw.] 

Brickclnder Schmerz in der linken W^eichen- 
Gcgend, mit abwechselndem Ziehen darin, 



278 Zincum. 

wodurch der Schlaf gestört wird, (die erste 
Nacht.) [Schw.] 

Pressen und Ziehen in der Schambein- und 
"W eichen -Gegend, viele Tage nach einan- 
der. [Schw.] 

Zuweilen ziehendes Drücken, zuweilen 
schneidendes Reifsen in der rechten 
Nieren-Gegend. [Gff.] 

Stechender Druck in beiden Nieren-Ge- 
genden. [Gff.] 
295. Drückender und stechender Schmerz in der Nie- 
ren-Gegend. [Lqr.] 

Heftiges, zuweilen klemmendes Drücken in der 
linken Nieren -Gegend, (den 8. 9. Tag.) [Gff.] 

Drücken in der linken Nieren -Gegend. [Gff.] 

Klemmen über der linken Hüfte, hinterwärts in 
der Nieren - Gegend. [Gff.] 

Stechendes Reifsen in der rechten Nieren -Ge- 
gend. [Gff.] 
300. Scharfes, absetzendes Reifsen in der 
linken Nieren-Gegend. [Gff.] 

Die Gegend der linken Niere ist schmerzhaft, 
wie Stechen und Zerschlagenheit, im Stehen 
und Gehen, (n. 2 Tagen.) [Fz.] 

Spitzes, absetzendes Stechen in der linken Nie- 
ren-Gegend, (den 1. 10. 11. Tag.) [Gff.] 

Stumpfes Stechen in der rechten Bauch -Seite, 
weit hinten, nahe an der Nieren- Gegend, 
(den 9. Tag.) [Gff.] 

Stumpfe Stiche und Drücken in der rechten 
Nieren* Gegend, (den 2. 3. 4. Tag.) [Gff.] 
305. Reifsen in der rechten Nieren - Gegend, (den 
8. 9. Tag.) [Gff.] 



Zincum. 279 

Die linke Nieren- Gegend ist bei Berührung em- 
pfindlich, (den 8. Tag.) [Gff.] 

Schmerz wie wund in der linken Nieren -Ge- 
gend. [Gff.] 

Häufiger Blähungs -Abgang, (den ers-ten Tag.) 
[Fz.] 

Abends (mehre Abende hinter einander) häu- 
figer Abgang geräuschvoller, erst geruchlo- 
ser, dann übel riechender Blähungen, ohne 
Blähungs -Beschwerden im Unterleibe. [Fz.] 
310. Bewegung im Unterleibe und Neigung zum 
Stuhlgange, (sehr bald.) [Schw.] 

Leib weh als wenn Durchfall entstehen wollte, 
(den 6. Tag.) [Lqr.] 

Bei jedem Stuhlgange und bei jedem Blähungs- 
Abgange, Leibweh. (n. 6 Tagen.) 

Nach dem trocknen Stuhlgange, drückendes 
Leibweh im Unterbauche. [Gff.] 

Nach dem (guten) Stuhlgange, ein stechender 
Schmerz im Unterleibe, (n. 5 Tagen.) 
315. Leibweh nach reichlichem Stuhlgange. [Lqr.] 

Vieltägiger, breiiger Durchfall, ohne Schmerz, 
nur bei Beendigung der Ausleerung einiges 
Zwängen, als sollte noch Stuhl kommen. 
[Stf.] 

Täglich, mehre weiche Stühle, mit vorgängigem 
Leibweh — der Stuhlgang selbst ist in hell- 
rothes, schäumiges Blut gehüllt, (den 1. 
Tag.) [Fz.] 

Der Stuhl ist dünner und leichter, als gewöhn- 
lich, (n. 6 St.) [Gff.] *) 



1) Jede Arznei, deren Erstwirkung eigentlich harter 



280 ' Zincum. 

StnLl, den ersten Tag ninsig nnd in bellrolLcs 
Blut gehüllt, die folgenden Tage sehr fest 
und schwierig. [Fz.] 
320. Leib -Verstopfung (die ganze, erste Zeit des 
Versuchs.) [Lqr.] 

Verstopfung, obgleich einige Anregung zum 
Stuhlgänge da war. (den 3. 8. 9. Tag.) [Gff.] 

Nur alle zwei, drei Tage geringer, trockner 
Stuhlgang. [Gff.] 

Trockner, ungnügHcher Stuhlgang, (den 2. 4. 
5. 6. Tag.) [Gff.] 

Sehr harter, schwieriger Stuhlgang, (die ganze, 
erste Zeit des Versuchs.) [Lqr.] 
325. Der erste Theil des Stuhlgangs ist hart und 
wird gegen das Ende leicht und weich, (den 
13. Tag.) [Lqr.] 

Zäher, sparsamer Stuhlgang, mit Drang nach- 
her, und Hitze und Brennen im After, (den 
10. Tag.) [Gff.] 

Zäher, im After Stechen verursachender, hell- 
gelber Stuhlgang, (den 12. Tag.) [Gff.] 

Vom Mastdarme bis in den Unterleib, ein pres- 
sender und bohrender Schmerz, wovor sie 
nicht sitzen konnte, (n. 4 Tagen.) 

Der Mastdarm scheint von Blähungen gedrückt 
zu seyn, und dennoch gehen keine ab. [Lqr.] 



und zögernder Stuhlgang ist, bewirkt dennoch in den er- 
sten Stunden Stuhlgang, auch wohl welchen und reichli- 
chen, wenn sie in grofser Gabe eingenommen wird, vor- 
züglich bei Personen, die an zögernder Leibes -Oeffnung 
gewöhnlich leiden. 



Zincum. 281 

330. Zückende Slicte vom Mastdarme bis in die 

Wurzel der Ruthe. [Gff.] 
Stiche im After, (den 10. Tag.) 
Ein erschreckender, blitzschneller, würgender 

Stich vom After bis in den Mastdarm hinan. 

(n. 3 Tagen.) 
Ruckweises Schneiden am After, (den 4. Tag.) 

[Gff.] 
Reifsen am After, (den 5. Tag.) [Gff.] 

335. Im After, brennendes Wundheits- Gefühl, (den 

ersten Abend.) [Gff.] 
Früh, knebelndes Stechen im After. [Gff.] 
Kriebclnd drückendes Gefühl im After, (den 6. 

Tag.) [Gff.] 
Wundes Kriebeln im After. [Gff.] 
Kriebeln im After, wie von YV^ürmern. 

[Gff.] 

340. Heftiges Jucken im After, (an vielen Tagen, 

vom 4. an.) [Lqr.] 
Oft heftiges Jucken im After, (fast alle 

Tage des Versuchs.) [Gff.] 
Jucken im After, in einen stumpfen Schmerz 

endend, (den 4. Tag.) [Lcjr.] 
Drücken auf die Blase, doch nicht zum Uriniren. 
Der Urin drückt sie sehr in der Blase, (n. 4 

Tagen.) 

345. Oefterer und etwas vermehrter Harn -Abgang 
von wasserheller bis zitrongelber Farbe, (die 
ersten Tage.) [Schw.] 
(Ungeheurer Drang zum Harnen; er läfst sehr 
viel Urin.) 



282 Zincum. 

Nach Mitternacht, mehrmah'ges Lassen nicht 
reichlichen, aber sehr hellgelben Harns. [Gff.] 

Der sehr hellgelbe Urin setzt bei längerm Stehn 
weifsliche Flocken ab. (den ersten Tag.) [Gff.] 

Der erst pomeranzfarbige, helle Urin bekommt 
später flockigen Satz, (den 3. Tag.) [Schw.] 
350. Der Urin hat eine röthliche Farbe. [Gff.] 

Der Urin von der Nacht ist früh ganz 
trübe und lehmfarbig, (n. 2 Tagen und 
später.) [Gff.] 

Es kommt Blut aus der Harnröhre nach dem 
schmerzhaften Uriniren. 

Jucken in der Harnröhre, (n. 36 St.) 

Stechen an der Mündung der Harnröhre, (den 
11. Tag.) [Gff.] 
355. Ein blitzschneller, würgender Stich längs der 
Harnröhre, von vorne nach ganz hinten, (n. 
2 Tagen.) 

Scharfes, schneidendes Reifsen im mittlem 
Theile der Harnröhre, nach vorne hin. (den 
5. Tag.) [Gff.] 

Abends, im Sitzen, Schneiden in der Mündung 
der Harnröhre, (n. 3 Tagen.) [Fz.] 

Ziehendes Reifsen im vordem Theile der Harn- 
röhre, (den 3. 7. Tag.) [Gff.] 

EmpfindlichesZiehenimvordernTheile 
der Harnröhre und der Ruthe. [Gff.] 
360. Empfindliches kriebelndes Ziehen vom Unter- 
leibe aus, in die Harnröhre vor. [Gff.] 

Beifsen und Reifsen in der Mündung der Harn- 
röhre, aufser dem Urinlassen, (den 10. Tag.) 
[Gff.] 



Zincum. 283 

Reifsen und Ziehen Im vordem Theile der Harn- 
röhre. [Gff.] 

Nach dem Urinlassen, Beifsen in der Mündung 
der Harnröhre, (den 3. Tag.) [Gff.] 

Erst tief im ünterbauche, nahe an den Ge- 
schlechtstheilen, stumpfes Stechen, dann in 
der Wurzel der Rathe, reifsendes Ziehen, 
(den 8. Tag.) [Gff.] 
365. Reifsen in der Spitze der Eichel. [Gff.] 

Der vordere Theil der Harnröhre schmerzt wie 
wund, aufser dem üriniren. [Gff.] 

Schmerzhaftes Zucken an der Wurzel der 
Ruthe. [Gff.] 

Mehrmals dampfe Stiche in die Eichel aus dem 
Hodensacke herauf. 

Schauder am Hodensacke und den nahen Thei- 
len, wie hei Gänsehaut. [Schw.] 
370. Schauder am Hodensacke, mit Zusammen- 
schrumpfen desselben. [Schw.] 

Zusammenschrumpfen des Hodensacks, (den 2. 
Tag.) [Schw.] 

Viele Abende nach einander, ein starkes, fast 
wundartiges Jucken des Hodensacks, woge- 
gen kein Kratzen hilft. [Fz.] 

An der Seite des Hodensacks, ein kleines, ro- 
thes Blüthchen um eine Haarwurzel herum, 
welches wund schmerzt, von drei Tagen 
Dauer, (den 5. Tag.) [Gff.] 

W^undheits- Gefühl an der linken Seite des Ho- 
densacks, wo er am Oberschenkel anliegt, 
(den 2. 3. Tag.) [Gff.] 
375. Empfindung von Wundheit an der linken Seite 



284 Zincum. 

des Hociensacks und auch, wo er anliegt, am 
Oberschenkel. [Gff.] 

Schmerz im rechten Hoden, vorzüglich hei Be- 
rührung, (den 3. Tag.) [Schw.] 

Druckähnliche, flüchtige Stiche im linken Ho- 
den, während der Ruhe. (n. 6 St.) [Htn.] 

In den Hoden, ziehender Schmerz. 

Ziehen im linken, dann im rechten Hoden. 
[Schw.] 
380. Brickelnder, ziehender Schmerz in den Hoden, 
am meisten heim Sitzen und Bücken, viele 
Tage lang. [Schw.] 

Oefteres Ziehen von den Hoden aus, 
nach dem Laufe des Samenstrangs 
herauf, (den 2. 3. Tag.) [Schw.] 

Brickelnd drückender Schmerz und Ziehen im 
linken Hoden, zuweilen nach dem Samen- 
strange rauf. [Schw.] 

Der rechte Hode ist aufwärts gezogen und etwas 
schmerzhaft und geschwollen, (die ersten 
zwei Tage.) [Schw.] 

Der linke Hode ist heraufgezogen, etwas ge- 
schwollen und schmerzhaft. [Schw.] 
385. Lang' dauernde, heftige Ruthen -Steifheit, mit 
Druck im ünterleibe. [Gff.] 

Pollutionen, ohne wohliüstige Träume, zwei 
Nächte hinter einander, (die 7. und 8. Nacht.) 

[Lqr.] 

Grofser Reiz in den Zeugungstheilen zum Bei- 
schlafe und dennoch schwieriger und fast 
unmöglicher Abgang des Samens, (nach 48 
Stunden.) 



Zincum. 285 

Pressen in den GeburtstLeilcn nnd im Mast- 
darme, (n. 13 Tagen.) 

Bei einer YV^öchnerin werden die LocLien un- 
terdrückt und die Milch in den Brüsten 
nimmt ab. 

390. Das seit drei Monaten unterdrückte Monatliche 
kommt wieder, unter abwechselnder Blasse 
und Rüthe des Gesichts. 

Nasen -Verstopfang. (n. j4 Tagen.) 

Verstopfang beider Nasenlöcher* sie mufs im 
Schlafe mit offnem Munde liegen und hat 
gar keine Laft durch die Nase. (n. 5 Tgn.) 

Vermehrter Schleim- Abgang aus der Nase, ohne 
Schnupfen, (n. 12 St.) 

Niefsen, nach vorhergehendem, schnei- 
denden Kriebeln in der Nase, Abends. 
[Gff.] 

395. Häufiges Niefsen, ohne Schnupfen. [Gff.] 

Fhefsender Schnupfen, während Zink wirkt j 

hinterdrein Stock -Schnupfen. 
Heiser, wie voll Schleim auf der Brust. 
Heiserkeit, mit Brennen in der Luftröhre. 
Es ist ihm ganz roh und rauh auf der Brust, 
(n. 14 Tagen.) 

400. Bob und rauh auf der Brust, dabei Nachts 
Hitze und Schweifs, (n. 13 Tagen.) 

Es löset sich viel Schleim von der Brust durch 
Kotzen, (n. 16 St.) 

Ein kurzer Husten, durch Kitzel unterm Brust- 
beine erregt, (den 4. Tag.) [Gff.] 



286 Zincum. 

(Husten bei Tag und Nacht, mit dickem Aus- 
wurfe, wie Eiter, (n. 18 Tagen.) 

Husten, mit zähem Schleim- Auswurfe, wie alter 
Schnupfen, und nach dem Auswerfen, Ge- 
fühl, als sei es so hohl und kalt in der 
Brust. 
405. (Er hustet blutigen Schleim aus (n. 40 Tagen), 
nach vorgängigem Seitenstechen.) 

Stechen in der Brust vom Husten, der ihn die 
ganze Nacht nicht schlafen läfst, bei gerin- 
gem Darste. (n. 22 Tagen.) 

Meist trockner Husten, mit unerträglichem Ste- 
chen in der Brust und dem Gefühle, als 
sollte sie zerspringen; sie kann oft nur müh- 
sam athmen und sprechen. [Gfs.]] 

Stechen in der linken Brust, welches zuweilen 
sehr heftig wird. [Gff.] 

Heftige Stiche in der linken Seite, beim Aus- 
dehnen besser, beim Athmen schlimmer. [Rkt.] 
4l0. Abends, im Stehen, Stiche in der linken Brust, 
mit Zerschlagenheits- Gefühl dieser Stelle, 
(n. 3 Tagen.) [Fz.] 

Scharfes Stechen in der Herz -Gegend, durch 
starkes Ausathmen vermehrt, (den 9. Tag.) 
[Gff.] 

Scharfe Stiche tief im Innern der rechten Brust. 
[Gff.] 

Abends, Stiche in der Seite, unter dem Her- 
zen, ähnlich dem Seitenstechen, (den 9. Tag.) 
[Lqr.] 

Abends, Stiche über dem Herzen, (den 24. Tag.) 
[Lqr.] 



Zincum. 2&7 

415. Stampfes Siechen, oben in der linken Brust, 
(den 5. 6. Tag.) [Gff.] 

Stnmpfes StecLen in der rechten Brust, (den 9. 
_ Tag.) [Gff.] 

Ein Stich unter der rechten Brustwarze, (den 
8. Tag.) [Lqr.] 

Stechender Schmerz auf einer handgro- 
fsen Stelle der linken Brust-Seite, 
mit Gefühl, als wäre die Stelle morsch 
und zertrümmert, (n. 10 St.) [Fz.] 

Stumpfes Stechen, rechts, auf den kurzen Rib- 
ben. (den 7. 9. Tag.) [Gff.] 
420. Stumpfer Stich unterm Brustbeine, beim Essen, 
(den 5. Tag.) [Gff.] 

Scharf stechendes Reifsen in der linken Brust, 
(n. 10 Tagen.) [Gff.] 

Reifsende Stiche, etwas unterhalb der Achsel- 
höhle, nach und nach häufiger, mit Zurück- 
lassung eines Wundheits - Gefühls der Stelle. 
[Gff.] 

Stumpf drückendes Stechen und Spannen unter 
der rechten Achselhöhle, in der Brust, (den 
7. 9. Tag.) [Gff.] 

Anhaltend drückender Stich, besonders beim 
stark Ausathmen vermehrt, in der rechten 
Brust -Seite. [Gff.] 
425. Scharfes Drücken in der rechten Brust, nahe 
an der Achselhöhle. [Gff.] 

Reifsendes Drücken im untern Thcile 
der linken Brust. [Gff.] 

Absetzendes heraus Drücken und ziehendes Span- 
nen hie und da in der linken Brust. [Gff.] 



288 Zincum. 

Nach und nach zunehmendes, ziehendes (rheu- 
matisches) Drücken gleich unterhalb des 
Schlüsselbeins, nahe am linken Oberarm-Ge- 
lenke. [Gff.] 

Pteifsen in der rechten Brust, (den 11. Tag.) 
[Gff.] 

430. Reifsen unterhalb der linken Achselgrube, (den 
3. Tag.) [Gff.] 

Reifsen auf den obern, rechten Ribben, fast im 
Rücken, (den 11. Tag.) [Gff.] 

Stumpf reifsender Brustschmerz über der Herz- 
grube, (den 8. Tag.) [Gff.] 

(Spannende Schmerzen auf der Brust.) (den 1. 
_ Tag.) [Lqr.] 

Ein Druck auf der Brust, aus der Herzgrube 
nach oben sich entwickelnd, durch Aufsto- 
fsen vergehend, (den 8. Tag.) [Gff.] 

435. Früh, Drücken am rechten Ende des linken 
Schlüsselbeins, (den 10. Tag.) [Gff.] 

Es drückt bald hie, bald da in der Brust. [Gff.] 

Drückender Schmerz in der Brust (n. l^- St.) 
und so abwechselnd, die ersten beiden Tage. 
[Schw.] 

Drücken wie von Rheumatism und versetzten 
Blähungen, auf der Brust. [Gff.] 

Drücken auf den obern Theil des Bruslbenis 
nach dem Mittags - Essen , längere Zeit hin- 
durch, (den 1. Tag.) [Fz.] 

440. Drücken auf den untern Theil der Brust, nach 
Tische, längere Zeit hindurch, (den 2. Tag.) 

Yon 



Zincum. 289 

Von Zeit zn Zeit, Drücken in einzelnen Stel- 
len der linken Brust. [Gff.] 

Dumpfer Schmerz, vorzüglich in der rechten 
Seite: das Blut schien mit Gewalt in die 
feinsten Gefafse der Lunge zu treten. [Hhd.] 

Druck unter der linken Brustwarze, (den 2. 
Tag.) [Gff.] 

Druckender ^Yundheits - Schmerz um die rechte 
Brustwarze. [Gff.] 
445. Dünnes scharfes Ziehen um die linke Brust- 
warze, drauf da auch heim Befühlen wie wund 
schmerzend, was in einen pulsirenden Wund- 
Leits- Schmerz ühergeht. [Gff.] 

Druck und Beklemmung der Brust, (n, 
7 St.) [Fz.] 

Brust -Beklemmung, (hald.) [Schw.] 

Das Athemholen ist heengter, als gewöhnlich, 
(den 1. Tag.) [Lqr.] 

Früh ist die Brust heklemmt. (den 14. Tag.) 
[Lqr.] 
450. Periodisch klemmender Brustschmerz , mit 
Wahhlichkeit, früh, (den 2. Tag.) [Schw.] 

Brust und Athem sind ungewöhnlich frei und 
leicht, (den 3. Tag.) [Lqr.] 

Periodisch kneipender und zwängender Brust- 
schmerz, [Schw.] 

Beim Gehen im Freien ist die Brust heengt, 
wie mit einem Bande querüher zugeschnürt, 
(den 2. Tag.) [Fz.] 

Zwei Ahende nach einander, Beengung 
der Brust, mit stumpfem Stechen und 
Drücken auf der Mitte des Brust- 

m. 19 



290 Zincum. 

beins, bei kleinem, schnellen Pulse. 

(den 2. 3. Tag.) [Fz.] 
455. Oefteres Herzklopfen, ohne besondre 

Aengstlichkeit. (n. 2 Tagen.) 
Die Brust -Leiden sind arger hei Bewegung, 

wenn sie etwas hebt, oder mit den Händen 

angreift. 
Brennen in der rechten Brust, (den 2. Tag.) 

[Gff.] 
Starkes Brennen in der linken Brust. 

(auch den 11. Tag.) [Gff.] 
Brennen über der linken Brustwarze. [Gff.] 
460. Brennen, etwas rechts, neben der Herzgrube, 

auf einer kleinen Stelle der Brust. [Gff.] 
Brennen auf der rechten Brust, scheinbar in 

der Haut (was sich dann in der rechten und 

auf dem Bücken verbreitet, (den 5. Tag.) 

[Gff.] 
Beim Gehen knackt es im Kreuze. 
Drücken unten auf dem Rückgrate, über dem 

Kreuze. [Gff.] 
Ziehen im Kreuze und Rückgrate, wehthuend 

wie Schwäche, beim Sitzen und Bücken. [Rkt.] 
465. Stechendes Reifsen im heiligen Beine, (den 3. 

4. Tag.) [Gff.] 
Brennender Druck auf dem Rückgrate, etwas 

über dem Kreuze, (den 4. Tag.) [Gff.] 
Im Rückgrate, ein rheumatisch spannender 

Schmerz. [Gff.] 
Spannen und Drücken unterhalb des rechten 

Schulterblattes, am Rücken hinab und nach 

der Achselhöhle hin. [Gff.] 



Zincuni. 291 

Zwischen den Schulterblättern, nahe am Rande 
des rechten Schulterblattes, spannender Drack 
auf einer kleinen Stelle. [Gff.] 
470. Drückender Schmerz, rechte im Rücken, dicht 
neben der Mitte des Rückgrats. [Gff.] 

Drückendes Spannen im Rücken, unterm rech- 
ten Schulterblatte, (den 3. Tag.) [Gff.] 

Stumpfe Stiche im Rücken, unterm rechten 
Schulterblatte, (den 9. Tag.) [Gff.] 

Stumpfes, zuckendes Stechen gleich unter und 
neben dem linken Schulterblatte, im Rücken. 
[Gff.] 

Scharfer Druck rechts am Rückgrate, dicht am 
rechten Schulterblatte, (den 7. Tag.) [Gff.] 
475. Stumpfe Stiche und Drücken am inwen- 
digen Rande des rechten Schulter- 
blattes. [Gff.] 

Scharfes Stechen im Rücken dicht am Ober- 
theile des rechten Schulterblattes, beim Auf- 
stofsen am empfindlichsten, (viele Tage lang.) 
[Lqr.] 

Brennendes Reifsen zwischen dem Rückgrate und 
rechten Schulterblatte, (den 11. Tag.) [Gff.] 

Steifheit und Schmerz der obern Rückenmus- 
keln, besonders beim Bewegen (die dritte 
Nacht, vier Nächte wiederkehrend und am 
Tage verschwindend.) [Schw.] 

Spann - Gefühl, wie von einem Pechpflaster, nahe 
am inwendigen Rande des rechten Schulter- 
blatts. [Gff.] 
480. R.eifsen im rechten Schulterblatte, (den 11. Tag.) 
[Gff.] 

19* 



292 Zincum. 

Sehr heftige rheumatisch spannende Schmerzen 
in der Nieren-, der Lenden -Gegend und auf 
den Schultern, (den 8. Tag.) [Lqr.] 

Brennen in der linken Seite und in dem linken 
Schulterblatte, (den 5. 11. Tag.) [Gff.] 

Brennen auf der Haut des rechten Schulterblat- 
tes, (den 5. Tag.) [Gff.] 

Früh, Steifheit und Schmerz der Nackenmus- 
keln und obern Rücken niuskeln, mehre Mor- 
gen wiederkehrend, am Tage sich verlierend. 
[Schw.] 
485. Die linke Nacken -Seite ist krampfhaft steif, 
(den 1. Tag.) [Fz.] 

Rechts, hinten, äufserlich am Halse, ein stumpfes 
Reifsen. [Gff.] 
: ; Reifsen, hinten, in der rechten Hals-Seite. [Gff.] 

Rechts, hinten und unten am Halse, ein ste- 
chendes Reifsen auf einer kleinen Stelle. [Fz.] 

Schmerz an der rechten Seite des Halses, bis 
zur Schulter, mit Steifheit dieser Theile, 
früh, im Bette, was am Tage vergeht, mehre 
Morgen wiederkehrend, (den 3. Tag.) [Schw.] 
490. Stechendes Reifsen auf der linken Schalter- 
höhe. [Gff.] 

Reifsen auf der rechten Schulterhöhe, (den 2. 
Tag.) [Gff.] 

Reifsender Druck, links auf der Schulter, da wo 
der Hals anfängt. [Gff.] 

Spannen und stumpfes Reifsen im linken Ober- 
arm-Gelenke, (den 1. Tag.) [Gf£] 

Rheumatisches Spannen und Pieifsen im rechten 
Schulter- Gelenke, (den 4. Tag.) [Gff.] 



Zincum. 293 

495. Rheumatisches Spannen m der Gelenk- Kugel 
des linken Oberarms. [Gff.] 

Auf beiden Achseln, kleine blutschwärartige 
Blüthchen. [Gff.] 

B-heumatischeSj empfmdliches Ziehen von der 
Schulterhühe an den Delta -Muskeln beider 
Arme herab, vermehrt durch Aufheben des 
Arms, (den 2. Tag.) [Fz.] 

Reifsen unter dem linken Arme bis in die Ach- 
selgrube, (den 5. Tag.) [Gff.] 

Brennen in der linken Achselgrube, (den 3. 
Tag.) [Gff.] 
500. Stumpf stechendes Reifsen in der rechten Ach- 
selhöhle. [Gff.] 

In beiden Achselhöhlen, Gefühl von ^Vundheit 
auf einer kleinen Stelle, wie nach einem 
Stofse. [Gff.] 

Reifsen hinten am linken Oberarme, unweit der 
Achselhöhle. [Gff,] 

Feines Reifsen im linken Oberarme, unweit des 
Schulter- Gelenks, (den 7. Tag.) [Gff.] 

Am linken Oberarme, ein grofser Blutschwär, 
(n. 31 Tagen.) 
505. Beifsendes Brennen auf der Haut des linken 
Oberarms, auf der hintern, obern Seite, 
(den 10. Tag.) [Gff.] 

Ptheumatischer Schmerz in den Delta -Muskeln 
beider Arme, (den t. Tag.) [Fz.] 

Reifsen in beiden Oberarmen, von den Delta- 
Muskeln herab, (den 1. Tag.) [Fz.] 

Absetzendes Reifsen in der Mitte des linken 
Oberarms, auf dessen inwendiger Seite. [Gff.] 



294 Ziiicum. 

Dumpfer Schmerz im rechten Oberarme, (n. 3 
Stunden.) [Schw.] 
510. Gluckern im linken Oberarme. [Gff.] 

Reifsen in den Oberarm -Muskeln, ganz nahe 
an der rechten Ellbogenbeuge, (den 7. 8. 
Tag.) [Gff.] 

Ziehen im linken Oberarme, dicht am Ellbo- 
gen-Gelenke. [Gff.] 

Reifsen im linken Oberarme, dicht am Ellbo- 
gen-Gelenke, (den 11. Tag.) [Gff.] 

Rheumatisches Drücken in beiden Ellbogen. 
[Gff.] 
515. Rheumatisches Ziehen im rechten Ellbogen. 
[Gff.] 

Reifsen in der Ellbogenbeuge. [Gff.] 

Scharfes Reifsen im linken Unterarme, meist in 
der obern Hälfte. [Gff.] 

Ziehender Schmerz im linken Unterarme, wie 
auf dem Knochen, (n. 5 St.) [Htn.] 

Brennen auf der Haut des linken Unterarms. 
[Gff.] 
520. Ausschlags -Blüthchen am Unterarme, welche 
am Tage heftig jucken, ohne Veranlassung 
durch äufsere Wärme. 

Die Muskeln des linken Unterarms sind 
beim Befühlen und Drehen des Arms 
schmerzhaft, wie zerschlagen, und es 
reifst zuweilen im dicken Theile des- 
selben, (den 2. 3. 5. Tag und später häufig.) 
[Gff.] 

Glucksendes stumpfes Reifsen in den Muskeln 
der innern Seite des rechten Unterarms, 



Zincum. 295 

iinweit der Ellbogenbsüge. (den 2. Tag.) 
[Gff.] 

Brennen auf dem linken Unterarme, Nachts, 
(n. 6 Tagen.) [Gff.] 

RheumatiscKes Spannen oberhalb des linken 
Hand -Gelenks. [Gff.] 
525. Rheumatisches Ziehen im rechten Hand -Ge- 
lenke. [Gff.] 

Reifsen im rechten Hand -Gelenke, (den 3. Tag.) 
[Gff.] 

Reifsen inwendig an der Handwurzel. [Gff.] 

Drückendes Reifsen inwendig an der linken 
Handwurzel, in der Gegend des Erbsen- 
Beins. [Gff.] 

Reifsen in der Beuge des linken Hand - Gelenks, 
mit reifsenden Stichen im linken Hand-Kük- 
ken. (den 6. Tag.) [Gff.] 
530. Stechendes B.eifsen in der Beuge des rechten 
Hand -Gelenks, (den 7. Tag.) [Gff.] 

Scharfes Reifsen inwendig, gleich unter dem 
rechten Hand- Gelenke, in der Hand. [Gff.] 

Beim Klavierspielen, Steifigkeit und wie Klamm 
auf dem Hand-Rücken in den Strecke -Mus- 
keln des Daumens, (den 1. Tag.) [Fz.] 

Beifsen auf dem rechten Hand -Rücken, bis 
übers rechte Hand -Gelenk hinüber, als wollte 
da ein Ausschlag entstehen. [GffJ 

R.eifsen auf dem rechten Hand-Rücken, 
nahe am Hand-Gelenke, auf dem Mit- 
telhand-Knochen des vierten und des 
kleinen Fingers und im Hand-Ge- 
lenke selbst. [Gff.] 



296 Zincum. 

535. Reifsen im Mittelhand -Knochen des linken Zei- 
gefingers. [Gff.] 

Reifsen im Mittelhand -Knochen des rechten 
Zeigefingers. [Gff.] 

Reifsen auf dem linken Hand-Rücken, nahe am 
Hand- Gelenke, (den 3. Tag.) [Gff.] 

Reifsen bald im rechten, baldimlinken 
Hand-Rücken, oft wiederholt. [Gff.] 

Reifsen im rechten Hand -Teller, nahe an den 
Fingern, (den 5. Tag und dann oft.) [Gff.] 
540. Stechendes Reifsen in der rechten hohlen Hand, 
in der Nähe des kleinen Fingers. [Gff.] 

Spannendes Reifsen im rechten Hand- Teller, 
(den 11. Tag.) [Gff.] 

Reifsendes Ziehen im linken Hand-Teller, zwi- 
schen Daumen und Zeigefinger, (den 3. Tag.) 
[Gff.] 

Drücken am Ballen der linken Hand. [Gff.] 

Schwäche der Hände, heim Schreiben, sie 
zittern, (n. 2 Tagen.) [Fz.] 
545. Kühle Hände, (n. 8 St.) [Fz.] 

Erstarren der Hände, am meisten der rechten. 
[Hbd.] : 

Die rechte Hand ist ganz bläulich, 
todtenähnlich, schwer und gefühllos; 
der Puls an derselben, klein, kaum 
fühlbar, fadenförmig — sie schien 
wie vollkommen gelähmt, ein Zu- 
stand der nochmals wiederkehrte und 
eine Stunde anhielt. [Hbd.] 

Brennen auf der Haut an der Kante der rech- 
ten Hand, unterhalb des kleinen Fingers, 
(den 3. Tag.) [Gff.] 



Zincum. 297 

Reifsen auf dem Lmtersten Gelenke des rech- 
ten kleinen Fingers, (den 2. Tag.) [Gff.j 
550. Reifsen im untersten (hintersten?) Gliede des 
rechten kleinen Fingers, (den 10. Tag.) 
[Gff.] 

Scharf stechendes Reifsen im ohern (vordem?) 
rechten Daumen -Gelenke, (den 2. Tag.) 
[Gff.] 

Reifsende Stiche in den mittein Gelenken der 
drei letzten Finger heider Hände, (den 4. 
10. 11. Tag.) [Gff.] 

Drückender Schmerz im mittein Gelenke des 
rechten Zeigefingers. [Gff.] 

Fieifsendes Ziehen in den vordersten Gliedern 
des linken Ring- und Mittelfmgers. [Gff.] 
555. Absatzweise drückender Schmerz im untersten 
Gliede des rechten Zeigefingers, inwendig. 
[Gff.] 

Reifsen im untersten (hintersten?) Gelenke des 
rechten Zeigefingers. 

Reifsen in den untersten (hintersten?) 
Gelenken und Gliedern der Finger 
der linken Hand. [Gff.] 

Am zweiten Gliede des linken vierten Fingers, 
ein stechendes Jucken auf einem Punkte (n. 
12 St.), worauf hinnen zwei Tagen sich ein 
rothes, schmerzhaftes Blüthchen erhebt, am 
vierten Tage, mit Eiter in der Spitze, mit 
klopfendem, brennendem Schmerze; nach 
achttägiger Eiterung fmg's an, langsam za 
verheilen. [Htn.] 

Heftiges Fteifsen in der Spitze des kleinen Fin- 
gers, linker Hand. [Gff.] 



298 Zincum. 

560. Scharf schneidender Stich in der rechten Dau- 
men-Spitze — dann auch in der linken, 
(den 5. 7. Tag.) [Gff.] 

Reifsen unter dem Nagel des rechten Daumens, 
(den 4. Tag.) [Gff.] 

Reifsen in der Spitze des Zeige- und Mittel- 
Fingers. [Gff.] 

Durchdringendes Stechen in den Fingern, (n. 
6 Tagen.) 

Reifsende Stiche in den Fingern. [Lqr.] 
565. Im Sitzen, Reifsen vorne am Beckenkamm 
(^spina ilei^, (den 2. Tag.) [Fz.] 

Dumpf drückender Schmerz, gleich üher der 
rechten Hüfte. [Gff.] 

Drückendes Reifsen in der linken Hüfte. [Gff.] 

Drückendes Ziehen gleich üher dem rechten 
Hinterbacken. [Gff.] 

Stechendes Reifsen am Anfange des rechten 
Hinterbackens, unterhalb der rechten Hüfte. 
[Gff.] 
570. Reifsen oben am linken grofsen Gesäfsmuskel, 
hinterwärts, unter der linken Hüfte. [Gff.] 

Gluckern im rechten Hinterbacken. [Gff.] 

Nach Weintrinken entsteht, als schon alle Be- 
schwerden vom Zink vorüber waren, Tags 
drauf, ein ziehender Schmerz im Hinterbak- 
ken. [Gff.] 

Zerschlagenheits - Schmerz der Gesäfs - Muskeln 
und der hintern Oberschenkel -Muskeln, zwei 
Tage lang, (den 5. 6. Tag.) [Schw.] 

Schmerz hinten an der linken Hüfte. [Gff.] 
575. Ziehend feifsender Schmerz an dem hintern 



Zincum. 299 

Theile der linken Hüfte und Brennen da- 
selbst, (den 8. Tag.) [Gff.] 

Reifsen an der hintern Seite der rechten Hüfte, 
(den 11. Tag.) [Gff.] 

Reifsen gleich unterhalb der rechten Hüfte, (den 

8. Tag.) [Gff.] 

Reifsen gleich unterhalb der linken Hüfte, (den 
2. 3. 7. Tag.) [Gff.] 

Im Sitzen, ein heftiges Reifsen an der äufsern 
Seite herab, von der Hüfte bis in die Mitte 
des rechten Oberschenkels, wie auf dem 
Knochen, (n. 6 St.) [Fz.] 
580. Ziehendes Reifsen im Gelenkkopf des linken 
Oberschenkels und unterhalb der Hüfte, (den 
5. Tag.) [Gff.] _ 

Reifsen ganz oben im linken Oberschenkel, (den 
1. 9. Tag.) [Gff.] 

In den äufsern Muskeln des linken Oberschen- 
kels, ein ziehender Wundheits - Schmerz, 
(den 9. Tag.) [Gff.] 

Reifsen im dicken Theile des rechten Ober- 
schenkels, (den 5. Tag.) [Gff.] 

Sehr starkes Reifsen im rechten Ober- 
schenkel. [Gff.] 
585. Anhaltend scharfes Reifsen im dicken 
Theile des linken Oberschenkels. 
[Gff.] 

Rheumatisches Ziehen nach einander 
in beiden Oberschenkeln, (auch den 

9. Tag.) [Gff.] 

Ziehender Schmerz in der innern Fläche des 
rechten Oberschenkels. [Schw.] 



Zincum. 

Rheumatisclies Ziehen im ganzen rech- 
ten Beine. [Gff.] 

Schwere in den Beinen und Keifsen darin, dafs 
sie dieselben kaum heben kann. 
590. Schmerzliches Schwcrheits- und Gelähmtheits- 
Gefühl im rechten Oberschenkel, beim Ge- 
hen, (n. 7 St.) [Htn.] 

Juckendes Brennen auf der rechten Seite des 
rechten Oberschenkels, etwas oberhalb des 
Kniee's. (den 11. Tag.) [Gff.] 

Abends, heftiges Jucken der Oberschenkel und 
Kniekehlen; beim Kratzen entstehen Haut- 
Erhöhungen (Quaddeln) wie Brennessel- 
Flecke, (den 1. Tag.) [Fz.] 

Fünf Abende nach einander, Jucken der Ober- 
schenkel, an der Vorderseite, über dem 
Knie, mit Blüthchen daselbst, die sich leicht 
aufkratzen lassen, (n. 3 Tagen.) [Fz.] 

Stumpfe Stiche in der Mitte des rechten Ober- 
schenkels. [Gff.] 
595. Druckähnlicher Stich auf der innern Seite des 
rechten Kniee's, in der Ruhe. (n. 4 St.) 
[Htn.] 

Stiche im Knie. (n. 15 Tagen.) 

Abends und Nachts, heftige Schmerzen erst in 
der rechten, dann in der linken Kniescheibe 
und in der Ferse. 

Reifsen an der äufsern Seite der linken Knie- 
scheibe, (n. 3 St.) [Htn.] 

Reifsen am äufsern Rande der rechten Knie- 
beuge, welches sich bis in die Wade zieht, 
(den 4. Tag.) [Gff.] 



Ziiicum. 301 

600. R-cifsen im recliten Knie, (den 9. Tag.) [Gff.] 

Rheumatisches Ziehen im rechten Knie, das 
Schienbein hinunter, (den 10. Tag.) [Gff.] 

Beim Gehen, ein spannender Schmerz im rech- 
ten Knie -Gelenke, gleich über der Knie- 
scheibe, (den 1. Tag.) [Gff.] 

Dumpfer Schmerz im linken Knie, allmälig zn- 
und abnehmend, (n. -J- St.) [Schw.] 

Ein mehrmaliger, dumpfer, wühlender Schmerz 
in den Knieen. (den 2. Tag.) [Schw.] 
605. Im linken Beine, vorzüglich dem Unterschen- 
kel, ein öfteres Gefühl, als wenn der Blut- 
lauf drin stockte. [Schw.] 

Im Traume deuchten ihm die Knie -Gelenke 
schmerzhaft und fast unbeweglich, und, beim 
ungewöhnlich frühen Erwachen, schmerzen 
die Kniee wirklich, wie nach grofser An- 
strengung, mehr aber in der Ruhe, als bei 
Bewegung, (den 2. Tag.) [Gff.] 

Ziehender Schmerz im rechten Schienbeine, (n. 
5 St.) [Htn.] 

Rheumatisches Ziehen und Spannen im rechten 
Schienbeine. [Gff.] 

Abwechselnd, schmerzhafte Empfindung, wie 
Ziehen und Drücken in beiden Knochen- 
R-öhren des rechten Unterschenkels. [Hbd.] 
610. Reifsen auf dem rechten Schienbeine, (den 4. 
Tag.)_CGff.] 

R.eifsen im obern Theile der linken "Wade, 
(den 8. Tag.) [Gff.] 

Reifsen in der rechten \Yade, beim Gehen ent- 
stehend und vergehend, (den 3. Tag.) [Gff.] 



302 Zincum. 

Stumpfes Relfsen m der rechten Wade, (den 
3. 5. Tag.) [Gff.] 

Beim Gehen, Straffheit und Steifheit der Wa- 
denmuskeln, (n. 2 Tagen.) [Fz.] 
615. Ziehen und Strammen in der Wade, (den 1. 
Tag.) [Fz.] _ 

Zucken in der linken Wade. (n. einigen Min.) 
[Schw.] 

Klamm- Schmerz in der linken W^ade. (die dritte 
JNacht. [Schw.] 

Durchdringendes Stechen in den Schienbeinen, 
(n. 6 Tagen.) 

Drückender Schmerz, dann Reifsen auf der in- 
nern Seite des linken Unterschenkels, zwischen 
Knöchel und Wade, (den 3. Tag.) [Gff.] 
620. Reifsen vorn im linken Unterschenkel, zwischen 
Schienbein und Fufs- Gelenk, (den 10. Tag.) 
[Gff.] 

Reifsen am untern Ende des rechten Schien- 
beins. [Fz.] 

Ein Brennen auf der Haut unterhalb der rech- 
ten Wade, (den 3. Tag.) [Gff.] 

Reifsen in der Beuge des Fufs - Gelenks. [Gff.] 

Ziehendes Reifsen im rechten Unterfafse bis in 
die Knöchel, mit Schwerheits- Gefühl dieses 
Fufs es in der Ruhe. (n. 4 St.) [Htn.] 
625. Ziehend reifsende Schmerzen um die innern 
Fufsknöchel und in der Achillsenne beider 
Füfse. (n. 2 Tagen.) [Fz.] 

Schmerz im rechten Fufs - Gelenke, was bei Be- 
wegung dieses Fufses wie ausgerenkt schmerzt, 
(n. 4 St.) [Htn.] 



Zincum. 303 

Rheumatische Spannung oben im linken Fufs- 
Gelenke, in der Ruhe, (den 1. Tag.) [Gff.] 

Hie und da auf den Fufs - R.ücken, in den Kno- 
chen, brennende Stiche, (den 1. Tag.) [Gff.] 

Reifsen auf dem linken Fufs -Rücken, (den 3. 
Tag.KGff.] 
630. Reifsen in der Beuge des linken Fufs - Gelenks, 
(den 7. Tag.) [Gff.] 

Reifsen in der Beuge des rechten Fufs - Gelenks, 
(den 9. Tag.) [Gff.] 

Reifsen unterhalb des rechten innern Fufsknö- 
chels bis in die Ferse, Abends, im Sitzen, 
(n. 2 Tagen.) [Fz.] 

Reifsen und Spannen erst am äufsern, 
dann am innern Rande des rechten 
Fufs es. [Gff.] 

Brennen an der Seite des rechten Fufses, gleich 
unter dem inwendigen Knöchel, (den 4. Tag.) 
[Gff.] 
635. Reifsen am äufsern Rande des linken Fufses, 
unweit der Ferse, (den 5. Tag.) [Gff.] 

Pulsirendes Fieifsen in der rechten Achillsenne, 
(den 8. Tag.) [Gff.] 

Pulsirendes Reifsen in der linken Achillsenne, 
(den 11. Tag.) [Gff.] 

YV^ehthun und Reifsen in den Fersen; die gan- 
zen Füfse deuchten wie vom Körper abge- 
schlagen, (n. 2 Tagen.) [Fz.] 

Nach Wein -Trinken unerträglich bohren- 
der Schmerz in der Ferse. [Gff.] 
640. In den Fufssohlen, ein besondrer Schmerz, 
heim Auftreten ; sie sind wie geschwollen, 



304 Ziiicum. 

mit dem Gefühle, als kratze em gezahntes 
VTerkzeug (Rechen, Harke) drauf, mehre 
Tage. [Rkt.] 

Reifsen in der linken Fufssohle und m der Ein- 
biegung auf der innern Seite des rechten Fu- 
fses. (den 4. 8. Tag.) [Gf£] 

Jucken auf der Fufssohle. 

Arger Fufs - Schweifs von übelra Gerüche; er 
geht sich wund. 

Stechendes Reifsen unter der Fufssohle, in der 
Gelenk-Beuge der kleinern Zehen des rech- 
ten Fufses. (den 3. Tag.) [Gff.] 
645. Stechendes Reifsen in den Zehen beider Füfse. 
(den 3. Tag.) [Gff.] 

Durchdringendes Stechen im Fufsballen. (n, 6 
Tagen.) 

Reifsen im hintern Gelenke des rechten, gro- 
fsen Zehes, (den 5. Tag.) [Gff.] 

Stechendes Reifsen im hintern Gliede ^es lin- 
ken grofsen Zehes, bis ins hintere Gelenk, 
(den 6. Tag.) [Gff.] 

Reifsen auf der untern Flache des rechten gro- 
fsen und des zweiten Zehes, (den 8. Tag.) 
[Gff.] 
650. Stechendes Reifsen in den Beugen der vordem 
Gelenke des rechten grofsen und zweiten 
Zehes. [Gff.] 

In der vordem Hälfte des Fufses im ge- 
meinschaftlichen Gelenke aller Ze- 
hen, wo sie sich aufwärts biegen, 
Schmerz, wie verstaucht, (n. 3 Tagen.) 
[Fz.] 

ZJe- 



Zincuio. 305 

Ziehend reifsender Schmerz in der vordem 
Hälfte des Fufses. (n. 5 St.) [Htn.] 

Reifsender TVundheits- Schmerz an der Spitze 
des rechten grofsen Zehes und unter dem 
Nagel, (den 9. Tag.) [Gff.] 

Kriehelndes Stechen, wie nach Eingeschlafcnheitj 
in der innern Beuge des vordem Gelenks 
des linken grofsen Zehes. [Gff.] 
655* Brickelndes Stechen im linken grofsen Zeh« 
(den 2. Tag.) [Fz.] 

Pulsirendes Stechen in der Spitze des rechten 
grofsen Zehes, (den 2. Tag.) [Fz.] 

An den Zehen des rechten Fufses, ein schmerz* 
haftes Jucken, mit Hitze und etwas Röthe 
und Geschwulst, wie wenn sie erfroren v/ä* 
ren, Ahends 10 Uhr; das schmerzhafte Jük^ 
ken ladet nicht zum Reihen oder Kratzen 
ein, weil es den Schmerz zu mehren droht, 
wie sonst bei erfrornen Füfsen; nach -^ Stunde 
verschwand alles, ohne den hei erfrornen 
Füfsen gewöhnlichen Schmerz von Taubheit 
darin zurück zu lassen, (n. 36 St.) 

Die Schmerzen von Zink scheinen zuweilen zwi* 
sehen Haut und Fleisch zu seyn. [Lqr.] 

"Wein erhöhet sehr fast alle Beschwer-' 
den, selbst wenn sie schon durch 
Kampher getilgt schienen. [Fz.] 
660. Wein und Krähenaugen erhöhen die Beschwer- 
den von Zink (besonders die Nacht -Unruhe 
und die Leib -Verstopfung) und rufen sie 
hervor. [Gff.] 

Nach dem Mittags - Essen und gegen 

m. 20 



306 Zincum. 

Abend erscheinen die meisten Be- 
schwerden. [Fz.] 

Fippern und Zucken in einzelnen Maskeln, an 
verschlednen Theilen des Körpers, (bald.) 
[Schw.] 

Yiel sichtbares Zucken am Körper und im Ge- 
sichte, (n. 5 Tagen.) 

Heftiges Zittern aller Glieder. [Pikt.] 
665. Klamm in Armen und Beinen, (n. 5 Tagen,) 

Eine gewisse Benommenheit, wie leise Ucbel- 
keit, mit einem zitterigen Gefühle in der 
Brust, dabei etwas Kopfweh in der Stirne 
und verminderte Fassungskraft, so dafs er 
nicht versteht was er liest. (2 St. nach dem 
Mittags -Essen. [Gff.] 

Starkes Klopfen durch den ganzen Kör- 
per. [Pxkt.] 

Ein krankes, mattes Gefühl durch den ganzen 
Rumpf, ohne dafs er sich in den Gliedma- 
fsen krank fühlt, gleich als erstreckte sich 
das Unwohlseyn mit einer Art von Pressen, 
Druck und ünbehaglichkeit auf die Inseite 
der Wände des Rumpfs (z. B. auf die In- 
seite der Ribben und Bauch -Bedeckungen), 
oder als sollte der ganze Körper aus einan- 
der getrieben werden, — ohne eine Spur von 
Blähungen, mehr wie von den Nerven aus- 
gehend, stärker auf der rechten Seite, als 
auf der linken. [Fz.] 

Stechend schneidender Schmerz in der ganzen 
rechten Seite. [Rkt.] 
670. Sehr heftige-r, ziehend reifsender 
Schmerz in der Mitte der Knochen 



Zincum. 307 

fast aller Gliederj sie haben vor 
Schmerz gar keinen Halt. [R-kt.] 

Darchdrlngendes Stechen in den Gelenken, (n. 
7 Tagen.) 

Stechen und Reifsen in allen Gliedern bis in 
die Fingerspilzen, am schlimmsten nach jeder 
Erhitzung, wenn er zum Sitzen kommt. 

Nach Körper -Bewegung und schnell Gehen, 
Reifsen in allen Gliedern. 

An einzelnen Stellen des Körpers^ z. B. in der 
Fuffe zwischen dem rechten Oberschenkel und 
dem Unterleibe, entsteht, beim Sitzen, auf 
einer kleinen Stelle (der ünterbauch- Seite 
u. s. w.) eine fast brennende Hitze. [Gff.] 
675» In der Nacht, oft heftiges Jucken, wie von vie- 
len Floh -Bissen, besonders im Rücken und 
am ünterleibe. [Gff.] 

Oefteres Jucken in der Haut. [Rkt.] 

Abends, im Bette, ein stechend brickelndes 
Jucken an verschlednen Haut- Stellen, der 
Stirne, dem Oberschenkel, den Fufsknöchein, 
den Füfsen u. s. w. (n. 2 Tagen.) [Fz,] 

Gefühl von einzelnen, juckenden Punkten in der 
Haut, vorzüglich der Hände, ohne äufserc 
Rüthe oder Erhabenheit. [Hbd.} 

Sehr schnelles Jucken bald hie, bald da, vor- 
züglich Abends, im Bette, was an jeder Stelle 
bald von selbst vergeht, wenigstens augen- 
blicklich auf Berühren mit dem Finger oder 
mit der Hand. 
680. Ausschlag kleiner Blüthchen an dem Dickbeine 
und den Waden um's Knie herum, welche 

20* 



308 Zincum. 

seLr jucken und nach dem Kratzen sogleich 
aufhören, (den 2. Tag und ferner.) [Fz.] 

Ein Ausschlags -Blüthchen auf der Stirne, dem 
Rücken und dem dritten linken Zeh, heim 
Befühlen wund drückend schmerzhaft, (den 
10. Tag.) [Gff.] 

Beim Qehen, gleich Anfangs, Göfühl vermehr- 
ter Kraft und gröfserer Leichtigkeit des Kör- 
pers (n. |- St.), drauf grofse Mattigkeit die 
ganze Zeit der Zink- Wirkung hindurch, [Fz.] 

Beim Gehen, grofse Mattigkeit der Kniekehlen 
und im Kreuze, den ganzen Tag üher. (n. 
dem 1,2. Tag.) [Fz.] 

Früh, heim Erwachen, so müde, dafs er gar 
nicht aufstehen zu können glaubt, (den 2. 
3. Tag.) [Fz.] 
685, Früh, im Bette, Gefühl von Schwere im Kör- 
per und Müdigkeit in den Beinen. [Gff.] 

Morgens, beim Erwachen, Gefühl von Schwere 
und Müdigkeit, wie nach allzu schwerem 
Schlafe. [Gff.] 

Müdigkeit, häufiges Gähnen und grofse Abspan- 
nung des ganzen Körpers. [Hbd.] 

Beständiges Gähnen. [Rkt.] 

Gähnen und beständige Neigung dazu, Vormit- 
tags, nach gutem IN achtschlafe. [Gff.] 
690, Häufiges Gähnen, den ganzen Tag. (den 1. 
Tag.) [Fz.] . 

Immerwährende Lust zu schlafen; selbst früh 
kann er sich kaum wach erhalten. [Rkt.] 

Nacht -Schlaf öfters unterbrochen; die Nacht 
deuchtet ihm sehr lang. [Schw.] 



Zincum. 309 

Oefteres Erwachen, die NacLt, ohne Ursache, 
(n. 5 Tagen.) 

Er%acht die Nacht oft auf und kann nur schwer 
wieder einschlafen; gegen Morgen träumt er 
ängstlich. 
695. Schlaf mit ängstlichen Träumen, (n. 33 Tagen.) 

Sehr unruhiger Schlaf, mit schreckhaften Träu- 
men. [Lqr.] 

Er erwacht oft die Nacht üher schreck- 
haren Träumen, (die erste Nacht.) 

Der Schlaf ist unruhig, mit vielen lebhaften Träu- 
men; früh, heim Erwachen, Müdigkeits- Ge- 
fühl. [Gff.] 

Tiefer, ermüdender Schlaf, mit vielen Träumen. 

700. Die ganze Nacht hindurch träumt er, wacht 
dazwischen auf und ist dann früh sehr müde. 
_ [Gffi] 

Nachmitternacht, so lehhafte Träume, dafs er 
sie früh noch vor Augen hat. [Gff.] 

Schwärmerischer Schlaf. 

Träume ekeligen Inhalts, von Besudelung mit 
Menschen -Koth und Urin. (n. 2 Tgn.) [Fz.] 

Nächtliche Träume von einem Leichenzuge und 
von Pferden, die sich unter ihm in Hunde 
verwandelten, (den 1. Tag.) [Fz.] 
705. Unruhige Nacht; erwacht schreit er, wie irre, 
es hissen ihn Gänse. 

In der Nacht ein Traum, als werde sie erdros- 
selt, und früh, nach dem Erwachen, Furcht, 
der erdrosselnde Mann möchte wiederkommen. 

Aufschrecken aus dem Nachtschlafe mit einem 



310 Zincuin. 

nnwillklirllclien Ruck des linken Beins, (die 
5. Nacht.) [Gff.] 

Es ruckt ihn im Nacht- so wie im Mit- 
tags-Schlafe durch den ganzen Kör- 
per, (n. 32 St. und n. 2 Tagen.) 

Nachts, Unruhe in den Beinen, die sie nicht 
still liegen lassen kann. (n. 10 Tagen.) 
710. Sie wird, die Nacht, von Kälte der Füfse ge- 
weckt, (n. 36 St.) 

Nachts, Seiten -Stechen, (n. 8 Tagen.) 

Nachts, heftige Kreuz- und Leih -Schmerzen, 
nehst Stechen in der linken Seite und Zieh- 
Schmerz in den Beinen, (n. 40 Tagen.) 

Oefteres, fieherhaftes Schaudern den Rücken 
herah, fünf Tage lang. (n. 3 Tagen.) 

Immerwährendes Frösteln, hei vermehrter, inne- 
rer YV^ärme. [libd.] 
715. Fiehcr- Anfall, täglich, mehrmals am Tage, wie- 
derkehrend, sowohl Vor- als Nachmittags: 
Frösteln und Schauder, fliegende Hitze über 
den ganzen Körper, heftiges Zittern al- 
ler Glieder, Gefühl von höchstem ünwohl- 
seyn, so dafs sie fast ohnmächtig wird — 
weichlicher Geschmack (der Bissen quoll ihr 
gleichsam im Munde), Gefühl von Magen- 
Leere, starkes Klopfen durch den gan- 
zen Körper, kurzer, heifser Athcm, 
Mund sehr trocken, Hände heifs und trok- 
ken. [Rkt.] 

Starker Nacht- Schweifs, (n. 33 Tagen.) 

Schweifs am ganzen Körper, vorzüglich an den 
Beinen, viele Nächte nach einander, (nach 3 
Tagen.) 



Zincum. 311 

Drei Stunden nach dem Mittags -Essen, bei 
Druck unter den kurzen Ribben, besonders 
rechter Seite, hypochondrische Stimmung, 
Abneigung vor Arbeit und ünbehaglichkelt 
des ganzen Körpers, doch ohne Spur von 
Magen -üeberladung oder Blähungen, (n. 5 
Tagen.) 

Schlaffe Gemüths -Stimmung, (n. 6 Tagen.) 
720. Gleichgültig, (n. 13 Tagen.) 

Besonders Abends, verdriefsliche, 
schweigsame Laune. [Gff.] 

Höchst trübe und mürrisch. [Hbd.J 

Gemüth mehre Tage verdriefslich, mürrisch, zu 
innerm x\erger und Groll geneigt; er ist 
meist still und es verdriefst ihn, wenn er ein 
Wort sprechen soll. [Fz.] 

Unüberwindliche Traurigkeit. [Lqr.] 
725. Mifsmülhig. [Schw.] 

Gemüth grämlich, leicht zu reizen j das Spre- 
chen Andrer ist ihm unerträglich, so wie 
alles Geräusch. [Gff.] 

Grofse EmpfmdHchkeit für Geräusch, (n. 24, 48 
Stunden.) 

Jede kleine Alteration erregt ein innerliches Zit- 
tern. [Gff.] 

Nach einer kleinen Alteration, lang* dauerndes 
Zittern, wie von Frost am Körper. [Gff.] 
730. Aufgeregte Einbildungskraft, (den 1. Tag.) [Lqr.] 

Vieles Reden Andrer, ihm selbst lieber Perso- 
nen greift seine Nerven an und macht ihn 
mürrisch und ungeduldig. [Gff.] 

Es wird ihm sehr ungeduldig zu Muthe, doch 
ohne üble Laune, (den 1. Tag.) [Lqr.] 



312 Zincum. 

Unruhige, unsläte Stimmung, (n. 2 Tagen.) 

Ruhig, aber leicht zu Zorn erregbar, (n. 19 Tgn.) 
735. Leicht zu Zorn geneigt und sehr angegriffen 
davon. [Gff.] 

Er wünscht Jemand zu haben, an dem er sei- 
nen (durch nichts gereizten) Zorn thäthch 
auslassen konnte, (den 7. Tag.) [Lqr.] 

Sehr veränderliche Laune; zu Mittag, Traurig- 
keit, Melancholie, und Abends, Zufriedenheit 
und Frohsinn, (den 2. 3. Tag.) [Lqr.] 

Er ward zuweilen sehr fröhlich, (den 1. Tag) *) 
' [Lqr.] 

Er kann über eine Kleinigkeit öfters sehr lachen, 
doch sich auch eben so leicht ärgern. 
740. Anwandlung von grofser Redeseligkeit. [Gff.] *) 

Die Gemüths- Stimmung ist, besonders gegen 
Abend, sehr heiter, aufgeregt. [Gff.] ^) 

Gemüth die ersten Tage verstimmt und trage, 
die spätem lebhafter und heitrer. 

Gemüth heiter und aufgeräumt. [Hbd*] 

1) Vor Einnahme des Zinks war er mehre Tage etwas 
düster gestimmt (Gegenwirkung des Organisms, Heilwir- 
kung.) 

2) Wechselwirkung. 

3) Wechselwirkung. 



Gedruckt bei A. W. Schade in Berlin,